Erdmischung für Waldpflanzungen / Keto

Spezielle Baumpflege z.B. düngen, umtopfen, Erden, ein- und auswintern, Pflanzenschutz
Uwe
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Erdmischung für Waldpflanzungen / Keto

Beitrag von Uwe »

Hallo zusammen,
welche Erdmischung verwendet Ihr eigentlich für Waldpflanzungen die auf Steinplatten stehen. Ich hab mal gelesen, dass man Keto noch entsprechend aufbereiten muss. Gibt es vielleicht Alternativen? Was sind Eure Erfahrungen und Tipps.
Wer Großes will, muß zuerst das Kleine tun.

Ast und Schalenbruch
Uwe
Michel
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Beitrag von Michel »

Hallo
Tchuldigung für die evtl. blöde Frage: Aber was ist Keto? :oops:
mfg
Michel
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Petra K.
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Beitrag von Petra K. »

Hallo Michael,

Keto ist japanischer Schwarztorf, welcher besonders gut klebt. Daher wird er pur oder mit anderen Substraten gemischt gern für Felsenpflanzungen oder auch Waldpfanzungen genommen.
Grüße aus München
Petra
kapri
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Beitrag von kapri »

Hallo Uwe,
ich habe eine solche Mischung einmal aus fein gesiebtem Akadama und auch fein gesiebtem im Handel leicht erhältlichen Weißtorf und Wasser gemacht.
Aus dieser Masse wird dann ein etwa 5-7cm hoher den Umrissen der Steinplatte entsprechender Wall geformt. Im Innenbereich befindet sich ganz normales, eher grobkörnigeres Pflanzsubstrat. Nach der Pflanzung wird dann der Wall leicht nach innen gewölbt, sodass die Pflanzerde nicht ausgeschwemmt werden kann.
Ich hoffe, dir ein bisschen geholfen zu haben.
MfG kapri
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Herbert A
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Beitrag von Herbert A »

Hallo Uwe!

Kapri hat das gut beschrieben.
Keto nimmt man nur für die Umrandung einer Steinpflanzung.

20% Torf gesiebt und 80% feines Akadama (alles was durch das 1 mm-Sieb fällt) mit Wasser mischen bis eine Masse entsteht die beim Zusammendrücken mit der Hand hält.

Liebe Grüße und gutes Gelingen

Herbert
Uwe
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Beitrag von Uwe »

Hallo,
danke für die Antworten . Ich werde das Keto demnächst mal aufbereiten und bei einer Waldpflanzung mit Rotbuchen ausprobieren.
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Ast und Schalenbruch
Uwe
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Karl T.
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Beitrag von Karl T. »

Herbert A hat geschrieben:Hallo Uwe!
20% Torf gesiebt und 80% feines Akadama (alles was durch das 1 mm-Sieb fällt) mit Wasser mischen bis eine Masse entsteht die beim Zusammendrücken mit der Hand hält.
Herbert
Und wenn du noch etwas Sphagnummoos dazumischt, dann passt das ganze hervorragend und eine bessere Verbundenheit erreichst du auch. :wink:
Herzliche Grüße aus Wien!
Ihr seit gerne eingeladen in meine http://www.bonsaiwerkstatt.at/
Karl Thier
Uwe
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Beitrag von Uwe »

Hallo Karl,
Danke für den Tipp.*daumen_new* Das mit dem Sphagnummoos dürfte nicht das Problem sein., wächst ja bei uns an allen Ecken und Enden.
*engel*
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Ast und Schalenbruch
Uwe
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Nils O.
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Re: Erdmischung für Waldpflanzungen / Keto

Beitrag von Nils O. »

