Baumschulhainbuche

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Kerry
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Baumschulhainbuche

Beitrag von Kerry »

Hallo zusammen,

heute war ich mal in einer Baumschule in unserer Nähe ein bißchen stöbern. Und wie sollte es anders sein, hab ich auch was gefunden. :lol:
Vier Rotbuchen und eine Hainbuche.
Ich möchte Euch heute erstmal die Hainbuche zeigen. Also die Originalhöhe betrug heute Morgen noch ca. 2,80m. Der Besitzer hat mich ein bißchen komisch angeschaut, als ich ihm sagte, daß ich die Bäume alle "in" meinem Auto nach Hause bringen will. *confused3*
Als ich ihm dann erklärte, daß er ihn ruhig großzügig absägen soll, hat er noch verdutzter geschaut. :shock:
Zitat: "Na, sie haben ihn bezahlt, dann können sie auch damit machen was sie wollen." Das Ergebnis war dann nur noch ca. 70cm hoch und hat einen Stammdurchmesser von ca. 8cm.
Zuhause hab ich erstmal den Ballen vom Lehm und der Erde befreit, ausgewaschen und ihn in Maxit, Lavasplitt und etwas Torf gesetzt.
Morgen werd ich mich dann mal um die Äste kümmern und diese großzügig stutzen.
Anbei ein paar Bilder von meinem ersten dickeren Rohling. Was meint Ihr, kanns was werden?

Viele Grüsse aus dem sehnlichst auf den Frühling wartenden Nahetal
Kerry

PS.: Für die Rohlinge habe ich 40 € gezahlt. Ich denk, das geht in Ordnung.
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Lutz Marx
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Beitrag von Lutz Marx »

hallo, schönes nebari. ich würde nochmal gleich die hälfte wegnehmen, schräg über den ästen abschneiden und wundversorgen. gruß, lutz
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Daniel E.
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Beitrag von Daniel E. »

Täuscht es auf dem Bild, oder ist der Stamm ohne Verjüngung ?
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Level
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Beitrag von Level »

sehe ich auch so: keine Verjungung.....
Werde nicht weise in deinen eigenen Augen.
Der Herrlichkeit geht Demut voraus. Denn wenn jemand denkt, er sei etwas, wenn er nichts ist, so betrügt er seinen eigenen Sinn. ;)
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migo
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Beitrag von migo »

Hallo Kerry,

eigentlich ne gute Idee - was Großes kleiner zu machen. Da aber an Deinem Baum keine Verjüngung zu erkennen ist, wird es Jaaahre dauern bis ein guter Bonsai entsteht.

Schneller geht es so:
http://www.bonsai-fachforum.de/viewtopic?f=53&t=20043

Tschüüüüss!
Tschüüss, Michael

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Kerry
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Beitrag von Kerry »

Guten Morgen,

erstmal vielen Dank für Eure Antworten.
Mit der Stammverjüngung habt ihr vollkommen recht. Und wieder wird einem dann schlagartig bewußt, wie einen der Enthuisiasmus doch blind macht. :oops:
Ich will die Hainbuche jetzt natürlich nicht in die Tonne kloppen. Ich werd sie heute noch tiefer abschneiden, einfach ein paar Jährchen durchtreiben lassen und hoffen, daß mir dann irgendwann was passendes dazu einfällt.
Soooo, alt bin ich mit meinen 38 Jahren ja hoffentlich doch noch nicht? :wink:
Wo würdet Ihr denn schneiden und soll ich Wunderverschluss anwenden oder nicht?
Und wenn ich nochmal in die Baumschule fahre, werd ich dann nicht so *hetz*, sondern so *les* stöbern.
Viele Grüsse aus dem verregneten Nahetal

Kerry
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SiggiKuhn
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Beitrag von SiggiKuhn »

Hallo Kerry,

das sieht jetzt zwar sehr brutal aus, aber ich würde so schneiden. Hainbuchen treiben sehr gut nach einem starken Rückschnitt neu aus.
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Viele Grüße
Siggi
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Daniel E.
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Beitrag von Daniel E. »

Wegwerfen würde ich auch nicht, jetzt hast Du die Buche .... alles Lern- und testobjekte was nie verkehrt ist....

Beim nächsten mal weisst Du ja Bescheid .... schade eigentlich wegen dem Nebari....aber so mancher Baum hat nach einigen Jahren schon Wunder bewirkt wo gedacht wurde : Ojemine....

Also immer drann bleiben .... und zu guter letzt ist der eigene Geschmack und der eigene Gefallen sowieso am wichtigsten ....
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edo B
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Beitrag von edo B »

Ich habe ein paar ähnliche Hainbuchen auf einem Neubaugelände von einem der Bauanbeiter bekommen - 0 EUR *schwitz* - musste ich aber selbst ausgraben. Ein Jahr habe ich diese durchtreiben lassen und jetzt als Test- und Versuchsbaum einen davon auf halber Höhe abgemoost.
Mal sehen, wie's wird. Also bevor Du Deinen Baum einfach absägst, würde ich es auch mal mit Abmoosen versuchen. (Versuch macht kluch! *daumen_new* )

Literator
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Reiner
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Beitrag von Reiner »

Hallo Kerry,
von mir wäre die Frage nach der Verjüngung nicht gekommen. Ganz einfach, die wäre sowieso egal. Der Baum wie er jetzt ist, ist für eine Bonsaigestaltung noch gar nicht geeignet. Aber bleibe jetzt ganz gelassen. Du hast nämlich einen guten Rohling ausgesucht. Das Nebari sieht entwicklungsfähig aus. Das zurückschneiden, wie Siggi es schon vorgeschlagen hat, würde ich unbedingt so machen. Dann solltest Du den Baum in einen geräumigen Teichpflanzkorb pflanzen. Darin nimm aber ein sehr grobes Substrat. Dann wirst Du sehen, wie der Baum in drei Jahren enorm zulegt. Sowohl im Austrieb als auch um das Nebari herum.
In einer Baumschule findet man kein Material, was auf Anhieb einen richtig guten Baum verspricht. Aber mit etwas Glück findet man Bäume mit guten Anlagen, aus denen man in wenigen Jahren einen richtig guten Baum hinbekommt.
Dein Baum könnte in fünf Jahren ein Schmuckstück sein. Fünf Jahre sind im Bonsaihobby sehr wenig.
Viel Erfolg damit,
Reiner

Nachtrag: Ich sehe gerade, Du hast den Baum ja schon in ein gutes, durchlässiges Substrat gepackt. Da steht er dann für dieses jahr auch gut und ich würde ihn nicht weiter stören. Die Sache mit dem Teichpflanzkorb kannst Du dann immer noch im nächsten Jahr angehen.
Deine Organe kommen nicht in den Himmel! Spende rettet Leben.

Reiners Bonsai Blog
Kerry
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Beitrag von Kerry »

Hallo zusammen,

danke für Eure Tipps.
Wegwerfen werd ich die Buche nicht. Habe sie jetzt offiziell zum Versuchskaninchen erklärt. :wink:
Das der Baum zur Gestaltung noch lange nicht reif ist, war mir beim Kauf schon klar. Ich werd ihn etwa in der Höhe abschneiden, wie Siggi es angedeutet hat und ihn mal ein paar Jahre mästen. Ich bin mir aber immer noch unschlüssig, ob ich ein Wundverschlussmittel auftragen soll oder nicht? Bin da noch etwas unsicher, ob die Stelle dann sehr zurücktrocknet oder ob es sich in Grenzen hält.
Was würdet Ihr denn machen?

Viele Grüsse
Kerry
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