Wacholder vor Rodung retten

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HG120
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Wacholder vor Rodung retten

Beitrag von HG120 »

Hi,
Ich weis, es ist `ne blöde Zeit für die Frage:

Mein Gartennachbar will einen silberblauen Wacholder roden, ich würde ihn mir gerne ausgraben, nur er möchte ihn bald weg haben.....
nur hat der Wacholder doch nun wenig Chancen, wenn ich ihn jetzt ausgraben würde.
Hmmm. wenn ich blos da mehr Zeit für hätte, es muß ja noch viel besorgt werden, von `nem Behältnis bis zum Substrat in Massen :-(

Das Teil ist so cirka 1,8 hoch und hat so 13 cm Stammdurchmesser uuuuunnnnd: der ist Sauber, sonst wäre er der BGR- Rodung zum Opfer gefallen. Angeschaut habe ich ihn mir schon intensiv, ob ich da irgendetwas entdecke.....
Es könnte sich aber wiederum beim ausgraben was zeigen.....

Vieleicht kann ich meinen Nachbar auch überreden, den doch noch bis zum Herbst stehen zu lassen, mal sehen......
Grüße aus Sachsen
Heiko
meisterJäger
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Beitrag von meisterJäger »

Mahlzeit,

bin zwar neu im Forum, less zwar schon ne weile mit aber was geschrieben hab ich noch net.
Vorstellung wird also noch folgen. :D

zum Thema:

Wenn der Baum nur zwei Möglichkeiten hat, entweder von Dir umgepflanzt zu werden oder aber aufm Komposter zu wandern, so sind die Chancen zu überleben sicherlich höher wenn Du ihn umpflanzt :wink:
Selbst wenn es jetzt nicht die ideale Zeit dafür ist, so kann er es aber dennoch überleben. Kommt der Bagger war es das definitiv für ihn :wink:
MFG
Benjamin
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baer
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Beitrag von baer »

Hallo Heiko

Ich würde den Nachbarn darum bitten ob er nicht bis nächsten Frühling warten kann.
Wenn nicht muss er halt ausgepuddelt werden, aber die Wurzeln dürfen nicht beschädigt geschweige gekürzt werden, dass überlebt er nicht. Eine Wurzelkürzung darf nur im Frühjahr teilweise erfolgen.
Gruss
Claudia


Mich faszinieren immerwieder die Bäume in der Natur.
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Honey
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Beitrag von Honey »

Selbst wenn er noch 2 Monate warten würde, hätte der Wacholder bessere Chancen. Wenn du ihn jetzt umgräbst sollte er schattig stehen um die Wurzeln so wenig wie möglich zu belasten, die Erde nie ganz austrocknen lassen und auf jedenfall frostfrei überwintern.
Du musst den Asphalt deiner Annehmlichkeiten verlassen
und dich in die Wildnis deiner Intuition begeben...
Was es dort für dich zu entdecken gibt,
ist etwas Wunderbares - nämlich dich selbst.
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Thomas P.
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Beitrag von Thomas P. »

Wann der günstigste Zeitpunkt zum Ausgraben von Wacholdern ist, darüber streiten sich die Gelehrten sowieso.
Der eine schwört aufs Frühjahr, der andere sagt das ist Unsinn.
Wichtig ist den Wurzelballen kompakt zu halten und wie er ist in ein gerade passendes Gefäß setzen. Mit Blähschiefer oder -ton (Trockenschüttung) oder Lava auffüllen und kräftig angießen.
Frostfreie Überwinterung wenn möglich bei der Größe, muss aber nicht sein.
Wenn was frostfest ist, dann ist es der Wacholder.
Zuletzt geändert von Thomas P. am 09.08.2008, 01:30, insgesamt 1-mal geändert.
Viele Grüße
Thomas Pallmer

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holgerb
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Beitrag von holgerb »

Thomas P. hat geschrieben:

Bähschiefer


Forstfreie Überwinterung .


Nette "Versprecher".... *lach*

Komm! Lach' mal über Dich selbst. Ich bin neulich im dunkeln vor ne geschlossene Glastür gerannt, die ich selbst geschlossen hatte.... auch nicht schlecht

Zum Wacholder:
Versuch' es. Im August müsste das funktionieren......
"The mind is like a parachute. It doesn't work unless it's open."
- Frank Zappa -
Eva Warthemann
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Beitrag von Eva Warthemann »

Hallo Thomas!
Den "Bähschiefer" finde ich auch ganz nett, das macht einen so menschlich. Ich werde es in meine zukünftige Sammlung der Versprecher aufnehmen.
Viele Grüße nach Pirna
Eva Warthemann
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Urikawa
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Beitrag von Urikawa »

