wurzellänge

Für ungeklärte(!) Fragen zum Bonsai-Einstieg und den Anfangsjahren. SUCHEN, LESEN, DENKEN und nur POSTEN,
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x-gen
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wurzellänge

Beitrag von x-gen »

hallo,

ich hatte bei einem meiner ficusse nen größeren ast abgenommen und den einfach mal ins wasser gestellt. mittlerweile ist das wasser recht moosig-grün und es haben sich kleine weiße knübbelchen am stamm gebildet. wie lang müssten die wurzeln denn im wasser stehend sein, bevor ich drüber nachdenken kann, ob ich sie einpflanzen soll? oder langen diese "knübbelchen" schon aus, um sie in die erde zu setzen? ich habe nämlich jetzt nach meiner rückkehr aus london festgestellt, dass sich die am ast verbliebenen blätter (abgefallen ist keines bisher und die spitze ist auch noch grün) komisch zusammenziehen, aber nicht austrocknen...

wenn da jemand erfahrungen hat?!?! der ast hat einen durchmesser von unter unter 1 cm, ist aber verholzt bis zum ende...

und noch ne frage... soll ich das wasser tauschen oder soll es so bleieben? ich hab mal gelesen, dass man eh abgestandenes wasser nutzen soll...

gruß
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joseph
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Beitrag von joseph »

Hallo X-GEN also ich hab mal gehört das die Stecklinge im Wasser erschticken und deshalb würde ich so etwas in ein dafür geeignetes Substrat setzen und weiterschauen was passiert. Und dabei natürlich immer richtig feucht halten. MfG Joeph
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DreKramer81
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Beitrag von DreKramer81 »

Knubbel reichen. Steck sie in relativ feines Substrat (Hab ich genommen.- Vielleicht geht auch grobes). Achte darauf, das der STeckling stabil steht, zur Not ne Stütze ins Substrat stecken und festbinden, damit die Wurzeln nicht abreißen. Dann gut feucht halten. Zu nass kennt der Steckling erstmal nicht...
MfG,
André

Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht. (Ostafrikanisches Sprichwort)
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greenhussy
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Beitrag von greenhussy »

Stecklinge ersticken sicher nicht im Wasser.

Ich lasse meine Ficus-Stecklinge solange im Wasser, bis ich Zeit habe, sie einzutopfen.
Das ging dann von "Knubbel" bis mehrere Zentimeter Länge und bisher sind immer alle ohne Probleme angewachsen.

Ich tausche das Wasser nicht, sondern gieße nur hin und wieder nach.

Liebe Grüße,
Martina
Zuletzt geändert von greenhussy am 22.07.2008, 15:04, insgesamt 2-mal geändert.
Gesetze sind dazu da, die Dummheit der Leute zu korrigieren.
samuel
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Beitrag von samuel »

:D Bravo! ich bin auch greenhussys Meinung. in der Baumschule werden auch Obststecklinge im Wasser gehalten und dann gesetzt wenn man Zeit hat.
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DreKramer81
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Beitrag von DreKramer81 »

Mit Obst geht das auch? Bis zu welcher Stärke denn?
MfG,
André

Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht. (Ostafrikanisches Sprichwort)
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Andreas Ludwig
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Beitrag von Andreas Ludwig »

DreKramer81 hat geschrieben:Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht. (Ostafrikanisches Sprichwort)
Das Gras wächst auch nicht schneller, wenn man die fragt, die daran gezogen haben...
:wink:
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DreKramer81
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Beitrag von DreKramer81 »

Versteh ich nich.
MfG,
André

Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht. (Ostafrikanisches Sprichwort)
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pk
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Beitrag von pk »

Hallo, ich möchte mal meine Erfahrungen mitteilen.

