Hallo,
ich habe einen kleinen Rosmarin. Die Pflanze war mal eine Gewürzpflanze, aber seit ein paar Jahren steht sie bei mir, im Sommer draußen, im Winter in einem ungeheizten Zimmer.
Die letzten Jahre hat sie das prima überstanden, auch die Überwinterung.
Vorn blüht sie mit ein paar wenigen Blüten, aber nun sind nacheinander schon zwei Äste abgestorben.
Hat vielleicht jemand eine Idee, woran das liegen könnte.
Sollte eigentlich mal ein süßer kleiner Shohin werden.
Rücktrocknung von Zweigen bei Rosmarin
Re: Rücktrocknung von Zweigen bei Rosmarin
hmm, ich kann nur aus eigener erfahrung sagen, dass rosmarin eigentlich wiunterhart ist. als busch im garten sowieso, aber mit etwas schutz sollte das auch in der schale kein problem sein.
Gruss, Achim
"Der kürzeste Weg zum Glück ist der Weg in den Garten"
chinesische Weisheit
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Re: Rücktrocknung von Zweigen bei Rosmarin
Die Winterhärte bei Rosmarin ist wohl sortenabhängig.
Aber bisher habe ich ihn immer so wie beschrieben überwintert. Das war nie ein Problem.
Nur dieses Jahr zickt er rum.
Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass er, bis es richtig kalt wurde, draußen stand. Einmal hat er auch Frost abbekommen. Aber daran kann es eigentlich nicht liegen. Das ist schon zwei Monate her, und die Rücktrocknung beginnt erst seit kurzem.
Aber bisher habe ich ihn immer so wie beschrieben überwintert. Das war nie ein Problem.
Nur dieses Jahr zickt er rum.
Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass er, bis es richtig kalt wurde, draußen stand. Einmal hat er auch Frost abbekommen. Aber daran kann es eigentlich nicht liegen. Das ist schon zwei Monate her, und die Rücktrocknung beginnt erst seit kurzem.
Re: Rücktrocknung von Zweigen bei Rosmarin
bei einigen arten, wo es so "grenzwertig" ist, wird die pflanze ja durch die fehlende winterruhe nach und nach erst geschwächt. d.h., die ersten winter geht es noch gut. ob das allerdings in deinem fall auch eine rolle spielt... 
Gruss, Achim
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Re: Rücktrocknung von Zweigen bei Rosmarin
Das mit der Schwächung kenne ich von der chin. Ulme. Da habe ich mal einen Vergleich gemacht, drinnen und draußen überwintert. Die Ergebnisse haben mich überzeugt, und ich überwintere die nur noch draußen.
Aber beim Rosmarin ist das nicht so. Erstens wächst die Pflanze (fast) nicht,
und zweitens äußert sich eine solche Schächung eher durch Geiltriebe.
Anfangs hatte die im Winter immer Mehltau. Aber seit ein paar Jahren nicht mehr.
D.h. entweder werden ältere Pflanzen dagegen resistent, oder die Pflanze ist gesund genug, um dagegen ankämpfen zu können.
Es wundert mich auch, dass andere Zweige derzeit blühen.
Fünf/sechs Jahre habe ich ihn schon, aber sowas hatte ich noch nie. Bin ernsthaft in Sorge, denn Rosmarin finde ich besonders toll.
Um einen Wurzelschaden auszuschließen, habe ich mal nachgesehen. Keine fauligen Wurzeln, nur das Substrat roch nicht ganz so gut, streng säuerlich. Deswegens gab´s frische Erde.
Aber beim Rosmarin ist das nicht so. Erstens wächst die Pflanze (fast) nicht,
und zweitens äußert sich eine solche Schächung eher durch Geiltriebe.
Anfangs hatte die im Winter immer Mehltau. Aber seit ein paar Jahren nicht mehr.
D.h. entweder werden ältere Pflanzen dagegen resistent, oder die Pflanze ist gesund genug, um dagegen ankämpfen zu können.
Es wundert mich auch, dass andere Zweige derzeit blühen.
Fünf/sechs Jahre habe ich ihn schon, aber sowas hatte ich noch nie. Bin ernsthaft in Sorge, denn Rosmarin finde ich besonders toll.
Um einen Wurzelschaden auszuschließen, habe ich mal nachgesehen. Keine fauligen Wurzeln, nur das Substrat roch nicht ganz so gut, streng säuerlich. Deswegens gab´s frische Erde.
