Kiefern ausgraben

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KaKie
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Kiefern ausgraben

Beitrag von KaKie »

Schon das nächste Problem:
Seit meinem täglich wachsenden Bonsaiinteresse hat sich rigendwie mein Blick für Pflanzen in der Natur massiv geändert. So kam es, dass ich letzte Woche bei einer Kundin im Garten ein wahrhaftes Kiefernparadies entdeckt habe. Man kann sich das vielleicht schlecht vorstellen, aber es wuchert dort davon, in allen Größen und Wachstumsvarianten. Wir uns unterhalten und einen Termin zum Ausbuddeln vereinbart (Mitte April).
Jetzt hab ich natürlich Recherche hier und im Internet betrieben und mal wieder kontroverse Aussagen gefunden: einerseits heißt es im Frühjahr ausgraben (wie geplant) andrerseits lieber im Herbst. Was ist nun besser?

Konsens herrscht dabei, dass Kiefern sich generell ungern ausgraben lassen, was sollte ich also unbedingt beachten? (Dort gibt es natürlich keine auf Fels gewachsenen, die sich leicht entfernen ließen)
Hab das noch nie gemacht, wäre also für jeden Tip dankbar (welche Größe des Bäumchens macht das gut mit, was brauch für Hilfsmittel,...)
Meikel W.
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Beitrag von Meikel W. »

Erstmal schöne Grüße aus Reddigau, dem blödesten Kaff der Welt :wink:

Also ich bin zwar erst Anfänger-Fortgeschrittener aber zum ausgraben empfehle ich dir auf jeden Fall einen Spaten, eine (Rosen)Schere od. ähnliches, eine Astschere und andere, dafür nützliche Dinge die dir noch einfallen. :)

Die Schere und Astschere sind dazu da um die Wurzeln einzukürzen.
Aber warte lieber auf die tipps der Profis.
Ich kann dir auch ein paar nutzliche Seiten auf PN-Anfrage geben.
Gruß Meikel.
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MarcW.
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Beitrag von MarcW. »

Hi!
Scheren zum ausgraben wirst du nicht benötigen!
Du solltest darauf achten, dass du soviele Wurzeln wie möglich mit ausgräbst!
Je weniger wurzeln, umso weniger überlebenchancen für deine Kiefer!
Einen Wurzelschnitt kannst du später immernoch machen , wenn sich der baum vom ausgraben erholt hat!
Im April kannst du sie normalerweise ohne probleme ausgraben / Umtopfen!

Gruß Marc
Meikel W.
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Beitrag von Meikel W. »

Hey, danke dass du mich korrigiert hast und schönen Gruß noch an euch beide!
Gruß Meikel.
KaKie
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Beitrag von KaKie »

Schonmal vielen Dank ihr beiden...zum Transport, hab gelesen, dass es sich anbietet, die Wurzeln für den Transport in feuchtes Moos zu wickeln. Nun wächst das aber nicht gerade bei mir vor der Haustür und ich weiß ja auch noch gar nicht, welche Größe die Auserwählte haben wird. Die Fahrt wird schon ca. ne Stunde dauern. Wie kann ich sie dann vorübergehend gut verpacken, damit 1. sie nicht austrocknet und 2. das Auto nicht völlig vererdet?
Habe vor, sie zu Hause in einen Teichpflanzkorb zu packen, damit ich sie nicht gleich zu Beginn ersäufe. Abgesehen davon, dass ich möglichst grobes Substrat brauche wegen dem Korb, was empfiehlt sich besonders für Kiefern?

PS: Sorry für die tausend Fragen, aber is halt mein erster Outdoor und mein erstes Nadelbäumchen.
Meikel W.
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Beitrag von Meikel W. »

Also ich hab mal für dich "Recherchirt" (hab ich dass richtig geschrieben?)und man sagt man kann die Wurzeln in feuchte Tücher (od. so) einwicheln :? . Also ich mach dass immer so: ich nehme einen großen Kübel (am besten Maurerkübel :roll: ) und pflanz den Baum erstmal grob mit der dortigen Erde ein, bisschen Wasser drüber und fertig. Dann ab ins Auto und schnell, aber ohne Unfall nach Haus. Dort dann eingepflanzt erstmal in eine mischung (so mach ich dass) Erde,Torf,Kies-1:1:1 (kein Dünger) und kräftig Gießen

Ich weis nicht was deine Kundin dazu sagen wird wenn sie ein großes loch in der Erde hat :lol: aber ihr einigt euch schon :wink:
Bitte korrigiert mich wenn ich etwas falsch mache.
Gruß Meikel.
Meikel W.
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Beitrag von Meikel W. »

Ich weis leider nicht mehr wer, aber jemand hier im Forum schrieb mal
die standartmischung für Laubgehölze entspricht Kies, Torf, Akadama -1:1:1, und für Nadelgehölz z.B. Wacholder, Kiefern, Fichten entspricht
die standartmischung Kies, Torf, Akadama - 3:1:1. :idea:
:arrow: :arrow: :arrow:
Kies nimmst du am besten normalen Kies von Jawoll,... .
Als Torf reicht stink normaler Torf. :D
Und Akadama hab ich selber noch nich gefunden :wink:
Gruß Meikel.
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migo
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Beitrag von migo »

