Gestaltungstipps Eiche

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Druffis
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Gestaltungstipps Eiche

Beitrag von Druffis »

Hallo, ich habe mich heut mal rangeätzt und meiner neue eiche einem kleinen Formschnitt verpasst. hat da evtl noch jemand einen Vorschlag ob ich noch etwas wegschneiden könnte, oder ist das erstmal gut so.
Im Frühjahr will ich sie in eine Schale setzen und mit der Gestaltung der Äste beginnen. Ist es richtig, das wenn ich schön verzweigte Äste bekommen will, immer direkt hinter den internodien schneide oder immer wachsen lassen?
Den unteren Ast der aus der Wurzel kommt wollte ich evtl einen kleinen Stamm formen weil er auf dieser Seite keine Äste hat und kahl wirkt,
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Jane
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Beitrag von Jane »

Sieht doch sehr nett aus.

Den unteren Ast aus der Erde würde ich auf jedenfall entfernen, der stört das Bild.

Nach den Internodien nicht sofort schneiden immer ein kleines Stück stehen lassen wegen dem Zurücktrocknen. In die Richtung wo Du die Verzweigung haben willst, diese Knospe lässt Du stehen.

Viel Spaß mit dem Baum! :wink:
Viele Grüße Jane
marius
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Beitrag von marius »

hi


ich würde mich von was ganz anderen trennen. :lol:

mal was für ganz mutige. siehe unten.

hätte aber alles seinen berechtigten grund.

gruß marius
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migo
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Beitrag von migo »

Hallo Druffis,

auf den ersten Blick ein ganz nettes Bäumchen, ja. Aber...

Die rechte Seite hat leider keine nennenswerte Verjüngung und dieses lange gerade Stück in der Mitte macht die Sache auch nicht schöner. Ich habe mit meiner Bildbearbeitung einiges versucht, um die rechte Seite wenigstens zum Teil zu erhalten - komme aber letztendlich auf das gleiche Ergebnis wie Marius.

Bis März / April hast Du ja noch Zeit, Dir die Sache zu überlegen. Nach dem Motto "Weniger ist oft mehr" kann auch ich Dir nur empfehlen: Trau Dich! Das wird dann ein echt schöner Bonsai. Nur Mut!
Tschüüss, Michael

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Heike_vG
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Beitrag von Heike_vG »

Leutchen,

Ihr seid aber manchmal ganz schön schnell, jemandem radikale Schnitte anzuraten!
Ich finde das völlig unangebracht, diese schöne Eiche so zu verstümmeln.

Mit einer Drehung um 15° gegen den Uhrzeigersinn, also geändertem Pflanzwinkel, und nur leichter Reduzierung des oberen Kronenbereichs ergibt sich doch ein richtig hübscher Bonsai!
Nie und nimmer würde ich von dem so viel abschneiden!

Liebe Grüße,

Heike
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Ein halber Schritt in die richtige Richtung ist oftmals ein Reinfall...

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achim73
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Beitrag von achim73 »

ich würde mich da heike anschliessen. und den unteren rechten auf jeden fall weiterkultivieren. abschneiden geht immer... :)
als ganz grobe inspiration
Gruss, Achim
"Der kürzeste Weg zum Glück ist der Weg in den Garten"
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migo
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Beitrag von migo »

Liebe Heike,

Du hast Recht, wenn Du schreibst...
Heike_vG hat geschrieben:Ihr seid aber manchmal ganz schön schnell, jemandem radikale Schnitte anzuraten!
Gleichzeitig schrieb ich aber auch...
migo hat geschrieben: Bis März / April hast Du ja noch Zeit, Dir die Sache zu überlegen
Nun gut, soviel dazu!

Zu Deiner Version kann ich nur sagen: Ups...so hab ich das noch gar nicht betrachtet :oops: Auf die Idee bin ich leider nicht gekommen. Gefällt mir auch ganz gut.

Tschüüüss!
Tschüüss, Michael

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Druffis
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Beitrag von Druffis »

Euch allen erstmal ein ganz dickes danke für die Ideen und Anregungen.
Ich bin eigentlich auch einer der immer viel rum schneidet und viel wegnimmt. aber ich werde den Vorschlag von Heike ins Auge fassen und ihn nur leicht schneiden. Der andere Vorschlag reizt mich auch sehr, vielen dank auch dafür, aber wie Heike schon gesagt hat "Ich finde das völlig unangebracht, diese schöne Eiche so zu verstümmeln". Mich hat es auch ein wenig gestört das auf der Rechten Seite so wenig Äste sind, desshalb lass ich auch den Ast der aus dem Boden kommt. (evtl zu einem kleinen Stamm kultivieren)

Hier auch noch ein Bild bevor ich ihn das erste mal geschnitten habe.
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marius
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Beitrag von marius »

hi


:lol: oh gott, ich ein radikaler. :lol:

ich wundere mich schon über mich selbst.

aber gut. egal jetzt.

grundidee für den starken rückschnitt war im grunde die fehlende verjüngung und der ungünstige verlauf des gesamten stammes, die ungünstige aststellung, nur im oberen breich (zumindest von dem was man auf dem foto so sieht) sowie die unverhältnismäßige aststärke im oberen bereich.

und was hilft es da denn baum zu kippen? deshalb verjüngt sich der stamm ja nicht automatisch, noch nicht mal optisch. was auch für das andere gilt.

die probleme der gestaltung, wenn man das so sagen will, bleiben ja weiterhin.

das sollte zumindest berücksichtigt werden - finde ich.

deshalb der recht radikal anmutende schnitt.

wenn man ihn aber so macht und 5 bis 6 jahre im freiland mehr oder weniger frei wachsen läßt, hat man doch danach alle chancen.

ich wollte also nur das beste. :lol:

gruß marius
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Heike_vG
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Beitrag von Heike_vG »

Marius,

es kommt doch auch keiner auf die Idee, ein Loch aus einer Tischdecke herauszuschneiden... :wink:

Warum denken so viele Leute, dass ein Baum keine Mängel haben darf?

