Zu dichtes Wurzelgeflecht ?

Spezielle Baumpflege z.B. düngen, umtopfen, Erden, ein- und auswintern, Pflanzenschutz
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HerbertR
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Zu dichtes Wurzelgeflecht ?

Beitrag von HerbertR »

Hallo, ich habe manche gekaufte Containerpflanzen (wie z.B. Azaleen oder Katsurabaum etc.) da ist das Wurzel/Substratgemisch so dicht und homogen, daß man die Wurzeln nicht "auseinanderdividieren" kann !
Es scheint ob das ganze wie ein Stück Schaumgummi wäre !
Versucht man es dennoch, reissen ganze Stücke des Ballens aus.
Ich weiss nicht ob das an der Pflanzenart liegt oder daran, daß die Wurzeln Pflanze zu lange nicht entwirrt wurden.
Jedenfalls kann man da nur den Ballen mit der Schere verkleinern, wobei man da natürlich nicht weiss ob man lebenswichtige Wurzelstränge abschneidet, weil man ja nicht weiß wie verschlungen die Wurzeln sind.
Hat jemand Erfahrungen mit solchen Pflanzen und wie kommt man da weiter, was macht man da ?
LG Herbert

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Wenn immer der Klügere nachgibt, dann geschieht nur das was die Dummen wollen !
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zopf
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Beitrag von zopf »

Hallo Herbert
Das Wurzelgeflecht auseinander zu nehmen ist nur
eine Frage der Geduld. Mit einem abgerundeten Holzstab
halt eben solange den Wurzelballen auskämmen
bis alles ausgebreitet vor Dir liegt.
1-2cm vom Rand entfernt in Richtung Rand auskämmen,
ein bischen drehen auskämmen und immer weiter,
irgendwann kommst Du zum Stamm.
Wurzelgeflechte die beim Auskämmen dann nach unten hängen,
kann man schon zurückschneiden.
Das kann auch schon mal ein paar Stunden dauern,
allerdings wird es den Wurzelansatz (das Überleben vorrausgesetzt)
enorm verbessern.
Meist ist aber nach 2maligem Entwirren, Kürzen und Umtopfen
die Grundlage gelegt auf der man aufbauen kann
und das Umtopfen wird zum Vergnügen.
Ein schönes Wochenende
Dieter
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Andreas Ludwig
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Beitrag von Andreas Ludwig »

Bei Azaleen lässt sich manches tatsächlich nicht entwirren. Da schneide ich dann keilförmig von der Seite und flach von unten her weg. Wo die wirklich wichtigen Wurzeln sind, sieht/spürt man ja. Ist man unsicher, schneidet man halt dieses Jahr ein bisschen und nächstes Jahr ein bisschen...
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Martin_S
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Beitrag von Martin_S »

So mache ich es auch. Ich schneide die eher "passend" für die Schale zurecht und fülle dann die Ränder wieder auf. schon mal ein Dreieck hier und da, auch da Kanuma rein....und gutm ist.
Martin S
Beste Grüße
Martin

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HerbertR
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Beitrag von HerbertR »

Hallo Dieter,
vielen Dank, ich bin ja eigentlich kein Anfänger (hoffe das klingt nicht arrogant) und weiss grundsätzlich schon wie man Wurzelballen entwirrt, aber bei manchen Pflanzen scheint mir das eben unmöglich.

Danke Andreas und Martin, das werde ich auch probieren !
Habe mich nur nicht getraut das zu tun.
LG Herbert

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HerbertR
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Beitrag von HerbertR »

Ja noch etwas : gebt Ihr bei Azaleen auch so wie im Garten Moorbeeterde dazu ? Oder normale Bonsaimischung (wenn man kein Kanuba verwendet) - oder muss man bei Azaleen Kanuba verwenden ?
LG Herbert

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jupp

Beitrag von jupp »

Hallo Herbert
Man muss kein Kanuma verwenden, es gibt aber nix besseres. Wenn Du es irgendwo bekommen kannst, dann mach das.
Grüße aus Rockeneberg Jupp :wink:
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HerbertR
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Beitrag von HerbertR »

Hallo Jupp, vielen Dank !
Nur für Azaleen oder verwendest Du es für alle Bonsai ?
Reines Kanuba oder gemischt mit Bonsaierde oder sonstigem Substrat ?
LG Herbert

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HerbertR
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Beitrag von HerbertR »

Sorry war wieder einmal ein Doppelposting...
LG Herbert

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Andreas Ludwig
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Beitrag von Andreas Ludwig »

Nur Kanuma, mischen bringt nichts. Ich weiss aus eigener Erfahrung, dass man diesen «Isolationsmaterialbröckchen» nicht so recht traut am Anfang, aber das Zeugs ist wirklich gut. Den Staub, der sich bei Transport und Lagerung bildet, vorher aussieben und fertig.
jupp

Beitrag von jupp »

Alles was in saurem Substrat stehen muss bekommt Kanuma, sonstige Pflanzen setze ich in ein Gemisch aus Akadama und Blähton, bei Kiefern kommt noch ein guter Teil Kiesel dazu.
Grüße aus Rockenberg Jupp
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zopf
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Beitrag von zopf »

Hallo Herbert
Mir ist bewusst das Dir das Entwirren der Wurzeln vertraut ist,
allerdings ist mir auch bewusst,
das die Wurzelarbeiten von recht vielen Bonsaifreunden,
nicht zu einer Verbesserung des Wurzelansatzes beitragen.
Bitte nicht aufregen, ich halte die Wurzelarbeiten
für einen wesentlichen Bestandteil Unseres Hobbys.

Einen schönen Abend,
hier scheint seit langem wieder die Sonne
Dieter
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HerbertR
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Beitrag von HerbertR »

jupp hat geschrieben:Alles was in saurem Substrat stehen muss bekommt <span style="border-bottom:2px dotted #009900;" title="Erklärung im Glossar">Kanuma</span>, sonstige Pflanzen setze ich in ein Gemisch aus <span style="border-bottom:2px dotted #009900;" title="Erklärung im Glossar">Akadama</span> und Blähton, bei Kiefern kommt noch ein guter Teil Kiesel dazu.
Grüße aus Rockenberg Jupp
Aha, danke Jupp, soll man demnach auch jap. Fächerahorne in sowas setzen ? Da steht bei der Beschreibung auch dabei in Moorbeterde setzen.

Andreas : werde es einmal probieren !
LG Herbert

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MarionS
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Beitrag von MarionS »

Als ich meine Buche zum ersten Mal "zerlegt" habe, habe ich über zwei Stunden daran gesessen :roll:
Gruß,
MarionS

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Martin_S
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Beitrag von Martin_S »

ViennaBonsai hat geschrieben:.....soll man demnach auch jap. Fächerahorne in sowas setzen ? ...
Genau bei den Ahörnern, egal ob Fächer.-, Dreispitz.- oder Feldahorn mische ich zwei bis drei Hände voll unter die Erdmischung (hängt natürlich von der Schalengröße ab).
M
Beste Grüße
Martin

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