Schalen
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Hallo,
ich wollte Euch nur mal meine zwei neuen Kusamono-Schälchen zeigen. Ich habe mir jetzt mal wieder was von den Profis geholt... (Dan Barton) :D
Na, was haltet Ihr von meinem Erwerb?
ich wollte Euch nur mal meine zwei neuen Kusamono-Schälchen zeigen. Ich habe mir jetzt mal wieder was von den Profis geholt... (Dan Barton) :D
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Dickson’s Gardening Rule: When weeding, the best way to make sure you are removing a weed and not a valuable plant is to pull on it. If it comes out of the ground easily, it is a valuable plant.
Hallo Heike,
schöne Schalen die Du Dir da ausgesucht hast.
Mit der passenden Bepflanzung werden das ganz bestimmt tolle Akzente.
Einzig als Beisteller zu Bonsai kann ich sie mir nur schwerlich vorstellen.
Dennoch habe ich auch mehrere dieser Art von Dan.
schöne Schalen die Du Dir da ausgesucht hast.
Mit der passenden Bepflanzung werden das ganz bestimmt tolle Akzente.
Einzig als Beisteller zu Bonsai kann ich sie mir nur schwerlich vorstellen.
Dennoch habe ich auch mehrere dieser Art von Dan.
Grüße aus dem sonnigen Baden
Gary
Arbeitskreis Karlsruhe im BCD
Gary
Arbeitskreis Karlsruhe im BCD
Hallo Gary, freut mich, dass Du sie magst. Ich habe mich nur gerade gefragt, warum Du sie zu Bonsai ungeeignet findest: sind sie Deiner Meinung nach zu auffällig oder zu wuchtig?
So was ich anderen Beistellerschälchen gesehen habe, sind ja eigentlich viele noch ziemlich auffällig (z. B. die Heinzelreiterschalen und - vielleicht täuscht es auch auf dem Netz -sie scheinen mir grösser zu sein, als die, welche ich jetzt von Dan Barton habe).
Bin neugierig auf Deine Gründe. Da Du ja unser "Büchersammler" bist könntest Du mir vielleicht auch bei der Gelegenheit sagen, was ein gutes Buch zu dem Thema ist?
Liebe Grüsse, Heike
So was ich anderen Beistellerschälchen gesehen habe, sind ja eigentlich viele noch ziemlich auffällig (z. B. die Heinzelreiterschalen und - vielleicht täuscht es auch auf dem Netz -sie scheinen mir grösser zu sein, als die, welche ich jetzt von Dan Barton habe).
Bin neugierig auf Deine Gründe. Da Du ja unser "Büchersammler" bist könntest Du mir vielleicht auch bei der Gelegenheit sagen, was ein gutes Buch zu dem Thema ist?
Liebe Grüsse, Heike
Dickson’s Gardening Rule: When weeding, the best way to make sure you are removing a weed and not a valuable plant is to pull on it. If it comes out of the ground easily, it is a valuable plant.
Hallo Heike,Heike_R hat geschrieben:Hallo Gary, freut mich, dass Du sie magst. Ich habe mich nur gerade gefragt, warum Du sie zu Bonsai ungeeignet findest: sind sie Deiner Meinung nach zu auffällig oder zu wuchtig?
wenn Du mich so direkt fragst gebe ich Dir auch gerne eine Antwort. Diese kann aber nur meine ganz persönliche Meinung und Beweggründe widerspiegeln.
Allgemein habe ich das Gefühl bei diesem Thema wird alles in einen Topf geworfen und vermischt. Vielleicht nicht von Dir, doch um alle Missverständnisse zu vermeiden ein paar Begrifflichkeiten zum Anfang.
Kusamono (Kusa = Gras / Mono = Ding; sprich „Ksamono“) werden als eigenständige Hauptobjekte – also ohne Bonsai – präsentiert.
Shitakusa (Shita = unten / Kusa = Gras; sprich „Staksa“) sind Beistellpflanzen, die mit Bonsai oder Suiseki zusammen präsentiert werden, als Akzent.
Als Nearai wird eine Beistellpflanze ohne Schale, auf eine Keramikplatte gestellt, bezeichnet. Erde darf dabei nicht sichtbar sein, sie muss zur Gänze mit Moos bedeckt sein.
