Tötet den Demo-Baum !?!

Allgemeine Philosophie, Stilarten, Techniken, Vorstellung und Besprechung von Rohmaterial sowie lose Sammlung von Entwicklungs-Dokus
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Andre.L
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Beitrag von Andre.L »

Walter Pall hat geschrieben:Woher weisst du, ob der Demobaum von Gingko gestorben ist?
Ich bin alle paar Wochen bei Danny und der vertrocknete Baum viel mir sofort zwischen seinen anderen Prachtstücken auf.


Ich würde mir bei einer Demo wünschen, dass ein Gestalter einen oder mehrere seiner Bäume mitbringt. Die meisten Leute dokumentieren die Fortschritte Ihrer Bäume ja bis ins kleinste Detail wie man ja auch hier im Forum immer wieder an Bild und Text zu sehen bekommt.
Wenn man entsprechendes Bildmaterial zu einem Baum hat so könnte man dessen Entwicklung präsentieren und den Leuten Infos, Tipps und nützliche Zusatzinformationen vermitteln.
Ich denke, dass so die Leute einen besseren Eindruck bekommen, was es heißt einen solchen Baum zu gestalten.

Natürlich sind dann für den Gestalter auch Entertainer Qualitäten von Nöten. Es ist halt etwas anderes wenn man vorträgt als wenn man sich halt die ganze Zeit am Baum auslässt und nur hin und wieder mal was ins Mikro sagt oder das noch gar von einem Moderator tun lässt.

Ich muss zugeben, dass ich mir nicht viele Demos anschaue. Hat jemand das schon mal in einer solchen Form gesehen?

Gruß
André
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Thomas P.
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Beitrag von Thomas P. »

Stefan K. hat geschrieben:Ich weiss nicht, ob es mich täuscht, aber ich hab eh das Gefühl, dass sich das mit den Demos langsam aufhört.

Mir kommt zumindest vor, dass nicht mehr so viele Leute bei solchen Demos zuschauen wie noch vor ein paar Jahren.
Das kann allerdings auch nur eine subjektive Wahrnehmung von mir sein.
Mit Sicherheit!
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Das war letztes Jahr in Pillnitz und so sah es fast durchgehend an den drei Tagen aus.
Nonstop moderierte Demo mit 3 -6 Gestaltern parallel.

Meine Meinung, ein bischen Show muss sein, sonst lockt man keinen mehr hinterm Ofen vor.
Wenn allgemein beklagt wird, das zu wenig Nachwuchs nachrückt, so
sind es gerade solche Veranstaltungen, die Leute begeistern und mitreißen.
Eine Demo, wo in einem stillem Kämmerlein jemand vor drei Leuten einen Baum bearbeitet ist mit Sicherheit out.
Ja und da sollte auch Aktion sein.
Gute Gestalter bereiten Ihre Bäume für eine Demo vor, d.h. die extremen Sachen wurden schon vorher gemacht, der Baum ist in einer Verfassung,
die es erlaubt, auch zu einem für die Zschauerschaft befriedigenden Ergebnis zu kommen.

Die Gestalter, die wir in Pillnitz hatten, lieferten fast durchgängig "fertige" Baume ab und ich hatte bei keinem das Gefühl, dass sie das nicht überleben.
Gerade letzte Woche war ich bei Vaclav und konnte seine Pillnitzbäume bewundern.

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Auch dieser Herr ist bekannt dafür, dass man verantwortlichen Umgang mit Material mit einer guten Show verbinden kann.

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Wichtig ist auch bei so einer Veranstaltung eine vernünftige Moderation.
Demos sind also m.M. nach keinesfalls out.
Es bedarf nur einer guten Gestalterauswahl, die einen guten Unterhaltungswert garantiert, wenig Leerlaufzeiten und nicht zu vergessen Gastronomie vor Ort, denn wenn der Magen drückt beginnt das Rein und Raus.
Meist nur raus, denn wenn man erst im Biergarten gelandet ist, kommt man von da so schnell nicht wieder hoch.
Viele Grüße
Thomas Pallmer

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holgerb
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Beitrag von holgerb »

Andreas Ludwig hat geschrieben:
Demos? Ungern, sehr ungern. Aber eine bessere Alternative - wer hat die?
Hallo Andreas.

Ich denke, die hier beschriebenen Wege der "sanften Gestaltung" wären eine Alternative.
Was hindert den Veranstalter daran, Demos zu machen, die verschiedene Gestaltungstechniken an verschiedenen Bäumen darstellen? Doch wohl nur die Euphorie des Gestalters. Das "Boah!" des Zuschauers ist es doch, daß diese Euphorie vorantreibt.