Re: Rücktrocknung von Zweigen bei Rosmarin
Mit der Winterhärte von Rosmarin ist das so eine Sache. Mir sind diesen Winter zwei (Gartenpflanzen) erfrorern. Ich hoffe dass sie nach einem kräftigen Rückschnitt nun im Frühjahr wieder austreiben. Also minus 17° scheint zu viel gewesen zu sein. Als Bonsai würde ich sie aufjeden Fall schützen. Nicht unbedingt rein holen aber zumindest vor extremen Frösten beschützen.
I say, if your knees aren't green by the end of the day, you ought to seriously re-examine your life.
(Calvin & Hobbes)
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Re: Rücktrocknung von Zweigen bei Rosmarin
Meine Pflanze war ja drinnen. Und es sind zwei Äste zurückgetrocknet. Ich habe Angst, dass es noch mehr werden.
- Andreas Ludwig
- Mentor
- Beiträge: 6756
- Registriert: 29.03.2005, 16:50
- Wohnort: Schweiz
Re: Rücktrocknung von Zweigen bei Rosmarin
Heut' ist Küchentag - wenn ich zur Olive was schreibe, nehme ich den Rosmarin gleich mit...
Ernsthaft. Rosmarin ist ein typischer Strauch. Die verhalten sich etwas anders als Bäume. Sie müssen damit leben, ihre Existenz auf bequemer Tritt- und Frasshöhe zu verbringen und gelegentlich in einem Brändchen geröstet zu werden. Darum ist es für sie eigentlich normal, ganze Abschnitte aufzugeben und aus dem Stock neu zu treiben und bedeutet nicht, dass sie dem Tod nahe sind. Darum ist er auch so «halb winterhart» - angepasstes Verhalten.
Jetzt darf man nicht vergessen, dass unser Boden selten durchfriert (jedenfalls dort, wo Rosmarin wild wächst), Schalen dagegen schon. Das macht was aus, vor allem, wenn man immergrün ist, denn dann klappts nicht mehr mit der Grundversorgung. «Erfrieren» bedeutet meist Vertrocknen. Also wäre «rein» generell schon besser als «raus» für einen Lieblingsrosmarin.
Im Zimmer ist es aber eigentlich garstig. Von der Temperatur her fast Sommer, vom Licht und der Luftfeuchtigkeit her aber nicht - ein Ungleichgewicht, mit dem viele Pflanzen kämpfen. Die blassgrünen Triebe, die es dann an Ulmen, Fici, Ligustern etc. gibt, wurden schon erwähnt. Die macht ein Rosmarin zwar nicht, aber glücklich ist er auch nicht. Dann tut er halt wieder, was er immer tut und «zieht sich ein bisschen zurück», gibt etwas auf und wartet auf bessere Zeiten. Blöd für die Gestaltung, klar, denn es geht ja immer das ein, was die Form am besten betont hat...
Darum tue ich, was ich auch fast immer tue und empfehle wieder mal das Kalthaus. Mögen viele irgendwie nicht, weil es in «modernen, urbanen Lebensführungskonzepten» von Architekten gar nicht mehr Bestandteil ist (im Gegensatz zu früher, wo ganze Teile grösserer Häuser nur teilweise oder nicht beheizt wurden im Winter). Muss aber sein, was bedeutet, dass man entweder nach einem Kalthaus sucht, sich eins macht - oder die Auswahl der Pflanzenarten anpasst.
Einfacher: Wer mediterrane Arten halten will, ohne im Winter eine helle, kühle Zone anbieten zu können, tut sich und den Pflanzen was an. Klar wird jetzt jemand berichten, dass das bei ihm wunderbar geht. Dann hat er/sie Glück, aber nicht bewiesen, dass es grundsätzlich eine überlegene Methode ist. Woanders in der gleichen Stadt, bei etwas trockenerer Luft und bloss einem Nordwestfenster siehts dann bereits anders aus. Aber vielleicht verwechselt er/sie auch bloss tropische Arten mit mediterranen - die sind letztlich leichter durchzukriegen als die aus der relativen Nähe der Mittelmeerküsten.
Und noch was ganz zuletzt: Finger weg von den Wurzeln in dieser Zeit. Kommt nicht gut. Lieber anders giessen als umtopfen. Rosmarin ist ein Gestrüpp für trockene Halden, die gewöhnlich dick mit allerhand «Grünstreusel» belegt sind - welke Blätter, Ästchen, was halt so anfällt im Dickicht. Das bedeutet lockeren, leicht sauren, eher trockenen Boden. Sieht man sich die Blätter an, erkennt man den Spezialisten für Wassersparen: Dicke Wachschicht auf ledrigen, kompakten, fast gerollten Blättern. So einer hält auch mal etwas weniger Wasser aus, mags aber nicht sumpfig.