Nach dem jeweiligen Einsatz- bzw. Verwendungszweck, ob als Kusamono oder als Shitakusa, ist natürlich eventuell die ganze Aufmachung (Pflanzenart, Schalenwahl, etc.) zu unterscheiden und abzustimmen. Damit meine ich, dass Deine gezeigten Schalen sicherlich für Kusamono verwendbar sind, für Shitakusa m.E. allerdings einfach zu auffällig, zu wuchtig, ja schlicht zu dominant sind.
Bei der Präsentation eines Bonsai, egal in welcher Form, ist immer der Bonsai der Star – alles hat sich ihm unterzuordnen.
Der Tisch, das Shitakusa, das Rollbild, der Suiseki oder das Tempai - einfach alles.
Da ist kein Platz für Eitelkeiten oder gar einen Konkurrenzkampf - Nichts hat dem Bonsai die Schau zu stehlen.
Grüße aus dem sonnigen Baden
Gary
Arbeitskreis Karlsruhe im BCD
Gary
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Das hast Du sehr richtig beobachtet, Heike. Fast alle europäischen Töpfer tendieren zu solchen "zu auffälligen Schalen" für Beisteller, wenn man sie anschließend als Shitakusa verwenden will. Ich weiß aber nicht wieso das so ist.Heike_R hat geschrieben:So was ich anderen Beistellerschälchen gesehen habe, sind ja eigentlich viele noch ziemlich auffällig (z. B. die Heinzelreiterschalen und - vielleicht täuscht es auch auf dem Netz -sie scheinen mir grösser zu sein, als die, welche ich jetzt von Dan Barton habe).
Bezüglich der Schalengröße gibt es wohl bei allen Töpfern eine breite Angebotspalette.
Verstehe mich bitte. Ich habe für Beisteller auch ca. 25 Schalen von Dan Barton und bis Jahresende wohl über 100 von Horst Heinzlreiter. Darüber hinaus aber auch gut 150 von den verschiedensten Töpfern weltweit. Entscheidend finde ich immer nur ihre Verwendbarkeit entsprechend dem geplanten Einsatzzweck.
Meine eigene Meinungsbildung diesbezüglich hat sich auch erst in den letzten 5 Jahren weiterentwickelt und so herauskristallisiert. Beisteller die ich vor 20 Jahren gemacht habe – faktisch fast ohne Anleitung – belächle ich heute.
Mit dem Wissen um etwas wachsen eben auch die Ansprüche.
Ich habe sehr viele Kusamono, speziell Zwerghosta in Heinzlreiter-Schalen, die ich einfach sammle und als Auflockerung im Garten zwischen den Bäumen stehen habe.
Meine größten Kusamono haben Schalen von gut 45 cm Durchmesser und sind ausgewachsen 1 Meter hoch. Das sind eigenständige Ausstellungsstücke.
Mit Shitakusa habe ich erst richtig vor 2-3 Jahren angefangen. Da suche ich noch meinen Weg. Vor allem kleinere Stücke herzustellen die zu den max. mittelgroßen Bonsai passen.
Vorzeigbare Nearai habe ich noch gar nicht.
Anbei zwei Kusamono die ich erst vor kurzem bastelte.
Als Shitakusa eingesetzt ist die Höhe von gut 25 cm nicht ganz einfach. Auch müsste man einiges ausschneiden und wohl maximal nur 1-2 Blüten stehen lassen.
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Zuletzt geändert von Gary am 15.04.2008, 19:29, insgesamt 1-mal geändert.
Grüße aus dem sonnigen Baden
Gary
Arbeitskreis Karlsruhe im BCD
Gary
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Ich dachte zwar mich bereits an anderer Stelle über Bücher zum Thema ausgelassen zu haben, doch fand ich selbst auf die Schnelle keine entsprechende Stelle mehr im Forum. Vielleicht war es ja auch wo ganz anders.Heike_R hat geschrieben:Da Du ja unser "Büchersammler" bist könntest Du mir vielleicht auch bei der Gelegenheit sagen, was ein gutes Buch zu dem Thema ist?
Ja, ich bin ein Bibliophiler. Doch Literatur zu diesem Spezialgebiet gibt es scheinbar nur wenig, ein klassisches Lehrbuch gar ist mir nicht bekannt. Selbst habe ich rund ein Dutzend Bücher passend zum Thema, zwei davon auch in Deutsch von Willi Benz.
