Mein radioaktiver Yamadori

Der richtige Ort Bonsai (Baum in Schale mit gewisser Reife) vorzustellen und zu präsentieren. Der Threadersteller möge bitte im Eröffnungsthread darauf hinweisen wenn allgemeine Kommentare unerwünscht sind. Andernfalls stellt sicher, dass ihr etwaige fachliche Kritik durch die "DREI SIEBE" gesiebt habt!
.Vercors.
Beiträge: 30
Registriert: 14.05.2008, 18:05

Mein radioaktiver Yamadori

Beitrag von .Vercors. »



Hallo,

Anfang Sommer habe ich dieses Nadelgewächschen von einem unserer felsigen Berge mitgenommen. Es war der erste Baum, den ich gesehen habe, zum Glück auch gleich ausgegraben, danach sind nicht mehr so schöne gekommen. :wink:
Aber ich denke, ein kleines Paradies für Yamadori-Sammler. Aber Achtung:
Unter diesen unscheinbaren Felsen liegt ein Uranvorkommen.

Nunja, Bisjetzt haben sich bei mir keine nennenswerten Mutationen erkennbar gemacht. (Huch, seit wann hat die Katze denn 5 Beine?)
Dem Baum geht es recht gut, die kleinen Ausstriebe hat die radiounaktive Zone nicht weiter gestört.
Soviel zur Fundstelle...
Aber welche Art ist es Überhaupt? - Ich tippe ja fast auf eine Kiefer...

Und was mache ich aus dem Schätzchen, wenn es erstmal ein bisschen an Grünmasse angelegt hat?
Ich habe mit Bonsais ja noch nicht so viel Erfahrung, aber Mir gefällt die Stammverjüngung eigentlich ganz gut - Auch wenn ein richtiges Nebari leider fehlt.
Aber jetzt erstmal die Bilder:

Shari made by Nature:
Bild

Baum ganz:
Bild

Noch einmal von hinten:
Bild

Und Detailaufnahme vom richtigen Stamm:
Bild

Und noch für unsere 3D- Schieler :wink: :
Bild


So, jetz lasse ich ihn mal erstmal anwachsen und seine restliche Strahlung abgeben.

MfG
Daniel
Benutzeravatar
OERNIE
Beiträge: 79
Registriert: 24.02.2008, 17:25
Wohnort: Groß-Umstadt

Beitrag von OERNIE »

warst Du mit dem Geigerzähler dran, dass Du weißt, dass er das Uran aufgenommen hat? Also bis er dann jegliche Reststrahlung eingebüst hat, ist er ziemlich dick ^^ da kann man keine (üblichen) Anfängerfehler machen, außer dass es einige Anfänger geben wird, die sich um ihn kümmern müssen ... dazu ist die Zeit zu lange ;)

ich würde versuchen (wenn er sich gut erholt hat!) die Benadelung durch Rückschnitt wieder näher am Stamm treiben zu lassen. Wie Du das machst, lass Dir von einem erfahreneren Mitglied erklären ;)
marius
Beiträge: 1598
Registriert: 09.10.2006, 23:01

Beitrag von marius »

mich beschäftigt die ganze zeit, ob man nicht doch irgendwie einen augenfehler hat, wenn es einfach bei den 2 bildern bleibt. :vorsichtigrumguck. :schulter zuck: :D

aber egal.

genauere angaben zu art kann man anhand der foto's, trotz intensiven hinsehens, nicht machen. dazu wären entweder bessere bilder oder aber genauere angaben zu wuchsform von nöten. an der groben richtung wird sich aber nichts ändern, so viel scheint gewiss.

ebenso sind gestaltungstechnisch nur wage vermutungen anzustellen, wenn überhaupt. (vielleicht eignet sie sich als strahler *crazy* ) nee, spass.

mehr als die grundversorgung ist eben nicht drin momentan. macht einen sehr großen teil des hobbys aus!

auch ein grund dafür, daß manche mehrere bäume haben. :wink:

gruß marius
Benutzeravatar
Stefan K.
Beiträge: 1709
Registriert: 07.01.2004, 13:34
Wohnort: Bayern, im Herzen Tirol

Beitrag von Stefan K. »

Ich tippe auf Waldkiefer (Pinus Sylvestris)

ABER


Scheiss Zeitpunkt zum ausgraben
Scheiss Pflanzsubstrat

mach dir nicht zu viel Gedanken über die Gestaltung
Ich hab Spass !
grüsse stefan
.Vercors.
Beiträge: 30
Registriert: 14.05.2008, 18:05

Beitrag von .Vercors. »

Was wäre denn ein besseres Substrat?
Es steht bisjetzt in normalem Humus.
Benutzeravatar
MartinRedlich
Beiträge: 1268
Registriert: 17.12.2006, 19:53
Wohnort: Regensburg
Kontaktdaten:

Beitrag von MartinRedlich »

Sag mal wo ist denn dein "radioaktiver Berg"???


