Frage: Kann man Borke tunen?
Hallo Martin,
vielleicht waren die Löcher bei Deinen Lärchen nicht tief genug gestochen? Bei mir waren einige Löcher zu oberflächlich und an den Stellen hat sich zunächst auch nichts getan, da musste ich noch nacharbeiten.
Harald, was Kimura betrifft, hat Martin absolut Recht, ich habe mich auch von Kimura in diesen Dingen inspirieren lassen.
In "The Bonsai Art of Kimura" ab Seite 150 "The use of an almost forgotten technique for thickening the trunk" hat Kimura das Löchlein-Pieksen an einer Mädchenkiefer gezeigt.
Das und die Empfehlung von Wolfgang hat mich veranlasst, die Technik anzuwenden und wie gesagt, mit absolut zufriedenstellendem Erfolg.
Liebe Grüße,
Heike
vielleicht waren die Löcher bei Deinen Lärchen nicht tief genug gestochen? Bei mir waren einige Löcher zu oberflächlich und an den Stellen hat sich zunächst auch nichts getan, da musste ich noch nacharbeiten.
Harald, was Kimura betrifft, hat Martin absolut Recht, ich habe mich auch von Kimura in diesen Dingen inspirieren lassen.
In "The Bonsai Art of Kimura" ab Seite 150 "The use of an almost forgotten technique for thickening the trunk" hat Kimura das Löchlein-Pieksen an einer Mädchenkiefer gezeigt.
Das und die Empfehlung von Wolfgang hat mich veranlasst, die Technik anzuwenden und wie gesagt, mit absolut zufriedenstellendem Erfolg.
Liebe Grüße,
Heike
- Martin_S
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Hi Heike,
nein meine Löcher waren tief genug, da man bis auf das harte Holz herunter sticht. Das war es nicht. Ich hatte auch schon einmal darüber berichtet, dass ich das mit dem "schlitzen" versucht habe (bei zwei Eschenahörnern). Der Effekt war, dass ich jahrelang hässliche schwarze Schlitze in der Stammbasis hatte, die nie verheilt sind. Diese Bäumchen wurden mir aber damals auch gestohlen so das ich jetzt wohl nie erfahren werde ob das nach 20 Jahren besser aussieht.
Ich rate, wie üblich, dazu alles mal selbst auszuprobieren und würde nie generell sagen "Das geht nicht". Nur ich werde so etwas nicht mehr machen. Wenn du Dickenwachstum willst, ist das auspflanzen ins Beet immer noch die beste Möglichkeit.
Auch große Töpfe oder Holzkisten (hatte ich mal in einer Bonsai Art gelesen, dass das unbedingt Holz sein sollte) hatte bei mir nichts gebracht. Weder eine Quitte (ich habe Bilder davon. Da sind die Äste 2m lang gewesen und mussten schon gestützt werden... by the way, viel dicker wurden die dadurch nicht!), ein Fächerahorn und eine Rotbuche standen sage und schreibe 4 Jahre darin und das Dickenwachstum war wirklich nicht nennenswert. Auch hier sind bis auf die Quitte (die ist in dem Jahr wo dieser Aprilfrost mit -12°C über den Niederrhein hereinbrach erfroren. Da war die BCD Ausstellung in Hof. Wann war das noch mal?????).
Aber noch einmal. Das sind nur meine Erfahrungen und wenn jemand sagt es geht, glaube ich ihm das, wenn er es mir auch zeigen kann. Theoretisch spricht nichts dagegen!
M
nein meine Löcher waren tief genug, da man bis auf das harte Holz herunter sticht. Das war es nicht. Ich hatte auch schon einmal darüber berichtet, dass ich das mit dem "schlitzen" versucht habe (bei zwei Eschenahörnern). Der Effekt war, dass ich jahrelang hässliche schwarze Schlitze in der Stammbasis hatte, die nie verheilt sind. Diese Bäumchen wurden mir aber damals auch gestohlen so das ich jetzt wohl nie erfahren werde ob das nach 20 Jahren besser aussieht.
Ich rate, wie üblich, dazu alles mal selbst auszuprobieren und würde nie generell sagen "Das geht nicht". Nur ich werde so etwas nicht mehr machen. Wenn du Dickenwachstum willst, ist das auspflanzen ins Beet immer noch die beste Möglichkeit.
Auch große Töpfe oder Holzkisten (hatte ich mal in einer Bonsai Art gelesen, dass das unbedingt Holz sein sollte) hatte bei mir nichts gebracht. Weder eine Quitte (ich habe Bilder davon. Da sind die Äste 2m lang gewesen und mussten schon gestützt werden... by the way, viel dicker wurden die dadurch nicht!), ein Fächerahorn und eine Rotbuche standen sage und schreibe 4 Jahre darin und das Dickenwachstum war wirklich nicht nennenswert. Auch hier sind bis auf die Quitte (die ist in dem Jahr wo dieser Aprilfrost mit -12°C über den Niederrhein hereinbrach erfroren. Da war die BCD Ausstellung in Hof. Wann war das noch mal?????).