KaKie hat geschrieben:...zum Transport, ...Wie kann ich sie dann vorübergehend gut verpacken, damit 1. sie nicht austrocknet und 2. das Auto nicht völlig vererdet?
...zu Hause in einen Teichpflanzkorb ... was empfiehlt sich besonders für Kiefern?
Hallo,

wenn der Baum ausgegraben ist, einfach so viel Erde wie möglich von den Wurzeln ablösen (Achtung! NICHT total auswaschen, denn an den Wurzeln haftet ein Symbiosepilz, den der Baum braucht => Mykorrhiza) und feucht einpacken. Das muss kein Moos sein, ich habe mir zB auch schon mal mit Grasbüscheln und/oder Laub geholfen. Wenn vorhanden, geht natürlich auch ein feuchtes Tuch. Das ganze stramm in eine Plastiktüte und die über dem Wurzelansatz am Stamm zusammenknoten. So bleiben die Wurzeln über viele Stunden (sogar über Nacht) gut geschützt.

Für den TPK und speziell die Kiefer empfieht sich:
Akadama (gibts im Bonsaigeschäft) und/oder Trockenschüttung (gebrochener Blähton, zB Maxit - gibts im Baumarkt),
Lavagranulat (auch aus dem Baumarkt, gegen Glatteis),
Bims (geht auch ohne)
und Torf (sollte der kleinste Anteil sein).
Die Granulatkörnung sollte nicht viel kleiner als vier Millimeter sein.
Bei solch einem nährstoffarmen Substrat das Düngen mit organischem Dünger aber nicht vergessen!

Viel Spass beim buddeln und viel Erfolg!
Tschüüss, Michael

Schützt unsere Wälder, eßt mehr Biber!
Meikel W.
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Beitrag von Meikel W. »

Na besser hätte ich das nicht sagen können migo *up*

Hey KaKie, schich mal nen paar Fotos von der kleinen,
vielleicht auch ein paar mehr :wink:

!Schöne Grüß aus Reddigau!
Gruß Meikel.
Meikel W.
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Beitrag von Meikel W. »

P.S. : VIEL ERVOLG !!!
Gruß Meikel.
KaKie
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Beitrag von KaKie »

Vielen, vielen Dank!

Bei den Erdbestandteilen: kommt man da auch erstmal mit etwas weniger Komponenten aus? Ich möchte ja nur eine kleine Kiefer, da ich nicht den ganzen Garten der armen Frau umgraben möchte und die süße ja mein Erstversuch ist. Ansonsten schreib ich mir schonmal ne Einkaufsliste. :)

Fotos folgen natürlich nach erfolgter Mission.
Meikel W.
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Beitrag von Meikel W. »

Ja, ich glaube eine erste, gute alternative währe eine Mischung aus Torf,
Kies: 1:1. Aber wissen ist besser als glauben,also lass dir lieber noch ein paar Profi-tips geben :D

P.S. Ich würde vorschlagen dir ein Buch zu besorgen, ganz besonders empfehle ich dir Das praktische Bonsai-Buch :)
!ich möchte keine werbung machen!
dass ist schon mal ein guter Anfang. *up*

Liebe Grüße aus Reddigau :wink:
Gruß Meikel.
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OERNIE
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Beitrag von OERNIE »

Wenn Du abr schon am Buddeln bist, such dir eine mit einem verhältnismäßig dicken, kurzen Stamm aus. Mit einem kleinen jungen Ding, wirst Du lange rumkraxeln, bis was gescheites draus wird :)

off Topic: @ Meikel, warum erwähnst Du denn ständig Deinen Wohnort?

Gruß,
Björn
KaKie
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Beitrag von KaKie »

Naja, so genau hab ich die Bäumchen nicht mehr im Kopf (war ja schließlich am Arbeiten und nicht am Gartenankucken *g*), aber so im Großen und Ganzen, war da keins unter nem Meter, soweit ich mich recht erinner. War eher von den Wuchsformen fasziniert als von der Stammdicke (da hab ich nicht bewußt drauf geachtet, weil die Buddelidee dann später ganz spontan kam), da es da auf ganz natürliche Weise windgepeitschte und etagenförmige Kiefern gab.
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OERNIE
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Beitrag von OERNIE »

ja, hab unlängst eine Ansammlung von Kiefern in einem Burghof direkt am Bergfried gesehen. Da Pfiff der Wind auch gut und die sind auch "windgepeitscht" gewachsen. Aber die Kiefern neigen dann eher dazu, auf einer Seite des Stammes garkeine Äste zu haben. die sind dann nur halb um den Stamm verteilt. Gut, eine Windgepeitschte Form ist natürlich so in der Art, aber ganz so extrem muss es auch nicht sein ...

Naja, Du hast sie ja gesehen, nicht ich ;) Aber ich würde so das Mittelmaß nehmen. Noch gerade so formbar, aber trotzdem massiv :)
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