Schwarze Liste der für Bonsai ungeeigneten Bäume

Alles andere was zu Bonsai passt.
Thomas
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Schwarze Liste der für Bonsai ungeeigneten Bäume

Beitrag von Thomas »

Nachdem ich gerade die Squamata-Beiträge gelesen habe und ich mich (leider) selbst an zwei Squamatas versuche, drängt sich mir folgender Gedanke auf: wie schaut die Liste der für Bonsai ungeeigneten Bäume / Sträucher aus? Welche Varietäten sollte man lieber gleich lassen?

Viele (so auch ich) mögen z. B. gedacht haben, dass Wacholder im allgemeinen bestens für Bonsai geeignet sind :arrow: falsch gedacht :!:

Bitte gebt zu Euren Vorschlägen auch eine kurze Begründung dazu ab.

Einleiten möchte ich also mit

- Juniperus squamata
- Kanadische Hemlocktanne (treibt nicht aus altem Holz...)
- Zuckerhutfichte (die Gründe weiß ich nicht mehr alle aber im BCD-Forum gab es mal einen vernichtenden Beitrag zur Zuckerhutfichte: Äste werden braun, mag Drahten nicht, usw. Die Z. mochte eigentlich garnichts außer nur irgendwo dahinzuwachsen...)

Was sind Eure Vorschläge?

Wenn was Vernünftiges zusammenkommt, kann man diese Liste vielleicht irgendwo ablegen, sodass sie auch später noch leicht gefunden werden kann...
Gruß
Thomas aus Salzburg
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Wolfgang
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Beitrag von Wolfgang »

Nicht bzw. bedingt geeignet:
Tomate
Indischer Hanf
Mais
usw.
:wink: :wink: :wink:

Spaß beiseite, Thomas. -
Die von dir angeführten Baumarten passen schon auf die SCHWARZE LISTE.
Was mir noch einfällt:
Abies spec. ( :arrow: ich hab noch nie einen g´scheiten Tannen-Bonsai gesehen)
Thuja spec. = Thujen dürften nicht einfach sein ( :arrow: da kenne ich nur wenige halbwegs gute Bäume)
Chamaecyparis obtusa nana gracilis (= Muschelzypresse :arrow: der berühmteste aller "Friedhofs-Bonsai"; oder hat jemand von Euch ein wirklich tolles, mich überzeugendes Exemplar :?: )
und - ich wage es trotzdem zu sagen! :wink: - manche der (handesüblichen) Indoors ( :arrow: ich mag Indoors leider noch immer nicht ..... :wink: )
Thomas
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Beitrag von Thomas »

Wolfgang,

ich hatte es schon fast befürchtet, dass ich damit (wieder) eine Grundsatzdiskussion anstosse :wink: Zum Thema Indoor Ja/Nein gibt es ja unterschiedliche Ansichten unter den Bonsaianern.

Ich würde Dir in sofern zustimmen, dass viele Indoors rein "zimmerklimatisch" problematisch zu halten sind. Insofern hätten sie auf einer SCHWARZEN LISTE" zumindest eingeschränkt ihre Berechtigung.

Dann wären im engeren Sinne dort auch sicherlich die Arten aufzuführen, die absolut nicht winterhart sind. Bei diesen besteht über einen längeren Zeitraum betrachtet ein höheres Ausfallrisiko.

Bei Tomaten, Hanf und Mais bin ich nicht Deiner Meinung:

- es gibt ja Kirschtomaten und Minimais
- (sicherlich) Bonsaianer, die Hanf anpflanzen
:wink: :wink: :wink: :wink:

Spaß beiseite, Sinn und Zweck dieser Liste ist es, dem Anfänger eine Hilfestellung zu geben. Es gibt Listen mit geeigneten Spezies aber das ist dann vielleicht genau die Spezies nicht zu finden, die eine(r) gerade in einer Baumschule entdeckt. Aber es gibt auch absolute No-Nos, die schon vielen Unmut und Ärger beschert haben und das muss ja nicht jeder unbedingt persönlich nachempfinden (kann natürlich wer es möchte oder entsprechend veranlagt ist :twisted: ).

Die ersten wertvollen Informationen hast Du mir schon gegeben. So hätte ich nicht gedacht, dass Thujen auch auf die Liste gehören :idea:
Gruß
Thomas aus Salzburg
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Walter Pall
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Beitrag von Walter Pall »

Serissa, der meistverkaufte Bonsai der Welt ist NICHT brauchbar. Hat kaum Überlebenschancen im Wohnzimmer, wenn dann nur Zufall. der absloute Anfängerbaum ist NUR für sehr fortgeschrittene Bonsaimenschen anzuraten, die über ein kaltes Glashaus verfügen. Der Baum wird deshalb so oft angeboten, weil man mit ihm das meiste Geld verdienen kann. Er ist zu 99,9% dem Tode geweiht.