Aber noch einmal. Das sind nur meine Erfahrungen und wenn jemand sagt es geht, glaube ich ihm das, wenn er es mir auch zeigen kann. Theoretisch spricht nichts dagegen!
M
Beste Grüße
Martin
Lieber Querlüften als Querdenken!
Martin
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- Martin_S
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Heike, ich bin mir sicher das Harald das weiß. Der Bursche hat mehr Bonsaibücher im Regal als Stone Lantern auf Lager liegen hatHeike_vG hat geschrieben:...Harald, was Kimura betrifft, hat Martin absolut Recht, ich habe mich auch von Kimura in diesen Dingen inspirieren lassen....
Stone Lantern? Jau!!! Jetzt im Februar sollen neue Bücher kommen. Ich habe vorbestellt und bin gespannt was ich bekomme
M
Beste Grüße
Martin
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Martin
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- der1
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Dazu sollte auch erwähnt werden, dass Wolfgang von der Borkenpiekstechnik bei Ahornen abrät. Man öffnet mit dieser Technik nunmal Tür und Tor für Pilze und so. Speziell beim Ahorn nannte er den Rotpustelpilz.Heike_vG hat geschrieben:...die Empfehlung von Wolfgang...
Inwieweit welche Baumarten sonst noch gefährdet sind, kann ich leider nicht beurteilen.
Liebe Grüße
Christian
Und wenn wir jetz so zusammen liegen / Ich wollt es sagen, aber hab mich nie getraut
Immer öfter, wenn wir uns berühren / Spür ich den leeren Raum zwischen unsrer Haut.
Lichter - Leerer Raum (Video und mp3)
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Lichter - Leerer Raum (Video und mp3)
Hallo Christian,
Die Empfehlung von Wolfgang betraf konkret meine Waldkiefer, die im unteren Teil zu dünn war und keine Borke hatte, da sie aus einem Sumpfgebiet stammte und tief im Humus gesteckt hatte.
Nachdem ich im Frühjahr 2006 und 2007 den Bereich mit kleinen Löchlein versehen hatte, ist die Stammdicke angeglichen und die Borke schön entwickelt.
Leider habe ich keine Fotos, die die Sache genau zeigen, aber ich mache noch ein Detailfoto dieses Stammbereichs (wenn die Akkus der Kamera wieder aufgeladen sind).
Dass die Methode bei Ahornen nicht anzuraten ist, glaube ich sofort!
Haralds Büchersammlung und -kenntnis ist legendär, deswegen habe ich mich auch ein wenig über seine Aussage bzgl. Kimura gewundert.
Das Anritzen von Rinde habe ich noch nicht gemacht, weil es mir suspekt war.
Ich glaube, bei vielen Methoden und Verfahren spielen Baumart, Klima, Standort und so viele weitere Faktoren so große Rollen, dass durchaus erklärlich ist, dass manches bei einem funktioniert und beim anderen nicht.
Insofern lohnt ausprobieren unter den eigenen, individuellen Bedingungen bestimmt oft.
Liebe Grüße,
Heike
Die Empfehlung von Wolfgang betraf konkret meine Waldkiefer, die im unteren Teil zu dünn war und keine Borke hatte, da sie aus einem Sumpfgebiet stammte und tief im Humus gesteckt hatte.
Nachdem ich im Frühjahr 2006 und 2007 den Bereich mit kleinen Löchlein versehen hatte, ist die Stammdicke angeglichen und die Borke schön entwickelt.
Leider habe ich keine Fotos, die die Sache genau zeigen, aber ich mache noch ein Detailfoto dieses Stammbereichs (wenn die Akkus der Kamera wieder aufgeladen sind).
Dass die Methode bei Ahornen nicht anzuraten ist, glaube ich sofort!
Haralds Büchersammlung und -kenntnis ist legendär, deswegen habe ich mich auch ein wenig über seine Aussage bzgl. Kimura gewundert.
Das Anritzen von Rinde habe ich noch nicht gemacht, weil es mir suspekt war.
Ich glaube, bei vielen Methoden und Verfahren spielen Baumart, Klima, Standort und so viele weitere Faktoren so große Rollen, dass durchaus erklärlich ist, dass manches bei einem funktioniert und beim anderen nicht.
Insofern lohnt ausprobieren unter den eigenen, individuellen Bedingungen bestimmt oft.
Liebe Grüße,
Heike
- Dateianhänge
-
- November 2007 (Der Ansatz des unteren rechten Asts wird noch nachgeformt)
- DSCF1867kk.jpg (53.77 KiB) 925 mal betrachtet
-
- Oktober 2005
- Pinussylvestri_HvG.jpg (66.96 KiB) 925 mal betrachtet
- der1
- Moderator a. D.
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Hey Heike,
besten Dank für deine Erläuterungen und das Anschauungsmaterial. Man sieht doch recht gut, was das Pieksen bewirkt hat.
