Mädchenkiefer Erstgestaltung

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DenisM
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Mädchenkiefer Erstgestaltung

Beitrag von DenisM »

Hi @ll!

Seit 2 Jahren habe ich eine kleine Mädchenkiefer, ca. 10-15 cm hoch. Diese hat jedoch ein sehr dünnes Stämmchen, und wurde letztes Jahr in den Garten gepflanzt, um etwas zuzulegen.

Seit einigen Tagen hegte ich jedoch den Wunsch, mir ein "reiferes" Mädchen zur Gestaltung zuzulegen. Die Gestaltung sollte als Anlehnung zu dieser Pflanze von Petra K. erfolgen.

Nun habe ich mir gestern aus einer Baumschule ein ca. 40 cm hohes Mädchen im Topf zugelegt. Bei der Auswahl der Pflanze habe ich auf eine unauffällige Pfropfstelle und einen brauchbaren Astaufbau gedacht (leider sind 90% aller Baumschul-Mädchenkiefern unansehnliche Quirle) Dieses wurde ohne Wurzelschnitt mitsamt Ballen in einen größeren Topf umgepflanzt, um die Gelegenheit zum Durchtreiben zu bekommen. Die fehlende Erde wurde mit der Mischung Torf:Sand im Verhältnis 1:1 aufgefüllt. Dadurch, dass der Ballen nicht beschädigt werden brauchte, konnte der Baum direkt einer Gestaltung unterworfen werden.

In dieser Gestaltung benötigte ich eine Weile, die richtigen Äste zu finden, diese Entscheidung konnte allerdings relativ leicht getroffen werden.
Das "dichte" Grün auf den Seitenabbildungen kommt durch die nach hinten reichenden Äste zustande, ohne diese würde der Baum an Dreidimensionalität verlieren.
Aus eben diesem Grund habe ich verzichtet, die Kronen noch weiter auszulichten, da dann zwar die Strukturen klarer erkennbar wären, jedoch die Dreidimensionalität verloren ginge.

Nun darf das Mädchen an einem sonnigen Platz mit Unterstützung von etwas Bio-Gold kräftig treiben.

Das Ergebnis stellt mich eigentlich recht zufrieden, habt ihr vielleicht noch kleine Änderungsvorschläge?
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Nach der Gestaltung - von oben
Nach der Gestaltung - von oben
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Nach der Gestaltung - aus einer leicht erhobenen Position
Nach der Gestaltung - aus einer leicht erhobenen Position
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Nach der Gestaltung - aus gleicher Höhe
Nach der Gestaltung - aus gleicher Höhe
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Das Mädchen vor der Gestaltung
Das Mädchen vor der Gestaltung
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Gruss
DenisM
marius
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Beitrag von marius »

hi


ab damit ins freiland. gut füttern und gut füttern.

in zehn jahren dann noch mal was probieren. 8)

gruß marius
David Lust
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ups

Beitrag von David Lust »

Hallo denis !

ich schließe mich da mario an scon FÜTTERN !

Und solltest du auch darauf achten das du den Draht icht zu dicht um Äste Stamm etc. wikelst .

Sonst schnürst du ihn ab und es kann sein das der betroffene Ast etc Abstirbt.
*wink*
Mfg David
Was nicht ist kann noch werden!
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Köhler Rudolf
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Beitrag von Köhler Rudolf »

Hallo Denis,

warum hast du nicht erst einmal die Nadeln (bis auf 8-10an jedem Büschel) geschnitten.
Dann sieht man anschl. viel mehr vom Baum und kann vor allem auch viel besser drahten.
Es gibt eine Menge Literatur über die Vorgehensweise bei der Gestalting einer Mädchenkiefer. Erst einmal durchlesen. *finger* *computer*
Du hast m. E. den 2. Schritt vor dem ersten Schritt gemacht.

Grüße
Rudi K.
Grüße
Rudi K.
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DenisM
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Beitrag von DenisM »

Hallo Rudolf!

