Der richtige Ort Bonsai (Baum in Schale mit gewisser Reife) vorzustellen und zu präsentieren. Der Threadersteller möge bitte im Eröffnungsthread darauf hinweisen wenn allgemeine Kommentare unerwünscht sind. Andernfalls stellt sicher, dass ihr etwaige fachliche Kritik durch die "DREI SIEBE" gesiebt habt!
ich bin schon seit längerer Zeit eifriger Leser im Forum und konnte auch schon viele Tipps für meine Zwecke umsetzen. Besonders gut gefallen mir immer die Virtuals, was mich auf die Idee brachte auch selbst mal einen Baum einzustellen, mit der Bitte meinen Ideenhorizont mit dem einen oder anderen Vorschlag zu erweitern.
Bei dem Baum handelt es sich um einen Taxus, der einem Hausneubau weichen musste und den ich nach dem Ausgraben zuerst zwei Jahre im Feld und danach noch zwei Jahre in der Schale habe wachsen lassen. Er hat in dieser Zeit gut durchgetrieben (einige längere Austriebe habe ich nun zum besseren fotografieren wieder zurückgeschnitten). Der Baum teilt sich nach etwa 1/3 in drei Stämme von denen ich in diesem Jahr zuerst einmal einen wegnehmen wollte und eventuell den Zweiten zur späteren Verwendung als Jin vorzubereiten. Ich habe auch einmal versucht einige Skizzen zu erstellen (auch wenn ich nicht gerade ein besonders guter Zeichner bin) um die Form des Baumes besser zu erkennen und um meine erste Idee grob zu umreißen.
Für Tipps und eventuell Virtuals wäre ich sehr dankbar. Ich hoffe, man kann was draus machen, wenn Ihr jedoch meint das wird nie was, so seid bitte ehrlich, dann wird er halt im Garten ausgesetzt.
Ein schöner Brummer Deine Eibe. Aus der läßt sich sicher etwas machen.
Ich selbst hab bislang nur Erfahrungen im himmeln von Eiben
Was ich von den versierten Leuten hier im Forum mittlerweile weiß ist, daß
man bei Eiben nie zuviel auf einmal machen sollte. Guck einfach in der
Suche nach Beiträgen von Reiner oder Urikawa. Da solltest Du einiges an
wertvollen Tipps finden.
Das ist wirklich tolles Ausgangsmaterial! Sehr gut vorbereitet und ein klasse Nebari.
Trotzdem solltest Du dir noch mehr Zeit lassen.
Sicherlich kannst Du schon den ein oder anderen Ast entfernen und den Spitzenjin bestimmen, aber für ein gezieltes Durchgestalten fehlen noch Astdicke und Volumen.
Der wird einmal wirklich klasse, aber laß Dir Zeit!
Hier ist noch nen Link zu nem Beitrag von Reiner Vollmari (in seinem Blog). Der ist wirklich hilfreich und erklärt viele "Basics" bei der Eibenpflege/-gestaltung! http://reiners-bonsai-blog.blogspot.com ... -eibe.html
Hallo Matthias,
eine wirklich schöne Eibe hast Du da, ich bin begeistert. Gerde das Nebari ist ja wohl der Hammer. Ein Virtual ist etwas schwierig, da man die drei Stämme nicht erkennen kann. Du planst grosse Totholzbereiche. Wie ich bei einer Eibe das Totholz anlege, hatte ich gerade dem Frank beschrieben. Vielleicht hilft´st: http://www.bonsai-fachforum.de/ftopic15897-15.html
Reiner
Deine Organe kommen nicht in den Himmel! Spende rettet Leben.
danke für den Tipp mit dem Blog und den Link . Da kann ich mir einige gute Informationen abkucken. Was die Geduld anbelangt so denke ich, werde ich die aufbringen können. Meine Frage zielte hauptsächlich darauf hinaus, ob ich einen der drei Stämme jetzt schon kappen kann oder soll, um am später verbleibenden Hauptstamm einen gleichmäßigeren Astaufbau zu erreichen. Was die Gestaltung der Krone einmal anbelangt so werden sicher noch einige Jährchen ins Land gehen. Aber auch wenn der Baum vorerst noch seine Ruhe bekommen soll so ist es doch gut zu wissen, was später einmal daraus werden soll um an den entsprechenden Ästen gezielt unterstützend eingreifen zu können.
Was die große Totholzbearbeitung anbelangt so habe ich auch ziemlichen Respekt davor und werde sicher äußerst behutsam vorgehen. Nur um eine einigermaßen sinnige Stammverjüngung an der Spitze zu erreichen, wird mir nicht viel weiter übrig bleiben. Falls jedoch jemand einen Weg ohne so viel Totholz sieht, ich bin stets offen für Ratschläge.
Übrigens Reiner, um den Aufbau der drei Stämme etwas besser sichtbar zu machen war mein Versuch einer Skizze von beiden Seiten gedacht, falls dies für ein Virtual hilft.
Hallo Matthias,
einen Ast heraussägen kannst Du in diesem Frühjahr bestimmt machen. Bei einer Zeichnung hast Du die Totholzbereiche bis tief ins Nebari eingezeichnet. Bei einem solchen schönen Nebari würde ich das noch einmal überdenken und weniger Sharibereiche planen. Wenn sowieso Äste fallen sollen, könnte man die doch evtl. als Jin mit in die Gestaltung einbeziehen.
Deine Zeichnungen sind sehr hilfreich um sich die Astverteilung vorstellen zu können. Um ein Virtual zu machen helfen sie nur wenig. Dafür braucht man ja reale Pixel. Sonst müsste man dieStammfortführung ziemlich umständlich malen und das dauert.