Als zweite Alternative halte ich Baumbesprechungen à la Walter Pall für einen gangbaren Weg (da muss man natürlich einen Entertainer gefressen haben). Verbunden mit einem "und wir fangen das jetzt auch praktisch an zu gestalten".

Ich halte den Vergleich mit der Anatomiestudie für sehr hinkend, wenn Toppausgangspflanzen verheizt werden. (Und ich glaube Menschen für eine Sektion zu töten oder dabei zu töten ist, zumindest in Deutschland, verboten :wink: )

Gruß

Holger
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Yami
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Beitrag von Yami »

Das mit der Anatomie hinkt wirklich. Das sind schon Leichen und die haben sich bereit dazu erklärt - Altruismus und sowas. Natürlich ist man auch als Medi-Student bei Ops dabei, aber da schaut man nur zu, oft hinter Glas. Oder man darf auch unter strenger Aufsicht etwas machen, das ist aber für den Patient oft besser, weil man gibt sich mehr Mühe als mancher erfahrene Operateur und wird von mehreren beobachtet und es ist ständig ein Erfahrener dabei der eingreifen kann.
Wenn das nicht passiert, dann hat man Ähnliches wie in der Uniklinik in Münster...

Zu den Demos hab ich ja oben schon einiges gesagt. Dieses Jahr auf der InterKoi haben wir z.B. ein völlig neues Konzept gefahren. Da waren immer sehr viele Leute und es wurden eher mehr als weniger gegen Ende. Das wird nächstes Jahr noch ausgefeilter und besser konzipiert (Powerpoint und Co.)

Das mit den Baumbesprechungen macht dem Besprechenden und dem Publikum meistens sehr viel Spass und bringt beiden was. Aber auch da kann man neue Wege gehen - mehr Interaktion usw. ...

Man kann sich also einiges einfallen lassen. Show gehört dazu, aber sie sollte eben bewusst eingesetzt werden um etwas hervorzuheben und nicht dem Gestalter Applaus bereiten (als einzigen Grund)

MfG Martin
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Andre.L
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Beitrag von Andre.L »

Hallo Martin.

Das hört sich wirklich sehr gut an. Ich denke Dein Studium macht es für Dich auch viel leichter Medien wie Powerpoint usw. einzusetzen. Das Stichwort heutzutage ist ja wirklich " Interaktion". Anstatt alles nur vorgekaut zu bekommen und auswendig zu lernen, sollten die Leute selbst mitarbeiten. Der Gestalter sollte den Leute dann mit dem entsprechenden Fachwissen mir Rat und Tat zur Seite stehen.

Ich hoffe Dich mal in Aktion zu sehen.
*daumen_new*
Gruß
André
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Martin_S
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Beitrag von Martin_S »

holgerb hat geschrieben:...Was hindert den Veranstalter daran, Demos zu machen, die verschiedene Gestaltungstechniken an verschiedenen Bäumen darstellen? ....
Na ja. Häufig gibt es bei der Ausstellung eines AKs oder was auch immer zwei, drei Demos. Und da wird für das entsprechende Material schon Monate vorher "gerannt" um was auf den Tisch zu stellen, dass sich dann auch "lohnt". Es reißt ja nun auch keinen vom Hocker, wenn der Gestalter mit einer 08/15 Eiche oder was auch immer aufschlägt und die "sanft" beschneidet. Da will das "Volk" (=Publikum) schon etwas mehr. Denk mal an den (Schwarzkiefern) Wald vom Herrn Kato! Da wurde das verwendete Material über Jahrzehnte vorbereitet.
Wenn jetzt so ein Demonstartor sich mit einem mittelmäßigem Rohmaterial vor einem Publikum präsentiert, dann hat der da ja auch irgendwie einen Ruf zu verlieren. Wer würde den denn noch buchen, wenn er das machen würde? Oder sanfte Gestaltung. Stell dir mal vor man würde dir erklären "Heute schneide ich nur etwas zurücjk und mache hier einen kleinen Jin und in zwei Jahren machen wir dann sanft weiter..."? Schaust du dir das dann noch mal an? Das ist eine komplexe Thematik und ich vermute es wird hier nie einen Konsens geben.
M
Beste Grüße
Martin

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holgerb
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Beitrag von holgerb »

Martin.

