Frage zu Wurzelentwicklung in Seramis
Frage zu Wurzelentwicklung in Seramis
Liebe Community,
vor kurzer Zeit schrieb Holger in einem Thread, dass reines Seramis für Bonsais ungeeignet ist, weil es das Wachstum der gröberen Wurzeln statt der Feinwurzeln anregt. Ich hoffe, ich habe Dich, Holger, sinngemäß richtig wiedergegeben, wenn nicht, korrigiere mich bitte. Jetzt habe ich zu diesem Thema gesucht, nicht nur in diesem Forum, aber kein Material gefunden. Ich nehme an, dass das einfach ein Erfahrungswert der Bonsai-Kenner ist (oder?). Gibt es hierzu auch eine Begründung, die ich verstehen kann bzw. gibt es irgend welche "Grundsätze", an die man sich halten kann (nach dem Motto: dieses Substrat regt Feinwurzelwachstum an, dieses eher nicht)?
Wenn mir hierzu jemand Hintergrundwissen liefern könnte, wäre ich sehr dankbar.
vor kurzer Zeit schrieb Holger in einem Thread, dass reines Seramis für Bonsais ungeeignet ist, weil es das Wachstum der gröberen Wurzeln statt der Feinwurzeln anregt. Ich hoffe, ich habe Dich, Holger, sinngemäß richtig wiedergegeben, wenn nicht, korrigiere mich bitte. Jetzt habe ich zu diesem Thema gesucht, nicht nur in diesem Forum, aber kein Material gefunden. Ich nehme an, dass das einfach ein Erfahrungswert der Bonsai-Kenner ist (oder?). Gibt es hierzu auch eine Begründung, die ich verstehen kann bzw. gibt es irgend welche "Grundsätze", an die man sich halten kann (nach dem Motto: dieses Substrat regt Feinwurzelwachstum an, dieses eher nicht)?
Wenn mir hierzu jemand Hintergrundwissen liefern könnte, wäre ich sehr dankbar.
Gruß
-Elin-
Der Reiseführer Per Anhalter durch die Galaxis sagt: "Fliegen ist eine Kunst, oder vielmehr ein Trick. Der Trick ist, dass man lernt, wie man sich auf den Boden schmeißt, aber daneben."
-Elin-
Der Reiseführer Per Anhalter durch die Galaxis sagt: "Fliegen ist eine Kunst, oder vielmehr ein Trick. Der Trick ist, dass man lernt, wie man sich auf den Boden schmeißt, aber daneben."
Re: Frage zu Wurzelentwicklung in Seramis
Hallo Elin,
ich weiß nicht ob man mit einem bestimmten Substrat gezielt auf Feinwurzel- oder Grobwurzelentwicklung hoffen kann.
Vielmehr scheint mir neben den üblichen Methoden (TPK, gute Sauerstoffversorgung durch grobes Substrat) auch eine knappe Versorgung mit Nährstoffen und Wasser zielführend zu sein. Die Pflanze ist dadurch gezwungen danach zu gieren / suchen und entwickelt in dessen Folge dann ein dichtes Wurzelgeflecht (eben auch Feinwurzeln).
Das erscheint mir zumindest logisch ?
VG, Gerhard
ich weiß nicht ob man mit einem bestimmten Substrat gezielt auf Feinwurzel- oder Grobwurzelentwicklung hoffen kann.
Vielmehr scheint mir neben den üblichen Methoden (TPK, gute Sauerstoffversorgung durch grobes Substrat) auch eine knappe Versorgung mit Nährstoffen und Wasser zielführend zu sein. Die Pflanze ist dadurch gezwungen danach zu gieren / suchen und entwickelt in dessen Folge dann ein dichtes Wurzelgeflecht (eben auch Feinwurzeln).
Das erscheint mir zumindest logisch ?
VG, Gerhard
VG, Gerhard
Re: Frage zu Wurzelentwicklung in Seramis
Hallo Elin,
ich habe lediglich davon gehört, dass Seramis nicht formstabil sein soll und gerade das Körnige am Substrat trägt zu einer guten Entwicklung bei.
Vielleicht kann uns aber jemand mit Erfahrung in punkto reines Seramis weiterhelfen?
Edit: Meiner Stecklingserde mische ich gerne Seramis bei und das funktioniert super.

ich habe lediglich davon gehört, dass Seramis nicht formstabil sein soll und gerade das Körnige am Substrat trägt zu einer guten Entwicklung bei.
