Verzärtelte Bäume und Pflegestress ?
Vielen Dank noch mal an alle, die sich die Mühe gemacht haben, über meine offenbar recht krause Anfrage nachzudenken.
Sowohl Andreas (der mir netterweise noch mal direkt geschrieben hab, nachdem wir ja hier ein bisschen gehakelt hatten), als auch KHarry haben Hinweise in die Richtung gegeben, dass sich "Pflegeleichtheit" in erster Linie am Volumen (ev. sogar eher der Tiefe) des Gefäßes festmachen lässt, und erst in Folge an der Zusammensetzung des Substrats:
Ich werde berichten.
Gruß,
Stefan
Sowohl Andreas (der mir netterweise noch mal direkt geschrieben hab, nachdem wir ja hier ein bisschen gehakelt hatten), als auch KHarry haben Hinweise in die Richtung gegeben, dass sich "Pflegeleichtheit" in erster Linie am Volumen (ev. sogar eher der Tiefe) des Gefäßes festmachen lässt, und erst in Folge an der Zusammensetzung des Substrats:
Das ist für mein Anliegen sehr relevant, und ich möchte an entsprechenden Modellen arbeiten (eigentlich schwebt mir schon länger so was wie der "mobile Gartenbonsai" vor (Andreas erwähnte, dass auch die altchinesischen Bonsais eher voluminös waren, mal sehen, ob ich da noch Literatur finde).Die Entwässerung geschieht durch die Schwerkraft. Wenn die Schale z.B. 5 cm hoch ist (= Füllhöhe), dann befindet sich im Substrat maximal eine 5 cm hohe Wassersäule, die von einem lehmigen Substrat durchaus festgehalten wird, und das bedeutet Staunässe. Es kann sein, dass in einem Kübel mit 30 cm Füllhöhe das gleiche Substrat gut entwässert und keine Probleme mehr macht. Staunässe würde hier einer Wassersäule von 30 cm entsprechen, aber die kann das Substrat nicht mehr halten. (Die untersten 5 cm könnten durchaus vernässt sein, aber das wäre das geringere Problem.)
Ich werde berichten.
Gruß,
Stefan
- Andreas Ludwig
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- Registriert: 29.03.2005, 16:50
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Dazu schau dir doch mal die Motivschalen an, die Peter Krebs auf seiner Homepage hat. Er kopiert etliche antike Schalen, die teilweise eher wie Bonbonnieren oder Geranientöpfe ausschauen - vom Volumen her. Dann ist es oft auch verblüffend für Anfänger, das tatsächliche Volumen von Bonsaischalen an Ausstellungen zu sehen. Man stellt sich die oft viel kleiner vor, als sie sind - in einer grossen Schale sind aber bald einmal ein paar Liter Substrat. Das ist natürlich etwas komplett anderes als ein Mametöpfchen mit einer halben Handvoll.
- florianhoessel
- Beiträge: 94
- Registriert: 20.09.2007, 12:41
Einige gedanken will ich hier auch mal zum Ausdruck bringen:
1. Der Pflug ist selbst in Baumschulen nur 50 cm lang, oder viell. höchstens 60 cm, das reicht höchstens,je nach Bodenprofil, bis in den b-Horizont. Der Lehm fängt aber erst im c-horizont an(wenn da kein Fels ansteht). Die Wurzeln, die in diese Lehmpampe gehen, haben MEINER MEINUNG nach nur noch Stützfunktion, und saugen vill. auch anstehendes Wasser auf. (Da spielt auch ein bisschen Erfahrung des Obstbaus mit hinein (Anbau auf Dammen mit fertigation, ähnlich wie bei Spargel) Für die Nährstoffversorgung sind sie meist jedoch nur secundär zuständig. Die wichtigen Versorgungswurzeln liegen immer im A-Horizont( Mischung aus Lehm, humus und vor allem dem Bodenleben, was sehr wichtig ist (Mycorrhiza mit hydrophilen Eigenschaften, Bakterien...)
2. Das Bodenleben baut also im Freiland die Erde strukturell auf, wobei der Lehm Puffermäßig eine Schlüsselrolle einnimmt!
