Ah geh'!
Ich weiß nicht.
Also beim Auftrag von Jinmittel feuchtet man die Stelle zur besseren Benetzung im Allgemeinen an. Wie willst du da verhindern, dass was in die Risse läuft? Machst du das mit einem Pinsel, dringen die Haare des selbigen auch in die Risse ein. UND überhaupt, wenn ich schon eine rissige Borke habe, warum soll ich die dann auch noch "anstreichen"?
Ich habe mal vor Jahren eine Rotbuche mit unverdünntem Jinmittel eingestrichen. Sie sah danach aus wie eine Kerbbuche (es gibt sogar heute noch Leute die das glauben ) und hatte nie wieder Buchenschmierläuse oder sonstigen Befall (super Tipp aber nicht für Amateure!). Älter sah die danach aber auch nicht aus.
Wenn ich(!) was probieren würde, dann nur das mit dem Einwickeln in Moos. Ansonsten hilft nur warten, warten, warten. Und das macht diese Hobby ja irgendwo auch (mit) aus, oder?
Gruß
M
Abber Maddin,
bin doch Handwerker, frühere Bezeichnung Schriftenmaler,
da findet sich das ein oder andere Dutzend Pinsel
und weitere 927 Möglichkeiten des Auftrags von Jinmittel.
Allerdings benutze ich normalerweise jetzt schon 2,3 verschieden
gefärbte Jinmittel und werde mir (wenn ich irgendwann mal ausstelle)
auch nicht zu fein sein die Totholzpartien in unterschiedlichen
Tönungen mit feinen Pinseln auszumalen.
Wenn Du Dir die gewaltigen Wacholder bei Nolanders
vor Augen rufst, wird Dir bestimmt auch die gewaltige
gekalkte Fläche in Erinnerung.
Versuch Dir vorzustellen, das mit einem weichen Baumwolllappen
getöntes Jinmittel über die Flächen gezogen wird.
Direkt danach wird die Oberfläche wieder abgewischt
wodurch nur in den Vertiefungen etwas dunklere "Farbe" übrigbleibt.
Könnte eine Spur besser wirken.
mfG Dieter
ps Bitte nicht vergessen das ich Werbefuzzi bin
und daher eher in einer Welt des Schein´s,
denn des Sein´s arbeite.
bonsaimike hat geschrieben:Eine Variante, die ganz interessant finde, aber nicht versucht habe - mit Gummihammer auf die Rinde schlagen -> gibts angeblich auch eine verdickung...
ich überlege grade ernsthaft mir dieses zitat in die signatur zu schreiben
hier kommen noch die versprochenen Detailfotos vom unteren Stammbereich meiner Kiefer, der wie gesagt die letzten beiden Frühjahre mit Löchlein ca. alle 5 mm versehen wurde.
Viele Grüße,
Heike
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Ein halber Schritt in die richtige Richtung ist oftmals ein Reinfall...
zum Thema Borke tunen kann man auch eine "Rinden transplantation" machen?
also wenn man jetzt einen großen Ast weggeschnitten hat wo das Astloch in der Rinde überhaupt nicht zum bild passtoder das es da anfangen kann zu faulen, das man da dann ein stück Rinde einsetzt so das die da wieder zuwächst ?
Zinita hat geschrieben:zum Thema Borke tunen kann man auch eine "Rinden transplantation" machen?
also wenn man jetzt einen großen Ast weggeschnitten hat wo das Astloch in der Rinde überhaupt nicht zum bild passtoder das es da anfangen kann zu faulen, das man da dann ein stück Rinde einsetzt so das die da wieder zuwächst ?
Hi!
Früher sah man in Büchern gerne die Geschichte wo vor dem abschneiden des Astes von diesem zunächst eine Art "Zunge" schälte die wurde aus der "Schußrichtung" der Zange oder Schere gebogen, dann der Ast abgeschnitten und die Zunge über die Schnittstelle rübergelegt und fixiert. ANGEBLICH, ich habe das nie selbst probiert, sollte das dann zusammen wachsen....
Ich kenne ne gnaze Menge Leute die Bonsai machen, habe das aber noch nie bei einem gesehen!
Probiers und berichte mit Bildern, dann haben wir hier alle was gelernt, gell?
Gruß
Martin S
über diese Methode habe ich auch schon gegrübelt, das habe ich natürlich auch öfter gelesen, kann mir aber wirklich nicht vorstellen, dass so ein Rindenlappen tatsächlich anwächst.
Was ich aber auch schon mal gelesen habe, ist folgende Schummelei: man kann auf einer Schnittstelle abgelöste Borkenteile von z.B. einem abgeschnittenen Baumteil ankleben und die Schnittstelle damit verdecken.
Lacbalsam könnte dafür geeignet sein.
Irgendwo habe ich mal einen Bericht gelesen, wo jemand das bei einer alten Mädchenkiefer gemacht hat, die sonst keine Schnittstellen und kein Totholz hatte, bei der aber im Zuge einer Umgestaltung ein paar Äste entfernt wurden.
Viele Grüße,
Heike
Ein halber Schritt in die richtige Richtung ist oftmals ein Reinfall...
also das das mit den Zungen vom abgeschnittenen Ast gehen kann leuchtet mir ein, denn an der Rinde ist verwachsungsfähiges Kambium. also solte das sein wie das veredeln. Ich werde es mal testen wenn ich einen Baum habe bei dem sowas vorkommt