Cotoneaster integerrismus (Gewöhnliche Zwergmispel)

Allgemeine Philosophie, Stilarten, Techniken, Vorstellung und Besprechung von Rohmaterial sowie lose Sammlung von Entwicklungs-Dokus
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ChSchulz
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Cotoneaster integerrismus (Gewöhnliche Zwergmispel)

Beitrag von ChSchulz »

Hallo liebe Bonsaigemeinschaft,

Ich nehme an, für euch ist es nur nur ein Cotoneaster-Stumpen. Für mich ist es interessantes Rohmaterial. Ein großer Riss im Stamm der/des Cotoneaster, sowie grobe, natürliche Totholzbereiche an den Ästen. Das Material (ich nenne es einfach mal so) hat einen besonderen Wert für mich, weil ich es persönlich ausgegraben habe und es ohne Probleme überlebt hat. Es ist quasi mein Liebling.

Das einzige Problem was ich habe: Ich habe keine Ahnung in welche Richtung ich gehen könnte! Welche Form, welcher Stil würde euch spontan einfallen. Macht ein wenig Brainstorming für mich, bitte. :)
Mir ist klar, dass das gute Stück etwas für einen Workshop wäre und man über Fotos wenig erkennt. Ich werde schauen inwieweit ich so etwas im Bereich Berlin finden werde. Vielleicht könnte sich ja ein Berliner mal das gute Stück im Frühling mit mir anschauen?

Schönen Dank im Vorraus!
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Die Äste sind ein Wirrwarr, da muss aufgeräumt werden.
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Oder doch eine Kaskade?
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Aktuell. Vielleicht eine Besenform?
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Im Sommer, nach dem ersten Austrieb.
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Zuletzt geändert von ChSchulz am 02.11.2011, 02:10, insgesamt 1-mal geändert.
MFG Christian
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Lot-Ionan
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Beitrag von Lot-Ionan »

Wie ich sehe, hast du schon reichlich willenlos dran rumgeschnippelt. Es ist zurzeit keine Grundform zu erkennen. Ich denke mal, DU solltest DIR darüber klar werden, was DU willst, nicht was WIR wollen, meinste nicht auch?
mach dir in Ruhe Gedanken. Wenn du zu einer halbwegs guten Lösung gekommen bist, wird dir sicherlich bei der Umsetzung geholfen werden.

Aber SO.... :shock:
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Andreas Ludwig
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Beitrag von Andreas Ludwig »

Nu ja - irgendwie verstehe ich ChSchulz schon. Ich habe auch solche Dinger, die «irgendwas hatten» und zuhause merkte ich, dass es gestalterisch gesehen ein gordischer Knoten ist. Ganz falsch ist es nicht, einen gordischen Knoten ins Fachforum zu bringen. Mal sehen:

- Da ist ein einziger Schwung am Wurzelansatz. Danach hat es eine Steinschleuder oben und drei Gasanschlüsse seitlich, das ganze garniert mit Ikebana-Stäbchen.

- Es ist ein Cotoneaster. Also nicht gerade die Art, an der man mit Totholz arbeitet.

- Cotonoeaster ist auch nicht die Arte, die sich bei solcher Dicke gut biegen lässt oder innert nützlicher Frist schöne Überwallungen und Verjüngungen schafft, letzteres sicher nicht in der Schale.

Mein Fazit: Es wird Jahre dauern, bis der Übergang von den «Gasanschlüssen» zu den «Ikebanastäbchen» glaubwürdige Stammformen erreicht hat. In der Schale ein paar Jahre mehr. Viel Wachstum wird es auf jeden Fall brauchen. Grundsätzlich stellt dieser Knoten die gleiche Forderung wie viele: Man muss sich da von einigem trennen, auch wenn es schon so schön dick ist. Also würde ich die «Gasanschlüsse» kappen und das ganze ins Beet setzen. Irgend etwas würde ich wohl als Stammansatz belassen, wahrscheinlich einen Teil der Steinschleuder, evtl. auch das unterste Anschlussrohr mit der Biegung. Aber dazu müsste ich das wirklich real vor mir haben.