Uwe hat geschrieben:Ich hab mal gelesen, dass man Keto noch entsprechend aufbereiten muss. Gibt es vielleicht Alternativen?
Hallo Uwe,

bei uns in der Gegend (rund um Braunschweig) ist der Boden sehr lehmhaltig. Fast auf jedem Acker gibt es eine Ecke, wo man fast reinen Lehm findet. Diesen Lehm, mit Torf und Wasser zu einer "Matsche" gemischt, nehmen wir in unserem AK für die Ränder unserer Waldpflanzungen. Das klebt wie ein Ketozuchi-Gemisch, ist aber um ein vielfaches billiger.
Gruß,
Nils

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crimson
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Beitrag von crimson »

Ich hole diesen alten Thread mal in die Gegenwart, da ich noch Fragen zu Keto habe:

1. Muss der Ketowall bei einer Platte ohne Löcher, Löcher aufweisen damit das Wasser ablaufen kann?
2. Muss man Akanda beimischen oder kann man auch Akadamaersatzstoffe wie Ausgleichsschüttung, Lava, Bims oder ähnliches verwenden. Welche Rolle spielt das Akadama in der Mischung?
3. Wie viel Wasser muss man Beimischen. Welche Konsistens sollte die Masse haben wenn man sie verarbeitet?
4. Die Mischung sollte als 10:2:8 Keto, Torf, Akadama plus etwas Moos sein, habe ich das richtig verstanden?
5. Siebt Ihr den Torf mit den Bonsaierdsieben? Fällt da überhaupt irgendwas durch?

Keto wäre doch mal ein schönes Thema für das Fachwissen oder?

Viele Grüße und vielen Dank vorab
der André
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Gary
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Beitrag von Gary »

Hallo André,
ich versuche mal mein Glück. Vielleicht hilft es Dir ?
crimson hat geschrieben:1. Muss der Ketowall bei einer Platte ohne Löcher, Löcher aufweisen damit das Wasser ablaufen kann?
Nein, braucht er nicht. Auch keine Drainageschläuche einarbeiten.
crimson hat geschrieben:2. Muss man Akanda beimischen oder kann man auch Akadamaersatzstoffe wie Ausgleichsschüttung, Lava, Bims oder ähnliches verwenden. Welche Rolle spielt das Akadama in der Mischung?
Man muss nicht Akadama nehmen als Beimischung. Eine Beimischung wird aber benötigt um das Keto abzumagern und hierdurch erst richtig verarbeitbar zu machen.
Bei der Materialwahl ist vielleicht zu beachten das Akadame angenehmer zu verarbeiten ist als die anderen aufgezählten, harten Zuschlagstoffe. Mit scharfkantigem Lava oder Bims ist das ganze später so gut zu verarbeiten wie Ton mit hohem Schamotteanteil. Das macht aber höchsten Deinen Händen etwas aus, den Pflanzen und der Platte ist es egal.
crimson hat geschrieben:3. Wie viel Wasser muss man Beimischen. Welche Konsistens sollte die Masse haben wenn man sie verarbeitet?
Die Menge der Wasserzugabe regelt die Konsistenz. Es sollte eben nicht zu breiig oder gar dünnflüssig werden.
Wichtig ist das Keto gut mechanisch durchzuarbeiten. Aber besser mit Gummihandschuhen! Dadurch wird es schon ganz ohne Wasserzugabe geschmeidiger.
crimson hat geschrieben:4. Die Mischung sollte als 10:2:8 Keto, Torf, Akadama plus etwas Moos sein, habe ich das richtig verstanden?
Ich habe das noch nie abgemessen. :oops:
Nimm Keto, gib etwas Wassser zu, arbeite es gut durch und magere es nach Gefühl ab. Dabei immer wieder ein paar Tropfen Wasser zugeben und Zuschlagmaterial bis es passt.
Für Kusamono verarbeite ich es so, als Randbesfestigung für Plattenbepflanzungen würde ich eventuell möglichst langfaseriges Spahgnummoos als "Bewehrung" zugeben.
Normaler Weiß- oder Schwarztorf käme mir nicht rein.
crimson hat geschrieben:5. Siebt Ihr den Torf mit den Bonsaierdsieben? Fällt da überhaupt irgendwas durch?
Ich siebe eigentlich alle Substratbestandteile aus aber keinen Torf.
Grüße aus dem sonnigen Baden
Gary

