probieren geht eben manchmal über studieren
Ich habe es (noch) nicht versucht und kann deshalb keine Erfahrungen zum Besten geben - aber ich bin auch neugierig, und ich denke, es ist schon was dran
Ich verwende häufig Holzkohle als Beimischung zum Substrat. Ich kaufe ganz normale Grillkohle. Bei sehr großen Bäumen lege ich die ganz großen Kohlestücke in großen Mengen um den Wurzelballen herum. Oft kann man dabei die Position eines Baumes stabilisieren, wie man es sonst mit Steinen machen würde. Dann schütte ich normales Subtrat zu.
Weil ich Bonsaierderde immer wiede verwende, sind bei mir in fast jeder Mischung Anteile von Holzkohle vorhanden.
Was ist der Vorteil? Erstens ist Holzkohle eines der billigsten Substrate. Das ist bei meinen Mengen sehr wichtig. Sie ist äußerst leicht. Das ist bei riesigen Bäumen sehr wichtig. Sie zerfällt kaum. Das ist ein wesentlicher Vorteil gegenüber Akadama. Sie nimmte Wasser auf und gibt es ab.
Ergebnis: Meine Bäume sind meistens kerngesund. Jedenfalls habe ich sicher keine Nachteile.
Grüße,
Sebastian
„...da hab ich was in der Hand... und ich habe als Frau das Gefühl, daß ich auf eigenen Füßen stehe... da hab ich was Eigenes... da hab ich mein Jodeldiplom!”
Hallo Klaus,
ganz einfach, weil Holzkohle, Aktivkohle etc. Giftstoffe absorbiert.
Warum nimmt man bei Verdauungsproblemen Kohle-Tabletten? Warum ist im Zigarettenfilter der Muratti Aktiv-Kohle? Gilt auch für Aquariumsfilter mit Aktivkohle.
Grüße
Wolfgang
WolfgangU hat geschrieben: ganz einfach, weil Holzkohle, Aktivkohle etc. Giftstoffe absorbiert.
Warum nimmt man bei Verdauungsproblemen Kohle-Tabletten? Warum ist im Zigarettenfilter der Muratti Aktiv-Kohle? Gilt auch für Aquariumsfilter mit Aktivkohle.
Sorry, hab mich nicht klar genug ausgedrückt:
Die Filterwirkung und das Absorptionsvermögen von Kohle ist mir klar.
Aber Desinfektion heißt, ich hindere Keime daran sich zu vermehren - meist indem ich sie dahin meuchle. Aber wie macht die (Holz-)Kohle das?
Eigentlich wollte ich mich in diese Diskusion nicht einmischen, aber nun doch.
@ alle Ungläubigen !!
wenn ihr schon den Erfahrungen derrer nicht glauben wollt die damit Erfolge gemacht haben, dann testet es doch selbst, z.B. nehmt ein Stück Holzkohle und verschafft ihm eine Umgebung bei dem jedes andere Holz verfaulen würde. Eine feuchte und warme Umgebung oder gar Blumenerde mit stehendem Wasser o.ä.. Wenn alles andere vergammelt, das Stück Holzkohlen wird es nicht. Aber testet es selbst. Der Winter ist auch dafür nutzbar.
Ich habe selber meine Erfahrungen mit Holzkohle gemacht, mit ähnlich guten Ergebnissen wie die anderen.
Sogar bei einem Tanuki habe ich den Teil welcher im Substrat steht, zuvor angebrand, so dass sich Holzkohlen gebildet hat und das Ding steht wie ein Baum (und fault nicht ).
Ich muss sicherlich ergänzen dazu sagen, dass bei einem Tanuki (Verheiratung) der tote Teil relativ schnell faulen kann. Darum gibt es auch einige Möglichkeiten dies zu verhindern. Besonders ist dabei der Teil gefährdet welcher in der Erde steckt, den oberen Teil kann man von Zeit zu Zeit mit Jinmittel behandeln.
Ich will nur sagen man kann sich durchaus auf die Erfahrungen der "alten Hasen" einlassen. Sicher nicht blind sondern auch mal skeptisch, doch muss man nicht alles in Frage stellen.
Wurzelfäule hat schon einige schöne Bäume ermordet, Holzkohle ist eine gute Gegenwehr.
die holzkohle ist dazu da um säure im boden zu neutralisieren.
stimmt.
In einer Ausgabe von Bonsai-Art (fragt aber bitte nicht welche Nummer ) wird Holzkohle als Zusatz für Wacholder empfohlen. Grund :durch Düngung + Saurer Regen, kann es in der Schale zu einer leichten Übersäuerung der Erde kommen,was aber Wacholder nicht so mögen. Kleine Holzkohlestücke schaffen hier etwas Abhilfe und neutralisieren.Ich denke aber, das dies eher auf alte Exemplare zutrifft, die mehrere Jahre in einer Schale stehen.Bei jüngeren, die wir sowiso alle 1-2 Jahre topfen, dürfte das meines erachtens nicht unbedingt notwendig sein.
Eigentlich wollte ich mich in diese Diskusion nicht einmischen, aber nun doch.
@ alle Ungläubigen !!
wenn ihr schon den Erfahrungen derrer nicht glauben wollt die damit Erfolge gemacht haben, dann testet es doch selbst, z.B. nehmt ein Stück Holzkohle und verschafft ihm eine Umgebung bei dem jedes andere Holz verfaulen würde. Eine feuchte und warme Umgebung oder gar Blumenerde mit stehendem Wasser o.ä.. Wenn alles andere vergammelt, das Stück Holzkohlen wird es nicht. Aber testet es selbst. Der Winter ist auch dafür nutzbar.
und was hat das jetzt mit desinfektion zu tun?
das kohle nicht vergammelt ist relativ offensichtlich....
Dann stell dir doch mal die Frage warum vergammelt denn die Holzkohle nicht.
Du wirst sicherlich dahinterkommen das Holzkohle die Antisepsis fördert, wir haben nun auch schon festgestellt, das Holzkohle auch gut Wasser aufnehmen kann. Durch diese Fähigkeiten wird somit auch das Umfeld positiv beeinflusst.
Weiter hat Holzkohle auch eine Filterfunktion und ist auch in der Lage toxische Bestandteile ein zu schließen.
Die Verwendung von Holzkohle ist keine Erfindung der Bonsaianer sondern wir nutzen vielmehr die Erfahrung von Jahrhunderten aus allen Bereichen des Menschlichen Umfeldes.
Nutze doch einfach mal eine Suchmaschine, ( Desinfektion Kolzkohle) und du wirst staunen, wofür man verbranntes Holz nutzen kann.
Na mir geht es aber eher um die Bäume die darin stehen und diese Leben und sollen auch am Leben bleiben.
Somit ist auch für mich Holzkohle Bestandteil des Substrats und dies wiederum hat auch vorbeigende Aufgaben.