3. Im Abgeschlossenen system entsteht dabei allerdings ein entgegengesetzter Effekt, die Stuktur denaturiert.(Da wird aus Lößbröckchen ganz schnell diese schmierige Pampe, die dann zum Ofenbau verwendet werden Kann. Akadama ist gebrannter Löß, der dadurch seine Struktur länger behält)
4. Ist ein Wurzelschnitt ab einem bestimmten Alter Pflicht, um die Wurzelspitzen wieder näher an den Stamm zu bekommen. Nun ist das äusserst unprtaktisch, wenn man dann vor so nem Lehmklumpen sitzt, denn wenn man da auskämmt, bleibt, selbst wenn man sich extrem viel zeit nimmt, nur noch das Gerüst des Wurzelballens übrig. Die physiologisch wichtigen Wurzelspitzen mit ihren Haarwürzelchen müssen aber alle neu gebildet werden. Das ist ein mächtiger Schlag ins Gesicht für den Baum. Setzt man nun 2 Jahre kulturzeit je Substrat an, wird der Bonsai in 2 Jahren nur das wachstum von einem hervorbringen!
5. Probier mal dann die Lehmpampe wieder in die Wurzelzwischenräume zu bringen, und du wirst sehen, das es fast unmöglich ist(es sei denn du machst vorher staub draus!
6. Bedenke, das wurzeln Zucker veratmen müssen, dafür ist Sauerstoff sehr wichtig!!!!!
7. Wenn es dir lediglich um Pflegeleichtigkeit geht, da gibt es mittlerweile Granulate, die das 10 fache ihres eigenvolumens an Wasser speichern können. Schau mal in professionelle komerzielle Gartenkataloge! Bin in der Hinsicht selbst aber sehr skeptisch, da mir die Volumenschwankungen zu hoch sind( ich sehe da die Gefahr, das die Haarwurzeln zerreißen, sobald das wasser komplett abgegeben wurde, aber da müsste mal jemand nen versuch starten!)
Deshalb ist es wichtig, ein STRUKTURSTABILES GROBES Substrat zu besitzen, welches auch nach 2-4 Jahren noch leicht aus dem Wurzelballen rieselt, und dafurch erspart man sich und dem Baum eine Menge zeit!
1. Der Pflug ist selbst in Baumschulen nur 50 cm lang, oder viell. höchstens 60 cm, das reicht höchstens,je nach Bodenprofil, bis in den b-Horizont. Der Lehm fängt aber erst im c-horizont an(wenn da kein Fels ansteht). Die Wurzeln, die in diese Lehmpampe gehen, haben MEINER MEINUNG nach nur noch Stützfunktion, und saugen vill. auch anstehendes Wasser auf. (Da spielt auch ein bisschen Erfahrung des Obstbaus mit hinein (Anbau auf Dammen mit fertigation, ähnlich wie bei Spargel) Für die Nährstoffversorgung sind sie meist jedoch nur secundär zuständig. Die wichtigen Versorgungswurzeln liegen immer im A-Horizont( Mischung aus Lehm, humus und vor allem dem Bodenleben, was sehr wichtig ist (Mycorrhiza mit hydrophilen Eigenschaften, Bakterien...)
2. Das Bodenleben baut also im Freiland die Erde strukturell auf, wobei der Lehm Puffermäßig eine Schlüsselrolle einnimmt!
3. Im Abgeschlossenen system entsteht dabei allerdings ein entgegengesetzter Effekt, die Stuktur denaturiert.(Da wird aus Lößbröckchen ganz schnell diese schmierige Pampe, die dann zum Ofenbau verwendet werden Kann. Akadama ist gebrannter Löß, der dadurch seine Struktur länger behält)
4. Ist ein Wurzelschnitt ab einem bestimmten Alter Pflicht, um die Wurzelspitzen wieder näher an den Stamm zu bekommen. Nun ist das äusserst unprtaktisch, wenn man dann vor so nem Lehmklumpen sitzt, denn wenn man da auskämmt, bleibt, selbst wenn man sich extrem viel zeit nimmt, nur noch das Gerüst des Wurzelballens übrig. Die physiologisch wichtigen Wurzelspitzen mit ihren Haarwürzelchen müssen aber alle neu gebildet werden. Das ist ein mächtiger Schlag ins Gesicht für den Baum. Setzt man nun 2 Jahre kulturzeit je Substrat an, wird der Bonsai in 2 Jahren nur das wachstum von einem hervorbringen!
