Ficus: Armdicke Äste bewurzeln?

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DreKramer81
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Ficus: Armdicke Äste bewurzeln?

Beitrag von DreKramer81 »

Kurze Frage:
Ein 3m Ficus muss kürzer. Und das schnell. Ich habe keine Gelegenheit ihn abzumoosen, da ich ihn schnell transportieren muss. Glaubt ihr ich kann die armdicken Äste die abgesägt werden müssen nachträglich bewurzeln? Oder ist das zu dick?
MfG,
André

Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht. (Ostafrikanisches Sprichwort)
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Walter Pall
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Beitrag von Walter Pall »

Geht!
Meine Beiträge und Bäume dürfen gerne kritsch beurteilt und diskutiert werden.
Aber bitte nicht unbedingt mit mir.

mit freundlichen Grüßen
Walter Pall
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DreKramer81
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Beitrag von DreKramer81 »

Sehr gut! - Danke für die schnelle Hilfe!
MfG,
André

Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht. (Ostafrikanisches Sprichwort)
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Niko
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Beitrag von Niko »

Walter Pall hat geschrieben:Geht!
Willst du Ihm nicht sagen wie, auch wenn er nicht danach fragt?
gruß

Niko

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Walter Pall
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Beitrag von Walter Pall »

Niko,

das steht doch in jedem Bonsaibuch. Siehe 'Steckling'. bloss dass der Steckling armdick ist. Der kann übrigens noch dicker sein.
Meine Beiträge und Bäume dürfen gerne kritsch beurteilt und diskutiert werden.
Aber bitte nicht unbedingt mit mir.

mit freundlichen Grüßen
Walter Pall
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DreKramer81
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Beitrag von DreKramer81 »

Hab schon einige Ficus-Stecklinge gezogen. Bei einem solchen Kaliber hätte ich vielleicht noch die Rinde unten entfernt. Dann in mein Standardsubstrat, feucht halten und abwarten. Bei einigen Stecklingen hab ich unten Sphagnummoos drum gebunden, um es dort ganz sicher immer feucht zu haben. - Hat bisher immer geklappt. (Bei "normalen" Stecklingen zumindest)

Edit: Mir ist gerade mal aufgefallen, dass Rinde entfernen keinen Sinn macht. Das ist ja der lebende Teil und der soll ja die Wurzeln bilden. :roll:
Zuletzt geändert von DreKramer81 am 13.03.2009, 15:34, insgesamt 1-mal geändert.
MfG,
André

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Niko
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Re: .

Beitrag von Niko »

DreKramer81 hat geschrieben:Hab schon einige Ficus-Stecklinge gezogen. Bei einem solchen Kaliber hätte ich vielleicht noch die Rinde unten entfernt. Dann in mein Standardsubstrat, feucht halten und abwarten. Bei einigen Stecklingen hab ich unten Sphagnummoos drum gebunden, um es dort ganz sicher immer feucht zu haben. - Hat bisher immer geklappt. (Bei "normalen" Stecklingen zumindest)
Dann wünsche ich dir viel Erfolg.

PS: Was machst du mit dem Grün oberhalb der Schnittstelle (falls vorhanden)?
Wo steht der Baum (bez. der Temperatur u. Feuchtigkeit) und wieviel Licht soll er abbekommen?
Wirst du ihn bei den z.Z. vorhandenen "Sonnenzeiten" unterstützen?
Wirst du ihn besprühen oder sogar eine Tüte drüber ziehen, damit er möglichst viel Feuchtikeit erhält, solange er Wurzeln machen möchte?
Was heißt Standarterde?

Nicht dass man was falsch machen könnte, aber ich frage lieber, um zu lernen.
gruß

Niko

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DreKramer81
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Beitrag von DreKramer81 »

Ich hab die Auktion leider nicht gewonnen, die Frage hat sich also vorerst erledigt. Trotzdem zu deinen Fragen:

Nach dem Kappen, hätte ich zuerst mal das meiste Grün abgeschnitten. Erstens weil es dann leichter zu transportieren ist und außerdem um ein Gleichgewicht zwischen Laub und Wurzeln herzustellen. Da zu diesem Zeitpunkt keine Wurzeln dran sind, ist es glaube ich ganz gut, das Laub stark zurück zu nehmen. Da die Verzweigung sowieso neu aufgebaut werden sollte hätte ich ihn also ratzekahl gemacht. Ein paar Blätter lasse ich aber gerne dran, als Indikator für die Verfassung das Stecklings. Nach dem Motto: Wenn die auch noch abfallen sieht es schlecht aus. :-)

Sowohl der bewurzelte als auch der unbewurzelte Teil wären dann in einen mäßig geheizten Raum (Wohntemperatur minus 2-3 Grad, denn ich mag es eher kühler, macht etwa 16-18°C - Aber ich hab noch nie gemessen!) unter die Pflanzenlampe gekommen (36 Watt "Fluora"-Röhre, 16 Stunden am Tag)

Ab und zu sprühe ich auch, ja. Aber ich kann nicht behaupten, dass die Pflanzen dann besser wachsen. Tüte brauchte ich bisher nicht. Das ist eher kontraproduktiv wegen Schimmel. Die Feuchtigkeit halten meine Stecklinge auch so. (Bzw. meine Erde)

Meine "Standarderde" ist gebrochener Blähton/Gartentorf im Verhältnis von 1:1 oder 3:2, je nach Tageslaune. Wenn ich gerade welchen da hätte, würde ich einen großen Teil des Torfs durch Lavasplit oder Bimskies (der Unterschied ist mir immernoch schleiherhaft) ersetzen. Dann müsste ich aber auch etwas häufiger gießen. Bei der jetzigen Mischung wäre einmal in der Woche gießen vermutlich ausreichend. Bei Stecklingen ohne Wurzeln zweimal.