Die Nadeln habe ich nicht geschnitten, da ich den Bum nicht noch weiter schwächen wollte und die dicken Polster erhalten wollte. Beim drahten hatte ich keine Probleme, die Nadeln ließen sich auch sehr gut zur Seite drücken, um die Struktur zu begutachten. Nadeln eindrahten musste ich nie (sollte ja auch nie sein) Dass man die Möglichkeit hatte, unter den Nadeln etwas zu erkennen, kommt auf dem Foto nicht so vor, das stimmt schon ;)

@David:
Der Draht ist nicht so eng um den Stamm gewickelt, wie es auf dem Foto aussieht. Außerdem sind da Nadelbäume deutlich unempfindlicher als Läubbäume, da wächst Draht lange nicht so schnell ein ;) Werden den Draht sowieso in ca. einem jahr wieder entfernen, bevor sich da irgendwas einschnüren kann ;)

@Marius: Füttern, füttern und nochmals füttern werde ich ihn wohl. Aber im großen Topf und nicht im Garten. Denn der Garten ist bereits voll mit Rohmaterial ;)
Gruss
DenisM
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Köhler Rudolf
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Beitrag von Köhler Rudolf »

Hallo,

wenn alles mit Nadeln bedeckt ist, wo bitte sollen sich denn dann neue Knospen bilden?

Grüße
Rudi K.
Grüße
Rudi K.
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DenisM
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Beitrag von DenisM »

Hallo Rudi!

Die alten Nadeln habe ich durchaus entfernt, wie man auf dem Foto von oben sehen kann. Einige Äste sind schon "kahler".

Oder meinst du, auch "gesunde" Nadeln zurückzuschneiden bzw. zu entfernen? Bei dieser Massnahme frage ich mich, ob die Kiefer dann nicht zu einem "Verkahlen" neigt, da ja keine neuen Nadeln ausgebildet werden, wo man sie wegnimmt. Dann habe ich nur an den Spitzen der Äste Grün und ansonsten gar nichts.

Hast du vielleicht eine Internetseite zur Pflege von Mädchenkiefern, was z.B. auch dein Thema umfasst? Ein Äquivalent zu der Seite von Hans Van Meer wäre toll.

In der mir vorhandenen Literatur (die beiden Naka-Bücher und 2 generelle Bücher) finde ich keinen besonderen Hinweis auf eine spezielle Pflege/Gestaltung der Mädchenkiefer.
Gruss
DenisM
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SiggiKuhn
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Beitrag von SiggiKuhn »

Hallo Denis,

schau mal hier in den Beitrag von Marguerite Baumann:

http://www.bonsai-fachforum.de/ftopic445.html

so sollte das optimalerweise aussehen. Vorraussetzung ist, dass der Baum gesund ist, und auch nicht gleichzeitig umgetopft wird.

PS:
Ist übrigens im "Best of Bonsai" zu finden. Seeehr empfehlenswert. Siehe hier: http://www.bonsai-fachforum.de/ftopic759.html
Zuletzt geändert von SiggiKuhn am 17.03.2008, 23:00, insgesamt 1-mal geändert.
Viele Grüße
Siggi
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DenisM
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Beitrag von DenisM »

Hallo Siggi!

In dem o.g. Beitrag werden die Auswirkungen dieser "Kur" nicht veranschaulicht. Darüber hinaus lese ich in allen Artikeln über die Mädchenkiefern, dass diese sehr empfindlich auf das Entfernen von vielen Nadeln reagieren und man aus diesem Grund nur Nadeln, die kurz vor dem Abfallen sind, entfernen soll.
Darüber hinaus steht in dem o.g. Beitrag eine Zeitangabe von "November bis Februar", wir haben jetzt schon fast Ende März...
Und eine solche "Radikalkur" (also nur noch 3-4 Nadeln pro Ast stehenzulassen) habe ich noch nie bei einer Gestaltung gesehen, die Zahl der belassenen Nadeln waren eher 10-20 pro Ast.