5. Probier mal dann die Lehmpampe wieder in die Wurzelzwischenräume zu bringen, und du wirst sehen, das es fast unmöglich ist(es sei denn du machst vorher staub draus!
6. Bedenke, das wurzeln Zucker veratmen müssen, dafür ist Sauerstoff sehr wichtig!!!!!
7. Wenn es dir lediglich um Pflegeleichtigkeit geht, da gibt es mittlerweile Granulate, die das 10 fache ihres eigenvolumens an Wasser speichern können. Schau mal in professionelle komerzielle Gartenkataloge! Bin in der Hinsicht selbst aber sehr skeptisch, da mir die Volumenschwankungen zu hoch sind( ich sehe da die Gefahr, das die Haarwurzeln zerreißen, sobald das wasser komplett abgegeben wurde, aber da müsste mal jemand nen versuch starten!)
Deshalb ist es wichtig, ein STRUKTURSTABILES GROBES Substrat zu besitzen, welches auch nach 2-4 Jahren noch leicht aus dem Wurzelballen rieselt, und dafurch erspart man sich und dem Baum eine Menge zeit!
Hallo,
von Bonsai hab ich ja noch nicht viel Ahnung. Aber bei anderen Gartenpflanzen gibt es den einen oder anderen Trick, um sich die Giessarbeit zu erleichtern. Wasserspeicherndes Granulat ins Substrat mischen, hohle Tonkegel, automatische Bewässerungssysteme (kann man auch selber bauen) ....
Für Bonsaifreunde, die aus Zeitgründen sonst auf das Hobby verzichten müssen - wenn´s nur ums Giessen geht, gibt es doch Möglichkeiten, oder?
Viele Grüße, Yvonne.
von Bonsai hab ich ja noch nicht viel Ahnung. Aber bei anderen Gartenpflanzen gibt es den einen oder anderen Trick, um sich die Giessarbeit zu erleichtern. Wasserspeicherndes Granulat ins Substrat mischen, hohle Tonkegel, automatische Bewässerungssysteme (kann man auch selber bauen) ....
Für Bonsaifreunde, die aus Zeitgründen sonst auf das Hobby verzichten müssen - wenn´s nur ums Giessen geht, gibt es doch Möglichkeiten, oder?
Viele Grüße, Yvonne.
Hallo zusammen,
wollte nur noch kurz das Grundanliegen zu „meinem“ Thread etwas präzisieren. Es geht mir nicht nur ums Gießen, es ist aber ein bisschen schwer auszudrücken, um was sonst noch…
Ich probier’s mal: Für mich ist die ästhetisch/gefühlsmäßig befriedigendste Haltung einer Pflanze diejenige, welche die meiste Ruhe ausstrahlt, ein „selbständiges Sich-Entwickeln über lange Zeit hinweg“, also ein System, das ohne häufige Pflegemaßnahmen auskommt. Das setzt natürlich voraus, dass man das Ganze in diesem Sinne auf den Weg gebracht hat, sich also gut überlegt hat, welche Pflanze in welches Gefäß mit welchem Substrat.
In ökologischer Hinsicht finde ich ebenfalls Haltungssysteme besonders spannend, bei denen (möglichst vielfältige) biotische und abiotische Komponenten so zusammenwirken, dass ein stabiles dynamisches Gleichgewicht entsteht.
Damit das nicht so ganz im Abstrakten herumhängt, hier ein ganz alltägliches Beispiel (Bilder unten): In diesem hohen Topf wächst seit ein paar Jahren ein Miniatur-Thymian zusammen mit ein paar Spinnweb-Hauswurzen, wahrscheinlich sind irgendwann auch mal ein Regenwurm, ein paar Kellerasseln und vielleicht sogar ein kleines Ameisenvolk eingezogen. Ich könnte sicher düngen, gießen, umtopfen und die Tiere bekämpfen, die Pflanzen würden dann bestimmt stärker wachsen und reicher blühen. Aber wozu? Vielleicht bin ich hier nicht repräsentativ, aber diese kleine Pflanzengemeinschaft, die da bei Hitze und Frost so „ganz für sich“ existiert, ziehe ich so mancher Prachtpflanzung vor.
