Herausforderung
- Walter Pall
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Herausforderung
In zehn Tagen fliege ich wieder nach Amerika. Neben vielen anderen sehr reizvollen Aufgaben wartet dieser Rocky Moutain Wacholder auf mich in Cleveland, Ohio. Der Baum soll in einem Tag völlig durchgestaltet werden. Er stammt von der Gegend Wyoming/South Dakota, ist mehr als 500 Jahre alt, war da bevor Columbus in Amerika war.
Der Baum ist etwa 60 cm hoch und wahrlich eine Herausforderung, wie man sehen kann.
Was meint Ihr so?
mfg
Walter Pall
Der Baum ist etwa 60 cm hoch und wahrlich eine Herausforderung, wie man sehen kann.
Was meint Ihr so?
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Walter Pall
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- Martin_S
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Re: Herausforderung
Das das eine besonders schöne Herausforderung ist, zum Beispiel.Walter Pall hat geschrieben:... und wahrlich eine Herausforderung, wie man sehen kann.
Was meint Ihr so?
Gute Reise!
M
Hallo Walter,
wünsche Dir viel Spaß und noch mehr tolle Erlebnisse auf dieser Reise. Kannst uns ja hinterher wieder ein paar Fotos zeigen.
Was den Wacholder angeht versteht ich nicht für was man da einen Österreicher braucht - tät´s zum Drahten da nicht auch ein "Neger"?
wünsche Dir viel Spaß und noch mehr tolle Erlebnisse auf dieser Reise. Kannst uns ja hinterher wieder ein paar Fotos zeigen.
Was den Wacholder angeht versteht ich nicht für was man da einen Österreicher braucht - tät´s zum Drahten da nicht auch ein "Neger"?
Grüße aus dem sonnigen Baden
Gary
Arbeitskreis Karlsruhe im BCD
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PeterTischer
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Das nenn´ ich ein feines Wacholder-"Baby", Walter. - Mach was draus!
Und genieße die Tage in Amerika.
Grüße! Wolfgang
http://www.yamadori-bonsai.info
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Nun ob das auch die beste Vorderseite ist,
aber sollte es so sein so habe ich einmal schnell einen klassischen Baum vorgeschlagen. 
Herzliche Grüße aus Wien!
Ihr seit gerne eingeladen in meine http://www.bonsaiwerkstatt.at/
Karl Thier
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Vor Ort in Cleveland am Eriesee war dann die Herausforderug wirklich eine.
Der Baum wirkte gewaltig, aber äußerst ungeschlacht. Eine rieseige fette Totholzzone trohnte auf einem relataiv sehr dünnen Wurzelansatz, der zwar technisch das Gebilde leicht tragen konnte, jedoch optisch irgendwie ganz blöd wirkte.
Der riesige bräunliche Jin war bis vor zwei Jahren ein lebender Sub-Stamm, der wohl absichtlich von Grün befreit und abgeschält wurde.
Nach langem Hin-und Herdrehen stellte sich dann heraus, dass die biserhige Vorderseite leicht verschoben im Uhrzeigersinn um 15 Grad bleiben sollte. Da stand dann der monströse Jin im Wege. Also wurde er abgesägt und die gewaltige künstliche Schnittstelle ins echte Totholz einbezogen.
Inzwischen ist die Bearbeitung Standdard: mit Oberfräsen verschiedener Größenordnung wird das Holz kunstvoll zurechtgeschnitzt. Dann wird es mit einem Lötbrenner in Brand gesetzt, bis es oberflächlich völlig schwarz ist. Danach mit Stahl- und Messingbürsten behandelt, bis es natürlich entstanden erscheint. Dann das Ganze mit Jinmittel eingestrichen. Das ist dann natürlich noch nicht ganz glaubwürdig, weil zu frisch. Es braucht einige Jahre um eine Patina zu erhalten, die dann wir Totholz aussehen soll, das neben dem echten, das mehrere hundert Jahre alt ist, nicht unangenehm auffällt.
Das Ergebnis war dann einwohl glaubwürdiger Totholzbereich, der aber über einem viel zu dünnen Stammansatz lag.
Das ist ein häufiger Fehler bei diesen Wacholdern, die um die 1000 (eintausend!) Jahre alt sind.
Lösung: ein Teil-Tanuki. Dort wo ein dicker Stammansatz sein soll, bringt man irgend etwas an, was diesen sehr gut simuliert. Im konkreten Fall war vorerst kein geeignetes Totholz voehanden. Also wurde provisorisch ein Stein angesetzt. aber das reicht nicht ganz. Die Virtuals zeigen, dass geignetes Totholz, das von einem ähnlich alten Wacholder kommen wird, den Dienst gut versehen wird.
Die Krone war Standard. aber natürlich nur als Erstgestltung zu gebrauchen. Sie muß so umfangeich werden, dass sie die Gewalt des Totholzbereiches optisch affängt. Die Virtuals zeigen, was ich mir in 5 bis 10 Jahren vorstelle.
Insgesamt ein voller Tag, zehn Stunden Arbeit. Mel Goldstein schien sehr zufrieden.
mfg
Walter Pall
Der Baum wirkte gewaltig, aber äußerst ungeschlacht. Eine rieseige fette Totholzzone trohnte auf einem relataiv sehr dünnen Wurzelansatz, der zwar technisch das Gebilde leicht tragen konnte, jedoch optisch irgendwie ganz blöd wirkte.