Vielleicht kann uns aber jemand mit Erfahrung in punkto reines Seramis weiterhelfen?
Edit: Meiner Stecklingserde mische ich gerne Seramis bei und das funktioniert super.
Du musst den Asphalt deiner Annehmlichkeiten verlassen
und dich in die Wildnis deiner Intuition begeben...
Was es dort für dich zu entdecken gibt,
ist etwas Wunderbares - nämlich dich selbst.
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- bonsaimike
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Re: Frage zu Wurzelentwicklung in Seramis
...
Zuletzt geändert von bonsaimike am 24.06.2014, 13:47, insgesamt 1-mal geändert.
Re: Frage zu Wurzelentwicklung in Seramis
Hallo Elin,
bei einer Ulme ging es gut. Wurzelwachstum war sehr gut. Bei meiner Blaubeere ging es gar nicht. Die wäre fast hops gegangen. Alles andere vertägt bei mir Seramis gut. Ich mische Seramis mit guter Pflanzenerde ca. 1 Teil Seramis und 2 Teile Erde und bin zufrieden.
Gruß Reinald
bei einer Ulme ging es gut. Wurzelwachstum war sehr gut. Bei meiner Blaubeere ging es gar nicht. Die wäre fast hops gegangen. Alles andere vertägt bei mir Seramis gut. Ich mische Seramis mit guter Pflanzenerde ca. 1 Teil Seramis und 2 Teile Erde und bin zufrieden.
Gruß Reinald
Der Weg ist der Weg
(Frei nach dem Motto: "Der Weg ist das Ziel", aber bei mir ist das Ziel noch in weiter Ferne )
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Re: Frage zu Wurzelentwicklung in Seramis
Hi,
könnte mir vorstellen, dass Seramis nicht scharfkantig genug ist (wie z.B. Lavasplit) und sich dadurch nur schlecht die Feinwurzeln entwickeln. Und Kanten sind wo wichtig zur Wurzelbidung, hab ich zumindest irgendwo gelesen (glaube ich).
Benutze aber auch Seramis, zum Teil im Verhältnis 2T.Seramis - 1T.Torf. Bisher klapps gut.
Gruß,
Chris
könnte mir vorstellen, dass Seramis nicht scharfkantig genug ist (wie z.B. Lavasplit) und sich dadurch nur schlecht die Feinwurzeln entwickeln. Und Kanten sind wo wichtig zur Wurzelbidung, hab ich zumindest irgendwo gelesen (glaube ich).
Benutze aber auch Seramis, zum Teil im Verhältnis 2T.Seramis - 1T.Torf. Bisher klapps gut.
Gruß,
Chris
Chaos ist Kreativität die nach Form sucht
- der1
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Re: Frage zu Wurzelentwicklung in Seramis
Ich meine, zu dem Thema gelesen zu haben, dass es ein Mythos ist. Ansonsten glaube ich kaum, dass Seramis so großartig anders ist, als der so beliebte Blähtonbruch à la Trockenschüttung.Chris25 hat geschrieben:...Kanten sind wo wichtig zur Wurzelbidung, hab ich zumindest irgendwo gelesen...
Ich denke mal, es liegt nicht am Seramis an sich, wenn weniger Feinwurzeln wachsen. Vielmehr würde ich davon ausgehen, dass halbwegs grobe mineralische Substrate pur verwendet nicht wirklich optimal sind, wegen der großen Zwischenräume. Ich würde davon ausgehen, dass ein gewisses Maß an organischem Material einfach da sein muss. Oder eben feinere Bestandteile (die in Seramis kaum bis nicht vorhanden sind), um die Luftzellen ein wenig auszufüllen.
Aber das ist nur hausgemachte Logik...
Liebe grüße
Christian
Und wenn wir jetz so zusammen liegen / Ich wollt es sagen, aber hab mich nie getraut
Immer öfter, wenn wir uns berühren / Spür ich den leeren Raum zwischen unsrer Haut.
Lichter - Leerer Raum (Video und mp3)
Immer öfter, wenn wir uns berühren / Spür ich den leeren Raum zwischen unsrer Haut.