Welcher Baum ist schon perfekt, trotzdem sind Bäume mit Fehlern oft umwerfend schön. Es lohnt sich, Top-Ausstellungsbäume mal unter diesem Aspekt zu betrachten.

Mir gefällt diese Eiche auch so sehr gut und in einigen Jahren kann die Verjüngung sich noch etwas verbessern, da die Stammbasis sich mit der Zeit stärker verdicken wird als der obere Stammbereich.

Liebe Grüße,

Heike
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marius
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Beitrag von marius »

hi

@heike_vg

natürlich, unbedingt.

ist ja fast schon wieder mal ein thema für 'ne grundsatzdiskussion. :D

nein, im ernst. natürlich gibt es gute beispiele, wo ein möglicher fehler, die unperfektion, den baum zu etwas besonderen gemacht haben. das mag ich genauso.

aber es darf nicht, bitte keineswegs falsch verstehen, dem kitsch verfallen. in diesem fall scheint es eben nicht zu passen. in anderen fällen wäre es besser gewesen die schere vielleicht nicht so schnell zur hand zu nehmen. (die kleine fichte vielleicht zb.)

und ich habe ja für mich gesprochen, als ich den vorschlag zum kürzen machte. letztlich schliesst das aber später gewollte schönheitsfehler nicht grundsätzlich aus. :D

man liest in diesen forum, wenn es um gestaltungen geht, immer so viel von verjüngung und harmonie, der allgemeinen stimmigkeit usw.

diese pflanze dient doch nahezu als paradebeispiel dafür.

aber egal. entscheiden muß, am ende des tages, der besitzer. er ist es, der den baum in voller schönheit vor sich hat.

im grunde erinnert mich der baum an meinen ficus, der einen ähnlichen stammverlauf hat. irgendwann kann man diesen aufälligen makel einfach nicht mehr wegsehen.

das verfolgt ein. :lol:

und ob fehler oder nicht. ich hab den schnitt gemacht. fertig aus, auch wenn's nur bedingt hierher gehört. mit der kritik muß ich halt leben. :D

gruß marius
Zim
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Beitrag von Zim »

vielleicht bin ich auch einfach blind, aber ich kann keine fehlende verjüngung erkennen. Klar es gibt sicher bäume die sich stärker verjüngen, aber vielleicht ist grade dieses modell ein wenig realistischer.
Ausserdem ist der Wurzelhals ja noch gar nicht freigelgt, wer weis was sich da noch alles drunter verbirgt?
Nee, abschnippeln würde ich den nicht....
Mfg Simon
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Heike_vG
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Beitrag von Heike_vG »

Hallo, Ihr Lieben,

das Interessante hier ist, dass man schon merkt, wie unterschiedlich das Empfinden der Betrachter ist.
Was dem einen ein unerträglicher Makel, ist für den anderen nicht einmal augenscheinlich.

Insofern können wir uns entspannt damit zufrieden geben, dass jeder seine Bäume nach seinem Geschmack gestalten kann und wird.
Es ist für den Besitzer jedoch sicherlich immer wieder bereichernd, was andere Leute bei der Betrachtung seines Baumes empfinden.

Ich möchte nur hin und wieder ein wenig dafür werben, die üblichen Merkmale für die Qualität eines Bonsai nicht zu sehr und nicht zu schematisch oder gar als KO-Kriterien anzuwenden.
Was mein hinkender Vergleich mit der Tischdecke generell andeuten sollte: es wäre in meinen Augen oftmals einfach schade, wenn man charmante Baumteile nur deswegen opfern würde, weil sich ein gerades oder unverjüngtes Stück oder ein Knubbel oder eine Drahtnarbe etc. darin befindet.

Liebe Grüße,

Heike
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Druffis
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Beitrag von Druffis »

hui da hab ich ja was angerichtet das Bäumchen zu posten :D
ich muss euch aber ehrlich sagen das mir beide Ideen sehr gut gefallen. ich tendiere mehr für heike ihren Vorschlag weil ich ein kleiner Angsthase bin, :oops: und mit kleinen Fehlern am Baum kann ich auch sehr gut leben, sie machen ihn im Alter evtl noch interessanter.
Ist es aber möglich, den Ast der aus dem Boden kommt zu einem 2ten Stamm zu formen oder passen da jetzt die Proportionen nicht mehr? Wenn es noch geht, worauf müsste ich dann achten, Gipfelknospen entfernen und nur die an dem Ast lassen, der wachsen soll ?
Zuletzt geändert von Druffis am 26.10.2007, 23:59, insgesamt 1-mal geändert.
Druffis
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Beitrag von Druffis »

ok, ich hab mir nochmal Gedanken gemacht und ihn im Kopf mal so verschnitten. Was sagt ihr dazu, wenn man den schnitt etwas höher ansetzt, es ist ein Mittelweg vom Radikalen und schonenden Schnitt.

ps.: sry wegen der groben Bildbearbeitung, ist mein erstes mal. :roll:
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