Der riesige bräunliche Jin war bis vor zwei Jahren ein lebender Sub-Stamm, der wohl absichtlich von Grün befreit und abgeschält wurde.
Nach langem Hin-und Herdrehen stellte sich dann heraus, dass die biserhige Vorderseite leicht verschoben im Uhrzeigersinn um 15 Grad bleiben sollte. Da stand dann der monströse Jin im Wege. Also wurde er abgesägt und die gewaltige künstliche Schnittstelle ins echte Totholz einbezogen.
Inzwischen ist die Bearbeitung Standdard: mit Oberfräsen verschiedener Größenordnung wird das Holz kunstvoll zurechtgeschnitzt. Dann wird es mit einem Lötbrenner in Brand gesetzt, bis es oberflächlich völlig schwarz ist. Danach mit Stahl- und Messingbürsten behandelt, bis es natürlich entstanden erscheint. Dann das Ganze mit Jinmittel eingestrichen. Das ist dann natürlich noch nicht ganz glaubwürdig, weil zu frisch. Es braucht einige Jahre um eine Patina zu erhalten, die dann wir Totholz aussehen soll, das neben dem echten, das mehrere hundert Jahre alt ist, nicht unangenehm auffällt.
Das Ergebnis war dann einwohl glaubwürdiger Totholzbereich, der aber über einem viel zu dünnen Stammansatz lag.
Das ist ein häufiger Fehler bei diesen Wacholdern, die um die 1000 (eintausend!) Jahre alt sind.
Lösung: ein Teil-Tanuki. Dort wo ein dicker Stammansatz sein soll, bringt man irgend etwas an, was diesen sehr gut simuliert. Im konkreten Fall war vorerst kein geeignetes Totholz voehanden. Also wurde provisorisch ein Stein angesetzt. aber das reicht nicht ganz. Die Virtuals zeigen, dass geignetes Totholz, das von einem ähnlich alten Wacholder kommen wird, den Dienst gut versehen wird.
Die Krone war Standard. aber natürlich nur als Erstgestltung zu gebrauchen. Sie muß so umfangeich werden, dass sie die Gewalt des Totholzbereiches optisch affängt. Die Virtuals zeigen, was ich mir in 5 bis 10 Jahren vorstelle.
Insgesamt ein voller Tag, zehn Stunden Arbeit. Mel Goldstein schien sehr zufrieden.
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- mit Totholz.
Dann ist der Baum zum ersten mal wirklich vorzeigbar. Das ist kein Traum, sondern das geht wirklich. - Dscn9480vr2.jpg (60.08 KiB) 5159 mal betrachtet
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- in fünf bis zehn Jahren mit Stein
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- Totholz mit Jinmittel angestrichen. Braucht einige Jahre für Patina
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- nach der Kronengestaltung. Das sieht noch immer monströs aus
- Dscn9480v.jpg (57.23 KiB) 5159 mal betrachtet
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- das war der dicke Jin
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- Zwischenergebnis
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- nach der Fräsarbeit wird das Holz in Brand gesteckt. Natürlcih wird der lebende Teil sehr gut geschützt.
- Dscn9476v.jpg (58.75 KiB) 5159 mal betrachtet
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- das Monstrum
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- Mel Goldstein mit seiner Herausforderung
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- Wolfgang
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Walter,
vielleicht täuscht das Bild ein wenig, aber das Totholz unmittelbar über dem Stamm sieht mir ein wenig zu monströs aus.
Wie war DEIN Eindruck in natura
vielleicht täuscht das Bild ein wenig, aber das Totholz unmittelbar über dem Stamm sieht mir ein wenig zu monströs aus.
Wie war DEIN Eindruck in natura
Grüße! Wolfgang
http://www.yamadori-bonsai.info
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War besser, dass du ihn nicht zum Eunuchen gemacht hast ......
Mit mehr Grün könnte es besser werden. - Sonst gilt es, die Fräse noch einmal zu starten .....
Mit mehr Grün könnte es besser werden. - Sonst gilt es, die Fräse noch einmal zu starten .....
Grüße! Wolfgang
http://www.yamadori-bonsai.info
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- donaurieder
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Das beweist doch wirklich mal die Intelligenz einer Pflanze.
Mogelt sich an Columbus und sämtlichen "Nacheinfallern" vorbei, trotzt allen Unbillen der Natur um dann nach hunderten von Jahren vertrauensvoll in die Hände eines Mannes aus Attenheim zu sinken
Ich würd mich wahrscheinlich nicht mal trauen ihn zu giesen
Hoffentlich gibts mal wieder Bilder ?
(Besonders mit der Totholz-Version)
Danke für den Bericht und Grüße
Hermann.
Mogelt sich an Columbus und sämtlichen "Nacheinfallern" vorbei, trotzt allen Unbillen der Natur um dann nach hunderten von Jahren vertrauensvoll in die Hände eines Mannes aus Attenheim zu sinken
Hoffentlich gibts mal wieder Bilder ?
(Besonders mit der Totholz-Version)
Danke für den Bericht und Grüße
Hermann.