Reiner
Deine Organe kommen nicht in den Himmel! Spende rettet Leben.
Könnte mich so etwas vorstellen. Naturlich wirkt der Shari bereich etwas, steif. Aber es ist besser dieser bereich uber einigen jahren zu uberarbeiten.
Da ich nicht beurteilen kann wie der saftzufluss an der hinterzeite dieses Baumes verlauft kannst du den Shari am besten so in Juni kennzeignen durch nur die rinde zu durchtrennen. Sorge dafur das du dabei den Baum selber seinen weg bestimmen lässt, nicht was du gerne möchtest.
Der zweiter vorschlag ist etwas fur vortgeschrittene aber durchaus machbar. (bild1-2)
Dateianhänge
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Wer bin ich das ich sagen darf wie man die Bonsaikunst erleben sollte.
"Wasser hat mehrere Eigenschaften. Kennt mann Sie, ist mann in sein Element."
Ich darf hier niemals etwas eintragen das nicht zu wahrheit gehörte. Wurde ich das machen könnte ich niemals mein Gesicht in der offentlichkeit zeigen.
Wer bin ich das ich sagen darf wie man die Bonsaikunst erleben sollte.
Hallo Matthias
Wenn diese prächtige Bäumchen in meinem Garten stehen würde,
würde ich erst mal durchdrahten und die Äste
ziemlich waagerecht stellen.
Dann kann ich mehr vom Baum erkennen
und weitere Schritte planen.
mfG Dieter
Hallo und danke für die viele Resonanz. Ich habe mich sehr darüber gefreut.
Zitat Reiner:
Bei einer Zeichnung hast Du die Totholzbereiche bis tief ins Nebari eingezeichnet. Bei einem solchen schönen Nebari würde ich das noch einmal überdenken und weniger Sharibereiche planen. Wenn sowieso Äste fallen sollen, könnte man die doch evtl. als Jin mit in die Gestaltung einbeziehen.
Die Sharibereiche waren sicher, meiner eher bescheidenen Zeichenkünste zufolge, so groß ausgefallen und waren nicht unumstürzlich von mir so geplant. Einzig auf der momentanen Rückseite gibt es einen Bereich wo das Totholz bis zum Nebari reicht. Ich bin also noch offen was die Gestaltung anbelangt und werde sicher auch in kleinen Schritten über die Jahre mit der Gestaltung fortfahren und zuhören was dar Baum mir zu sagen hat. Was die Ausarbeitung als Jin Bereiche betrifft bin ich nicht ganz schlüssig ob ich dies an beiden „Nebenstämmen“ machen sollte oder lieber einen der beiden komplett opfern sollte. Zuviel Jin könnte auch etwas komisch wirken, zumal die Stämme doch sehr aufrecht gewachsen sind und so nicht all zu viel Gestaltungsspielraum geben.
Urikawa, danke für die tollen und was Variante 2 anbelangt sehr gewagten Vorschläge. Da ich eher von vorsichtiger Natur bin, tendier ich für mich eher zu Variante 1. Ich werde den Rat befolgen und bei den Sharibereichen klein beginnen.
Zitat Zopf:
Wenn diese prächtige Bäumchen in meinem Garten stehen würde,
würde ich erst mal durchdrahten und die Äste
ziemlich waagerecht stellen.
Hier sind halt nur momentan die drei Stämme sich gegenseitig ein wenig im Weg dafür, zumindest was die innen liegenden Seiten angeht. Auch wenn es ein wenig wie den zweiten Schritt vor dem ersten zu tun erscheint, wenn ich jetzt schon an Totholzbereiche denke, aber ich will etwas Platz zum wachsen und drahten schaffen und dabei halt keinen Unfug anrichten. Daher auch meine Anfrage hier im Forum.
Es ist für mich ein wenig fremd zu lesen das der zweiter vorschlag gewagt oder an zauberei grenzen würde.
Das einzige was ich hier mache ist das ich den Baum anspreche auf seine uberlebungskunst. Sehe ich mir die Bilder von Baumen eines Herrn Pall an dann mercke ich das Herrn Pall im voraus versteht wie einen Baum auf seine eingriffe reagieren wird. Niemalls wurde er etwas machen wovon er nicht wüste was dabei rauskommen wurde.
Viele Bonsailiebhaber sind beschäftigt mit dasjenige was andere Menschen woll denken werden, arbeiten aber nicht an das jenige das Wissen heisst in sache den Baum den vor ihnen steht.
Als Bonsailiebhaber wissen sie das die Eibe von ganz aufsneue anfängt Äste aus zu bilden. Mit diesen wissen kann ich jeder beliebige Eibe bearbeiten den ich weiss das der Saftzufluss gering sein wird im moment das ich fast al sein grun wegnehme. Nur an den stellen wo ich das wenige Grun unbedingt brauche lass ich es stehen.
Wenig Grun bedeutet auch das der Baum mit wenig Würzeln auskommen kann. Ist es dann gewagt oder zauberei wenn ich den Baum so eintopfe mit denn Wurzeln den er benötigt?
Überigens weiss ich zugleich auch das wenn ich die Eibe sehr stark in seine Würzeln reduciere das er mich dafür belohnen wird durch einen vielfallt an Knospen auszubilden.
Darf ich dann immer noch sprechen von Zauberei oder Gewagt?
Der Fisch wüste nie wozu seine Kiemen da waren. Als er an Land gespüllt worden war, brauchte niemand es ihm mehr zu sagen. Er hatte es gelernt.
Wer bin ich das ich sagen darf wie man die Bonsaikunst erleben sollte.