Hallo,
kann eine fertige unglasierte Bonsaischale nachträglich glasiert werden? Oder ist der Herstellungsablauf einer glasierten Schale ein anderer?
Danke....
Gruß
Nico
Frage an die Töpferer
- Andreas Ludwig
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- Registriert: 29.03.2005, 16:50
- Wohnort: Schweiz
Sie kann. Das ist im Prinzip dasselbe Vorgehen wie der sogenannte Schrühbrand. Dass die Brenntemperatur etwas höher ist, tut nichts zur Sache.
Einzige Einschränkung: Ton, Glasuren und auch bestimmte Farben schwinden beim Brennen. Ist der Topf schon gebrannt, schwindet er nicht mehr. Da kann es natürlich sein, dass im Überzug Risse entstehen. Ob, wann, und wie kann dir aber keiner vorhersagen.
Buchempfehlung:
Bernard Leach: Leach's Töpferbuch
(engl. Orig. «A Potter's Book»)
Hanusch Verlag
Hervorragendes Theoriebuch mit besonderer Berücksichtigung japanischer Vorgehensweisen. Verfasst um 1940, aber nach wie vor gültig.
Einzige Einschränkung: Ton, Glasuren und auch bestimmte Farben schwinden beim Brennen. Ist der Topf schon gebrannt, schwindet er nicht mehr. Da kann es natürlich sein, dass im Überzug Risse entstehen. Ob, wann, und wie kann dir aber keiner vorhersagen.
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Bonsaiheiko
- Beiträge: 295
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Hallo Nico,
vielleicht solltest Du noch wissen bis zu welcher Temperatur der Ton geeignet ist. Willst Du einen Hochbrand mit 1250° C machen und der Ton ist nur bis 1100° C ausgelegt, fällt er Dir zusammen weil er nicht mehr steif oder stabil genug ist. Ich habe von Töpfern aus Amerika gelesen, die Ihre Schalen oder Töpfe bei 1250° C Frostfest, oder Dicht brennen, und anschließend Glasuren auftragen die nur bis 1050° C gehen. Natürlich ziehen diese nicht mehr ein, da der Ton ja schon gesintert, also Dicht ist. Aber sie schwören darauf, weil sie mehr Glasurauswahl haben. Diese ist bei Steinzeug doch recht eingeschränkt vergleicht man das Sortiment von den niedrig brennenden.
Ich hoffe ich konnte Dir weiterhelfen
Viele Grüsse
Heiko
vielleicht solltest Du noch wissen bis zu welcher Temperatur der Ton geeignet ist. Willst Du einen Hochbrand mit 1250° C machen und der Ton ist nur bis 1100° C ausgelegt, fällt er Dir zusammen weil er nicht mehr steif oder stabil genug ist. Ich habe von Töpfern aus Amerika gelesen, die Ihre Schalen oder Töpfe bei 1250° C Frostfest, oder Dicht brennen, und anschließend Glasuren auftragen die nur bis 1050° C gehen. Natürlich ziehen diese nicht mehr ein, da der Ton ja schon gesintert, also Dicht ist. Aber sie schwören darauf, weil sie mehr Glasurauswahl haben. Diese ist bei Steinzeug doch recht eingeschränkt vergleicht man das Sortiment von den niedrig brennenden.
Ich hoffe ich konnte Dir weiterhelfen
Viele Grüsse
Heiko
Normalerweise sollte es keine Probleme bereiten, Zweibrandverfahren wird sehr oft angewendet. Ich würde aber eine Glasur verwenden, die unter 1100 °C eingebrannt werden kann. Da sollte der Schale nichts passieren.
Ob der Scherben bereits gebrannt ist und deshalb nicht mehr schwindet ist der Glasur egal, nur der Ausdehnungskoeffizient sollte nicht zu unterschiedlich sein, sonst kommt es zu Rissen.
Ob der Scherben bereits gebrannt ist und deshalb nicht mehr schwindet ist der Glasur egal, nur der Ausdehnungskoeffizient sollte nicht zu unterschiedlich sein, sonst kommt es zu Rissen.
