Buxus abmoosen

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fredfein
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Buxus abmoosen

Beitrag von fredfein »

Auch ein Neuerwerb... :wink:
Könnte in einigen Jahren durchaus etwas draus werden, wenn das momentan nicht vorhandene Nebari nicht wäre.

Hat jemand von euch schon mal einen Buxus abgemoost?
Wie stehen die Erfolgsaussichten und wie lange braucht's im Schnitt?
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Marco Manig
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Beitrag von Marco Manig »

Hallo Michael,

Ich will mal aus reiner Beobachtung versuchen dir einen Tip zu geben.

Schau mal genauer hin. Links vom Stamm entspringt doch schon eine Wurzel, und die Färbung des Stammes ist bis zu diesem Bereich etwas dunkler. Ich würde sagen, dass dein Buxus schon einmal tiefer eingepflanzt war und warscheinlich unbeabsichtigt neu bewurzelt wurde.
Daraus schließe ich, dass ein Buxus, auch ohne besondere Vorbereitung (siehe auch Beiträge zum abmoosen hier im Forum), Wurzeln treibt, wenn man den Stamm in Substrat einhüllt. Somit müssten eigentlich die professionellen Methoden sicher zum Ziel führen.

Die Ausführung von Abmoossungen ist ja im Forum mehrmals sehr gut beschrieben worden. Über die Dauer bis zum "abschneiden" kann ich dir leider auch nicht sagen, da es bekanntlich von Pflanze zu Pflanze Unterschiede gibt. Aber du hast ja, wie ich deiner Aussage entnehme, Zeit genug eingeplant.

Ich würde mit einem Draht im oberen Bereich des Gnubbels abmoosen, wo schon die eine Wurzel ansetzt. Die schon vorhandene Wurzel kann man vielleicht schon nutzen, sie kann aber auch von Nachteil sein, weil sich sonst kein Assimilatstau bildet, der für die Wurzelbildung wichtig ist.

Ich hoffe, dass ein anderer evtl. noch eigene Erfahrungen beitragen kann, ich moose zur Zeit eine Kirsche, zwei Apfel und zwei Feldulmen ab. Und da geht richtig die Post ab.

Ansonsten sehr schöner Baum. Viel Glück beim abmoosen!

Gruß Marco!
Gruß, Marco

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Andreas Ludwig
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Beitrag von Andreas Ludwig »

fred - wenn der Buchs keine Wurzeln hätte - wovon lebte er dann?
Wieso willst du durch Abmoosen bei Null anfangen, oder sogar im Minus, das Risiko mitberücksichtigt?

Zusatzfrage: Welcher Hirni hat eigentlich verbreitet, nur ein abgemooster Baum sei ein echter Bonsai? Habe ich da was verpasst?
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Marco Manig
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Beitrag von Marco Manig »

So und nochmal mit Bild.

Stelle 1 wenn du für eine Besenform oder geneigte Form abmoosen willst oder Stelle 2 für eine Variante als Doppelstamm.

Aber ich glabe für Buxus wählt man am besten Besenform. *kopfkratz*


Gruß Marco!
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Marco Manig
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Beitrag von Marco Manig »

Zusatzfrage: Welcher Hirni hat eigentlich verbreitet, nur ein abgemooster Baum sei ein echter Bonsai? Habe ich da was verpasst?[/quote]


Öhem :oops: , da hast du schon recht, aber wenn er mit dem Grundmaterial nicht zufrieden ist? Ok es gibt sicher noch andere Mittel und Wege.

Ich möchte auch nicht falsch versanden sein, meine Abmoosungen z. Bsp. dienen zur Vermehrung meines Baumbestandes, da ich erst am Anfang mit Bonsai stehe. Es sind teilweise auch "Experimente" um die Sachen aus den Forumsbeiträgen auszuprobieren und eigene Erfahrungen zu sammeln, für den Ernstfall. Es klappt schließlich nicht alles auf Anhieb.

Apfel und Kirsche moose ich von Großbäumen im Garten ab, die Ulmen von Rohmaterial aus der Baumschule, weils mir zu schade zum wegschmeißen war, weil ichs eh abschneiden mußte.

Es muss nicht jeder Baum abgemoost sein um sich Bonsai zu nennen, aber es ist nun mal eine gängige Methode. Außerdem hat das Wort "abmoosen" irgendwie doch was erotisches an sich. :wink: Oder?

Gruß Marco!
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Marco Manig
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Beitrag von Marco Manig »

Aber ich glaub worauf Andreas L. wirklich hinaus will, schau dir doch nochmal die Wurzeln genauer an, vielleicht ist ja was verborgenes freizulegen, dann ordnen und Nebari gestalten. Geht schneller, und wenn nix zu finden ist, kannst du immernoch abmoosen. Mach doch mal ein Foto vom Wurzelansatz.

Gruß Marco!
Gruß, Marco

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Andreas Ludwig
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Beitrag von Andreas Ludwig »

Soooo gängig ist das eben nicht. Ganz sicher ist es nicht die Nullachtfuffzehn-Methode, um aus nichts etwas zu machen. Meist lohnt ich der relativ lange Umweg, den Abmoosen darstellt, nämlich gar nicht. Gemacht wird es, wenn das daraus Entstehende so saugut ist, dass man auch ein paar Jahre drauf warten kann - weil es 20 dauern würde, es zu ziehen. So wie vielleicht deine Apfelbäumchen. Hier ist es aber genau umgekehrt.