Danach à la chinoise weitermachen - wachsen lassen, zurückschneiden etc.

ChSchulz - wenn du einen Drehteller hast, stells drauf und schau es an. Schneide in Gedanken dies und jenes weg und schau, was dann bleibt. Dann anders, dann nochmal anders. Bis du siehst: So gehts. Eilt ja nicht.
Lindwurm
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Beitrag von Lindwurm »

das "rote" behalten und ne halbkaskade draus machen...
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ChSchulz
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Beitrag von ChSchulz »

Hallo, ich danke euch für eure die Gedanken.

Lot-Ionan, gestaltet habe ich an der Pflanze gar nichts. Dass von mir ein paar Äste gekappt wurden, ist nur eine Größenreduzierung gewesen, sonst wäre das Wurzel- Blattmasse-Verhältnis meiner Meinung nach nicht ausgeglichen gewesen. Die eigentliche Gestaltung soll erst später erfolgen (warscheinlich erst im Frühling in 2 Jahren). Du hast Recht: SO kann es nicht bleiben. ;)

Andreas, der Vergleich mit dem gordischen Knoten, Anschlüssen und Ikebanastäbchen ist sehr gut und gibt eine vollkommen neue Sichtweise. In diesem Sinne hat sich der Thread jetzt schon gelohnt.
Ob es nun eine Halbkaskade wird oder doch eine frei aufrechte, kann ich noch nicht sagen. *schulter zuck* Ich werde euch aber auf dem laufenden halten.
Aber ihr sagt es ja alle: Ab ins Beet und wachsen lassen.

So, das ist schon mein 601 Beitrag, man bin ich stolz auf mich *user*
In diesem Sinne: Danke, dass es ein BFF gibt!
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Oder gar eine Kombination aus beidem?
Oder gar eine Kombination aus beidem?
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Man könnte es, wie Lindwurm machen. Dennoch könnte man auch diese Stammlinie weiterführen.
Man könnte es, wie Lindwurm machen. Dennoch könnte man auch diese Stammlinie weiterführen.
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Und wenn wir schon dabei sind: ein Bild vom ausgehölten Ast. :)
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MFG Christian
Eva Warthemann
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Beitrag von Eva Warthemann »

Hallo Christian!
Du hast doch selbst die besten Ideen. Ich finde beide Varianten gut. Wäre es mein Baum würde ich zunächst in die Richtung, wie auf dem zweiten Bild zu sehen ist, arbeiten. Den rechten unteren Ast kann man auch noch später entfernen, wenn er nicht so richtig passen sollte. Mein Gedanke ist dabei, das dieser untere Ast noch einige Zeit für die Stammverdickung dienlich sein kann.
Viele Grüße Eva Warthemann
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ChSchulz
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Beitrag von ChSchulz »

Hallo,
nur kurz meine virtuelle Idee (vom August). Die Idee sollte umsetzbar sein und der Pflanze geht es super.




(PS: Danke an Klaudia, von der ich netterweise das Foto nutzen durfte. Die Schale ist top!)
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MFG Christian
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Heike_vG
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Beitrag von Heike_vG »

Hallo Christian,

die Gestaltungsidee finde ich genau richtig, die Schale wäre in der Art auch schön dazu, nur den Stein würde ich weglassen!
Auf der rechten Seite unterhalb des ersten Astes entsteht ein schöner und wichtiger Negativraum, der nicht mit dem Stein aufgefüllt werden sollte.

Viele Grüße,

Heike
Ein halber Schritt in die richtige Richtung ist oftmals ein Reinfall...

