Mein Wald lässt mich nicht in Ruhe

Allgemeine Philosophie, Stilarten, Techniken, Vorstellung und Besprechung von Rohmaterial sowie lose Sammlung von Entwicklungs-Dokus
Hoffmann
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Mein Wald lässt mich nicht in Ruhe

Beitrag von Hoffmann »

Mit viel Mühe habe ich noch zusätzlich kleinere = dünnere Bäume
dazubekommen. Eine flache Schale die bemängelt wurde habe ich
auch aus gewechselt.Weil ich den Wald aus Weitsicht betrachte habe
ich den Hauptbaum in der Mitte stehen und die kleineren teilweise
außen .Ein bisschen Fahnenkraut Gras und zwei Steine habe ich dazugenommen
laut die Materialsammlung zum Thema Waldform von Walter
was mir auch sehr geholfen hat. Ich habe 2 Fotos gemacht weil Tagsüber zuviel
Grünes im Hintergrund ist
Wenn Ihr Eure Meinung dazugeben würdet?

Gruß Willi
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Michel
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Beitrag von Michel »

Mein Fehler :oops:
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serge
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Beitrag von serge »

hmm... Hier meine Meinung
Der Wald spricht mich nicht so sehr an, da er irgendwie langweilig wirkt, was an den ähnlichen Abständen von den Bäumen, der ungefähr gleichen Höhe und gleichen Stammdicke der Bäumchen liegt. Auch die silhouette wirkt uninteressant. Wenn es möglich wäre, würde ich alles nochmals neu gruppieren und drei Gruppen oder so machen

gruss
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Martin_S
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Beitrag von Martin_S »

Hallo Willi!
Auch ich sehe Defizite in der Anordnung der Bäume. Ich habe mir die mal eine Weile angeschaut und finde sie im einzelnen nicht schlecht. Die Verzweigung ist recht schön, die Beastung für eine Gruppe geeignet (am Hauptbaum hat man im unteren Drittel selten Äste...) usw. usw.
Wenn du auf das zweite Bild schaust (das im Dunkeln) fällt schnell auf, daß die vorderen drei Bäume einen fast identischen Abstand zueinander haben. Dadurch bewirkt schon die erste "Berührung des Blicks" mit der Gruppe eine starke Symetrie. Wenn du die schon etwas enger und ungleichmäßiger (den rechten weiter nach hinten, den linken nur leicht weiter in den Hintergrund neben den Hauptbaum...) anlegst wirst du ein ganz anderes Bild erhalten.

Ich erlaube mir mal dir ein Bild einer Feldahorngruppe amzufügen. Kennen wir alle schon, wird langweilig weiß ich, ABER zeigt am besten das was ich dir beschreiben will :lol: Achte mal auf die Symetrie. Da ist wenig von vorhanden, oder?
Gruß
MartinS
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Irgendwann Herbst 2003
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Wolfgang
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Beitrag von Wolfgang »

GENAU DAS ist es!

:arrow: Wichtig für eine Waldgestaltung:

asymetrische Anordnung der Bäume...
große & dickere Bäume vorne / kleinere hinten...
(ungerade Anzahl der Bäume...)

Was ist an deiner Waldgestaltung nun zu verbessern :?: :wink:
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Michael K.
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Beitrag von Michael K. »

Hi Martin
Verbessern kann man schon etwas, aber da muß sie in Salzburg sein und für immer hierbleiben. :D
Österreichische Bonsai Nationalausstellung "Kunst & Natur"
4. und 5. Juni 2011
in Hallein bei Salzburg
http://www.bonsaisalzburg.net
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Martin_S
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Beitrag von Martin_S »

Ähhh? Jungens, ist da was zu verbessern :?: :lol: Und wieso Salzburg :?:


Egal! Willi noch eines scheint mir wichtig. Ich halte es für wichtig das man die Bäume nicht über die gesamte Schale verteilt sondern nur auf ein bis zwei Drittel der Schalenlänge anordnet. So erhältst du ein Gefühl von Weite und Landschaft.
Martin S
Hoffmann
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Beitrag von Hoffmann »

Wolfgang hat geschrieben:GENAU DAS ist es!

:arrow: Wichtig für eine Waldgestaltung:

asymetrische Anordnung der Bäume...
große & dickere Bäume vorne / kleinere hinten...
(ungerade Anzahl der Bäume...)

Was ist an deiner Waldgestaltung nun zu verbessern :?: :wink:
Wolfgang und an alle die mir geschrieben haben


ich glaube ich habe das schwierigste Kapitel Waldgestaltung
herausgenommen ich habe mir das viel einfacher vorgestellt

Aber vielen Dank für Eure Hilfe

Gruß Willi
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Thomas P.
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Beitrag von Thomas P. »

Hallo,
ich hatt ja schon mal ein grobes Virtual gemacht mit weniger Bäumen.
Bonsai ist auch die Kunst den Baum oder in dem Fall die Gruppe auf das Wesentliche zu beschränken, also die Kunst des Weglassens
Leider hast Du statt einiger Bäume die , finde ich, schöne Steingruppe weggelassen. Das hätte die Sache noch etwas aufgelockert.
Die vorderen Bäume stehen auch viel zu weit vorn. Der erste Baum sollte etwas vor der Mitte der Schale stehen, die anderen dahinter.
anbei noch mal mein grobes Virtual.
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Viele Grüße
Thomas Pallmer

