Überwintern im Spitzboden?
Überwintern im Spitzboden?
Hallo, liebe Leute...
Als Bonsai-Greenhorn besitze ich seit etwa einem Vierteljahr nun auch ein paar Outdoors, eine Französische Flaumeiche, einen Dreispitz, einen Fächerahorn und eine Hainbuche.
Das soll erst mal reichen, ich hab nur einen Balkon zur Verfügung und muß außerdem noch üben.
Langsam mache ich mir Sorgen wegen der Überwinterung der Jungs. Obwohl bei uns in Mecklenburg/Vorpommern die Winter im allgemeinen recht mild ausfallen, möchte ich die Jungs ungern draußen einschneien lassen.
Da ich in einer Dachwohnung wohne, habe ich einen Spitzboden zur Verfügung, ungedämmt und ungeheizt natürlich, nur Dachgebälk und Ziegel und natürlich stockduster.
Nun meine Frage: Wie kalt es da oben im Winter wird hat mich bis jetzt nie interessiert, ich weiß es nicht... Wäre das ein passender Standort zum Überwintern, Dunkelheit stört wohl nicht, oder.
Das ganze hat auch einen praktischen Hintergrund, so würde ich mir ersparen, säckeweise Torf in die 5. Etage zu wuchten und den ganzen Balkon einzusauen.
Was meint Ihr?
Vielen Dank schon mal für Eure Mühe.
torfkopp
Als Bonsai-Greenhorn besitze ich seit etwa einem Vierteljahr nun auch ein paar Outdoors, eine Französische Flaumeiche, einen Dreispitz, einen Fächerahorn und eine Hainbuche.
Das soll erst mal reichen, ich hab nur einen Balkon zur Verfügung und muß außerdem noch üben.
Langsam mache ich mir Sorgen wegen der Überwinterung der Jungs. Obwohl bei uns in Mecklenburg/Vorpommern die Winter im allgemeinen recht mild ausfallen, möchte ich die Jungs ungern draußen einschneien lassen.
Da ich in einer Dachwohnung wohne, habe ich einen Spitzboden zur Verfügung, ungedämmt und ungeheizt natürlich, nur Dachgebälk und Ziegel und natürlich stockduster.
Nun meine Frage: Wie kalt es da oben im Winter wird hat mich bis jetzt nie interessiert, ich weiß es nicht... Wäre das ein passender Standort zum Überwintern, Dunkelheit stört wohl nicht, oder.
Das ganze hat auch einen praktischen Hintergrund, so würde ich mir ersparen, säckeweise Torf in die 5. Etage zu wuchten und den ganzen Balkon einzusauen.
Was meint Ihr?
Vielen Dank schon mal für Eure Mühe.
torfkopp
- Sebastian
- Beiträge: 809
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- Wohnort: in einer Herrenboutique in Wuppertal
Hallo,
also ich überwintere auch auf dem Balkon und stelle meine Bäume zum Schutz vor Wind unter einen großen Tisch. Falls es sehr kalt wird, lege ich Malerfolie über den Tisch, so habe ich eine Art pseudo-Gewächshaus.
Wichtig ist als Schutz vor starkem Wind und Wintersonne.
Ich denke auch, dass Schnee so schädlich nicht ist, da er isoliert und im Tauwetter gleich Feuchtigkeit abgibt. Oder?
Das große Tam Tam mit Rindenmulch und Torf ist mir zu viel des Guten...
also ich überwintere auch auf dem Balkon und stelle meine Bäume zum Schutz vor Wind unter einen großen Tisch. Falls es sehr kalt wird, lege ich Malerfolie über den Tisch, so habe ich eine Art pseudo-Gewächshaus.
Wichtig ist als Schutz vor starkem Wind und Wintersonne.
Ich denke auch, dass Schnee so schädlich nicht ist, da er isoliert und im Tauwetter gleich Feuchtigkeit abgibt. Oder?
Das große Tam Tam mit Rindenmulch und Torf ist mir zu viel des Guten...
Grüße,
Sebastian

„...da hab ich was in der Hand... und ich habe als Frau das Gefühl, daß ich auf eigenen Füßen stehe... da hab ich was Eigenes... da hab ich mein Jodeldiplom!”
Sebastian

„...da hab ich was in der Hand... und ich habe als Frau das Gefühl, daß ich auf eigenen Füßen stehe... da hab ich was Eigenes... da hab ich mein Jodeldiplom!”
