Ausbuddeln aus öffentlichen Wäldern

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x-gen
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Ausbuddeln aus öffentlichen Wäldern

Beitrag von x-gen »

Hallo!

Ich habe ja generell die Fähigkeit, in die falsche Rubrik zu posten, also bin ich direkt mal in eine allgemeine Rubrik gegangen, hoffe das passt jetzt.

Als ich letztens im Wald "die schöne Aussicht" besuchte, sah ich ziemlich abgelegen eine superschöne Mädchenkiefer stehen, mit einem sehr extravaganten Doppelstamm - geil!! Das Teil ist ca. einen Meter hoch und wunderschön buschig... da kommt man glatt auf böse Ideen ;)

Ich weiß schon, dass es eigentlich untersagt ist, Bäume aus Wäldern zu "entführen", aber wie wird das bestraft? Geldstrafe? Kennt sich da jemand mit aus? Kann man sich ein irgendwohin wenden und für solche Fälle eine Genehmigung einholen, oder verschiebt man das buddeln einfach in den Abend? Wir haben doch für alles Formulare, von mir aus pflanze ich nen Ersatzbaum oder kaufe einen in der Baumschule... Was kann man da machen?

Am liebsten wär mir jetzt natürlich die Antwort: "Buddel den einfach aus, hab ich auch schon gemacht..."

Hehe :)

Gruß
X
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christophII
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Beitrag von christophII »

Du musst beim Eigentümer des Grundstückes die Erlaubnis einholen. Das kann ein Privatbesitzer sein oder das Forstamt usw.

Um leidige Diskussionen nicht wieder anzuregen hole einfach eine Bewilligung und (fast) alle sind zufrieden.

Gruss

Christoph
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Heike_vG
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Beitrag von Heike_vG »

Hallo x-gen,

hierzulande ist die Mädchenkiefer (Pinus parviflora) nicht heimisch, sie kommt in unseren Wäldern nicht vor.
Vermutlich hast Du eine heimische Waldkiefer (Pinus sylvestris) gesehen, wenn Du wirklich im Wald warst und nicht in einer Parkanlage voller Zierpflanzen... :lol:

Die Mädchenkiefer ist leicht daran zu erkennen, dass jeweils 5 Nadeln in einer Nadelscheide stehen (was sonst nur noch bei einigen wenigen, selteneren Kiefernarten wie Zirbelkiefer und Grannenkiefer vorkommt), während Wald-, Berg- und Schwarzkiefer Nadelpaare haben.

Bitte niemals ohne Genehmigung des Besitzers irgend etwas ausgraben! Und wenn Du überhaupt noch nie einen Baum gesammelt hast, such Dir am besten einen fachkundigen Bonsaifreund, der Dir hilft, weil Dein "Opfer" sonst nur recht geringe Überlebenschancen hat.
Im Moment ist sowieso die ganz falsche Jahreszeit, gesammelt wird überwiegend im Frühjahr kurz vor dem Austrieb oder in selteneren Fällen im Herbst (dann frostfrei überwintern), mitten im Sommer ausgegraben überlebt nicht viel.

Viele Grüße,

Heike
Ein halber Schritt in die richtige Richtung ist oftmals ein Reinfall...

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x-gen
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Beitrag von x-gen »

okay, da ich bisher recht gut mit euren ratschlägen fahre (was sonst eher forums-untypisch ist), werde ich deinen ratschlag auch diesmal befolgen. w. busch wollte sich eh mal meine begebenheiten ansehen zuhause weil immernoch eine lösung für meinen luftwurzel-ficus her muss, der sich noch immer bei ihm in pflege befindet. am besten zeig ich ihm das teil mal wenn er den hausbesuch macht, 200m wird der naturbursche sicherlich verkraften ;)

ich hab auch mal ne mail ans forstamt geschrieben um mich über die nötigen bürokratischen wege zu erkundigen.