MfG

Es wäre schön, wenn die Bonsai im Bild etwas mehr Platz bekämen.
Benutzeravatar
Delamitri
Beiträge: 1113
Registriert: 10.05.2004, 20:59
Wohnort: NRW

Beitrag von Delamitri »

Auch hier "riecht" es nach einer illegalen Entnahme aus der Natur ... und dann noch die suboptimalen Bedingungen ... nunja ... es wird wieder einmal kaum jemanden interessieren :?
Bis bald!

K.

"Was machen Sie da?" wurde Herr K. gefragt. Herr K. antwortete: "Ich gestalte Bonsai."
Lutz Marx
Beiträge: 1382
Registriert: 15.12.2007, 17:39
Wohnort: Altdorf bei Nürnberg

Beitrag von Lutz Marx »

hallo,

mit dem anwachsen wird es nichts werden bei dem "substrat", in dem er jetzt steckt. ich muss echt sagen, dass mich sowas sehr ärgert. der baum wird höchstwahrscheinlich sterben und das nur, weil du dich aber anscheindend auch kein bisschen informiert hast, wie man mit yamadoris umgeht. du solltest wirklich etwas zeit zum lesen aufbringen, bevor du sowas machst.

gruß, lutz
.Vercors.
Beiträge: 30
Registriert: 14.05.2008, 18:05

Beitrag von .Vercors. »

So, Ich habe jetzt mal das provisorische Substrat ausgewechselt.
Jetzt ist eine gleichmäßige Mischung aus ca 1/3 grober Sand, 1,5/3 frischer Rindenhumus und 0.5/3 Akadama.
Ich hoffe, das ist etwas besser als reiner Humus.
Benutzeravatar
holgerb
BFF-Autor
Beiträge: 5215
Registriert: 22.09.2004, 17:24
Wohnort: Berlin
Kontaktdaten:

Beitrag von holgerb »

Delamitri hat geschrieben:Auch hier "riecht" es nach einer illegalen Entnahme aus der Natur ... und dann noch die suboptimalen Bedingungen ... nunja ... es wird wieder einmal kaum jemanden interessieren :?
Manchmal glaube ich, Du machst das extra.... :wink:
"The mind is like a parachute. It doesn't work unless it's open."
- Frank Zappa -
Benutzeravatar
sulrich
Beiträge: 1483
Registriert: 26.04.2005, 23:47
Wohnort: München

Beitrag von sulrich »

.Vercors. hat geschrieben:So, Ich habe jetzt mal das provisorische Substrat ausgewechselt.
Hmm, ausgraben im Frühsommer, nochmal kurz Substrat wechseln im August, bei einer Kiefer - jetzt brauchst Du wirklich sehr viel Glück, dass sie überlebt ...
Viele Grüße,
Stefan

Whenever there is any doubt, there is no doubt. - Sam in 'Ronin'
marius
Beiträge: 1598
Registriert: 09.10.2006, 23:01

Beitrag von marius »

Manchmal glaube ich, Du machst das extra...
sofort abtrennen. *ignore* *crazy*

nee, spass. ist ernst genug. die umsetzung war ja zu dem zeitpunkt nun wahrlich nicht gerade optimal. :?

gruß marius
Benutzeravatar
Andre K.
Beiträge: 393
Registriert: 20.11.2006, 22:04
Wohnort: Stralsund

Beitrag von Andre K. »

Zitat: "Und was mache ich aus dem Schätzchen, wenn es erstmal ein bisschen an Grünmasse angelegt hat? "

Ich fürchte, aus diesem nichts...
Und vor dem Nächsten? Am Besten erst mal ein wenig Wissen sammeln.

Entschuldige, aber einige hier sind nicht so erbaut, wenn solche "Todeskandidaten" (bedingt durch Unwissen) vorgestellt werden.
Wie wolltest du Diesen denn pflegen, wenn du nicht einmal die Art kennst?

Glück mag man da gar nicht wünschen, könnte andere schon wieder zur Nachahmung animieren...
Eva Warthemann
Beiträge: 3578
Registriert: 11.01.2004, 18:10
Wohnort: Kleinstadt in Sachsen/Anhalt

Beitrag von Eva Warthemann »

Bisher habe ich Delamitris Sprüche immer als Provokation angesehen. Aber ich diesem Fall kann ich sein Unverständnis absolut verstehen.
Da ist ja nicht einmal ein Grundwissen da. Hätte man gesagt, das ist eine Hainbuche, was dann-........................................................?
Ich schreibe nicht weiter, ich schüttle nur den Kopf. *schock*
Eva Warthemann
Benutzeravatar
holgerb
BFF-Autor
Beiträge: 5215
Registriert: 22.09.2004, 17:24
Wohnort: Berlin
Kontaktdaten:

Beitrag von holgerb »

Was für eine Aufregung.