- Herbert A
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- Beiträge: 2452
- Registriert: 07.01.2004, 10:00
- Wohnort: SalzburgerLand
- Kontaktdaten:
Überwinterung
Hallo torfkopp!
Ungedämmte Dachböden sind ungeeignet, da hier auch im Winter große Temperaturschwankungen auftreten.
Vor allem im Frühjahr heizen sich ungedämmte Dachböden sehr stark auf und kühlt dann wieder ab. Aus Erfahrung kann ich Dir sagen dass dort eine Überwinterung nicht funktioniert.
Wie Sebastian schon gesagt hat, genügt es die Bäume auf dem Balkon vor der SONNE zu schützen. Den Dreispitz würde ich als einzigen deiner Bäume ein bissl besser verpacken. Wickel einfach seitlich um die Schale ein Vlies rum. Vor allem auf das gießen nicht vergessen, denn auch im Winter verdunsten die Bäume Wasser.
Liebe Grüße
Herbert
Ungedämmte Dachböden sind ungeeignet, da hier auch im Winter große Temperaturschwankungen auftreten.
Vor allem im Frühjahr heizen sich ungedämmte Dachböden sehr stark auf und kühlt dann wieder ab. Aus Erfahrung kann ich Dir sagen dass dort eine Überwinterung nicht funktioniert.
Wie Sebastian schon gesagt hat, genügt es die Bäume auf dem Balkon vor der SONNE zu schützen. Den Dreispitz würde ich als einzigen deiner Bäume ein bissl besser verpacken. Wickel einfach seitlich um die Schale ein Vlies rum. Vor allem auf das gießen nicht vergessen, denn auch im Winter verdunsten die Bäume Wasser.
Liebe Grüße
Herbert
Hallo Sebastian, Torfkopp und Herbert,
ich habe auf der letzten Sakka-Ten Ausstellung auch sehr viel Negatives über Rindenmulch, Torf etc. gehört. Nur, wenn man in einer Gegend wohnt, wo es wochenlang minus 15-20 hat, hilft das Abdecken mit einer Folie etc. wenig. Dass z.B. Ahorne einige Tage solche Temperaturen aushalten, ist mir klar, aber nicht den ganzen Winter lang.
Torfkopp, kannst du deinen Spitzboden nicht einfach ein wenig isolieren? Da hat Herbert schon recht, ein unisolierter Dachboden ist entweder zu kalt oder zu warm.
Grüße
Wolfgang
ich habe auf der letzten Sakka-Ten Ausstellung auch sehr viel Negatives über Rindenmulch, Torf etc. gehört. Nur, wenn man in einer Gegend wohnt, wo es wochenlang minus 15-20 hat, hilft das Abdecken mit einer Folie etc. wenig. Dass z.B. Ahorne einige Tage solche Temperaturen aushalten, ist mir klar, aber nicht den ganzen Winter lang.
Torfkopp, kannst du deinen Spitzboden nicht einfach ein wenig isolieren? Da hat Herbert schon recht, ein unisolierter Dachboden ist entweder zu kalt oder zu warm.
Grüße
Wolfgang
- Herbert A
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- Beiträge: 2452
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Hallo Wolfgang!
Je weniger Sonne auf die Bäume kommt umso mehr Kälte halten sie aus.
Ich habe in einem Teil meines Gartens einen Bubikopf Zimmerpflanze (Temperaturempfehlung +18 - +20 Grad) ausgesetzt. Im Winter kommt dort überhaupt keine Sonne hin. In unserer Gegend (Salzburg) sind Temperaturen von -15 bis -20 Grad durchaus keine Seltenheit und trotzdem treibt der Bubikopf jedes Frühjahr wieder wunderschön aus und wächst wie Unkraut. siehe Bild
Das ist auch für Bonsai gültig. Keine Sonne = tiefe Temperaturen.
Liebe Grüße
Herbert
Je weniger Sonne auf die Bäume kommt umso mehr Kälte halten sie aus.
Ich habe in einem Teil meines Gartens einen Bubikopf Zimmerpflanze (Temperaturempfehlung +18 - +20 Grad) ausgesetzt. Im Winter kommt dort überhaupt keine Sonne hin. In unserer Gegend (Salzburg) sind Temperaturen von -15 bis -20 Grad durchaus keine Seltenheit und trotzdem treibt der Bubikopf jedes Frühjahr wieder wunderschön aus und wächst wie Unkraut. siehe Bild
Das ist auch für Bonsai gültig. Keine Sonne = tiefe Temperaturen.
