Forsythienmaterial

Allgemeine Philosophie, Stilarten, Techniken, Vorstellung und Besprechung von Rohmaterial sowie lose Sammlung von Entwicklungs-Dokus
MerschelMarco
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Forsythienmaterial

Beitrag von MerschelMarco »

Heute fielen mir bei einer Gartenaktion Forsythien zum Opfer.
Einen großen und wohl schon recht alten Stock wollte ich ausgraben, weil der mit seinen Absenkern den ganzen Garten zuwuchert. An Bonsai dachte ich da erst gar nicht. Auf Foto1 sieht das auch nicht so spannend aus. Beim Ausgraben zerbrach der Stock in drei Einzelteile, die dann aber wirklich vielversprechend sind.

Baum1 auf Foto 2 ist ca 8 cm dick, mit einem schönen Loch quer durch den Stamm.
Baum2 (Foto 3-5) ist 17 cm dick, mit wunderschönem Stammverlauf
und Baum3 ca 27 cm dick, weiss ich noch nicht so recht ob der was taugt

Alle drei haben hohe Totholzanteile. Nachdem ich mit Forsythien keinerlei Erfahrungen habe;
kann man das Totholz dauerhaft erhalten?

Grüße,
Marco
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Andreas Ludwig
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Re: Forsythienmaterial

Beitrag von Andreas Ludwig »

Nä, Forsythientotholz ist etwa so dauerhaft wie Weide oder Holunder - also gar nicht. Du kannst den zerfall herauszögern mit Jinmittel, was aber fraglich ist - der Rest der Pflanze sieht ja auch nicht gerade nach Eiche aus. Ich würde gar nicht viel machen, das meiste erledigt sich ganz von selbst, indem es durch das nötige Giessen schnell verfällt. Hin und wieder ausbürsten und die Entwicklung mit anschauen.

[Edit] Falls du auch solche Situationn hast: Kleinere Aststummel sind arg zäh. Die musst du «vorbearbeiten», damit sie zerfallen (gibt schöne Geisterbaumaugen in der borbligen Rinde...), oder sauber konkav ausschneiden, damit sie überwallen.
Zuletzt geändert von Andreas Ludwig am 21.03.2009, 23:02, insgesamt 1-mal geändert.
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nemo
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Re: Forsythienmaterial

Beitrag von nemo »

Hallo zusammen
Die nr.3 schaut sehr interesant aus,danke fürs zeigen

mfg nemo
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Robert S.
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Re: Forsythienmaterial

Beitrag von Robert S. »

Hallo Marco,

wie Andreas schon geschrieben hat sind Forsythien "Schnellvergammler". Ich mache das ganze zu kurz als daß ich von viel Erfahrung sprechen könnte. Ich hab nur festgestellt dass die Konservierung mit Jinmittel wenig bis nichts bringt. Seit einem halben Jahr experimentiere ich mit Leinöl (mit einem Schuss Jinmittel). Ich habe die Totholzstellen, wenn sie gut trocken waren, mehrmals mit dem Öl behandelt (4-6 Mal im Abstand von ein paar Tagen). Mit der Zeit nimmt das Holz immer weniger Öl auf und fast in gleichem Maße wird Wasser besser abgehalten. Allerdings mache ich mir keine Hoffnung, daß das eine Lösung für die Ewigkeit ist.

Servus,
Robert
tamandua
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Re: Forsythienmaterial

Beitrag von tamandua »

Hier beschreibt Reiner den Kampf mit dem Totholz seiner Forsythie. 17 Jahre hat's wohl mehr schlecht als recht gehalten, bis es sich dann doch endgültig in die ewigen Jagdgründe verabschiedet hat. Konservierung scheint folglich für eine gewisse Zeit und mit städigem Nacharbeiten zu funktionieren, auf die (ganz lange) Dauer sollte man wohl besser ohne das Totholz planen...
MerschelMarco
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Re: Forsythienmaterial

Beitrag von MerschelMarco »

Andreas Ludwig hat geschrieben:Nä, Forsythientotholz ist etwa so dauerhaft wie Weide oder Holunder - also gar nicht.
[Edit] Falls du auch solche Situationn hast: Kleinere Aststummel sind arg zäh. Die musst du «vorbearbeiten», damit sie zerfallen (gibt schöne Geisterbaumaugen in der borbligen Rinde...), oder sauber konkav ausschneiden, damit sie überwallen.
Hatte ich mir schon gedacht. Dann werden die halt hohl werden, könnte auch ganz gut ausschauen, wenn sie denn anwachsen.
Den Kontrast von einem knorrigen hohlen Stamm zu den gelben Blüten stell ich mir jedenfalls äusserst reizvoll vor.

