Jap. Ahorn, Hilfe für Gestaltung.

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Thorschti
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Beitrag von Thorschti »

Hallo Mile!

Wenn du den Baum aufrichtest, den Nebenstamm kürzt sowie alle Äste neu aufbaust, kannst du mit einem Streng Aufrechten Doppelstamm weiterarbeiten.

Scheint mir absolut möglich und vielversprechend


Gruss

Thorsten
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Zim
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Beitrag von Zim »

Ich denke eine Kombination der beiden letzten vorschläge (also Stämme näher zusammen bringen und kleineren einkürzen) würde sicher das schönste ergebnis liefern, allerdings bezweifle ich das man da noch nennenswerte bewegung reinbekommt. Von daher wäre wahrscheinlich die einstamm variante die -realistisch betrachtet- vielversprechendste.
Um einen Neuaufbau der Äste und ein erhebliches Einkürzen wirst du imo nicht rumkommen.

@onac: Warum versuchst du als "einäugiger" eigentlich immer den "blinden" zu erklären wie die Welt aussieht? (soll niemanden beleidigen). Ehrlich gesagt ist das ziemlich nerfig und wohl für niemanden wirklich hilfreich.....
Mfg Simon
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docmaho
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Beitrag von docmaho »

hallo,
ich glaube schon, dass es möglich ist, dem stamm eine feine biegung zu geben - es dauert natürlich seine zeit, und ich denke, es braucht 4 hände dazu, aber mit einem - wie bereits erwähnt - zugbolzen geht das schon.
sprich: ich spanne (mit schutzauflagen auf dem stamm) einen holzbolzen (am ende rundlich eingekerbt, damit er sich gut an den stamm anfügt, unter zug nicht plötzlich wegschnellt und ein loch in die rinde reisst) über stärkeren draht am stamm ein, ziehe fest, sodass der stamm in eine richtung unter zug kommt - praktisch das pfeil-und-bogen-prinzip.

Bild

klar, das wird eine zeit dauern, bis sich was tut und schaut auch nicht grad toll aus - aber der wirklich schöne baum ist es wert, denke ich.

ich für meinen teil glaube, dass es einfach schade ist, wenn ein baum schon ein so schönes astwerk hat wie dieser, dass so radikalmethoden wie in der mitte des threads gezeigt, einfach schade sind und man versuchen sollte, die hervorragenden vorgegebenen strukturen zu nutzen.
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sulrich
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Beitrag von sulrich »

docmaho, hast Du's schonmal an einem Ahorn dieser Dicke probiert? Selbst wenn es klappt, bekommt man nur einen leicht bananenförmigen Stamm. Es ist ja kein Fehler, wenn der Hauptstamm eines Doppelstamms gerade ist, das Problem ist in meinen Augen eher der Nebenstamm ohne Verjüngung und im falschen Winkel. Hier ein paar Beispiele von Mehrfachstämmen mit geradem Hauptstamm:

http://www.andyrutledge.com/book/assets ... eadow1.jpg
(von http://www.andyrutledge.com/book/conten ... hetics.htm)

Bild
(von http://www.bonsai-fachforum.de/viewtopi ... 7900#67900)

[Edit: Image-Link durch Hyperlink ersetzt]
Zuletzt geändert von sulrich am 29.12.2007, 22:42, insgesamt 1-mal geändert.
Viele Grüße,
Stefan

Whenever there is any doubt, there is no doubt. - Sam in 'Ronin'
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jost
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Beitrag von jost »

docmaho hat geschrieben:ich für meinen teil glaube, dass es einfach schade ist, wenn ein baum schon ein so schönes astwerk hat wie dieser, dass so radikalmethoden wie in der mitte des threads gezeigt, einfach schade sind und man versuchen sollte, die hervorragenden vorgegebenen strukturen zu nutzen.
Prima Beispiele von Sulrich, die das Problem an diesem Ahorn klar aufzeigen. Außerdem ist die Acer-Rinde derart empfindlich, dass bei den großen zu erwartenden Drücken bei den Biegeversuchen größere Rindenbereiche absterben würden.

