Dreispitzahorn

Der richtige Ort Bonsai (Baum in Schale mit gewisser Reife) vorzustellen und zu präsentieren. Der Threadersteller möge bitte im Eröffnungsthread darauf hinweisen wenn allgemeine Kommentare unerwünscht sind. Andernfalls stellt sicher, dass ihr etwaige fachliche Kritik durch die "DREI SIEBE" gesiebt habt!
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Wolfgang
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Beitrag von Wolfgang »

..... und neue Vorderseite. :o

Die neue Schale gefällt mir wesentlich besser :!:
Von wem ist die, Walter?
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Thomas P.
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Beitrag von Thomas P. »

Reiner Goebel hat geschrieben: Dieser Baum ist BONSAI.
Hallo,
Reiner hat mir aus der Seele gesprochen.
Als alter Haase kann er das auch, mir steht das sicher nicht zu.
Es ist mir unverständlich, daß jemand sich für diesen Baum, der für mich dem Ideal von einem Dreispitz absolut nahe kommt, entschuldigen kann, muß oder will. Selbst wenn Walter Pall künstlerisch jetzt auf den Naturalismus propagiert,, kann man doch zu stehen.

Daß der Baum mehrfach preisgekrönt ist, wundert mich nicht und bestätigt mich in meiner Überzeugung, daß der klassischen Bonsai auch in Europa und anderswo nach wie eine Zukunft hat, er gegen vorübergehende Trends immun ist.
Viele Grüße
Thomas Pallmer

Bonsai-Wandkalender 2019
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Wolfgang
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Beitrag von Wolfgang »

Thomas P. hat geschrieben:Daß der Baum mehrfach preisgekrönt ist, wundert mich nicht und bestätigt mich in meiner Überzeugung, daß der klassischen Bonsai auch in Europa und anderswo nach wie eine Zukunft hat, er gegen vorübergehende Trends immun ist.
ER hat bestimmt auch in Europa Zukunft, Thomas.
Aber auch andere Wege müssen eingeschlagen werden dürfen ........

PS: Keine Angst. - Walter´s Bäume sind überwiegend "klassisch" gestaltet. - Oder Walter :?: :wink:
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Walter Pall
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Beitrag von Walter Pall »

ja, aber ich lasse sie jetzt alle verwildern.

Oder so.

Die Schale ist von Derek Aspinall
Meine Beiträge und Bäume dürfen gerne kritsch beurteilt und diskutiert werden.
Aber bitte nicht unbedingt mit mir.

mit freundlichen Grüßen
Walter Pall
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Wolfgang
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Beitrag von Wolfgang »

Walter Pall hat geschrieben:ja, aber ich lasse sie jetzt alle verwildern.
Oder so.
Bin ja schon gespannt ......... - Du bist wohl nun voll in der "Sturm und Drang Phase"!? :wink:
Hyperion
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Beitrag von Hyperion »

im sturm und drang wird doch nicht alles verwildert oder? :?
Gruß BJÖRN
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Tom E.
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Beitrag von Tom E. »

Sieht toll aus, Walter!

Viele Grüße,
TOM ENGELN
Reiner Goebel
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Beitrag von Reiner Goebel »

Walter Pall hat geschrieben: Wenn ein Bonsai erst einmal traditionell versaut ist, dann ist er kaum wieder natürlich zu gestalten.
:roll: :wink: :lol:

Na, nun mach Dich aber nicht total lächerlich. :wink:

Wenn erst ein 'Bonsai' auf 'natürlich' getrimmt ist, ist er verhunzt und für alle Zukunft als Bonsai unbrauchbar.

OK, vielleicht nicht unbedingt, sofern er in die Hände eines 'Könners' gerät.
Reiner G.
Bernd_H
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Beitrag von Bernd_H »

So, jetzt mische mich ich mir hier mal nach langer Forumsabstinenz wieder mal in diese Diskussion ein. Nachdem Betrachten der ersten beiden Fotos bin ich völlig bei Walters und Susis Meinung. Walters letztes Bild hat mich allerdings noch mal ins grübeln gebracht, denn da schaut der Bursche ja gar net so schlecht aus. Nach vordergründigen Empfinden sogar recht gut, denn es gibt nur 3 Dimensionen den „Wummer“stammansatz(1), der (hier zu seinem Glück) gleich in der recht harmonischen Krone (2) verschwindet, die sich aus gleichmäßig großen (kleinen) Blättern (3) zusammensetzt.
Ich bin der Ansicht, das ist so ein (Boah-)Sommerbaum, wie ihn der Sommerausstellungsbesucherlaie sieht und ihm den Publikumspreis verpasst. Der Nichtmehrganzlaie weiß allerdings, dass dieser Wummerstamm auf der ultrakurzen Distanz (hinter dem Laubkleid) bis zur Spitze zu einer feinen Verzweigung geführt werden muss. Und dann brauch ich gar keine Winterbilder, um mir vorzustellen, dass das irgendwie doof ausschauen muss.
Ich denke, dass ist so eine Mittel-zum-Zweck Ästhetik die sich die Bonsaiwelt angeeignet hat: Der Baum muss im Winter so doof (oder sagen wir einfach unnatürlich) ausschauen um im Sommer so nett sein zu können. Irgendwann gewöhnt man sich an diese Unnatürlichkeit und am Ende findet man es noch hübsch. Hübsch aus Tradition. (Ich stelle hier Rassezüchtungen von Hunden und Katzen zum Vergleich: nicht lebensfähig aber geschleckt).
Umgekehrt kann ich Walters Ansatz von dem nach dem unbelaubten Zustand strebenden Gestaltung („die Bäume die im belaubten Zustand net so toll aussehen“) nur bedingt folgen. Harmonie wäre doch dann erreicht, wenn man zu Gunsten der Natürlichkeit des Baumes (um die es ja letztendlich gehen soll) in beiden Zuständen ein autentisches Bild suchen würde. Oder wären diese Bäume schon des gedanklichen Ansatzes wegen dem „Mittelmaß“ verdammt?
Zuletzt geändert von Bernd_H am 25.04.2005, 22:29, insgesamt 1-mal geändert.
Keep your eyes on the stars and your feet on the ground
gunter