Carmona microphylla (Fukientee) ditto

Mammutbaum (kommt mir jetzt nicht wieder damit, daß Dan Barton einen vernünftigen gemaccht hat. Den habe ich schon selber gesehen, da habt Ihr alle miteinander noch nicht gewußt was Bonsai ist. Aber der auf vielen Foren so oft besprochene Mammutbaum ist kaum brauchbar, für Anfänger schon gar nicht.)

mfg
Walter Pall
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Stefan K.
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Beitrag von Stefan K. »

Walter du hast doch mal vor einiger zeit geschrieben, das du 3 oder 4 serrissas importiert hast.

wie geht es denen denn?
Ich hab Spass !
grüsse stefan
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Walter Pall
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Beitrag von Walter Pall »

Stefan,

meine Serissas leben noch. Eine sieht nicht so glücklich aus. Die wurden den ganzen Sommer im Freien gehalten. Im Oktober kamen sie in ein kaltes Glashaus, sprich meinen Schalenkeller, der wie ein kaltes Glashaus wirkt. Da hat es jetzt seit Wochen so zwischen 5 und 10° C.

mfg
Walter Pall
Thomas
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Beitrag von Thomas »

Walter Pall hat geschrieben:Serissa, der meistverkaufte Bonsai der Welt ist NICHT brauchbar. Hat kaum Überlebenschancen im Wohnzimmer, wenn dann nur Zufall. der absloute Anfängerbaum ist NUR für sehr fortgeschrittene Bonsaimenschen anzuraten, die über ein kaltes Glashaus verfügen. Der Baum wird deshalb so oft angeboten, weil man mit ihm das meiste Geld verdienen kann. Er ist zu 99,9% dem Tode geweiht.

mfg
Walter Pall
Walter, um Gottes Willen, wenn Deine Serissas tatsächlich überleben, dann beeinflusst das die Wahrscheinlichkeit, dass meine eine überlebt (ja, ich habe auch eine seit zwei Jahren - (fast rechtfertigend) es war ein Geschenk meiner Frau für´s Büro) fast direkt!! :wink: :wink:
Gruß
Thomas aus Salzburg
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Walter Pall
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Beitrag von Walter Pall »

Thomas,

das mit dem Durchschnitt ist so eine Sache.
Es gibt z.b. den wissenschaftlich erforschten Durschnittswert der Gesprächsdauer pro Tag für ein Ehepaar, das mehr als 10 Jahre verheiratet ist. Das glaubt man kaum - die unterhalten sich pro Tag 9 bis 13 Minuten. Vor zehn Jahren war das noch 17 Minuten.
Nun unterhalte ich mich mit meiner Frau im Schnitt deutlich über 30 Minuten. Beim Frühstück wird oft über 15 Minuten gesprochen. Ganz schlimm! Dadurch versauen wir den Schnitt enorm. Viele Ehepaare sprechen jezt überhaupt nicht mehr miteinander.
:lol:

mfg
Walter Pall
Thomas
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Beitrag von Thomas »

:D :D :D :D
Gruß
Thomas aus Salzburg
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Nils O.
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Beitrag von Nils O. »

Hallo Wolfgang,

ein paar Worte seien mir gestattet: :wink:
Wolfgang hat geschrieben: Chamaecyparis obtusa nana gracilis (= Muschelzypresse :arrow: der berühmteste aller "Friedhofs-Bonsai"; oder hat jemand von Euch ein wirklich tolles, mich überzeugendes Exemplar :?: )
Einen "fertigen", der jahrelang in Pflege ist, habe ich auch noch nicht zu sehen bekommen. Ich habe aber gesehen, wie Teunis Jan Klein bei einer Demo einen schönen Shohin aus einer Muschelzypresse gestaltet hat.
Wolfgang hat geschrieben: und - ich wage es trotzdem zu sagen! :wink: - manche der (handesüblichen) Indoors ( :arrow: ich mag Indoors leider noch immer nicht ..... :wink: )
Wolfgang, hier gilt Meinungsfreiheit, auch für dich. :) :) :) :)

Ich stimme übrigens mit dir überein:
Für die schwarze Liste hätte ich zwei Vorschläge:
* Fukien-Tee
* Sageretie

Und als reine "Zimmerbonsais" gehalten, wären dann noch:
* Serissa
* Chinesische Ulme
Wobei diese beiden ja bei einigen Forumsteilnehmern unter "Kalthaus"-Bedingungen durchaus gut gedeihen.

