Richtiges Umtopfen einer Waldpflanzung

Spezielle Baumpflege z.B. düngen, umtopfen, Erden, ein- und auswintern, Pflanzenschutz
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Pitches
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Richtiges Umtopfen einer Waldpflanzung

Beitrag von Pitches »

Hallo Bonsaifreunde!
In letzter Zeit interessieren mich Waldpflanzungen immer mehr, doch es gibt eine Frage die sich mir noch nicht eindeutig beantwortet:

"Wälder" sind ab einer gewissen Größe sehr schwer, das heißt man bekommt die Pflanzen nicht ohne weiteres aus der Schale gehoben.
"Wälder" bestehen aus einer meist ungeraden Anzahl aus nur grob vorgestalteten Bäumen , dass heißt die Bäume müssen insgesammt aber auch individuell weiterentwickelt werden.
Das Wurzelsystem der Bäume wird, nach meiner Einschätzung, mit der Zeit verwachsen.

Meine Frage ist nun:

"Nimmt man beim Umtopfen von Wäldern diese jedesmal komplett auseinander", d.h. zerlegt man diese nocheinmal ihre Einzelbäume um Nebari und ähnliches individuell zu verbessern?

Mfg Marius[/b]
anna_reis
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Wäldchen umtopfen

Beitrag von anna_reis »

Guten Morgen Marius,
vor einigen Tagen bin ich hier im Forum auf einen Beitrag von Walter Pall gestoßen:

http://www.bonsai-fachforum.de/viewtopi ... n+umtopfen

Hier gibt es sehr viel gute Informtionen zum Thema Wäldchen.
Vielleicht hilft dir das ja weiter.
Einen schönen Tag noch
Daniela
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Martin_S
Beiträge: 11869
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Beitrag von Martin_S »

Hi!
Nein, man nimmt den Wald nicht komplett auseinander. Man schneidet die Ränder und ggf. macht man Löcher an Stellen im "Wald" und füllt diese gezielt mit neuem Substrat wieder auf (siehe hierzu Kato's Buch "Forest and Rock Plantings" (oder so ähnlich. Ein MUSS für jeden Gruppenpflanzungs Freund!)
Gurß
Martin S
Beste Grüße
Martin

Lieber Querlüften als Querdenken!
Mh
Beiträge: 90
Registriert: 28.03.2005, 08:42

Beitrag von Mh »

Martin_S hat geschrieben:Hi!
Nein, man nimmt den Wald nicht komplett auseinander. Man schneidet die Ränder und ggf. macht man Löcher an Stellen im "Wald" und füllt diese gezielt mit neuem Substrat wieder auf (siehe hierzu Kato's Buch "Forest and Rock Plantings" (oder so ähnlich. Ein MUSS für jeden Gruppenpflanzungs Freund!)
Gurß
Martin S
Ich kann dir nur recht geben das buch ist echt der hammer jedoch nicht nur für forest planting. es werden auch sachen wie Proportionen und maße für einzelne Äste und die unterschiedlichen wuchsformen erklärt und super dargestellt ein echtes muss. Top teil kann ich nur empfehlen.
Bild

Mfg MH
Jensmanni
Beiträge: 54
Registriert: 21.06.2006, 14:25

Re: Richtiges Umtopfen einer Waldpflanzung

Beitrag von Jensmanni »

So, hab jetzt da auch mal eine Frage zum Umtopfen von Wäldern bzw. Gruppen. Hab mir dieses Frühjahr aus Enger mal 2 hübsche Gruppen gekauft (Stieleichen+ Zellkoven). Beide Gruppen stehen in recht flachen Schalen, die ca. 30 cm groß sind und oval (siehe beigefügte Fotos). Die Bäume der Gruppen sind jeweils ca. 5 Jahre alt. Im Frühjahr 2012 soll ich Umtopfen und auch Formschnitt machen und nun stellt sich die Frage, ob ich die gleichen Schalen wiederverwende und nur das Sustrat nach dem vorsichtigen zurückschneiden der Wurzeln wechsel oder ob ich größere Schalen nehmen sollte (ggf. deutlich größere Trainingsschalen)? Die Gruppen sollen ja doch auch zulegen oder? Hmm- bin mal gespannt ob ich da gute Tipps bekomme.

Danke für viele Antworten im voraus.
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Jensmanni :-)
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Josef Knieke
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Re: Richtiges Umtopfen einer Waldpflanzung

Beitrag von Josef Knieke »

Jensmanni hat geschrieben: nun stellt sich die Frage, ob ich die gleichen Schalen wiederverwende und nur das Sustrat nach dem vorsichtigen zurückschneiden der Wurzeln wechsel oder ob ich größere Schalen nehmen sollte (ggf. deutlich größere Trainingsschalen)? Die Gruppen sollen ja doch auch zulegen ...

Hi Jensmanni

das ist so einfach nicht zu beantworten. Normaler Weise werden die Gruppen aus der Schale genommen, das Substrat aus den Wurzeln gekratzt. Die Wurzeln werden eingekürzt und die Gruppe wird mit frischem Substrat in die gleiche Schale gesetzt. Dann behält die Gruppe ihre Gestalt und wird nicht verändert!

Sollen die Gruppen zulegen, wäre es ratsam die gesamte Pflanzung auseinander zu nehmen und neu, mit anderen Abständen, zusammen zu setzen. Bei Gruppenpflanzung ist das Endergebnis bereits vorgegeben. Im Laufe der Jahre wird die gesamte Silhoutte kompakter, die Feinferzweigung wird verbessert und der Gesamtausdruck wird reifer. - So würde ich die Eichen neu setzen. Da sie relativ große Blätter haben, wäre eine größere Gruppe ratsamer. Es wirkt natürlicher!

Bei der Zelkovengruppe musst du nur fleißig schneiden. Denn die legen sich mächtig ins "Zeug" wenn sie einmal richtig eingewurzelt sind.



Gruß

Josef
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