Der richtige Ort Bonsai (Baum in Schale mit gewisser Reife) vorzustellen und zu präsentieren. Der Threadersteller möge bitte im Eröffnungsthread darauf hinweisen wenn allgemeine Kommentare unerwünscht sind. Andernfalls stellt sicher, dass ihr etwaige fachliche Kritik durch die "DREI SIEBE" gesiebt habt!
die Tatsache mit der schwierigen Bearbeitung des Totholzes ohne Maschinen kann ich gut nachvollziehen. Ich habe bei meinen 2 Eiben aufgegeben und den Fräser genommen. Da handele ich mir zwar wieder den Ärger und das Unverständnis von Jean Paul Polmans ein, aber diese Arbeit war mir für die Erstbearbeitung einfach zu mühevoll.
Was mich aber schon die ganze Zeit beschäftigt, ist der untere Ast.
Kann mir vielleicht einmal erklären wozu man den unteren Ast für die Gestaltung benötigt?
Es muß doch einen gravierenden Grund dafür geben, das sowohl Schily als auch Chris diesen Ast stehen hat lassen.
Köhler Rudolf hat geschrieben:...Kann mir vielleicht einmal erklären wozu man den unteren Ast für die Gestaltung benötigt?
...
weil es "wat geiler" aussieht. Diese Eibe sollte als Doppelstamm aufgefasst werden, wobei der kleinere sich unter den Grün des größeren "wegduckt" und dem Licht entgegen strebt....
Das war zumindest meine Intention.
M
Ich kann verstehen, was der Rudi meint.
Der Baum steht nun wieder am Anfang seines Weges.
Und wie ich finde steht ihm beim Chris eine rosige Zukunft ins Haus.
Den unteren Ast/ Nebenstamm zu entfernen währe zu diesem Zeitpunkt falsch.
Momentan finde ich das er wie ein eigenständiger (windgepeitschter)Baum wirkt, der nicht so richtig zum Hauptbaum passt.
Andre.L hat geschrieben:
Momentan finde ich das er wie ein eigenständiger (windgepeitschter)Baum wirkt, der nicht so richtig zum Hauptbaum passt.
Kann auch ein junger Trieb sein, der versucht, aus dem Schatten des Großen ans Licht zu wachsen. Was daran stört sind die überlangen Äste, die noch etwas eingekürzt gehören (wenn evtl. etwas mehr Grün dran ist).
Du musst den Asphalt deiner Annehmlichkeiten verlassen
und dich in die Wildnis deiner Intuition begeben...
Was es dort für dich zu entdecken gibt,
ist etwas Wunderbares - nämlich dich selbst.
Chris. Es ist ja immer schwierig einen Baum nur anhand der Bilder zu besprechen.
Aber ist es möglich den Nebenstamm oder unteren Ast näher an den Stamm zu holen?
Ich habe hierfür den darüberliegenden Ast wie mann so schön sagt virtuell entfern. Was wahrscheinlich in natura nie in frage käme.
Bitte um verzeihung für das schlechte Virtual aber ich kanns nicht so gut wie Merlin und co.
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Eibe3.jpg (56.44 KiB) 2539 mal betrachtet
Zuletzt geändert von Andre.L am 04.01.2009, 13:23, insgesamt 1-mal geändert.
Fasse mal "schingt nen flotten Dremel" als "macht ein geiles Totholz" auf. Dann passts wieder
Andre: das letzte was ich an dem Baum Anfang des Jahre gemacht habe, aber nach einer Weile wieder verwarf, war es den kleineren Baum so wie von dir gezeichnet aufzurichten... Wie gesagt, ich habe den Spanndraht nachher dann doch duchtrennt.
M
Andre.L hat geschrieben:Chris. Es ist ja immer schwierig einen Baum nur anhand der Bilder zu besprechen.
Aber ist es möglich den Nebenstamm oder unteren Ast näher an den Stamm zu holen?
Ich habe hierfür den darüberliegenden Ast wie mann so schön sagt virtuell entfern. Was wahrscheinlich in natura nie in frage käme.
Bitte um verzeihung für das schlechte Virtual aber ich kanns nicht so gut wie Merlin und co.
Doch Andre das ist wahrscheinlich die einzige Möglichkeit den baum regelkonform zu gestalten.
Hab ich ich nachhinein auch drüber nachgedacht.
AAAAAAAAAAber dann ist das ja alles wieder so langweilig!
Womit wir wieder bei Rallas Statement währen.
Grüße
Chris
warum ? ich hab nämlich auch irgendwie probleme mit dem stammwinkel und den astwinkeln. habe das mal versucht, kurz zu skizzieren. ausserdem wirken die äste auf der rechten seite momentan zumindest auf dem bild sehr lang und steif, vor allem, weil sie alle genau parallel stehen. meinem gefühl nach müsste das ganze gewicht der grünmasse mehr nach links.
aber kann natürlich mal wieder sein, dass das in 3d ganz anders aussieht.
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img_26674.jpg (68.92 KiB) 2406 mal betrachtet
Gruss, Achim
"Der kürzeste Weg zum Glück ist der Weg in den Garten" chinesische Weisheit
achim73 hat geschrieben:warum ? ich hab nämlich auch irgendwie probleme mit dem stammwinkel und den astwinkeln. habe das mal versucht, kurz zu skizzieren. ausserdem wirken die äste auf der rechten seite momentan zumindest auf dem bild sehr lang und steif, vor allem, weil sie alle genau parallel stehen. meinem gefühl nach müsste das ganze gewicht der grünmasse mehr nach links.
aber kann natürlich mal wieder sein, dass das in 3d ganz anders aussieht.
Achim,
wenn man mal von dem kleinen vorlauten Rüpel absieht der da irgendwie versucht ans Licht zu kommen und dabei etwas windgepeitscht oder in diesem Fall "nach dem Licht strebend" aussieht ist der Hauptbaum ein klasisch "gelehnter Baum". Alle dem Wind oder Licht entgegengestreckten Äste stehen parallel zueinander in einem sehr flachen Winkel. Die entgegengesetzte Seite hat deutlich flächigere Äste mit einem viel steilerem Winkel. Optisch muß der große Hauptast mit der meisten Grünmasse der unterste des Baums sein, der Astansatz sollte jedoch oberhalb des gegenüberliegenden Astes sein.
Lediglich der nebari ist nicht optimal für diese Stilrichtung da es keine deutlichen Unterschiede zwischen Zug- und Druckwurzel gibt.
Soviel zu den viel besagten Regeln.