Darf kein problem sein wenn die pflege danach gut bis sehr gut ist. Der Würzelballen sollte so gross wie nur möglich sein. Grabe weitraumig um den Baum herum so das Sie auch unter den Würzelballen gelangen können. Beim transport darf der Wüzelballen nicht auseinander fallen.
Wenn möglich pflantze den Baum ins Freiland. Wenn nicht pflantze Sie um in einen kübel. Die würzeln nicht bearbeiten.
Schneide hier und da was von den straksten Aste ab. Dünge diesen Baum jeden tag mit einen flüssig dünger übers grun. Wenn möglich von die zweite woche nach den umpflanze mehrmals pro tag. Benützen Sie dazu einen dünger der fast nur aus das element P besteht. Machen Sie nicht den fehler in denen Sie düngen mit das element N. Diese darf in den dünger nicht oder fast nicht forhanden sein. Niemals den flüssig dünger auf das grün auftragen wenn der Baum in der sonne steht.
Der Baum sollte mehrmals eine düsche von wasser bekommen. Das wasser sollte dabei nicht zu viel in den Würzelballen gelangen.
Der Baum darf nicht auf Ihren würzelballen gedüngt werden!!
Wer bin ich das ich sagen darf wie man die Bonsaikunst erleben sollte.
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Rene'
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Beitrag von Rene' »

Hallo Bonsaifreunde,

Kennt jemand zufällig so einen von Urikawa angesprochenen Flüssigdünger der fast nur P enthält ?

Hallo Urikawa ,

Die Gründüngung mit zehnmal mehr Wasser als auf der Verpackung steht ?
Vielen Dank,

Rene'
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Thomas P.
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Beitrag von Thomas P. »

Dass der Baum nicht über die Wurzeln gedüngt werden sollte im frisch eingepflanzten Zustand , dürfte klar sein.
Ansonsten habe ich nie solch Aufwand betrieben.
Übersprühen und Folietunnel sicnd sicher sinnvolle Maßnahmen.
Viele Grüße
Thomas Pallmer

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HG120
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Beitrag von HG120 »

Soooo,
ersteinmal DANKE, besonders Urikawa, deine Tipps sind die, die mir die Augen öffnen, DANKE!

Ich habe mit dem Nochbesitzer gesprochen, der Brocken wird erst im September ausgebuddelt. Bis dahin muß ich mir noch einen großen Kübel besorgen. Blähton habe ich einen 50l Sack..... hoffe der reicht...
Vieleicht hat jemand aus dem Großraum Chemnitz einen Samstag- nachmittag Zeit, es ist schon ein ganzschöner Brocken......
Ansonsten, Dünger mit nur Phosphor ist irgendwie nicht zu erwerben :-(
Ich habe schon im GartenFACHmarkt gefragt und nur Achsezucken bekommen, leider!

Den Baum dann frostfrei zu überwintern wird wohl nicht klappen. Ich habe zwar einen Garten wo ne Menge Platz ist (im Winter) nur mit nach Hause nehmen wird nix, denn ich wohne in einer "Platte" :?:
Ich habe mir gedacht, das ich alle meine frostfesten Bonnis dann mit Kübel ins Feld "pflanze" und mit viel Reisig und Hobelspänen vor Wind und Wetter schütze. Vieleicht kommt noch etwas Mist drüber, der ist immer bisschen warm :-) . Außerdem muß ich dann immer Wasser in den Garten schleppen, weil dies immer abgedreht wird.

Naja, mal schaun, wie das wird.....
Grüße aus Sachsen
Heiko
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norman
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Beitrag von norman »

Hallo HG,

worauf ich auf jeden Fall schauen würde ist ob er Birnengitterrost hat, wenn es ein blaugrauer (stacheliger) ist, dann ist die Wahrscheinlichkeit gering, aber wenn nicht?? Also schau dir die Äste genau an, ob es dort Schadbilder gibt, solltest du welche entdecken spar dir die Arbeit.....


Ciao

Norman
Das Ansehen von tausend Jahren kann durch das Verhalten während einer Stunde bestimmt werden.

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HG120
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Beitrag von HG120 »

Ja, das ist mir schon Klar, in unserer Sparte ist vor zwei Jahren eine Großkontrolle gewesen, bei der ALLE befallenen gerodet und verbrannt wurden.
Ich habe mir den schon genau angeschaut, ist nichs zu entdecken, bis jetzt.

Und wegens dem Düngen habe ich gerade mal gegoogelt,
guggst du hier: http://www.bio-gaertner.de/Articles/II. ... ehalt.html
ganz interessant, denke ich
Grüße aus Sachsen
Heiko
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HG120
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Beitrag von HG120 »

so, ich habe mal ein Foto von einem Zweig des Kanidaten gemacht.
Dateianhänge
wacholder.jpg
wacholder.jpg (28.74 KiB) 3321 mal betrachtet
Grüße aus Sachsen
Heiko
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Heike_vG
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Beitrag von Heike_vG »

Hallo Heiko,

das ist mit Sicherheit ein J. squamata und der ist resistent gegen Birnengitterrost!
Manche mögen diese Wacholder nicht als Bonsai, aber bei mir funktionieren sie gut.
Auch beim Ginkgo Award sind im Laufe der Jahre immer mal sehr schöne Exemplare vertreten gewesen.

Also viel Glück und Freude mit dem Baum!

Viele Grüße,

Heike
Ein halber Schritt in die richtige Richtung ist oftmals ein Reinfall...

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