Und nachdem so etwas mit verschiedenen Stauden vortrefflich funktioniert, würde ich ähnliche Modelle eben auch im Bonsaibereich anstreben.
Ich wünsche schöne Feiertage und einen guten Rutsch,
Stefan

wollte nur noch kurz das Grundanliegen zu „meinem“ Thread etwas präzisieren. Es geht mir nicht nur ums Gießen, es ist aber ein bisschen schwer auszudrücken, um was sonst noch…
Ich probier’s mal: Für mich ist die ästhetisch/gefühlsmäßig befriedigendste Haltung einer Pflanze diejenige, welche die meiste Ruhe ausstrahlt, ein „selbständiges Sich-Entwickeln über lange Zeit hinweg“, also ein System, das ohne häufige Pflegemaßnahmen auskommt. Das setzt natürlich voraus, dass man das Ganze in diesem Sinne auf den Weg gebracht hat, sich also gut überlegt hat, welche Pflanze in welches Gefäß mit welchem Substrat.
In ökologischer Hinsicht finde ich ebenfalls Haltungssysteme besonders spannend, bei denen (möglichst vielfältige) biotische und abiotische Komponenten so zusammenwirken, dass ein stabiles dynamisches Gleichgewicht entsteht.
Damit das nicht so ganz im Abstrakten herumhängt, hier ein ganz alltägliches Beispiel (Bilder unten): In diesem hohen Topf wächst seit ein paar Jahren ein Miniatur-Thymian zusammen mit ein paar Spinnweb-Hauswurzen, wahrscheinlich sind irgendwann auch mal ein Regenwurm, ein paar Kellerasseln und vielleicht sogar ein kleines Ameisenvolk eingezogen. Ich könnte sicher düngen, gießen, umtopfen und die Tiere bekämpfen, die Pflanzen würden dann bestimmt stärker wachsen und reicher blühen. Aber wozu? Vielleicht bin ich hier nicht repräsentativ, aber diese kleine Pflanzengemeinschaft, die da bei Hitze und Frost so „ganz für sich“ existiert, ziehe ich so mancher Prachtpflanzung vor.
Und nachdem so etwas mit verschiedenen Stauden vortrefflich funktioniert, würde ich ähnliche Modelle eben auch im Bonsaibereich anstreben.
Ich wünsche schöne Feiertage und einen guten Rutsch,
Stefan

- florianhoessel
- Beiträge: 94
- Registriert: 20.09.2007, 12:41
"Grenze zum Tod"... das ist nicht der Punkt bzw. nicht der Sachverhalt. Mir ist nur aufgefallen, dass in vielen Bereichen der Pflanzenpflege leicht "überpflegt" wird, was ein System dann gerade wieder anfälliger bzw. pflegebedürftiger macht.
Beispiel dafür ist z.B. der Rasen: meist wird empfohlen, viel zu düngen, viel zu gießen, das daraufhin saftig und schnell sprießende Gras dann aber auch häufig zu schneiden und das Schnittgut zu entfernen, zu vertikutieren etc. etc.. Gießt man weniger häufig oder gar nicht, entwickeln sich die Graspflanzen eher xeromorph, das heißt z.B. mit schmäleren Blättern, weniger Spaltöffnungen, stärkerem Stützgewebe und allgemein geringerem Zuwachs. Das bisschen Schnittgut kann man dann liegenlassen, und es wird von Regenwürmern gefressen, was wiederum der Bodenfruchtbarkeit viel mehr zugute kommt als düngen und vertikutieren.
So ein (sag' ich jetzt mal) abgehärteter Rasen ist zwar nicht ganz so sattgrün-wuschelig, macht in dieser Form aber auch viel weniger Mühe (und dadurch mehr Freude, wie ich finde).