Es ist viel einfacher, ein bestehendes schwaches Nebari auszubauen als ein neues zu machen. Noch einfacher ist es, sich auf Pflanzen mit guten Anlagen zu konzentrieren. Wenn ich an die Unzahl belaubte Bleistifte denke, die hier in letzter Zeit aufgetaucht sind zusammen mit 38 Ideen, was man daran alles «noch machen könnte», bin ich echt ratlos.
fredfein
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Beitrag von fredfein »

Danke für eure Antworten/Tipps/Vorschläge, Andreas und Marco.

Ich habe mich wohl missverständlich ausgedrückt: sicher gibt's Wurzeln -und den Wurzelhals hatte ich nur für das Foto freigelegt-, aber ein schönes Bild ergäbe sich am Ende leider damit nicht, nur darum dachte ich daran, abzumoosen... Besenform hatte ich ebenfalls überlegt - bietet die Pflanze ja förmlich an.

*nono* Ich war's nicht, Andreas! Ehrlich nicht! *schwitz*

Okay, dann halt mal so gefragt, wenn ich darf: wie wurzelfreudig ist Buxus denn? Und ich frage nun nicht nach der Zeit (geduldig bin ich durchaus), es ist reine Unkenntnis mit dieser Art.
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Andreas Ludwig
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Beitrag von Andreas Ludwig »

Das ist eben so eine Sache mit dem Buchs. Er macht nicht sehr ausgeprägte Haupt-, Neben- und Feinwurzeln, eher einen recht wirren Knäuel. Vergleichbar mit Efeu, auch leider leicht zu beschädigen. Für richtig schöne Wurzeln muss man lange arbeiten, immer wieder reduzieren, das Gewicht auf einzelne Ansätze legen. Buchs ist keine Turbopflanze, seine Spezialität sind Nischen. Er hat ein überraschend breites Spektrum, was die Lichtverträglichkeit angeht, von Südhang bis Nordschatten, mag trockene, konkurrenzarme Böden und entwickelt sich am besten in oft ausgedehnten Strauchbeständen, aber schnell ist er nicht.

So von weitem scheint mir der bestehende Stamm möglich zur Krone. Ist ja sowieso unklar, was das wird - buschig weiterwachsen lassen in Richtung Besen, auslichten in Richtung freie Form. Gewinn sehe ich nicht durch Abmoosen, Risiken durchaus. Nicht nur das des Verlusts, auch das einer langen Warterei, die dann in der riesigen Enttäuschung einer «Kambiumbrücke» endet, die sich munter so über den Schnitt weg gebildet hat. Geht es gut, ist der Stamm etwas kürzer - sonst nichts.
fredfein
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Beitrag von fredfein »

Okay Andreas, überzeugt - danke! :D

Also kommt er kurzfristig ohne weitere Massnahmen in einen TPK und das war's erstmal. Ja, Besenform hatte ich mir vorgestellt, frei aufrecht habe ich schon einige Bäumchen (Abwechslung muss sein und der schreit ja förmlich danach, ein Besen zu werden).

Gruss, Fred aka Michael :wink:
Eva Warthemann
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Beitrag von Eva Warthemann »

Hallo Fred!
Dein Buchs ist ja noch ein sehr junges Bäumchen.
Momentan würde ich alles auf Dickenwachstum setzen und noch gar nicht an eine Gestaltung denken.
Ein Buchs soll, nach Aussage eines bekannten Bonsaigestalters, in 10 Jahren gerade mal 1cm an Dicke zunehmen!!!
Das heißt, ihn möglichst in den Garten auspflanzen und 10-20 Jahre wachsen lassen.
In dieser Zeit kann man schon mal nach den Wurzeln schauen und die Krone durch gelegentlichen Schnitt (aller zwei Jahre -oder höchstens 1mal im Jahr) schon etwas in Form bringen.
Ich habe, was den Buchs angeht, selbst die Erfahrung gemacht, das er nur sehr langsam dicker wird. In meinem Garten stehen ca.10 ausgepflanzte Buchsbäume, seit 10 Jahren herum. Einer sogar 15 Jahre. Der dickste Stamm ist gerade mal knapp 2cm dick. Er ist der einzigste gekaufte Buchs, die anderen habe ich mir durch Stecklingsvermehrung selbst gezogen.
Ob man sich wirklich darauf einlassen sollte?.
Viele Grüße Eva Warthemann
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Raketenbux
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Beitrag von Raketenbux »

Grüß euch, jetzt kann ich es mir nicht mehr verkneifen :lol:

Also, Buchsbaum läst sich sehr leicht, zu neuen Wurzeln im Stammbereich, den man als Wurzelansatz haben möchte, bewurzeln.

Einfach tiefer pflanzen und 2 Jahre warten.

Bei mir ist das Problem eher umgekehrt, da ich grundsätzlich Buchsbäume tiefer, in einen neuen, größeren Topf pflanze. (bisher)

Zur Gestaltung, wenn die Wurzeln dann freigespült werden, sind dann im oberen Bereich die neuen Wurzel und nicht kleine, eher störend, da der Stammansatz dadurch viel zu klein ist.

Habe mal ein paar einfach drangelassen und die stehen jetzt über der Erde, was sicher im Alter sehr interessant sein wird.

Einen Bux habe ich in einen neuen Topf gepflanzt und habe die hälfte des alten Wurzelballens oben rausschauen lasse, so das sich jetzt unten neue Wurzel bilden und die oberen langsam freigespült werden.
Das werde ich über ein paar Jahre weiter so machen und bin auf das Ergebnis gespannt.

Wenn ich mehr Zeit übrig habe, schreibe ich einen umfassenden Bericht über Bux im allgemeinen und natürlich im besonderen.
LG Detlef
Fragen beantworte ich auch gerne per PN
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