Ernsthaft. Rosmarin ist ein typischer Strauch. Die verhalten sich etwas anders als Bäume. Sie müssen damit leben, ihre Existenz auf bequemer Tritt- und Frasshöhe zu verbringen und gelegentlich in einem Brändchen geröstet zu werden. Darum ist es für sie eigentlich normal, ganze Abschnitte aufzugeben und aus dem Stock neu zu treiben und bedeutet nicht, dass sie dem Tod nahe sind. Darum ist er auch so «halb winterhart» - angepasstes Verhalten.
Jetzt darf man nicht vergessen, dass unser Boden selten durchfriert (jedenfalls dort, wo Rosmarin wild wächst), Schalen dagegen schon. Das macht was aus, vor allem, wenn man immergrün ist, denn dann klappts nicht mehr mit der Grundversorgung. «Erfrieren» bedeutet meist Vertrocknen. Also wäre «rein» generell schon besser als «raus» für einen Lieblingsrosmarin.
Im Zimmer ist es aber eigentlich garstig. Von der Temperatur her fast Sommer, vom Licht und der Luftfeuchtigkeit her aber nicht - ein Ungleichgewicht, mit dem viele Pflanzen kämpfen. Die blassgrünen Triebe, die es dann an Ulmen, Fici, Ligustern etc. gibt, wurden schon erwähnt. Die macht ein Rosmarin zwar nicht, aber glücklich ist er auch nicht. Dann tut er halt wieder, was er immer tut und «zieht sich ein bisschen zurück», gibt etwas auf und wartet auf bessere Zeiten. Blöd für die Gestaltung, klar, denn es geht ja immer das ein, was die Form am besten betont hat...
Darum tue ich, was ich auch fast immer tue und empfehle wieder mal das Kalthaus. Mögen viele irgendwie nicht, weil es in «modernen, urbanen Lebensführungskonzepten» von Architekten gar nicht mehr Bestandteil ist (im Gegensatz zu früher, wo ganze Teile grösserer Häuser nur teilweise oder nicht beheizt wurden im Winter). Muss aber sein, was bedeutet, dass man entweder nach einem Kalthaus sucht, sich eins macht - oder die Auswahl der Pflanzenarten anpasst.
Einfacher: Wer mediterrane Arten halten will, ohne im Winter eine helle, kühle Zone anbieten zu können, tut sich und den Pflanzen was an. Klar wird jetzt jemand berichten, dass das bei ihm wunderbar geht. Dann hat er/sie Glück, aber nicht bewiesen, dass es grundsätzlich eine überlegene Methode ist. Woanders in der gleichen Stadt, bei etwas trockenerer Luft und bloss einem Nordwestfenster siehts dann bereits anders aus. Aber vielleicht verwechselt er/sie auch bloss tropische Arten mit mediterranen - die sind letztlich leichter durchzukriegen als die aus der relativen Nähe der Mittelmeerküsten.
Und noch was ganz zuletzt: Finger weg von den Wurzeln in dieser Zeit. Kommt nicht gut. Lieber anders giessen als umtopfen. Rosmarin ist ein Gestrüpp für trockene Halden, die gewöhnlich dick mit allerhand «Grünstreusel» belegt sind - welke Blätter, Ästchen, was halt so anfällt im Dickicht. Das bedeutet lockeren, leicht sauren, eher trockenen Boden. Sieht man sich die Blätter an, erkennt man den Spezialisten für Wassersparen: Dicke Wachschicht auf ledrigen, kompakten, fast gerollten Blättern. So einer hält auch mal etwas weniger Wasser aus, mags aber nicht sumpfig.
It is not enough to be busy. So are the ants. The question is: What are we busy about?
(Thoreau)
(Thoreau)
Re: Rücktrocknung von Zweigen bei Rosmarin
Dann hoffe ich mal, dass du recht behältst und es bei "nur" zwei Ästen bleibt.
Das leidige Kalthausproblem kenne ich leider nur zu gut.
Durch mein Schlafzimmer gehen zwei Heizungsrohre, und wenn die Nachbarn über einem heizen, als wenn es nächstes Jahr kein Öl mehr gibt, hilft es auch nicht, wenn man selber die Finger vom Thermostat lässt.
Meine Olive kommt damit erstaunlich gut klar, andere mediterane Gewächse dagegen weniger.
Das leidige Kalthausproblem kenne ich leider nur zu gut.
Durch mein Schlafzimmer gehen zwei Heizungsrohre, und wenn die Nachbarn über einem heizen, als wenn es nächstes Jahr kein Öl mehr gibt, hilft es auch nicht, wenn man selber die Finger vom Thermostat lässt.
Meine Olive kommt damit erstaunlich gut klar, andere mediterane Gewächse dagegen weniger.