...und wieder falsch gepostet, ich versteh das hier manchmal nicht, sorry!!
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ubik
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Beitrag von ubik »

ich habe bisher nur gute Erfahrungen mit Förstern gemacht, hab noch keine Abfuhr bekommen, sogar als ich nach einer Erlaubnis zum Ausgraben an einer Wildbrücke gefragt habe. Allerdings würde ich eher gleich das persönliche Gespräch suchen als ne Email schicken. So kann man das Anliegen besser erklären, die Förster verstehen das nicht immer gleich und werden schnell misstrauisch. Nur einmal, da meinte ich : ich will einen Baum ausgraben und dann in einen Topf setzen und dann... er : ach so, bonsai. da war's dann nicht mehr so schwer.
ralph
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x-gen
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Beitrag von x-gen »

uff - ich hab noch nie personal im wald rumflitzen sehen. habe ein bild im kopf von einem grün gekleideten herren der auf seinem hochsitz hockt und durchs fernglas schaut... aber sehen tu ich niemanden im wald, wie komme ich denn an so leute ran? sorry, vielleicht klingt das etwas unbeholfen, aber hier in der großstadt habe ich noch nie nen förster gesehn im wald... auch keine schilder, hinweise oder sonstiges... deswegen dachte ich dass sei der beste weg.... hmmmm... oder meinst du beim forstamt anrufen und nicht hin schreiben?
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ubik
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Beitrag von ubik »

x-gen hat geschrieben:bild im kopf von einem grün gekleideten herren der auf seinem hochsitz hockt und durchs fernglas schaut...
das sind wohl eher die jäger :-) die sind auch interessant, mit denen halte ich mich auch gut, die kennen die stellen mit dem meisten wildverbiss...

aber du hast recht, ich bin von meiner situation hier auf dem dorf ausgegangen. da gehst du einfach zum förster hin und klingelst. dann macht entweder er die tür auf oder sein mitarbeiter. bei einem grossen amt würde ich wohl versuchen rauszufinden wer zuständig ist und dann entweder anrufen oder hingehen.

ralph
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Heike_vG
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Beitrag von Heike_vG »

Hallo x-gen,

das hört sich doch alles nicht schlecht an. Wenn auf Deine Email keine Antwort kommt, kannst Du ja immer noch beim Forstamt anrufen oder hingehen, Zeitdruck besteht ja nicht.

Bei uns sind die Forstleute immerzu im Wald unterwegs, auch wenn man sie nicht immer gleich sieht.
Als mir mal der Hund meines Ex-Freundes im Wald ausgebüxt ist, hat uns der Förster sofort erwischt und als vor Jahren bei einer Rast auf einem Ausritt meiner Freundin und mir die Pferde abgehauen sind, haben die Forstangestellten sie wieder eingefangen.
Bei uns sind die Leute immer im Bilde und auf Zack und die würden garantiert auch "Baum- und Strauchdiebe" aller Art erwischen. :wink:

Liebe Grüße,

Heike
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Andreas Ludwig
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Beitrag von Andreas Ludwig »

Ich glaube, ich darf als Schweizer straffrei ein, zwei Worte zu dieser Frage schreiben. Deutsche dürfen das nicht unbedingt, Rechtsauskunft dürfen in D nur «qualifizierte Fachleute» erteilen. Also haltet euch etwas zurück, bevor mohan eine Abmahnung kriegt...

Die Situation Schweiz:

Oft ist Wald Eigentum und Besitz der Bürgergemeinde, manchmal ist es aber ein Privateigentümer oder der Bund. Ihr erinnert euch an den feinen Unterschied Eigentümer/Besitzer? Fahre ich mit Papas Wagen in die Disco, bin ich der Besitzer, aber nicht der Eigentümer des Wagens.

Das hat zur Folge, dass z.B. ein Baum auf einer Weide nicht in die Kompetenz des Försters fällt, sondern in die des Pächters, der vom Eigentümer die Verfügungsgewalt über die Weide erhalten hat. Es sei denn, der Baum ist grösser als zwei (manchmal drei) Meter, dann ist es ein Baum und fällt unter die Kompetenz des Försters.

Das wird einem aber fallweise erklärt, keine Sorge. Also x-gen - schreib nicht weiter so blöd, wi du gar nicht sein kannst, verhalte dich, wie du es gelernt hast, frag anständig.
Und überleg dir erst, was ein Stadtfrack mit einer Pinus sylvestris macht, dem erst der Busch sagen muss, wo es der Ficus schafft...
T'schuldige... ich...
weisst du, ich bin auch bloss ein Mensch...
*lach* *lach*
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