Und die Einschätzung von schönem Astwerk und hervorragende vorgegebene Strukturen sollte sich mit den gezeigten, zugegebenermassen TOP-Bäumen auch relativieren.

Mein Vorschlag: Entscheidung für einen oder auch beide Stämme (denn die Basis ist bestimmt gut) und Neuaufbau nach radiklem Rückschnitt, z.B. wie von Tanuki empfohlen.
Gruß, Joachim
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docmaho
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Beitrag von docmaho »

das ist klar, mit den gezeigten bäumen kann der sich nicht messen. da reden wir mal in 20 jahren weiter ;)
das sind aber abgesehen davon auch keine 30- sondern 80-cm-bäume.
ich für meinen teil würde den ahorn einfach kleiner haben wollen schon allein aus platzgründen, und dafür finde ICH persönlich die derzeitige astsituation schon mal sehr ansprechend - auslichten und korrigieren ist ja selbstverständlich.

gut ich hab noch mit keinem ahorn gearbeitet, daher weiss ich nicht wie empfindlich die rinde ist, aber aus den erwähnten gesichtspubkten heraus würde ich schon sagen, dass gerade der bananen-stamm schon einen gewaltigen unterschied ausmacht....................
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Gary
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Beitrag von Gary »

achim73 hat geschrieben:schade...das würde mich nun wirklich interessieren. Kannst du das vielleicht trotzdem ein bisschen konkretisieren ? meinst du, mit "gewalt" doch noch bewegung in die stämme zu kriegen ?
Hallo Leute,

eigentlich wollte ich mich nicht mehr äußern, und zum Glück haben zwischenzeitlich auch Andere die teils "wilden Ideen" schon korrigiert, doch aufgrund der direkten Frage von Achim noch ein paar Worte.

@Achim
Ich schrieb davon: "... gegebene Strukturen zu durchbrechen. "
Sorry für meine Wortwahl, doch von "Gewalt" oder "brachialer Vorgehensweise" war da keine Rede.


Wir reden hier von einem Japanischen Ahorn.
Schon mal Jemand einen real gebogen (nicht virtuell!) der mehr als 5 mm Durchmesser hatte?
Eben! Ein Jap. Ahorn biegt sich nicht sondern bricht nur.

Egal ob mit Draht oder Pflock, all diese Methoden würden unvermeidbare Schäden an der Rinde hinterlassen.
Ahorn- und Buchenrinde ist sehr, sehr empfindlich und zeigt die entstandenen Beschädigungen noch über Jahrzehnte. Der Baum wäre dadurch unwiederbringlich ruiniert.

Ich fragte nicht ohne Grund nach dem Wurzelansatz. Dort könnte man vielleicht noch die Stellung der zwei Stämme zueinander verändern, denn hierbei entstehende Wunden könnten eventuell geschickt in das Nebari integriert werden.

Auffallend sind die zwei recht geraden Stämme und ihr Winkel zueinander.
Egal ob der Winkel in V-Form oder gar mehr O-beinig ist, beides sind die schlechtesten aller optischen Lösungen.
Vielmehr sollten die Stämme vom gemeinsamen Ursprung an fast parallel verlaufen und sich dann der Kleinere vom Größeren entfernen.

Insgesamt ist der Nebenstamm viel zu gerade, hat keine Verjüngung und ist im Verhältnis zu groß.

Der Baum soll zwar 75 cm groß sein, doch viele Äste am Hauptstamm sind viel zu dick. Des weiteren haben sie nur im äußeren Bereich überhaupt Verzweigung.

Jap. Ahorne, ich rede nicht vom Dreispitzahorn, sind schlanke, luftig gestaltete, ja einfach "feminine" Bäume.
:arrow: siehe gerade das 1. Beispiel von sulrich. Dies gilt es zu erreichen!
Am ehesten wird dies wohl mit einem gezielten aber kräftigen Rückschnitt zu machen sein.
Ob dabei beide Stämme erhalten bleiben können ist gut zu überlegen.