Ich hatte die Anmerkung nur geschrieben, um mitlesenden Anfängern klarzumachen, dass das Pieksen nicht immer bei allen Bäumen anwendbar ist (oder mit teils großen isiken verbunden ist). Da bin ich selbst mal reingetappt
Liebe Grüße
Christian
besten Dank für deine Erläuterungen und das Anschauungsmaterial. Man sieht doch recht gut, was das Pieksen bewirkt hat.
Ich hatte die Anmerkung nur geschrieben, um mitlesenden Anfängern klarzumachen, dass das Pieksen nicht immer bei allen Bäumen anwendbar ist (oder mit teils großen isiken verbunden ist). Da bin ich selbst mal reingetappt
Liebe Grüße
Christian
Und wenn wir jetz so zusammen liegen / Ich wollt es sagen, aber hab mich nie getraut
Immer öfter, wenn wir uns berühren / Spür ich den leeren Raum zwischen unsrer Haut.
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Immer öfter, wenn wir uns berühren / Spür ich den leeren Raum zwischen unsrer Haut.
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:D Martin!
Aber dass die Augen noch gut genug funktionieren, sieht man ja daran, dass Dir die Schwachstellen bzw. Baustellen sofort aufgefallen sind.
Ich denke daran, den rechten unteren Ast am Ansatz oben einzuschneiden bzw. einzureißen, damit ich ihn ohne komischen Bogen und ohne unkontrollierten Bruch weiter runter bekomme.
Die Krone auf dem geraden, fast waagerechten Stück etwas nach rechts zu biegen müsste ganz gut möglich sein, der Teil ist nicht sehr hart.
Ich überlege übrigens, ob dieser Baum interessant wäre, für die BFF-Sommertreff-Begleitausstellung. Gerade wegen der Pieks-Geschichte etc.
Liebe Grüße,
Heike
Aber dass die Augen noch gut genug funktionieren, sieht man ja daran, dass Dir die Schwachstellen bzw. Baustellen sofort aufgefallen sind.
Ich denke daran, den rechten unteren Ast am Ansatz oben einzuschneiden bzw. einzureißen, damit ich ihn ohne komischen Bogen und ohne unkontrollierten Bruch weiter runter bekomme.
Die Krone auf dem geraden, fast waagerechten Stück etwas nach rechts zu biegen müsste ganz gut möglich sein, der Teil ist nicht sehr hart.
Ich überlege übrigens, ob dieser Baum interessant wäre, für die BFF-Sommertreff-Begleitausstellung. Gerade wegen der Pieks-Geschichte etc.
Liebe Grüße,
Heike
- Robert S.
- Freundeskreis
- Beiträge: 9783
- Registriert: 28.03.2005, 07:09
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- Kontaktdaten:
Hallo Frank,
ich denke Du meinst die farbliche Veränderungen bei der Borke von Bäumen
die eine Winterspritzung mit Jinmittel bekommen. Ich hab mit meiner Eingangs-
frage aber mehr die Struktur (Schuppen, Rissigkeit) der Borke gemeint.
Aber ganz falsch liegst Du nicht (denke ich). Wenn denn dann mal eine
gewisse Struktur in der Borke ist, kann ich mir vorstellen, dass diese durch
die Spritzung von Jinmittel (als Nebeneffekt der damit beabsichtigten Prophylaxe
gegen Schädlinge) verstärkt wird. Aber da ich ein Küken bin, ist das alles
mehr oder minder Spekulation.
Servus,
Robert
ich denke Du meinst die farbliche Veränderungen bei der Borke von Bäumen
die eine Winterspritzung mit Jinmittel bekommen. Ich hab mit meiner Eingangs-
frage aber mehr die Struktur (Schuppen, Rissigkeit) der Borke gemeint.
Aber ganz falsch liegst Du nicht (denke ich). Wenn denn dann mal eine
gewisse Struktur in der Borke ist, kann ich mir vorstellen, dass diese durch
die Spritzung von Jinmittel (als Nebeneffekt der damit beabsichtigten Prophylaxe
gegen Schädlinge) verstärkt wird. Aber da ich ein Küken bin, ist das alles
mehr oder minder Spekulation.
Servus,
Robert
Hallo Robert
Das Anstreichen des Stammes (bei vorhandener Borke)
mit verdünntem Jinmittel, verstärkt optisch die "Tiefe"
und damit verbunden das suggerierte Alter der Borke.
Wenn nur die obere Schicht der Rinde und nicht die Furchen
aufgehellt werden, wird die Schattenwirkung verstärkt.
Vergleichbar mit dem Schwärzen von Stammaushöhlungen.
mfG Dieter
Das Anstreichen des Stammes (bei vorhandener Borke)
mit verdünntem Jinmittel, verstärkt optisch die "Tiefe"
und damit verbunden das suggerierte Alter der Borke.
Wenn nur die obere Schicht der Rinde und nicht die Furchen
aufgehellt werden, wird die Schattenwirkung verstärkt.
Vergleichbar mit dem Schwärzen von Stammaushöhlungen.
mfG Dieter