Viele dieser Bewurzelungsregeln sind Glaubenssätze. Man kann es auch anders machen, meine Bäume jedenfalls treiben ordentlich. Nicht wie im Sommer, aber sie treiben. Sind übrigens alles Ficuse und Serissen.
MfG,
André

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Sumsi
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Beitrag von Sumsi »

Vor kurzem habe ich gehört, dass in den Blättern und Blattachseln und Knospen ein Hormon, Auxin war es glaube ich, gebildet wird, dessen Funktion es ist den Kallus der sich bildet dazu zu bewegen, dass er Wurzeln bildet. ALso ist ein enormer Rückschnitt an grün auch kontraproduktiv.

Das Einkürzen der Blätter stellt auch eine Bedrohung dar, weil Pilze und Krankheiten in die Wundfläche eindringen können.


mfg
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Honey
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Beitrag von Honey »

Ich hätte es im Wasserglas oder Sphagnummoos im Wasserglas versucht. Wäre schonmal interessant - leider habe ich keinen Ficus mit dem Ausmaß.
Du musst den Asphalt deiner Annehmlichkeiten verlassen
und dich in die Wildnis deiner Intuition begeben...
Was es dort für dich zu entdecken gibt,
ist etwas Wunderbares - nämlich dich selbst.
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DreKramer81
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Beitrag von DreKramer81 »

So große Gläser hab ich nicht. :wink: Ich denke wenn der Stumpen in Wasser steht braucht man auch kein Moos mehr. Nasser als Pitschnass geht nicht - wozu da noch das Moos? Eins von beidem. Und da ich es gern einfach habe nehm ich Moos direkt am Stumpf und das richtige Substrat drumherum, dann kann das Ding gleich übergangslos FESTwurzeln nach dem BEwurzeln.
MfG,
André

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Honey
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Beitrag von Honey »

Ich hab einfach die Erfahrung gemacht, dass Stecklinge im Wasserglas zu fast 100% Wurzeln bilden (sortenabhängig). In der Erde sind mir letztes Jahr fast die Hälfte eingegangen (allerdings lieblos umsorgt).
Das Moos deswegen, weil die zarten Wurzeln dann schon etwas halt haben und nicht so leicht abbrechen, wenn man sie aus dem Wasserglas nimmt.
Wenn man das Moos durchgehend ertränkt, fängt es allerdings ganz furchtbar zu miefen an *crazy*
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helge4u
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Beitrag von helge4u »

Honey hat geschrieben:Ich hab einfach die Erfahrung gemacht, dass Stecklinge im Wasserglas zu fast 100% Wurzeln bilden (sortenabhängig). In der Erde sind mir letztes Jahr fast die Hälfte eingegangen (allerdings lieblos umsorgt).
Das Moos deswegen, weil die zarten Wurzeln dann schon etwas halt haben und nicht so leicht abbrechen, wenn man sie aus dem Wasserglas nimmt.
Wenn man das Moos durchgehend ertränkt, fängt es allerdings ganz furchtbar zu miefen an *crazy*
Das mache ich nicht mit Moos sondern mit Blähton, also wie bei Hydrokultur, aber Hydro ist scheinbar hier verpönt? Blähton vergammelt nicht und das klappt bei Ficus, Yucca, Schefflera, Dracaena usw bisher fast 100% seit gut 20 Jahren, selbst bei sehr dicken Stämmen. Anschliessend in Erde umsetzen war auch nie ein Problem (auch wenn paar schlaue Bücher behaupten das ginge gar nicht). Ich denke, das klappt bestimmt auch mit Seramis. Oder Lava. Oder Bims. Hauptsache luftig, stabil, und anorganisch. Als Dünger nehme ich Lewatit HD-50 (gleich von Anfang an, das schadet nicht weil Ionen-Austauscher).
Grüße aus Hattersheim,
Helge
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Commander
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Beitrag von Commander »

Hallo Zusammen
was hier geschrieben wird ist sehr interessant ! wenn ich Stecklinge von einer Pflanze geschnitten habe so waren die bisher immer sehr dünn.Und der Erfolg war bisher auch nur mäßig (vielleicht weil sie so dünn waren ?)
Jetzt zu meiner Frage wenn ich z.b einen Bleistift dicken Steckling nehme wie lange braucht der Steckling bis die ersten Wurzeln kommen, ca. ?

mich würde das beim Ficus und beim Acer palmatum interessieren !
m.f.G Mathias
Luzius
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Beitrag von Luzius »

[quote="helge4u
Das mache ich nicht mit Moos sondern mit Blähton, also wie bei Hydrokultur, aber Hydro ist scheinbar hier verpönt? [/quote]

Hallo Helge,
ich zähle mich nicht zu den Blähton / Seramis Gegnern deshalb würde mich sehr interessieren ob deine Methode nur bei Ficus oder auch bei anderen Arten funktioniert (z.B. Buchen, Linden, Weiden, Ahorn ) ?
Würde gerne bei der Stecklingsvermehrung mehrere Jahre Zeit sparen und mit dickeren Teilen einsteigen.

Danke und Gruß,
Gerhard
VG, Gerhard
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