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Re: Frage zu Wurzelentwicklung in Seramis
also ich hab schon gehört das einige seramis (80%) und torf(20%) mischen und damit gute ergebnisse erzielen
gruss manuu
gruss manuu
wenn die die reinwollen die die rauswollen nicht rauslassen,können die die rauswollen die die reinwollen nicht reinlassen (ganz logisch oder)
Re: Frage zu Wurzelentwicklung in Seramis
Christian, würde mich mal - einfach aus Neugier - interessieren, wo du's gelesen hast (falls du dich noch dran erinnerst - wenn nicht is halb so schlimm).
Der "bekannte" Benoît Grandjean (er ist im französisch-sprechenden Raum bekannt) ist der Meinung, scharfe Kanten spielen bei der Verzweigung der Wurzeln eine nicht zu unterschätzende Rolle. Jedoch, sagt er auch, das spielt sich im mikroskopischen Bereich ab... soll heissen : die "scharfen Kanten", die für uns wichtig sind, sieht man nicht einfach so mit blossem Auge.
Klingt logisch gell ?
Der "bekannte" Benoît Grandjean (er ist im französisch-sprechenden Raum bekannt) ist der Meinung, scharfe Kanten spielen bei der Verzweigung der Wurzeln eine nicht zu unterschätzende Rolle. Jedoch, sagt er auch, das spielt sich im mikroskopischen Bereich ab... soll heissen : die "scharfen Kanten", die für uns wichtig sind, sieht man nicht einfach so mit blossem Auge.
Klingt logisch gell ?
Viele Grüße,
Thierry
"A juniper without jin is like a dog without fleas : not natural..." - John Naka
Thierry
"A juniper without jin is like a dog without fleas : not natural..." - John Naka
Re: Frage zu Wurzelentwicklung in Seramis
Hallo Gerhard,Luzius hat geschrieben: Vielmehr scheint mir neben den üblichen Methoden (TPK, gute Sauerstoffversorgung durch grobes Substrat) auch eine knappe Versorgung mit Nährstoffen und Wasser zielführend zu sein.
das hier
http://www.bonsai-fachforum.de/viewtopi ... %C3%BCngen
schon gelesen ?
Gruß Jürgen 
Wer nicht mit Pflanzen und Tieren kann, kann auch nicht mit Menschen.
Ich moderiere in blau, der Rest ist nur meine Meinung
Wer nicht mit Pflanzen und Tieren kann, kann auch nicht mit Menschen.
Ich moderiere in blau, der Rest ist nur meine Meinung
Re: Frage zu Wurzelentwicklung in Seramis
... ich habe nie im Bereich der Bonsai ausschließlich mit Seramis gearbeitet, sondern im Bereich der "Zimmerpflanzen", wobei ich es dort für ein relativ breiten Spektrum eingesetzt habe. Aber die Wurzeln waren im Bereich der Feinwurzeln halt ein Problem.
Im Bereich Bonsai hatte ich einige Zeit Seramis als Drainage verwandt, und auch dort war es immer ein deutlicher Unterschied der Wurzeln im Substrat und der Wurzeln, die sich dann im Seramis weitergebildet habe - da war dann nicht mehr viel mit Feinwurzeln - um es mal freundlich auszudrücken, nur noch dicke wenige Wurzeln.
Aber wie bei allem: Jeder sollte für sich die Erfahrungen machen und dann entscheiden, ich verzichte aufgrund meiner Erfahrungen selbst im Bereich Zimmerpflanzen auf Seramis - auch wenn es schon im Bereich Gießen manches Mal eine Erleichterung war... aber auch Seramis zerfiel nach einer gewissen Zeit, und da hatte ich dann beim Umtopfen schon mal das Gefühl, der "Betonklotz" war schlimmer als der berüchtigte Transportlehm. Diese Problemtik tritt nicht nach einem Jahr auf, aber Seramis ist auch etwas teuer, um oft umzutopfen.
Gruß
Holger
Im Bereich Bonsai hatte ich einige Zeit Seramis als Drainage verwandt, und auch dort war es immer ein deutlicher Unterschied der Wurzeln im Substrat und der Wurzeln, die sich dann im Seramis weitergebildet habe - da war dann nicht mehr viel mit Feinwurzeln - um es mal freundlich auszudrücken, nur noch dicke wenige Wurzeln.
Aber wie bei allem: Jeder sollte für sich die Erfahrungen machen und dann entscheiden, ich verzichte aufgrund meiner Erfahrungen selbst im Bereich Zimmerpflanzen auf Seramis - auch wenn es schon im Bereich Gießen manches Mal eine Erleichterung war... aber auch Seramis zerfiel nach einer gewissen Zeit, und da hatte ich dann beim Umtopfen schon mal das Gefühl, der "Betonklotz" war schlimmer als der berüchtigte Transportlehm. Diese Problemtik tritt nicht nach einem Jahr auf, aber Seramis ist auch etwas teuer, um oft umzutopfen.
