9 Teilnehmer des AK-Bruchköbel machten sich auf den Weg nach Belgien um den ersten WS des Jahres 2009 zu erleben.
Für einige von uns war es der erste Besuch bei Jean Paul Polmans.
Diese Personen habe ich schon mal vorsorglich vor seinem schwarzen Humor gewarnt.
Der Rest war bereits schon mal in seinem Studio gewesen und wusste auf was mich sich eingelassen hat:
Jede Menge Arbeit
Drahtorgien
Tolle Bäume
Jede Menge Spaß
Workshop mit Suchtpotential
Ein kleiner aber mächtiger WS-Leiter
Letztes Jahr hatten wir bereits gute Erfahrungen mit einem WS über 2 Tage gemacht. Deshalb haben wir auch dieses Mal 2 Tage im Bonsaifieber in Belgien verbracht.
Bei der Ankunft ist immer eine allgemeine Nervosität bei den Leuten festzustellen, die noch einen Baum aussuchen müssen. Auch dieses Mal enttäuschte uns JPP nicht. Er hatte für jeden etwas in seinem Bestand. In jeder Preisklasse konnte man seinen zukünftigen Traumbaum finden. Gleichgültig ob Laub- oder Nadelbaum. Ob große oder kleine Bäume.
Mein persönliches Problem besteht immer darin, dass ich immer mehrere Bäume oder Schalen ganz toll finde. Auch dieses Mal haben wir schon für den nächsten WS Bäume ausgesucht oder reserviert. Der Mann ist mein persönlicher Ruin.
Wir begannen gleich mit einem Highlight. JPP zeigte allen nochmals die 2 von Mario Komsta gestalteten Bäume. Wir konnten uns alles in aller Ruhe und im Detail anschauen. Macht wirklich Spaß. Allerdings war der erste Spruch von JPP: So, ihr habt jetzt alle gesehen wie drahten aussehen kann, wer nicht am Ende ein vergleichbares Resultat vorzeigen kann, muß alles noch mal machen. Daraufhin packte ich meine Sachen wieder zusammen und teilte mit, dass ich dieses Mal nur Zuschauen möchte.
Dann haben wir unsere Bäume sehr detailliert besprochen. Für mich ist das immer der spannenste Moment bei einem WS. Es gibt Bäume die geben alles vor. Es gibt aber Bäume, da sehe ich erst einmal nur Gestrüpp. Da fragst du dich dann: Was will der mit diesem Baum?
Aber JPP blüht richtig auf. Dieses Mal sprühte er vor Elan. Ich ahnte schlimmes.
Dann war es auf einmal richtig ruhig im Studio. Jeder hatte seine Arbeit und versuchte sich beim zupfen der Nadeln, beim drahten, beim säubern des Stammes und und und .... .
Ingo packte sogar sein chirugisches Besteck aus, um an einem Baum das Totholz zu bearbeiten. Mit den Messern hätte man auch ohne weiteres eine Operation am offenen Herzen ausführen können.
Aber wir wären ja nicht der AK Bruchköbel wenn wir nicht auch immer etwas Spaß in den ernsten Teil eines Bonsai WS bringen würden.
Die Bilder sprechen glaube ich für sich. Wir hatten jede Art von Getränken zur Verfügung.
Whisky, Rotwein, Genever, Marille und Williams. Ich glaube es gab auch Wasser. Da bin ich mir aber nicht sicher. Hat schon Vorteile so ein WS über 2 Tage. Keiner muß fahren. Einige von uns sahen später etwas angeschlagen aus. Sie sagten aber, das es von den Dämpfen der Bäume ausgelöst wurde. Naja.
Wir haben wieder die gesamt Palette bei der Gestaltung von Bonsai abgearbeitet. Die Verwandlung der einzelnen Gestrüppe zum wirklich vorzeigbaren Baum ist bemerkenswert.
Teilweise wurde dann auch noch umgetopft. Es mussten Schalen ausgesucht werden. Es ist einfacher wenn einige Leute bei so etwas anwesend sind. Brian Albright hat wieder jede Menge Arbeit bekommen. Er muß die Lücken im Regal von JPP wieder auffüllen. Also los Brian, komme mal in die Gänge.
So, genug geschwafelt. Ich hoffe, dass euch unser Bericht und die Bilder gefallen.
Wir hatten jede Menge Spaß, haben wieder viel gelernt und sind nach 2 Tagen glücklich nach Hause gefahren.
Allerdings hatten einige nach den 2 Tagen Übergewicht. Die Verpflegung von JPPs´ Frau war wieder hervorragend. Ich glaube ja, das ist der eigentliche Grund warum wir jedes Jahr wiederkommen. Die gute Verpflegung.
Grüße