Mein Dank an Alle die hier konstruktiv mitdiskutiert haben.
Grüße aus dem sonnigen Baden
Gary

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weeijk
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Beitrag von weeijk »

Ich hab einen fast selben 2 Stammbaum gefunden auf das Bonsaisite forum (US). Da ist folgendes getan (hoffe du verstehst Englisch):

This is my first move.

I've split the trunks apart by sawing part way through from underneath.

I've put stainless steel screw eyes in the back of each trunk and pulled them closer together with a wire which I've twisted turnbuckle style to pull the trunks to the position I want.

Die 2 Bilder kommen von dieser Seite:

http://forums.bonsaisite.com/index.php? ... =13892&hl=

Baum gehört TimR

Hoffe es wirt dich weiter helfen und hoffe ich bin erlaubt auf dieser Weisse Bilder hinzu zu fügen?

Wessel
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Jeder Baum könnte ein Bonsai sein, aber nur einige werden es.
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achim73
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Beitrag von achim73 »

ja, danke gary, für die ausführliche antwort. :)
dann habe ich es auch richtig verstanden und es gibt tatsächlich wie immer keine zaubertricks, um aus mangelhaftem material erstklassiges zu machen.
aber ich denke auch, wenn man sich von dem nebenstamm trennt, kann man durchaus einen anständigen aufrechten kandidaten hinbekommen.
schade nur, dass da jemand offensichtlich so lieblos mit dem baum in der anzuchtphase umgegangen ist. :(
Gruss, Achim
"Der kürzeste Weg zum Glück ist der Weg in den Garten"
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Gary
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Beitrag von Gary »

Hallo,

nochmal ein paar Worte, besonders @Markus der in einem anderen Thread gerade sehr genervt klingt.

Zaubertricks gibt es wirklich keine zu berichten aber eventuell die ein oder andere Methode an die Sache heran zu gehen.
achim73 hat geschrieben:schade nur, dass da jemand offensichtlich so lieblos mit dem baum in der anzuchtphase umgegangen ist. :(
Würde ich nicht mal so sehen. Es wurde schon recht pasables Ausgangsmaterial herangezüchtet, jede weitere Verbesserung hätte auch entsprechend Arbeit verursacht und damit den Preis deutlich erhöht, ja sogar verfielfacht.
achim73 hat geschrieben:aber ich denke auch, wenn man sich von dem nebenstamm trennt, kann man durchaus einen anständigen aufrechten kandidaten hinbekommen.
Wie bereits schon geschrieben halte ich derzeit durchaus noch beide Variationen für möglich.


@Markus
Deine skizzierte Vorgehensweise wäre bei entsprechend vorsichtiger Handhabung und sorgfältigem Schutz der Duckstellen wohl als einzige durchaus ohne sichtbare Beschädigungen möglich. Doch wozu?
Die Spannung müsste über einen längeren Zeitraum aufgebaut werden (2-6 Monate) und mindestens für 2-3 Jahre gehalten werden. Das maximale Ergebniss wäre dann ein bananenförmig gekrümmter Stamm. Ist das die ganze Sache wert?
Ich meine Nein, denn persönlich halte ich diese Stammform in keiner Weise für erstrebenswert oder gar für optisch hilfreich.

Erinnert Euch das wir hier von einem Jap. Ahorn reden und nicht von einem Chin. Wacholder oder einer Kiefer. Doch genau da liegt auch der Vorteil. Das ist ein schnellwüchsiger Laubbaum, den kann man bis auf den nackten Stamm zurückschneiden und er treibt willig aus um neue Äste und Verzweigung aufzubauen. Versucht das mal bei den Nadelbäumen. :wink:

Was ich sagen wollte ist: Immer die auf den speziellen Fall/Baum abgestimmte Methode wählen.
Grüße aus dem sonnigen Baden
Gary

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