Fräsen

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Reiner
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Fräsen

Beitrag von Reiner »

Hallo Freunde,
da bei meinem Thujenbericht einige Fragen zu den Fräswerkzeugen kamen, möchte ich hier zeigen, mit welchen Werkzeugen ich arbeite.
Meine Oberfräse ist eine normale, preisgünstige Bosch. Die wurde eigentlich zum Hausausbau angeschafft. Viel öfter brauche ich sie allerdings als Bonsaiwerkzeug :wink: .
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Reiner
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Beitrag von Reiner »

Sehr teuer ist als Fräskopf die Samuraifräse. Die kostet mehr als meine Bosch alleine. Lange bevor die Samurai im Fachhandel auftauchte, war ich auf der Suche nach einem geeigneten Fräskopf. Der leider zu früh verstorbene Wolf D. Schudde gab mir damals den Tipp, es mit einem Nutenfräser zu probieren. Der hat damals auch schon 60,-DM gekostet. Da er mit Widiaschneiden belegt ist, hält der natürlich gut was aus. Die Eigenschaften sind mit der Samurai gleichwertig. Natürlich auch die schlechten :roll: . Wenn man die Fräse im Holz verkantet, rennt der Fräser unkontrolliert durchs Holz. Es ist also sehr wichtig, daß man anfänglich an einem alten Balken den Umgang mit der Fräse übt.
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Zuletzt geändert von Reiner am 07.08.2004, 02:05, insgesamt 1-mal geändert.
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Reiner
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Beitrag von Reiner »

Der Nutenfräser wird aber nicht so oft eingesetzt wie dieser Fräser. Den habe ich noch aus meinem eigentlichen Beruf als Stereotypeur und Galvanoplastiker. Er nennt sich 8mm Doppelfräser. Doppelfräser deshalb, weil er zwei Schneiden besitzt. Damit wurden die nichtdruckenden Stellen bei den Druckplatten (damals noch eine Bleilegierung) tiefer gefräst, so das sie beim Druck nicht schmierten. Dieser Fräser ist noch im Handel. Er dient zur Holzbearbeitung. Das besondere daran ist, daß er nach allen Seiten einsetzbar ist. Er senkt sich gut ins Holz und man kann einfach interessante Vertiefungen fräsen. Außerdem ist er viel einfacher zu kontrollieren, da er nicht die unangenehmen Eigenschaften der oben Genannten Fräsen hat. Nur wenn der Baum nicht stabil steht, fängt er an zu "rupfen". In dem Fall muß man dann halt ein wenig mehr schleifen.
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Reiner
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Beitrag von Reiner »

Wenn die groben Arbeiten erledigt sind, kommt die Dremel zum Einsatz. Da habe ich mehrere von. Ganz einfach, weil sie beim längeren Arbeiten zu heiß wird. Bevor sie durchschmort, nehme ich die nächste :wink:
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Reiner
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Beitrag von Reiner »

Was war das für eine Freude, als ich einen Doppelfräser für die Dremel fand :D :D :D . Wie ihr seht, eine exakte Kopie meines "großen" Fräsers. Dieser Fräskopf arbeitet dann auch genauso, wie der große. Das ist wirklich der beste Fräser für die Dremel. Er wird als Originalzubehör angeboten. Einfach mal ausprobieren, die Anschaffung lohnt sich und ist ausreichend für alle Mittelgroßen Fräsarbeiten.
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Reiner
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Beitrag von Reiner »

Ein weiteres gutes Fräswerkzeug für die Dremel ist diese Schleifscheibe. Arbeitet sehr gut in trockenem Holz. Damit kann man auch schöne Details fräsen und der Fräser erspart gleichzeitig in vielen Fällen den Fächerschleifer.
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Reiner
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Beitrag von Reiner »

Von der Firma, die die Samuraifräsen baut, gibt es auch Fräsköpfe für die Dremel. Rechts im Bild seht ihr einen Kopf der sich "El Ninjo" nennt. Namen sind Schall und Rauch. Das Ding liegt meistens ungenutzt im Werkzeugkasten. Man kann nur seitlich damit fräsen, senkt sich nicht ins Holz. War sehr teuer und brachte nichts :cry: . Im Vergleich mit dem Doppelfräser kann man ja auch schon gut sehen, wer hier das sagen hat :wink: .
Den Freunden, die erstmalig solch ein Werkzeug einsetzen wollen, möchte ich noch sagen: Seit sehr vorsichtig beim Umgang damit. Setzt unbedingt eine Schutzbrille auf :!: Wenn so ein Fräser einmal abbricht, fliegt der davon wie eine Gewehrkugel, macht aber garantiert viel üblere Verletzungen. Einem Arbeitskollegen ist durch Unachtsamkeit in den 70`er Jahren so ein Doppelfräser abgebrochen und durch die Backe in den Unterkiefer geschoßen. Der arme war entstellt fürs Leben. Laßt Euch bei diesen Arbeiten nicht ablenken und macht öfter eine Pause.
Ansonsten viel Spaß beim Experimentieren!
Reiner
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M_e_r_l_i_n
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Beitrag von M_e_r_l_i_n »

Reiner...

Danke für die Info......
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Pet
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Beitrag von Pet »

Lieben Dank, Reiner,
für die super Werkzeugkunde!
Da bin ich immer ganz Ohr...
Liebe Grüße,
Pet
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Sebastian
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Beitrag von Sebastian »

Alle Fragen geklärt.
Ein großes
Dankeschön!
an Dich. :wink:

Seb
Grüße,
Sebastian
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„...da hab ich was in der Hand... und ich habe als Frau das Gefühl, daß ich auf eigenen Füßen stehe... da hab ich was Eigenes... da hab ich mein Jodeldiplom!”
Klaus Kring
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Beitrag von Klaus Kring »

Hallo Reiner
Reiner hat geschrieben:Wenn so ein Fräser einmal abbricht, fliegt der davon wie eine Gewehrkugel, macht aber garantiert viel üblere Verletzungen.
Wie schafft man' so einen Fräser abzubrechen?

Grüße
Klaus
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Reiner
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Beitrag von Reiner »

Hallo Klaus,
beim langen Gebrauch wird so ein Fräser glühend heiß, gerade bei Bäumen mit sehr hartem Holz (Oliven, Eiben). Wenn man dann zu viel auf einmal fräst (zu Tief, zu schnell) könnte es passieren, daß der Fräser bricht.
Natürlich passiert so etwas auch nur sehr selten, aber Sicherheitshinweise finde ich sehr wichtig.
Reiner
Ulrich
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Beitrag von Ulrich »

ein interessanter Beitrag Reiner,da hast Du Dir viel Arbeit gemacht
mfg
Ulrich
Thomas
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Beitrag von Thomas »

Hallo Reiner,

das ist mal wieder ein Spitzen-Grundlagenartikel von Dir!

Klasse!!

Gruß aus dem sonnigen Salzburg

Thomas
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Martin_S
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Wohnort: Linker Niederrhein, da wo et geil is'

Beitrag von Martin_S »

Krass korrekter Schrieb!

Die Bilder haben eine "Bomben Schärfe"! Was mache ich da bloß falsch?
M
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