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WolfgangU
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Beitrag von WolfgangU »

Hallo,
auf die Gefahr hin, dass ich wieder gegen eine Lehrmeinung verstoße (das Thema hatten wir schon einmal), ich habe noch keinen Wald gesehen, wo in der Mitte ein großer Baum und rundherum asymmetrisch angeordnet kleinere stehen. Hat jemand schon einmal die Anzahl der Bäume in einem Wald gezählt? Ist die wirklich immer eine Ungerade?
Grüße
Wolfgang
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Wolfgang
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Beitrag von Wolfgang »

Wolfgang,
so ab 13 oder 15 Bäumen kann die Anzahl der Bäume einer Waldpflanzung auch gerade sein.

Willi, eine Regel gibt´s, die noch nicht angesprochen wurde:
KEIN Stamm eines Baumes darf einen anderen verdecken!
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Thomas P.
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Beitrag von Thomas P. »

WolfgangU hat geschrieben:Hallo,
ich habe noch keinen Wald gesehen, wo in der Mitte ein großer Baum und rundherum asymmetrisch angeordnet kleinere stehen.
Hallo Wolfgang,
wir machen ja hier auch nicht eine 1:1 Wiedergabe der Natur, sondern eine Abstraktion. Du darfst Dir auch nicht unsere Kulturwälder hernehmen, wo alle Bäume zur gleichen Zeit gepflanzt und auch wieder gefällt werden, sondern einen, den man nur noch selten bei uns findet wo Bäume aller Jahrgänge stehen. Solche Refugien sind das Vorbild.
Die Regeln sind aus dem optischen Empfinden abgeleitet.
Der "Goldene Schnitt" ist so eine universelle Größe die ein Objekt, ob es nun ein Bonsai ein Foto oder was auch immer ist interessant macht.
Das Prinzip ist auch hier Assymmetrie. Alles was symmetrisch ist wirkt statisch , abgeschlossen, endgültig und läßt der Phantasie wenig Raum.

Es muß nun in einer Gestaltung nicht immer unbedingt ein übergroßer dominierender Baum sein, nur sollten die Bäume sich schon in der Größe unterscheiden. und in Gruppen angeordnet werden. Auch Leerräume haben für den Gesamteindruck eine entscheidende Bedeutung.
Viele Grüße
Thomas Pallmer

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Sebastian
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Beitrag von Sebastian »

Also ich bin als Rookie auch zum Teil ein Skeptiker von Regeln. *kopfkratz* *schulter zuck*
Wichtig erscheint mir allein die Perspektive, die sich beim Betrachten ergibt oder nicht: Gucke ich in einen natürlichen Wald oder in etwas künstlich angelegtes?
Und da kann es durchaus egal sein, ob der größte Baum ganz vorne, ganz hinten, rechts oder links steht... *nene* *nenene* *huldigen*
Weitere Variationen:
* Gruppenbepflanzungen innerhalb der Waldform
* Wichtigkeit der äußeren Äste für die Umrißgestalt (siehe Martins Wald)
* Wie sieht die Anordung von oben aus. Das kann auch für die Gestaltung intetessante Möglichkeiten geben (Verbindung und Rotation der Anordnung)...
* Und auch schon angesprochen: Keine gleichmäßige Verteilung der Pflanzen auf die Fläche.
*confused3* *confused3* *confused3*
Gefällt mir aber sonst sehr gut, dein (Ausgangs)Material. :wink:
Grüße,
Sebastian
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„...da hab ich was in der Hand... und ich habe als Frau das Gefühl, daß ich auf eigenen Füßen stehe... da hab ich was Eigenes... da hab ich mein Jodeldiplom!”
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Martin_S
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Beitrag von Martin_S »

WolfgangU hat geschrieben:Hallo,
auf die Gefahr hin, dass ich wieder gegen eine Lehrmeinung verstoße (das Thema hatten wir schon einmal), ich habe noch keinen Wald gesehen, wo in der Mitte ein großer Baum und rundherum asymmetrisch angeordnet kleinere stehen. Hat jemand schon einmal die Anzahl der Bäume in einem Wald gezählt? Ist die wirklich immer eine Ungerade?
Grüße
Wolfgang
Kleiner Tipp von mir:
pflanze mal eine Gruppe mit vier oder sechs Bäumen und den größten Baum nach ganz hinten und die kleineren weiter vorne, also so richtig gegen alle Regeln. Das was dabei rauskommt wird dir WAHRSCHEINLICH nicht gefallen.
M
Ab 13 ist es tatsächlich egal ob ab da gerade Anzahlen verwendet werden drunter ist gaaaanz schlecht.
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WolfgangU
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Beitrag von WolfgangU »

Hallo,

ich wollte damit nur ausdrücken, dass mir auch ein Bonsai-Wald mit relativ gleich hohen Bäumen durchaus gefallen kann.
Manche Bilder von Waldpflanzungen in diesem Beitrag erinnern eher stark an Mehrfachstämme oder Floßformen.

Ist Geschmackssache!

Viele Grüße

Wolfgang
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