Ansonsten habe ich (speziell draußen) mit Arten angefangen, die allgemein als gut für Bonsai geeignet gelten (Wacholder, Fächerahorn, Eibe, Hainbuche, Fichte (keine Zuckerhutfichte), Forsythie, ...). Lernen will ich erstmal mit "einfachen Pflanzen", Exoten kann ich später machen. :)
Gruß,
Nils

AK Braunschweig, Treffen: Jeweils am 1. oder 2. Samstag im Monat, weitere Infos hier

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Michael T.
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Beitrag von Michael T. »

Ganz allgemein würd ich noch Laubbäume mit großen Blättern, wie z.B. die meisten Magnolien, oder Bäume mit sehr langen Internodien, wie z.B. Holunder oder Eschen nennen. Außerdem spezielle Züchtungen, wie Korkenzieherhasel, Korallenweiden (heißen die so?) oder viele Trauerformen.

Gruß
Michael
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uschi
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Beitrag von uschi »

Hi Leute !
Stimme ,dem hiergelesenen zu:

Zu 100% das "Gfret" mit den Serissa`s und ähnlichem-auch bei Kalthausbedingungen ein ständiges Ärgernis hab nur eine und die will und will den Geist nicht aufgeben!

Bei der Muschelzypresse vulgo "Friedhofspflanze"-eine Einschränkung-nämlich meine-werde sie versuchen am Wochenende zu posten-vielleicht kann auch Wolfgangs Einstellung dazu ein biserl aufgeweicht werden-muß ja nicht helle Begeisterung sein-..........es geht so-würde mir schon reichen :)

Eine Pflanze fehlt noch:
Habe eine Hängebirke (betula verucosa joungie)
Sie tut was sie will!
Kaum glaubt man,der jahrelang mühsam gedrahtete Ast is es jetzt-
beschließt sie gerade den-abzuwerfen!!
ich glaub das ist bei allen birken so-auch inder Natur-

deshalb-auf die schwarze Liste!!

L.G.Uschi
Südsteiermark-der Sonne am nächsten!!!
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Martin_S
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Beitrag von Martin_S »

Komm!
Ich habe auch noch welche!

Bei zu kleiner Größe (nicht die P... ach vergessen wir das :lol: :lol: )
Spitz.- und Bergahorn. Eine feine Verzweigung ist hier nicht nöglich

Und gänzlich ungeeignet der Eschenahorn!
Eine geringere Blattgröße bekommt man auch nicht bei drei(!) Blattschnitten im Jahr.

Die Sonnenzypresse ist auch so'n Ding wo ich mich nie erfolgreich dran versucht habe. Desweiteren alle Azaleenarten die für das Haus gedacht sind (typische Gärtnerware) und dann wäre da noch der Weihnachtsstern.

Martin S
Reiner Goebel
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Beitrag von Reiner Goebel »

Wolfgang hat geschrieben:Nicht bzw. bedingt geeignet:
Thuja spec. = Thujen dürften nicht einfach sein ( :arrow: da kenne ich nur wenige halbwegs gute Bäume)
Einige halbwegs guten Thujen as dem Repertoire der Toronto Bonsai Society. ;-)
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Etwas ungehobelt.
Etwas ungehobelt.
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Nach einigem Hobeln
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Reiner
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Beitrag von Reiner »

Experimentiert habe ich auch mit einer ganzen Reihe von Bäumen. Bergahorn, Spizahorn, Birke, Platane, daß sind so die Bäume, die mir einfach zu viel Arbeit machen, um ein annähernd überzeugendes Ergebnis zu erhalten. Bei den Sträuchern gibt es vor allem eine Art, die auf Dauer überhaupt nicht geht, die Spirea. Dabei habe ich mit einer Spirea schon anfänglich gute Ergebnisse erzielt. Der Austrieb, bei diesem Strauch, läßt sich überhaupt nicht lenken. Sie treibt einfach immer an unmöglichen Stellen aus. Dann hat mein Baum nach ein paar Jahren die Blühwilligkeit restlos verloren. Später verlor er dann auch so nach und nach die aufgebaute Krone. Das alles hat mich sehr geärgert, da diese Spirea ein wirkliches Ausnahmeteil war. Sie hatte einen armdicken Stamm und wenn sie blühte :lol: :lol: :lol: , daß war ein Traum.
Unten zwei Bilder von dem Baum. Damit hatte ich sogar einmal in der "Bonsai creativ" die Ehre. Das war im Juni 1996. Das zweite Bild ist vom April 1998, da blühte sie nur noch sehr spärlich.
Trotz allem, wenn ich die Bilder so sehe, der Baum fehlt mir :( , er steht jetzt wieder im Anzuchtbeet, zur Regeneration.
Reiner
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