Insgesamt finde ich aber alle etwas schwierig. Gerade die japanische Literatur neueren Datums mischt alles: Kusamono, Shitakusa und einfach nur "Wohnraumdekoration", ohne sichtbar zu differenzieren. Dennoch kann vieles davon als Anregung dienen.
Will man allerdings gezielt Shitakusa studieren halte ich es persönlich für weit besser die Fotobücher der bekannten großen japanischen Bonsaiausstellungen zu sichten. Also z.B. Kokufu-ten, Meifu-ten, Taikan-ten, Sakufu-ten, Ichiju-ten, Gafu-ten, Koju-ten, Shizuoka-ten, Ryokufu-ten, Yoshu-ten und Zenkoku Satsuki-ten um nur die namhaftesten zu nennen oder auch die vielen anderen, ungenannten.
Immer noch?Heike_R hat geschrieben:Bin neugierig auf Deine Gründe.
Habe meine Ansichten und Beweggründe hoffentlich einigermaßen dargelegt.
Grüße aus dem sonnigen Baden
Gary
Arbeitskreis Karlsruhe im BCD
Gary
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Hallo Gery,
ein sehr Lehreicher Vortrag, besten Dank dafür! Ich denke mal das die meisten Europäischen Töpfer einfach nicht in der Lage sind einfache und schlichte Schalen zu Töpfer die sich dem Bonsai unterordnen. Das ist nämlich meiner Erfahrung nach, und ich Töpfere auch schon ein paar Jahre, wesentlich schwieriger und erfordert mehr Handwerkliches Können als die unförmigen Schalen.
Schöne Grüße
Walter
ein sehr Lehreicher Vortrag, besten Dank dafür! Ich denke mal das die meisten Europäischen Töpfer einfach nicht in der Lage sind einfache und schlichte Schalen zu Töpfer die sich dem Bonsai unterordnen. Das ist nämlich meiner Erfahrung nach, und ich Töpfere auch schon ein paar Jahre, wesentlich schwieriger und erfordert mehr Handwerkliches Können als die unförmigen Schalen.
Schöne Grüße
Walter
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Kompliment, Walter, schlicht und schön. Das trifft genau meinen Geschmack. So etwas könnte ich vielleicht auch mal versuchen; die üblichen Beisteller sind mir i. d. R. zu bunt, deshalb habe ich es bisher verweigert, so etwas zubasteln.Satski hat geschrieben:Hallo Gery,
ein sehr Lehreicher Vortrag, besten Dank dafür! Ich denke mal das die meisten Europäischen Töpfer einfach nicht in der Lage sind einfache und schlichte Schalen zu Töpfer die sich dem Bonsai unterordnen. Das ist nämlich meiner Erfahrung nach, und ich Töpfere auch schon ein paar Jahre, wesentlich schwieriger und erfordert mehr Handwerkliches Können als die unförmigen Schalen.
Schöne Grüße
Walter
Erwin
Wow, Gary, vielen Dank für die ausführliche und interessante Erklärung. Ich muss gestehen, nach Deiner ersten Antwort hatte ich dann noch mal in dem Buch "The modern Bonsai" von J Yamamoto (vermutlich kennst Du es) nachgesehen, weil das das einzige Buch ist, welches ich im Augenblick habe wo es ein ganzes Kapitel mit Arrangements ist und da habe ich auch gedacht, daß es da wesentlich "gedämpfter" zugeht, als man von den gezeigten "Beistellern" auf Foren so ausgeht (oder zumindest ich ausgegangen war...
)
Ich muss gestehen mein Lehrer in Italien hat eigentlich auch immer wesentlich dezentere Schalen/Beisteller-Kombinationen gewählt für die Präsentation am Anfang unserer Wochenenden. Nearai kenne ich daher schon, denn unser Lehrer hatte beim letzten Kurs welche von sich gezeigt. Die Unterscheidung nach Kusamono und Shitakusa war mir allerdings nicht klar (vielleicht habe ich es auch nur wieder vergessen). Ich weiß, noch daß unser Lehrer das als "Grasbonsai" bezeichnet hat. Aber dann lag ich instinktiv ja gar nicht so falsch, denn obwohl ich die Schälchen sehr schön fand, konnte ich mir jetzt auch nicht vorstellen zu welchen Bäumen das dann passen würde.