Im Buch von Naka lese ich z.b. auch allgemein bei Pinus über neue Knospen _zwischen_ den Nadeln, wenn man Kerzen einkürzt. (was ich plane)
Gruss
DenisM
Level
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Beitrag von Level »

Hi,

du solltest auf jeden Fall alle alten Nadeln entfernen! da nur so genügend Licht und Luft auf die Äste fallen kann um neue Knospen zu bilden! Mit dieser Technick erreicht man eine gute Feinverzweigung der Äste, was du ja hoffentlich anstrebst. Sollte der Baum gesund sein, was auf den Bildern so aussieht, solltest du das als nächstes tun, wenn du einen Bonsai anstrebst.
Die Kerzen solltest du sowieso einkürzen....... Achte dabei aber auf schwache, starke und mittlere Triebe, die alle unterschiedlich eingekürzt werden sollten und in abständen von ca 2 Wochen.
Lies Hier nach

MfG
Level
Werde nicht weise in deinen eigenen Augen.
Der Herrlichkeit geht Demut voraus. Denn wenn jemand denkt, er sei etwas, wenn er nichts ist, so betrügt er seinen eigenen Sinn. ;)
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DenisM
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Beitrag von DenisM »

Hallo Level!

Mit der Definition von "alte Nadeln" tu ich mich schwer, ab wann sind Nadeln alt? Die braunen sind wie gesagt weg.

Und warum steht fast überall dass man Mädchenkiefern auf keinen Fall zuviele Nadeln auszupfen darf, da sie sonst sehr stark harzt und ganze Äste eingehen lässt.

Den Link kenne ich (oben sogar schon erwähnt), jedoch bezieht er sich auf zweinadelige Kiefern wie sylvestris oder mugo und nicht auf Mädchenkiefern, die ja fünfnadelig sind.

Zum Kürzen der Kerzen ist es noch zu früh, da weiss ich schon wie ich vorgehe. Was ich mich einfach nur frage, ist, wieviele Nadeln weggenommen werden müssen. Da schreibt irgendwie jeder was anderes. Der eine, keine Nadeln abnehmen, der andere, ein paar Nadeln abnehmen, der nächste, alle bis auf 3-4 Nadeln abnehmen... wieviele denn nun?
Gruss
DenisM
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DenisM
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Beitrag von DenisM »

Habe jetzt 2 Seiten gefunden, die dieses Thema (auf englisch) behandeln.

Natürlich möchte ich diese euch nicht vorenthalten:

http://www.bonsai4me.com/AdvTech/ATJapa ... tePine.htm

und

http://www.shohin-europe.com/ARTICLES-M ... tival.html
Gruss
DenisM
jupp

Beitrag von jupp »

Hallo Denis
Du hast hier so viele kleine Veränderungsvorschläge bekommen um die Du gebeten hast, argumentierst aber alle weg, dann frag doch nicht, mach einfach.
Grüße Jupp
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DenisM
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Beitrag von DenisM »

jupp hat geschrieben:Hallo Denis
Du hast hier so viele kleine Veränderungsvorschläge bekommen um die Du gebeten hast, argumentierst aber alle weg, dann frag doch nicht, mach einfach.
Grüße Jupp
Hallo Jupp!

Die Verbesserungsvorschläge habe ich nicht wegargumentiert, sie waren mir nur zu ungenau und widersprachen Informationen aus anderen Quellen. Jedoch habe ich nun mit den oben angegebenen beiden Links einen Anhaltspunkt gefunden, wie weit man wo die Nadeln wie abnehmen darf und was der genaue Effekt davon ist. Das natürlich unter EInbeziehung aller Informationen, die ich hier oder in verschiedener Literatur vorfinden konnte. Solche Links habe ich die ganze Zeit vergeblich gesucht.
Und an diese Anhaltspunkte habe ich nun vor, mich zu halten (was natürlich auch die Aussagen der Vorposter einschliesst).
Gruss
DenisM
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DenisM
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Beitrag von DenisM »

Jetzt wo ich mich eingehender mit dem Thema beschäftigt habe, ist noch eine Frage offen, bevor ich mich an die Arbeit machen würde:

Der Baum braucht auf jeden Fall noch Dickenwachstum. Macht es dann Sinn, die stärkeren Triebe durch Nadelentfernung und Kerzenkürzung zu hemmen und schwächere zu fördern?

Denn gerade die stärksten Triebe fördern doch das Dickenwachstum.
Gruss
DenisM
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