Wothan hat geschrieben:hey, sieht mein zweiter vorschlag wirklich so schrecklich aus?

Nein, ganz im Gegenteil, als ich die Bilder gesehen hatte, habe ich ihn im Geiste genau an derselben Stelle abgeschnitten. Der Baum ist einfach viel zu hoch und zu schwer oben. Unten elegant, oben schwer, das passt einfach nicht zusammen. In deiner Version dagegen hat man nur noch den schlanken, zierlich geschwungenen Teil des Stammes. Das sieht viel harmonischer aus.
AAABER ... ich glaube, wenn das mein Baum wäre, würde ich mich auch mit Händen und Füßen gegen einen solch drastischen Eingriff sträuben, selbst wenn ich sehen würde, dass der Baum dadurch gewinnt. Es ist vielleicht eine prinzipielle Frage der Herangehensweise. Nehme ich einen Baum sozusagen als eigenständiges, fertiges Wesen, dessen Eigenarten (auch die schlechten) ich akzeptiere und in die ich nur leicht unterstützend oder korrigierend eingreife? Oder sehe ich in einem Baum das Entwicklungspotential, das es von mir allererst hervorzubringen gilt? Mit "prinzipiell" meine ich nicht, dass man sich als Bonsaianer
immer nur auf die eine oder andere Weise verhält, sondern jeweils bezogen auf einen Baum. Wobei das im Laufe der Zeit sich dann auch noch immer ändern kann, man ist ja nie fertig mit einem Baum.
Ich würde an Gabis Stelle auch erst einmal so vorsichtig vorgehen. (Und kann mir vorstellen, dass ihr Bäumchen dann doch von Jahr zu Jahr kleiner wird ...

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