AK Hamburg & Umland
Benjamin Horna
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Beitrag von Benjamin Horna »

Hy!
Und wenn wir schon dabei sind: ein Bild vom ausgehölten Ast. :)
Keine Ahnung, ob du durch drehen der Pflanze die Position der Hölung ändern kannst, denn so wie es jetzt auf dem Bild aussieht ist das nicht optimal. Jetzt staut sich das von oben kommende Wasser darin und das sollt vermieden werden. Vielleicht täuscht das auf dem Bild ja auch. Hab mal in einem thread gelesen, dass man Abzugslöcher bohren kann (bei Juniperus, Wacholder), aber ob das bei Cotoneaster funktioniert weiß ich nicht. Das können wahrscheinlich die "Cotoneaster-Spezialisten" besser beantworten. :)

Grüße
Benjamin
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ChSchulz
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Beitrag von ChSchulz »

Hallo Heike,
danke für das Lob. Ich hab mich sehr gefreut.
Wenn tatsächlich kein Stein notwendig wäre, dann bliebe deine Idee offen. Aststruktur und Pflanzwinkel würden sich selbstverständlich ändern. Bisher habe ich an die große Schnittstelle gedacht, die dabei entstehen würde. Da ich noch keinen Stein gefunden habe, werde ich mir im kommenden Frühjahr intensiv Gedanken machen können.
Die Herbstfärbung ist übrigens jedes Jahr ein Traum!

Hallo Benjamin,
danke für die Info. Ich habe das auch schon gehört, aber nicht dabei an meine Pflanze gedacht. Da sie gerade nicht in meiner Nähe ist, werde ich das zu einem späteren Zeitpunkt prüfen. Werde ich allerdings meine Idee zur Gestaltung umsetzen, wird der Ast entfernt.
MFG Christian
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ChSchulz
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Re: Felsenmispel (Cotoneaster)

Beitrag von ChSchulz »

*updated*
Hi Fories, da meld ich mich mal wieder.
Nach einem wohl überlegten Schnitt Ende März wurde die Coto noch einmal ein gutes Stück kleiner. (Bild 1+2) Der große "Aststumpen" wird noch zum Jin, das hat aber noch Zeit.
Das letzte Bild ist das aktuellste.

Ich hoffe ihr seht den Schritt zur frei aufrechten Form mit Kaskadenjin?

Schöne Grüße
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März vorher
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Mai
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MFG Christian
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ChSchulz
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Re: Felsenmispel (Cotoneaster)

Beitrag von ChSchulz »

Hallo allerseits,
es wird höchste Zeit für ein *updated* Schließlich hat sich einiges getan. Der kleine durfte sogar dieses Jahr das erste mal bei unserer Ausstellung dabei sein.
Schnelldurchlauf 2011
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MFG Christian
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ChSchulz
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Re: Cotoneaster integerrismus (Gewöhnliche Zwergmispel)

Beitrag von ChSchulz »

3Jahres-Update

Es ist nicht viel passiert. Ich arbeite weiterhin an der Feinverzweigung. Nächstes Jahr muss wieder umgetopft werden.

(Ich merk grad, dass ich eine Vielfalt Fotohintergründen habe. Ich gelobe Besserung :oops: )
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Schnelldurchlauf 2012
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viele sind der Meinung, dass das die eigentliche Schmuckseite ist
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MFG Christian
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achim73
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Re: Cotoneaster integerrismus (Gewöhnliche Zwergmispel)

Beitrag von achim73 »

hallo christian,
die entwicklung finde ich gut und auch deutlich.
und die vorderseite stimmt schon (für mich ;) )

evtl. könnte man die schale noch mal überdenken.
Gruss, Achim
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Heike_vG
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Re: Cotoneaster integerrismus (Gewöhnliche Zwergmispel)

Beitrag von Heike_vG »

Da bin ich in allen Punkten einig mit Achim! *daumen_new*
Tolle Entwicklung, gute Arbeit, suboptimale Schale... 8)

Liebe Grüße,

Heike
Ein halber Schritt in die richtige Richtung ist oftmals ein Reinfall...

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