Ich bewurzele generell Ficusstecklinge in einem glasierten Tontopf der mit etwas Wasser gefüllt ist. Der Topfdurchmesser ist gleich Kronendurchmesser. Bei mir wird auch kein Blatt abgeschnitten um die Verdunstungsfläche zu verringern. Ich will ja schnell Wurzeln bilden lassen. Austauschen tue ich das Wasser nie. Ich gieße nur etwas nach, bei Bedarf. Selbst evtl. abgefallene Blätter lasse ich im Wasser verfaulen. Ist überhaupt kein Problem. Gerne reiche ich mal Bilder nach.

Wenn die Stecklinge dann ordentlich Wurzeln gebildet haben, fülle ich einen größeren glasierten Tontopf, welcher kein Ablaufloch hat, mit etwas Seramis auf, setze den Steckling hinein und richte gleich die Wurzeln etwas aus. Dann fülle ich weiter mit Seramis auf und gieße anschließend soviel mit Wasser auf, dass die Substratoberfläche noch gerade so im trockenen liegt. Soll heißen das der Steckling trotzdem im Wasser steht, nur von Substrat umgeben ist.

In der nun folgenden Zeit entwöhne ich den Steckling. Soll heißen, ich lasse das Seramis nach und nach immer mehr austrocknen. Gegossen wird also nur noch nach Bedarf, wenn sich die Blätter leicht zusammenklappen.

Die Figs gehen durch dieses grobe Substrat mit der Zeit ab wie Katze, sobald etwas mehr Sauerstoff an die Wurzeln kommt und die Umstellung von Wasser auf Substrat ist überhaupt kein Problem. Einfach mal ausprobieren.


Liebe Grüße Pierre
Wer auf Leichtigkeit abzielt, erlerne erst das Schwierige(Chin. Sprichwort)
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DreKramer81
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Beitrag von DreKramer81 »

Du sagst "Kronendurchmesser". - Wie fett sind denn die Stecklinge, dass die schon 'ne "Krone" haben?

Und es ist doch ziemlich egal wie groß der Topf ist, solange nur genug Platz für ein Paar Wurzeln ist. Die sind doch total klein und flexibel am Anfang. Ich hab Cocktailgläser genommen und mehrere Zweige in jedes Glas gestellt. Wenn man den Steckling ihn in einen Fingerhut stellen will, geht das genauso, zumindest wenn man es gerne umständlich hat... :wink:

Und "Entwöhnung" ist überflüssig. Ich hab sie in stinknormales Anzuchtsubstrat gesetzt sobald kleine Wurzeln dran waren (Seramis geht natürlich auch) und dann gegossen wie jeden anderen Baum auch. Das war im April. Jetzt ist der Topf schon gut durchwurzelt.
MfG,
André

Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht. (Ostafrikanisches Sprichwort)
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pk
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Beitrag von pk »

Zu erst mal, ein jeder auf seine Weise. Ich mache das so, weil es super klappt.

Im übrigen vermehre ich keine Nageldünnen Kopfstecklinge, sondern schon etwas dickere. Ebend brauchbare Schnittreste, die einen gleichmäßigen Wurzelkranz ausbilden sollen und das schön flach. Der Größere Topf dient dazu, dem Steckling durch die Krone den nötigen Halt zu geben, damit er nicht umkippt und erzeugt durch die erhöhte Luftfeuchte gleich ein Kleinklima. Ich stelle den Steckling auf den Boden des Gefäßes, sodass die Wurzeln von Anfang an Waagerecht den Topfboden entlang wachsen. Beim späteren Umsetzten, lassen sich durch das Kantige Substrat die feinen Wurzeln gut positionieren.

Und kompliziert ist das überhaupt nicht. Ich würde es sonst nicht machen, weil ich ein sehr bequemer Mensch bin. Steckling ins Wasser, ab und zu mal schauen ob noch etwas drin ist, weil der Steckling ja höchstens in 5mm tiefen Wasser steht und sonst nur Umsetzen. Was ist daran kompliziert. Wichtig ist, dass das Ergenbis stimmt.

Tschüß Pierre
Wer auf Leichtigkeit abzielt, erlerne erst das Schwierige(Chin. Sprichwort)
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