Es soll ja niemand mit mittelmäßigen Rohpflanzen auftauchen. Aber ich habe Demos bisher immer als eher langweilig angesehen, weil mich die Effekthascherei nicht wirklich interessiert und eben immer dieses bittere Gefühl von "schafft der Baum das?" bleibt, ohne da jetzt alle über einen Kamm scheren zu wollen.

Ich könnte mir aber schon vorstellen, daß man das auf eine sanftere Methode hinbekommt und trotzdem das Publikum begeistern kann. Die Frage ist, was man vermitteln will.
Will der Gestalter zeigen, wie toll er mit Fräse und Flammenwerfer hantieren kann oder will er wirklich zeigen, wie man vernünftig einen Baum gestaltet und somit Wissen weitertransportiert.... das ist die grundlegende Frage dabei.

Gruß

Holger
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Thomas P.
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Beitrag von Thomas P. »

holgerb hat geschrieben:
Als zweite Alternative halte ich Baumbesprechungen à la Walter Pall für einen gangbaren Weg (da muss man natürlich einen Entertainer gefressen haben).
Letzteres ist warscheinlich das Problem.
Baumbesprechiungen sind jetzt gewissermaßen inn, leben aber immer von jemanden , der wie Walter pall das gut rüberbringen kann.
Und ohne dem Meister zu nahe zu treten, wenn man ihn das dritte mal gehört hat, wird´s auch eintönig.

Ich denke Martin hat das Problem bei Demos schon auf den Punkt gebracht,
Organisatoren und Gestalter müssen sich mehr einen Kopf machen, wie man die Sache für alle beteiligten interessanter macht, wie man auch Leerlaufzeiten, wo nicht viel auf der Bühne passiert überbrückt und das Publikum einbindet.
Viele Grüße
Thomas Pallmer

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Andre.L
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Beitrag von Andre.L »

Martin_S hat geschrieben:Denk mal an den (Schwarzkiefern) Wald vom Herrn Kato! Da wurde das verwendete Material über Jahrzehnte vorbereitet.
Hi Martin.
Wenn das Material für eine Demo Gestaltung wirklich solange vorbereitet wurde, dann sind ja auch nicht wirklich drastische Eingriffe nötig oder? Es ist dann an der Zeit die Gestalltung vorzunehmen. Da habe ich auch wirklich nichts dagegen ob ein Gestalter dann die Arbeiten in seiner Werkstatt macht oder auf der Bühne.
Ich finde es nur nicht gut, wenn wie es wohl beim Ginkgo geschehen ist, die Herren Demonstratoren sich irgendein Material aus dem Angebot des Veranstalters aussuchen und dann loslegen. Das war dort teilweise „frisch“ importiertes Yamadori-Material von dem mit Sicherheit keiner auch nur zwei Jahre vorbereitet wurde.

Gruß
André
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Martin_S
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Beitrag von Martin_S »

Schon richtig Andre. Katos Wald wurde (glaube ich!) mehr zusammen gestellt denn gestaltet. Mit großartig drahten und fräsen war da nicht viel. Allerdings muß ich auch sagen, wenn Danny "so doof" ist und solches Material (und der Communis war toll!) für diese Art Demo hergibt....dann ist er das schon irgendwie selber schuild wenn es dann nix wird, oder?

Wann kommst du zu mir?
M
Beste Grüße
Martin

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Andre.L
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Beitrag von Andre.L »

Ich denke, dass das auch eine Frage der Gewohnheit ist. Für den Durchschnitts Bonsaianer ist der eine Baum das absolute Überding für den auf internationaler Ebene Praktizierenden Sammler, Gestalter (wie auch immer) ist das dann nur ein durchschnittlicher Busch der eh nie das Potential zum Spitzenbonsai hat.

Dann kommt es mir so vor, als wenn das Rohmaterial mit einem Wert beziffert wird und vom Gedankengang her als Aufwendung in der Abschlussbilanz der Veranstaltung verbucht wird. Wenn der Baum überlebt O.K. wenn nicht sei es drum.

Ich möchte die Organisatoren solcher Veranstaltungen nicht über einen Kamm scheren und auch nicht behaupten, dass das so sein muss aber so kommt es mir nun mal vor.