Beitrag von gunter »

Vielen Dank, Bernd, für den Beitrag. Du sprichst da ein Problem an, das mich an manchen Bäumen irritiert. Dicke Stämme sind modern. Aber bei aufrechter Form führen sie notwendig zu einer extremen Stammverjüngung, die unnatürlich aussieht. Auf mich wirken solche Bäume wie Karikaturen.
Ein dicker Stamm ist kein Selbstzweck, nach dem Motto:"Je dicker, desto besser!" Er soll vielmehr in einer Gesamtkonzeption eine bestimmte Aufgabe erfüllen. Insbesondere soll er den Baum alt und damit ehrwürdig aussehen lassen. Eine Baum-Karikatur wirkt vielleicht noch alt, aber sicher nicht ehrwürdig.

Gruß von Gunter Lind
KHarry
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Beitrag von KHarry »

Hm... das Problem sehe ich bei sehr dickstämmigen Bäumen in der Regel auch, und zwar insbesondere dann, wenn die Struktur (zunächst des Stammes, aber dann auch der Äste und Zweige) nicht mit den Proportionen Schritt hält. Wenn der Stamm sehr alt wirkende Strukturen aufweist, kann sogar eine Gestaltung mit sehr dickem Stamm natürlich wirken. Manche der ältesten Linden und Eichen - Baumruinen, aber noch lebend - zeigen Proportionen, wie sie selbst bei Bonsai kaum extremer vorkommen.

Der künstliche Eindruck entsteht aber auch durch die sog. 'klassische' Gestaltung der Krone. Im Prinzip kann mich auch ein sehr künstlich gestalteter Bonsai überzeugen (wie z.B. den Ficus von Mr. Lo, den Wolfgang vor ein paar Wochen hier vorgestellt hat - auch wenn ich selbst nicht in dieser Art gestalten würde), aber zum allergrößten Teil tun sie es nicht.
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Walter Pall
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Re: Dreispitzahorn

Beitrag von Walter Pall »

heute morgen
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mit freundlichen Grüßen
Walter Pall
acer palmatum
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Re: Dreispitzahorn

Beitrag von acer palmatum »

So ich habe jetzt meine komplette Sammlung in die Tonne geklopft. *confused2*

Nein im Erst, wirklich wunderschöne Bäume.

Ich durfte diese Sammlung ja schon mal in Natura sehen, und die ist wirklich ein Traum.

Grüße
Arno
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Walter Pall
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Re: Dreispitzahorn

Beitrag von Walter Pall »

Weil wir gerade dabei sind. Herbst 2008.
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Walter Pall
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Andreas Ludwig
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Re: Dreispitzahorn

Beitrag von Andreas Ludwig »

Und dann hat er da auch noch diese Laubblättchen am Boden und auf dem Stein, als wollte er uns sagen: «Was ihr alle sucht, ich habs im Überfluss». *autsch*

Ähm ja - sehr schön.

Nachtrag: Die Frage der unnatürlichen Verjüngung hat mich nicht so schnell losgelassen. Das ist ja in erster Linie ein Perspektivenproblem. In dem Zusammenhang fällt mir an Ausstellungen immer wieder auf, wie wenig oder gar nicht solche Aspekte von den Ausstellern einbezogen werden. Norm sind die «Pauschaltische», die sich auf Hüfthöhe über 20 Meter erstrecken. Was komplett unsensibel ist, denn «Naturerfahrung» ist alles andere als pauschal, sondern immer situativ. Mir tun diese «soldatischen Aufreihungen« von Bäumen langsam weh.

Am Beispiel dieses Ahorns: Die Augenhöhe auf Schalenoberkante genommen, ist diese unnatürliche Verjüngung gar nicht mehr so unnatürlich. Es entspricht dann etwa dem, was man als Winzmensch auf einer Weide zu sehen kriegt. Darum meine grosse Bitte an Aussteller: Stellt eine Vielzahl an möglichen Podesten zur Verfügung, seid flexibel und lasst euch überraschen. Wenn ein Baum auf 1,50 stehen soll, dann soll er das dürfen. Ist nichts neues, wird in Shohin-Regalen längst duchexerziert. Kommt weg von dieser Aufreihung, bewegt euch hin zu «Einzelpräsentationen». Die Bäume sind es oft wert.
Zuletzt geändert von Andreas Ludwig am 04.04.2009, 12:41, insgesamt 2-mal geändert.
It is not enough to be busy. So are the ants. The question is: What are we busy about?
(Thoreau)
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