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crimson
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Beitrag von crimson »

Hallo Gary,

vielen vielen Dank. Dann kann es ja langsam los gehen. Um meine Hände mache ich mir wenig bis gar keine Sorgen. Das mit dem Abfluss habe ich mittlerweile auch in irgendeinem Thread hier gelesen. Aufgrund des wenigen Substrats scheint das Problem wohl eher das feucht halten zu sein, denn nasse Füße. Ich bin gespannt. Letzte Wochenende habe ich in Enger eine große Platte für meinen Ficuswald erstanden und kann es kaum erwarten ihn darauf zu pflanzen.

Sollte zwischen dem Anlegen des Walls und dem Bepflanzen eine bestimmte Zeitspanne liegen?

Viele Grüße
der André
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Gary
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Beitrag von Gary »

crimson hat geschrieben:Sollte zwischen dem Anlegen des Walls und dem Bepflanzen eine bestimmte Zeitspanne liegen?
Hallo André,
freut mich wenn meine Schilderungen hilfreich waren.
Bezüglich der Arbeiten kannst Du das in einem Rutsch durchführen. Eine "Trocknungszeit" ist nicht einzuhalten. Sonst hättest Du eher beim Anmischen was falsch gemacht. (=> zuviel Wasser)


Vielleicht noch 3 Tipps:

A) Ich habe keine Angst um meine eigenen Hände und schon garnicht um Deine, doch zum intensiven Aufarbeiten des Keto trage ich dennoch Gummihandschuhe. Bei der anschließenden Verarbeitung nicht mehr. Keto hat die Eigenschaft die Hände sehr nachhaltig schwarz zu färben.

B) Bei Aufarbeitung der Masse, Wasserzugabe und Konsistenz bemühte ich die Worte: "...einige Tropfen Wasser..." durchaus bewusst. Keto wird sehr schnell dünnflüssig und dann gibt es kaum ein adäquates Mittel dies wieder rückgängig zu machen, außer trocknen lassen.

C) Ganz Wichtig! Verarbeitetes Keto, ob als Wall oder sonstwie, benötigt unbedingt eine komplette Abdeckung aus grünem Moos vom Wegrand oder der Friedhofsmauer. Ansonsten wird es beim Gießen oder vom nächsten Regenschauer weggeschwemmt. Mit dieser Moosabdeckung passiert überhaupt nichts.

Viel Spaß beim "Knotschen" und Erfolg.
Grüße aus dem sonnigen Baden
Gary

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crimson
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Beitrag von crimson »

Hallo Gary,

vielen Dank für die Tipps. Das mit den Handschuhen habe ich mir zu Herzen genommen. Hat gewirkt, meine Hände sind zwar trotzdem schwarz, weil ich beim bepflanzen die Handschuhe ausgezogen habe und immer wieder an den Wall gekommen bin aber ich bin sicher das Matschen hätte ganz andere Spruen hinterlassen.

Moos werde ich auch noch aufbringen. Vorsichtig mit den Ballbrause gießen geht zwar auch, ist aber nur kurzfristig eine Lösung. Hier kann man übrigens das Ergebnis meiner Bemühungen sehen.

Viele Grüße und vielen Dank
der André
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sirtony
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Re: Erdmischung für Waldpflanzungen / Keto

Beitrag von sirtony »

Hallo,

da muss ich als Waldpflanzungsneuling nochmal fragen :-)

Warum sind die Drainagelöcher hier nicht notwendig? Fliest das überschüssige Wasser durch den Wall trotzdem ab? Wenn nicht ist doch die Gefahr von Staunässe sehr hoch, oder?

mfg
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