Gerade Gehölze passen sich in einem weiten Rahmen den verschiedenen Umweltgegebenheiten an, was ja zu den besonders reizvollen Pflanzen von Extremstandorten führt. Man wird es zwar wohl kaum schaffen, einen Gebirgsyamadori durch besonders rauhe Behandlung im Stil der vor-gestaltenden Natur sinnvoll weiterzubringen. Aber es ist auch etwas seltsam, wenn man jede Pflanze von "Nullpflege" in der Natur (abgesehen natürlich vom Regen, Pollenflug etc.) zwangsläufig auf "jeden Tag am besten dreimal" umstellen müsste.
Und hinzu kommt, dass es ja nicht "wertfrei" ist, ob ich besonders viel oder wenig Pflegeaufwand betreibe (Wasser, Energie, Geld, Chemie...), und insofern eine gewisse Einschränkung des Aufwands prinzipiell einer Erhöhung desselben vorzuziehen ist. Ich spreche hier nicht von körperlicher und geistiger Arbeit, welche gerade das Befriedigende an einem Hobby ausmacht (oder ausmachen sollte).
Beispiel dafür ist z.B. der Rasen: meist wird empfohlen, viel zu düngen, viel zu gießen, das daraufhin saftig und schnell sprießende Gras dann aber auch häufig zu schneiden und das Schnittgut zu entfernen, zu vertikutieren etc. etc.. Gießt man weniger häufig oder gar nicht, entwickeln sich die Graspflanzen eher xeromorph, das heißt z.B. mit schmäleren Blättern, weniger Spaltöffnungen, stärkerem Stützgewebe und allgemein geringerem Zuwachs. Das bisschen Schnittgut kann man dann liegenlassen, und es wird von Regenwürmern gefressen, was wiederum der Bodenfruchtbarkeit viel mehr zugute kommt als düngen und vertikutieren.
So ein (sag' ich jetzt mal) abgehärteter Rasen ist zwar nicht ganz so sattgrün-wuschelig, macht in dieser Form aber auch viel weniger Mühe (und dadurch mehr Freude, wie ich finde).
Gerade Gehölze passen sich in einem weiten Rahmen den verschiedenen Umweltgegebenheiten an, was ja zu den besonders reizvollen Pflanzen von Extremstandorten führt. Man wird es zwar wohl kaum schaffen, einen Gebirgsyamadori durch besonders rauhe Behandlung im Stil der vor-gestaltenden Natur sinnvoll weiterzubringen. Aber es ist auch etwas seltsam, wenn man jede Pflanze von "Nullpflege" in der Natur (abgesehen natürlich vom Regen, Pollenflug etc.) zwangsläufig auf "jeden Tag am besten dreimal" umstellen müsste.
Und hinzu kommt, dass es ja nicht "wertfrei" ist, ob ich besonders viel oder wenig Pflegeaufwand betreibe (Wasser, Energie, Geld, Chemie...), und insofern eine gewisse Einschränkung des Aufwands prinzipiell einer Erhöhung desselben vorzuziehen ist. Ich spreche hier nicht von körperlicher und geistiger Arbeit, welche gerade das Befriedigende an einem Hobby ausmacht (oder ausmachen sollte).
Hallo Bergi,
ich habe mir den Thread gerade von Anfang an durchgelesen und möchte zwei Gedanken äußern, die mir durch den Kopf gehen.
Wenn man Bonsai hat, dann ist man dafür verantwortlich, ihnen die nötigen(optimalen) Lebensumstände zu bieten. Die Natur kann hier wenig helfen, das die Bäume ja aus selbiger herausgelöst sind.
Die notwendie Pflege ergibt sich aus den Bedürfnissen des Baumes am jeweiligen Standort. Und nur daraus !
Zum zweiten; ein Bonsai ist nur durch die tägliche Pflege die er erhält ein solcher.
Pflegst Du ihn nicht nach diesen Kriterien, hast du bald keinen Bonsai mehr.
Daraus ergibt sich, das an der täglichen Pflege (fast) nicht gespart werden kann.