Grüße,
Marco
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Re: Forsythienmaterial

Beitrag von Heike_vG »

Hallo Marco,

dass Deine drei korrigen Forsythien anwachsen würde ich für fast sicher halten. Es gibt kaum etwas, was leichter wurzelt als Forsythien, das sind die einfachsten Stecklinge die ich kenne.
Ich finde, Deine drei haben alle schönes Potenzial.
In Sachen Totholz habe ich dieselben Erfahrungen gemacht wie die anderen, das hält gar nicht.

Liebe Grüße,

Heike
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norman
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Re: Forsythienmaterial

Beitrag von norman »

Hallo,

hat schon mal jemand Acryl Klarlack versucht?? Oder ist das eine Schnapsidee???


Norman
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Andreas Ludwig
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Re: Forsythienmaterial

Beitrag von Andreas Ludwig »

Benutzt man Acryllack als Schlusslack auf Holz im Aussenbereich, wird er an den Kanten und dort, wo das arbeitende Holz ihn aufreisst, innert Jahresfrist abblättern. Dasselbe tun auch Kunstharzlacke. Da muss man schon Bootslack in mehreren Schichten mit Zwischenschliff auftragen und auch das hält nicht ewig, wie Segler wissen.
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Re: Forsythienmaterial

Beitrag von zopf »

Hallo
Die prinzipielle Schwierigkeit bei der Versiegelung von Holz,
liegt in der Restfeuchte des Holzes begründet.
Da die unteren Holzschichten nicht versiegelt sind,
führen Temperatur und Luftfeuchtigkeitsschwankungen
immer wieder zur Rissbildung im versiegelten Bereich.
Die im Bootsbau verwendeten Hölzer und DD-Lacke sollten nicht als Vorbild dienen.
Vom Grundgedanken her dürfte die Sättigung des Totholzes
mit Ölen den langfristigsten Erfolg haben,
oder einfach damit leben.
mfG Dieter
grüsse an die bewohner von melmac
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Robert S.
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Re: Forsythienmaterial

Beitrag von Robert S. »

Marco,

was mir eben noch einfällt. Auf jeden Fall solltest Du vermeiden, dass das Totholz bis in die Nähe des Substrats reicht.
Bei Stellen mit Dauerfeuchte hat man praktisch keine Chance.

Servus,
Robert
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bock
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Re: Forsythienmaterial

Beitrag von bock »

Hallo Marco,

Karl Thier hat Linden-Shari mit Polyester-Harz konserviert. Ob es bei der Forsythie einsetzbar ist weiß ich nicht, aber frage ihn doch mal nach seiner Meinung dazu... :wink:
liebe Grüße Andreas
Ein Leben ohne Bonsai ist möglich - aber völlig sinnlos! :faellen:
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Christian S.

Re: Forsythienmaterial

Beitrag von Christian S. »

MerschelMarco hat geschrieben:
Alle drei haben hohe Totholzanteile. Nachdem ich mit Forsythien keinerlei Erfahrungen habe;
kann man das Totholz dauerhaft erhalten?

Grüße,
Marco
Hallo Marco,

was ist aus Deiner Forsythie geworden?
Hast Du neue Bilder?

Schönen Gruß,
Chrsitian
MerschelMarco
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Re: Forsythienmaterial

Beitrag von MerschelMarco »

Hallo Christian,

danke der Nachfrage. Alle drei treiben ziemlich kräftig aus.
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Robert S.
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Re: Forsythienmaterial

Beitrag von Robert S. »

bock hat geschrieben:Hallo Marco,

Karl Thier hat Linden-<span style="border-bottom:2px dotted #009900;" title="Erklärung im Glossar">Shari</span> mit Polyester-Harz konserviert. Ob es bei der Forsythie einsetzbar ist weiß ich nicht, aber frage ihn doch mal nach seiner Meinung dazu... :wink:
Mit Zweikomponentenharz hab ich auch schon experimentiert. Bei dieser Konservierungsmethode ist in meine Augen halt kritisch, daß die behandelten Stellen einen etwas unnatürlichen Glanz aufweisen. Seit einem halben Jahr arbeite ich mit einer Mischung aus Leinöl und Tungöl an einer Forsy und das ganze sieht bis jetzt ganz gut aus.

Servus,
Robert
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