Liebe Grüße
Herbert
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- bubi4.jpg (52.9 KiB) 3082 mal betrachtet
Hallo Herbert
das war leider mein Fehler
da du deinen Beitrag hier 2 mal gepostet hast hab ich den letzten der beiden
gelöscht.
Dadurch is das Bild verschut gegangen....
Habe das aber nicht gleich gesehen da es in meinen Cache noch vorhanden
war.
Tut mir Leid wollte das noch überprüfen musste dann aber bis eben schnell
weg!
Hoffe du verzeihst mir
mfg
andi
edit:
habe das Bild nun oben wieder neu hochgeladen und es funktioniert jetzt
wieder
das war leider mein Fehler
da du deinen Beitrag hier 2 mal gepostet hast hab ich den letzten der beiden
gelöscht.
Dadurch is das Bild verschut gegangen....
Habe das aber nicht gleich gesehen da es in meinen Cache noch vorhanden
war.
Tut mir Leid wollte das noch überprüfen musste dann aber bis eben schnell
weg!
Hoffe du verzeihst mir
mfg
andi
edit:
habe das Bild nun oben wieder neu hochgeladen und es funktioniert jetzt
wieder
freundliche Grüße
andi
andi
Hallo Herbert,
entschuldige meine kritische Nachfrage denn bisher war mir der Bubikopf nur als Zimmerpflanze bekannt, doch durch Deine Erfahrungen könnte ich/wir ja noch was dazulernen.
Auf Deinem Bild (schöne Anlage - BTW) ist für mich jedenfalls nicht eindeutig zu erkennen um welchen Bodendecker es sich handelt.
Bubikopf (Soleirolia soleirolii)
Anfang des 19. Jahrhunderts vom Botaniker Soleirol in den subtropischen Bergwäldern Korsikas entdeckt. Von ihm hat sie auch ihren Namen Soleirolia soleirolii.
Früher hörte dieses hübsche, kleinblättrige Teppichgewächs auf den botanischen Namen Helxine. Es ist auf einigen Mittelmeerinseln, vor allem auf Korsika und Sardinien, daheim und wächst dort in Mauerfugen, zwischen Trittplatten und an Felsen.
Da das Bubiköpfchen knapp frosthart ist, kann man es auch bei uns draußen als sommerlichen Bodendecker im Garten halten. Nach milden Wintern treiben die unter Platten geschützten unterirdischen Triebe munter wieder aus.
entschuldige meine kritische Nachfrage denn bisher war mir der Bubikopf nur als Zimmerpflanze bekannt, doch durch Deine Erfahrungen könnte ich/wir ja noch was dazulernen.
Auf Deinem Bild (schöne Anlage - BTW) ist für mich jedenfalls nicht eindeutig zu erkennen um welchen Bodendecker es sich handelt.
Bubikopf (Soleirolia soleirolii)
Anfang des 19. Jahrhunderts vom Botaniker Soleirol in den subtropischen Bergwäldern Korsikas entdeckt. Von ihm hat sie auch ihren Namen Soleirolia soleirolii.
Früher hörte dieses hübsche, kleinblättrige Teppichgewächs auf den botanischen Namen Helxine. Es ist auf einigen Mittelmeerinseln, vor allem auf Korsika und Sardinien, daheim und wächst dort in Mauerfugen, zwischen Trittplatten und an Felsen.
Da das Bubiköpfchen knapp frosthart ist, kann man es auch bei uns draußen als sommerlichen Bodendecker im Garten halten. Nach milden Wintern treiben die unter Platten geschützten unterirdischen Triebe munter wieder aus.
Grüße aus dem sonnigen Baden
Gary
Arbeitskreis Karlsruhe im BCD
Gary
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- Herbert A
- Freundeskreis
- Beiträge: 2452
- Registriert: 07.01.2004, 10:00
- Wohnort: SalzburgerLand
- Kontaktdaten:
Hallo Garry!
Ich weiß es nicht genau welcher Art mein Bubikopf im Garten angehört, nehme jedoch sehr stark an dass es ein Soleirolia soleirolii ist.