Gruß
Holger
Zwei Dinge sind unendlich: das Universum und die menschliche Dummheit.
Beim Universum bin ich mir aber noch nicht ganz sicher
(Albert Einstein)
Beim Universum bin ich mir aber noch nicht ganz sicher
(Albert Einstein)
Re: Frage zu Wurzelentwicklung in Seramis
Habe für meine 15 zimmerpflanzen insgesammt 20 kg verbraucht( Sind paar ganz große dabei) das sind vielleicht 20 € die man in einem jahr ausgeben muss.
da raucht man 5 schachteln weniger im Jahr oder trinkt einen Kasten weniger... ^^
das dürfte jetzt nicht das Argument sein.
Mit Seramis habe ich gute erfahrungen gemacht. Selbst bei Kakteen. Natührlich nicht reines Seramis sondern noch mit Resterde, der am Wurzelballen verblieben ist.
lg
da raucht man 5 schachteln weniger im Jahr oder trinkt einen Kasten weniger... ^^
das dürfte jetzt nicht das Argument sein.
Mit Seramis habe ich gute erfahrungen gemacht. Selbst bei Kakteen. Natührlich nicht reines Seramis sondern noch mit Resterde, der am Wurzelballen verblieben ist.
lg
Re: Frage zu Wurzelentwicklung in Seramis
uSi hat geschrieben:Habe für meine 15 zimmerpflanzen insgesammt 20 kg verbraucht( Sind paar ganz große dabei) das sind vielleicht 20 € die man in einem jahr ausgeben muss.
da raucht man 5 schachteln weniger im Jahr oder trinkt einen Kasten weniger... ^^
das dürfte jetzt nicht das Argument sein.
Mit Seramis habe ich gute erfahrungen gemacht. Selbst bei Kakteen. Natührlich nicht reines Seramis sondern noch mit Resterde, der am Wurzelballen verblieben ist.
lg
... ist doch mein Reden, soll jeder selbst feststellen, und das mit der Resterde ist schon klar...
Gruß
Holger
P.S. Wobei jeder nach einem bisschen Bonsai-Erfahrung auch schon mal festgestellt hat, dass unterschiedliche Substrate (so am Stamm und anderes drumherum) auch schon mal aufgrund unterschiedlichem Feuchtigkeitverhaltens nicht so ganz ohne Probleme sein kann...
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Beim Universum bin ich mir aber noch nicht ganz sicher
(Albert Einstein)
Beim Universum bin ich mir aber noch nicht ganz sicher
(Albert Einstein)
Re: Frage zu Wurzelentwicklung in Seramis
camaju hat geschrieben:Hallo Gerhard,Luzius hat geschrieben: Vielmehr scheint mir neben den üblichen Methoden (TPK, gute Sauerstoffversorgung durch grobes Substrat) auch eine knappe Versorgung mit Nährstoffen und Wasser zielführend zu sein.
das hier
http://www.bonsai-fachforum.de/viewtopi ... %C3%BCngen
schon gelesen ?
Hallo Jürgen,
ja diesen Artikel kenne ich.
Walters Kombination ist umstritten, (nicht bei mir, ich werde sein Tun kopieren :D ) aber die bisherige Meinung ist schon die dass sparsames Düngen und Gießen nach dem Umtopfen das Wurzelwachstum anregen kann. Steht in allen Büchern und ich bitte die "Spezialisten nach der alten Mehtode" hier um Unterstützung :D :D :D
VG, Gerhard
VG, Gerhard
Re: Frage zu Wurzelentwicklung in Seramis
Holger hat geschrieben:... aber auch Seramis zerfiel nach einer gewissen Zeit, und da hatte ich dann beim Umtopfen schon mal das Gefühl, der "Betonklotz" war schlimmer als der berüchtigte Transportlehm.
Gruß
Holger
...das kann ich bestätigen, die Feinanteile / Abrieb, bilden mit den Feinanteilen der Erde wirklich eine schlimme, verstopfende Pampe.
Hab grad dadurch ein Lärchenbaby verloren
Also Sermais immer kräftigst durchspülen und die Feinanteile auswaschen.
VG, Gerhard
VG, Gerhard