Gruß
André
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holgerb
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Beitrag von holgerb »

Thomas P. hat geschrieben: Baumbesprechiungen sind jetzt gewissermaßen inn, leben aber immer von jemanden , der wie Walter pall das gut rüberbringen kann.
Und ohne dem Meister zu nahe zu treten, wenn man ihn das dritte mal gehört hat, wird´s auch eintönig.
Thomas, wenn ich sehe, daß die Bonsaibegeisterten hinter dem Captain wie hinter einem Guru hinterherlaufen, glaube ich nicht an "beim dritten mal wird's langweilig". Und das ist nicht so dahergesagt, das habe ich erlebt. Und nicht um sonst strömen jedes Jahr die Leute nach Attenham um Walter zu erleben. Und einige sind schon mehr als dreimal dagewesen.
Es kommt auf die Fantasie der Veranstalter an. Der einfache Weg ist natürlich Demo, mit dem vorprogrammierten Aha-Effekt (daß das doppeldeutig iust, wird mir erst gerade bewusst).
Ich bin davon überzeugt, daß es viele Wege gibt, Publikum auf einer Veranstaltung zu unterhalten. Da ist Walter nur eine Komponente.
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HG120
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Beitrag von HG120 »

Och ...
ist echt nicht einfach....

Aber muß man sich dem "Rudeltrieb" hingeben???

Ich habe als "Neuling" solch eine Erfahrung noch nicht gemacht, nur sehe ich es so, wie bei meinem anderen Hobby:
der Hype auf "neues, cooles, dem Standart entsprechenden, dem unbedingt `must have`" kann und möchte ich nicht mitmachen.....

Ich möchte nicht in den Schwall derer mitsabbern, deren Zunge auf`m Boden hängt.


Ich schaue mir einige Videos an, versuche daraus zu lernen..... Und wenn was nicht klappt brauch ich nicht Sagen: DER! hats doch auch so getan!...

Natürlich sehen die erfahrenen Augen wesentlich mehr, ......


Nur erinnert mich das irgendwie an Tupperparties, nehmt mir das nicht übel ...
Grüße aus Sachsen
Heiko
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Beitrag von Heike_R »

Interessantes Thema... ich habe zwar noch nicht viele Demonstrationen gesehen, aber ich habe das Gefühl, das Demonstrationen sehr lehrreich sein können und obwohl ich Baumbesprechungen auch sehr interessant finde, fehlt dort halt doch sehr der "praktische Teil".

Und genau darum geht es ja bei der Demo: daß man zeigt, wie man es macht. Eine Demo bei der der Baum "umgebracht" wird entsprechend daher eigentlich der Idee einer Demo, denn es wird dann ja eigentlich gezeigt, wie man es nicht machen sollte. Wenn man vermehrt den Anspruch an die Demonstratoren stellt, daß sie zeigen sollen, was sie denn mit so einem Baum zu Hause in ihrem "stillen Kämmerlein" machen würden, und nicht, daß sie da etwas mit Gewalt hinbiegen, damit es aussieht wie ein "fertiger" Bonsai, koste es was es wolle, vielleicht würde sich diese Demonstrationen dann auch ändern.

Eine Demo muß nicht einen "fertigen" Baum liefern, damit man etwas lernt. Sehr eindrücklich fand ich das auf unserer Ausstellung in Pratteln. Francois Jeker brauchte für den "offiziellen" Demo-Baum weniger Zeit, als geplant und hat daher am nächsten Tag an einem Yamadori gearbeitet, der erst vor kurzem gesammelt worden war und keine größeren Eingriffe vertragen würde. Also hat er ihn sehr gut mit Drähten in der Schale verankert und hat nur vorsichtig an dem Totholz gearbeitet, um ihn nicht zu belasten.

Am Ende hatte er nur ein kleines Eckchen des Totholzes bearbeitet, aber er hatte dabei so viel zu den Werkzeug und den Techniken etc, die er benutzt erzählt, daß man mehr gelernt hat, als in so manchem Workshop, in dem ein Baum komplett von A-Z "umgemodelt" wird.
Dickson’s Gardening Rule: When weeding, the best way to make sure you are removing a weed and not a valuable plant is to pull on it. If it comes out of the ground easily, it is a valuable plant.
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Andreas Ludwig
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Beitrag von Andreas Ludwig »

HG120 hat geschrieben:Nur erinnert mich das irgendwie an Tupperparties, nehmt mir das nicht übel ...
Es ist jeder und jedem belassen, aus Bonsai ein soziologisches, menschliches, allzu menschliches Problem zu machen. Das wurde so durchexerziert und kann zu Ruhm wie auch zum Untergang führen. Den Bäumen ist das egal.
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