Na, scheint also so, also ob meine Schälchen dann "nur" ein Kusamono werden werden...
andererseits muß ich sagen, daß ich die Effekte der Glasuren so gerne mag, daß das auch okay ist. Ich bin da dann wohl nicht so ganz auf einer Linie mit Erwin. Ich finde beides schön es kommt auf den Kontext an.
hmm... vielleicht sollte ich mir dann doch mal die französische Bonsaizeitschrift Bonsai Esprit zulegen. Ich glaube die haben systematisch auch immer Artikel zu Themen neben Bonsai wie Ikebana und eben Beistellern.
Nochmals vielen Dank für das tolle Feedback Gary. Das fand ich jetzt wirklich hilfreich. :D
Ich muss gestehen mein Lehrer in Italien hat eigentlich auch immer wesentlich dezentere Schalen/Beisteller-Kombinationen gewählt für die Präsentation am Anfang unserer Wochenenden. Nearai kenne ich daher schon, denn unser Lehrer hatte beim letzten Kurs welche von sich gezeigt. Die Unterscheidung nach Kusamono und Shitakusa war mir allerdings nicht klar (vielleicht habe ich es auch nur wieder vergessen). Ich weiß, noch daß unser Lehrer das als "Grasbonsai" bezeichnet hat. Aber dann lag ich instinktiv ja gar nicht so falsch, denn obwohl ich die Schälchen sehr schön fand, konnte ich mir jetzt auch nicht vorstellen zu welchen Bäumen das dann passen würde.
Na, scheint also so, also ob meine Schälchen dann "nur" ein Kusamono werden werden...
hmm... vielleicht sollte ich mir dann doch mal die französische Bonsaizeitschrift Bonsai Esprit zulegen. Ich glaube die haben systematisch auch immer Artikel zu Themen neben Bonsai wie Ikebana und eben Beistellern.
Nochmals vielen Dank für das tolle Feedback Gary. Das fand ich jetzt wirklich hilfreich. :D
Dickson’s Gardening Rule: When weeding, the best way to make sure you are removing a weed and not a valuable plant is to pull on it. If it comes out of the ground easily, it is a valuable plant.
@Satski & Georg
Danke für die warmen Worte. Gern geschehen.
@Erwin
Da wird es Zeit das Du das Thema mal auf andere Art angehst. Der Markt wird schon kommen.
@Heike
Die wichtigste Erkenntnis für Alle sollte sein: Der Kontext ist entscheidend.
Mir scheint Jeder kennt Einen, der Einen kennt, wo Jemanden kennt, der ein paar Beisteller hat.
Ich kenne z.B. meinen Lehrer in Italien.
Danke für die warmen Worte. Gern geschehen.
@Erwin
Da wird es Zeit das Du das Thema mal auf andere Art angehst. Der Markt wird schon kommen.
@Heike
Die wichtigste Erkenntnis für Alle sollte sein: Der Kontext ist entscheidend.
Mir scheint Jeder kennt Einen, der Einen kennt, wo Jemanden kennt, der ein paar Beisteller hat.
Ich kenne z.B. meinen Lehrer in Italien.
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Grüße aus dem sonnigen Baden
Gary
Arbeitskreis Karlsruhe im BCD
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Kleine Anregung für alle Töpfer da draußen.
Nur Mut, die potenziellen Käufer werden die Qualität noch lernen zu erkennen.
Anbei ein Repertoireausschnitt von Beistellerschalen eines hier wohl eher unbekannten italienischen Töpfers, mit denen ich dieses Jahr noch experimentieren möchte.
Nur Mut, die potenziellen Käufer werden die Qualität noch lernen zu erkennen.
Anbei ein Repertoireausschnitt von Beistellerschalen eines hier wohl eher unbekannten italienischen Töpfers, mit denen ich dieses Jahr noch experimentieren möchte.
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Grüße aus dem sonnigen Baden
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- Karl T.
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- Registriert: 07.01.2004, 21:48
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Man hat auch die Möglichkeit statt einer Schale ein Stück Moorholz, wie in diesem Fall von einer Eiche als Schalenersatz zu verwenden. Ich denke das kann man auch passend dekorieren.
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Herzliche Grüße aus Wien!
Ihr seit gerne eingeladen in meine http://www.bonsaiwerkstatt.at/
Karl Thier
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- Andreas Ludwig
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