Der Baum muss kriegen was er braucht. Das heisst Licht , Wasser, Dünger, ein entsprechendes Substrat und nicht zu letzt Luft.
Die Menge eines jeden muss entsprechend und ausreichend sein. Dabei kann es natürlich Abweichungen geben, die aber einen bestimmten Toleranzbereich nicht überschreiten dürfen.
ich habe mir den Thread gerade von Anfang an durchgelesen und möchte zwei Gedanken äußern, die mir durch den Kopf gehen.
Wenn man Bonsai hat, dann ist man dafür verantwortlich, ihnen die nötigen(optimalen) Lebensumstände zu bieten. Die Natur kann hier wenig helfen, das die Bäume ja aus selbiger herausgelöst sind.
Die notwendie Pflege ergibt sich aus den Bedürfnissen des Baumes am jeweiligen Standort. Und nur daraus !
Zum zweiten; ein Bonsai ist nur durch die tägliche Pflege die er erhält ein solcher.
Pflegst Du ihn nicht nach diesen Kriterien, hast du bald keinen Bonsai mehr.
Daraus ergibt sich, das an der täglichen Pflege (fast) nicht gespart werden kann.
Der Baum muss kriegen was er braucht. Das heisst Licht , Wasser, Dünger, ein entsprechendes Substrat und nicht zu letzt Luft.
Die Menge eines jeden muss entsprechend und ausreichend sein. Dabei kann es natürlich Abweichungen geben, die aber einen bestimmten Toleranzbereich nicht überschreiten dürfen.
Viele Grüße aus Sachsen
Frank
Bonsaifreunde Mittelsachsen e.V.
Frank
Bonsaifreunde Mittelsachsen e.V.
Solange hier noch Beiträge eintrudeln, was mich sehr freut, möchte ich auch nicht hinter'm Berg halten:
@ Robert,
In dieser Richtung habe ich auch schon ein paar Sachen zum Laufen gebracht (s. Foto). Funzt generell gut und ist im weitesten Sinne "einfach". Unbefriedigend aus "Bonsai-Sicht" ist, dass die für dieses System geeigneten Pflanzenarten hygrophile (feuchtigkeitsliebende) Miniaturkräuter sind (wie dieses Fettkraut auf unserem Küchenfenster). Da verholzt und "reift" nichts, und die Pflanzen sehen sozusagen von Jahr zu Jahr immer gleich aus (abgesehen von Ablegern etc.).

@ Frank,
Ich möchte jetzt nicht die Diskussion wieder von vorne anfangen, aber genau das reizt natürlich schon zum Nachhaken:
Viele Grüße,
Stefan
@ Robert,
In dieser Richtung habe ich auch schon ein paar Sachen zum Laufen gebracht (s. Foto). Funzt generell gut und ist im weitesten Sinne "einfach". Unbefriedigend aus "Bonsai-Sicht" ist, dass die für dieses System geeigneten Pflanzenarten hygrophile (feuchtigkeitsliebende) Miniaturkräuter sind (wie dieses Fettkraut auf unserem Küchenfenster). Da verholzt und "reift" nichts, und die Pflanzen sehen sozusagen von Jahr zu Jahr immer gleich aus (abgesehen von Ablegern etc.).

@ Frank,
Ich möchte jetzt nicht die Diskussion wieder von vorne anfangen, aber genau das reizt natürlich schon zum Nachhaken:
Es gilt aber ebenso: Die Bedürfnisse und Notwendigkeiten werden durch die Art der Pflege bestimmt (z.B. eine besonders flache Schale, die sehr häufiges Gießen verlangt).Die notwendie Pflege ergibt sich aus den Bedürfnissen des Baumes am jeweiligen Standort. Und nur daraus
Es gibt doch auch Bonsaiarten, an denen nicht jeden Tag irgendwas gemacht wird (z.B. Ficus, Sukkulente) ? Das Argument versteh ich nicht ganz.Zum zweiten; ein Bonsai ist nur durch die tägliche Pflege die er erhält ein solcher. Pflegst Du ihn nicht nach diesen Kriterien, hast du bald keinen Bonsai mehr.
Viele Grüße,
Stefan