Ich habe letzte Woche zwanzig Hibiskusjungpflanzen und einen älteren Hibiskus-Strauch in einem Garten verpflanzt , bei brüllender Hitze, morgenes raus, nachmittags wieder rein (zwischendurch natürlich eingeschlagen).

Jaja, Hibiskus is keine Kiefer, is schon klar.

Sie wird es wohl nicht überleben, auch klar.

Das liegt aber nicht nur am vielleicht falschen Ausgrabezeitpunkt, sondern auch an den überhysterischen und unvollständigen Tipps, die hier gegeben werden.
Ja, Stefan, jetzt bist Du mal angesprochen, ich hoffe aber, Du nimmst es nicht krumm, ich will Dich nicht ärgern. Und auch Lutz' Entrüstung ist wenig hilfreich.

[quote= "Stefan K."]Scheiss Zeitpunkt zum ausgraben
Scheiss Pflanzsubstrat

mach dir nicht zu viel Gedanken über die Gestaltung
[/quote]

Als ich vor vielen Jahren für meine Gärtnerprüfung geübt habe, kam mein Chef mal dazu und sagte: "Mit Ihrer Hammerschlagtechnik werden sie immer kaputte Steine und Abplatzer produzieren!", drehte sich um und verließ das Geschehen. Ich habe ziemlich blöde meinen Ausbilder angeschaut (der war Ingenieur) und habe ihn nach dem Sinn dieser Aussage gefragt. Er konnte es mir auch nicht beantworten.

So hilfreich ungefähr war Dein Kommentar. Da muss man sich dann nicht wundern, wenn die Bäume hops gehen und die Leute den Spaß verlieren.
Ich z.B. setze meine Bäume nach dem Ausgraben fast immer ausschließlich in reinen Torf, bis zum nächsten Umpflanzen (meist schon inder nächsten Saison). Ich hab' zwei Kiefern ( Pinus mugo) die stehen seit ca. zwei Jahren in reinem Torf. Es wird jetzt Zeit für's umpflanzen...


Daniel:

In der Tat, jetzt brauchst Du nicht nur Können, sondern Glück. Ganz einfach Glück. Im Frühsommer ausgraben und im August nochmal schnell umpflanzen, das wird schwierig, aber vielleicht nicht unmöglich.
Bester Zeitpunkt zum ausgraben ist das Frühjahr, wenn die Knospen anfangen zu treiben. Oder in manchen Teilen der Erde ist das auch erst im Sommer, weil das Klima ganz anders ist (ich denke da an die Skandinaviengeschichten). Oder man pflanzt bei Nadelgehölzen auch noch gegen Ende des Sommers um, weil dann nochmal Wurzeln gebildet werden. Es ist nicht genau auf ein Datum festlegbar. Die PFlanze und die Witterung sind ausschlaggebende Faktoren.
Durchaus ist es aber auch möglich im Sommer auszugraben:
Dabei ist folgendes zu beachten:
Das funktioniert, wenn der Baum möglichst wenig Wurzeln beim ausgraben verliert oder möglichst nicht verletzt werden. Sofort ohne Schnitt eintopfen oder in lockeres Substrat setzen, möglichst nicht zu sonnig, oder windig, damit Austrocknung möglichst gering gehalten werden.
Dafür braucht man allerdings einiges an Erfahrung. Ich fürchte, das funktioniert auch nur im Flachland mit Erde, im Gebirge habe ich da keine Erfahrung, je nachdem, wie gut sich so'n Yamadori aus den Spalten lösen lässt.

Zum Substrat:

Ja sicher, die Blähton, Lava und Torf-Mischung ist Welten besser. Aber is' nun mal nich'.
Ich finde das mit dem Torf gar nicht sooo schlecht für's erste Jahr. Der bleibt im ersten JAhr noch erstaunlich locker (zur Not darf man da auch mal vorsichtig(!) mit einem Essstäbchen puhlen und lockern. Bleibt feucht, allerdings muss man dann erher vorsichtig wässern, da ist die "Walter Pall-ich-hol-den-Feuerwehrschlauch-Methode unangebracht.

Für die Zukunft:
nicht zu nass halten an den Füßen, schön die Nadeln übersprühen.
Eigne Dir weiteres Fachwissen im Bezug auf Pflanzen an. Es ist sooo wichtig.
Ehrlich?: Die Chancen stehen schlecht, auch, weil Du sehr unerfahren klingst.
Sollte er es dann doch noch schaffen: in den nächsten zwei bis drei Jahren, machst Du nichts anderes als giessen und ab nächstem Jahr düngen.
Ich hoffe er schafft es und werden dann nochmal ein paar Einblicke zum Zustand erhalten.

Gruß

Holger
"The mind is like a parachute. It doesn't work unless it's open."
- Frank Zappa -
Antworten