Auf die Idee den Bubikopf auszusetzen bin ich gekommen, da ich zuerst einen Moosgarten hatte. Für Amseln ist ein Moosgarten ein Paradies und darum haben sie mir jeden Tag die Moospolster ausgerissen. Eine Zeitlang habe ich täglich die kleinen Moospölsterchen wieder zusammengesammelt und an ihren Platz gesetzt. Irgendwann wurde mir das echt zu blöd und hab dann in einem Eck angefangen einen Bubikopf auszupflanzen.
Hab dann gestaunt als er unseren Winter überlebt hat.
Mein Kiesgarten ist ca 7 m lang und 3m breit. Den hat er innerhalb von 2 Jahren komplett umrandet. Mittlerweile muss ich während des Sommers immer wieder einige Kübel ausreissen damit er mir nicht alles zuwuchert.
Auch da ist der Bubikopf praktisch, weil er keine tiefen Wurzeln bildet und leicht im Zaum zu halten ist.
Im Freien überlebt er den Winter aber wirklich nur wenn er keine Sonne bekommt. Ob er den Winter mit Sonne aber unter abgedeckt durch ein Vlies überlebt kann ich Dir im Frühjahr sagen.
Insgesamt ist der Bubikopf eine problemloser und zu Bonsai passender Bodendecker.
Liebe Grüße
Herbert
Ich weiß es nicht genau welcher Art mein Bubikopf im Garten angehört, nehme jedoch sehr stark an dass es ein Soleirolia soleirolii ist.
Auf die Idee den Bubikopf auszusetzen bin ich gekommen, da ich zuerst einen Moosgarten hatte. Für Amseln ist ein Moosgarten ein Paradies und darum haben sie mir jeden Tag die Moospolster ausgerissen. Eine Zeitlang habe ich täglich die kleinen Moospölsterchen wieder zusammengesammelt und an ihren Platz gesetzt. Irgendwann wurde mir das echt zu blöd und hab dann in einem Eck angefangen einen Bubikopf auszupflanzen.
Hab dann gestaunt als er unseren Winter überlebt hat.
Mein Kiesgarten ist ca 7 m lang und 3m breit. Den hat er innerhalb von 2 Jahren komplett umrandet. Mittlerweile muss ich während des Sommers immer wieder einige Kübel ausreissen damit er mir nicht alles zuwuchert.
Auch da ist der Bubikopf praktisch, weil er keine tiefen Wurzeln bildet und leicht im Zaum zu halten ist.
Im Freien überlebt er den Winter aber wirklich nur wenn er keine Sonne bekommt. Ob er den Winter mit Sonne aber unter abgedeckt durch ein Vlies überlebt kann ich Dir im Frühjahr sagen.
Insgesamt ist der Bubikopf eine problemloser und zu Bonsai passender Bodendecker.
Liebe Grüße
Herbert
Hallo Herbert,
Vielen Dank für Deinen Erfahrungsbericht. Das eröffnet ja ganz neue Möglichkeiten,
denn die Probleme mit Moos oder anderen Ersatzpflanzen hast Du ja schon angesprochen.
Also nochmals Danke und lass und bei gegebener Zeit mal wissen ob die Überwinterung in der Sonne aber unter Vlies auch klappt.
Vielen Dank für Deinen Erfahrungsbericht. Das eröffnet ja ganz neue Möglichkeiten,
Also nochmals Danke und lass und bei gegebener Zeit mal wissen ob die Überwinterung in der Sonne aber unter Vlies auch klappt.
Grüße aus dem sonnigen Baden
Gary
Arbeitskreis Karlsruhe im BCD
Gary
Arbeitskreis Karlsruhe im BCD
Hallo an alle, die in Torf oder Rindenmulch überwintern.
Ich werde mangels anderer Möglichkeiten meine Pflanzen trotzdem in Porocell und Rindenmulch überwintern.
Viele Grüße
Wolfgang
Angeblich kommt es bei diesen Substraten (die ausserdem zu sauer sein sollen) durch Feuchtigkeit zur Fäulnisbildung. Wolfgang Putz hat mir davon abgeraten und gemeint, es sei besser, in normale Erde einzugraben.thomasK hat geschrieben:Wolfgang könntest Du dies etwas näher erläutern. Welche negativen Erfahrungen existieren denn in diesem Zusammenhang?ich habe auf der letzten Sakka-Ten Ausstellung auch sehr viel Negatives über Rindenmulch, Torf etc. gehört.
Danke,
Thomas
Ich werde mangels anderer Möglichkeiten meine Pflanzen trotzdem in Porocell und Rindenmulch überwintern.
Viele Grüße
Wolfgang
