Mittel gegen Wollläuse

Spezielle Baumpflege z.B. düngen, umtopfen, Erden, ein- und auswintern, Pflanzenschutz
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dirk78
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Mittel gegen Wollläuse

Beitrag von dirk78 »

Hallo zusammen,

ich habe an meinem großen Lärchenwald Wollläuse festgestellt. Ich habe den Wald dann gleich mir Lizetan geimpft, was sich aber als sehr mühsam herausstellte, da die Schale sehr flach ist und ich die Stäbchen kaum ins Substrat einarbeiten konnte.

Meine Frage an euch ist nun, welche Mittelchen setzt ihr gegen die hartnäckigen Biester ein. Gibt es vielleicht noch effektivere Mittelchen. Wie sind da eure Erfahrungen?
Gruss

Dirk
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Thierry
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Re: Mittel gegen Wollläuse

Beitrag von Thierry »

Schade, dass du schon die Lizetan-Stäbchen benutzt hast, ohne davor zu fragen...
Weshalb ?
1. Diese Stäbchen wirken erst nach und nach => die werden dein Problem nicht jetzt direkt lösen
2. Die Lizetan-Stäbchen sind vollgestopft mit einer sehr hohen Düngerkonzentration (16-8-12) => du wirst mit sehr langen Internodien, zu grosse Blätter, usw, kämpfen müssen (genau das was wir im Bonsai versuchen zu vermeiden...).
Zur Lösung deines Problems sage ich jetzt aber gar nichts denn da gibt es hunderte Antworten hier im Forum. Einfach die Suchfunktion benutzen. :wink:
Viele Grüße,
Thierry

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dirk78
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Re: Mittel gegen Wollläuse

Beitrag von dirk78 »

Hallo Thierry,

Vorrangig ist denke ich erst mal die Gesundheit der Bäume, natürlich kommt es da vielleicht auch darauf an, in welchem Entwicklungsstadium der Baum ist. Die Suchfunktion habe ich schon genutzt und da auch festgestellt, dass z.B. Weißöl nicht unbedingt die beste Wahl ist, weil es die Poren der Blätter verstopft.

Zu Lizetan dagegen wird eigentlich nur geraten und empfohlen.

Mich interessiert es was ihr generell an Erfahrungen diesbezüglich gesammelt habt. Wenn ihr Spritzmittel einsetzt, muss dann z.B. das Substrat geschützt werden? Oder muss das nur bei speziellen Mitteln gemacht werden?

Ich frage deshalb, weil ich bisher nur Erfahrungen mit Lizetan gesammelt habe und diese durchaus positive waren. Aber es gibt vielleicht noch bessere Alternativen.
Gruss

Dirk
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Bernd Schreiner
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Re: Mittel gegen Wollläuse

Beitrag von Bernd Schreiner »

Hallo Dirk,
versuche es doch einmal mit Provado, von Bay... und Du hast Ruhe vor Wollläusen.


Viele Grüsse, Bernd
Sage nicht immer, was Du weißt, aber wisse immer, was Du sagst.
Matthias Claudius
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leon6969
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Re: Mittel gegen Wollläuse

Beitrag von leon6969 »

...
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viperati
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Re: Mittel gegen Wollläuse

Beitrag von viperati »

dirk78 hat geschrieben:Hallo zusammen,

ich habe an meinem großen Lärchenwald Wollläuse festgestellt. Ich habe den Wald dann gleich mir Lizetan geimpft, was sich aber als sehr mühsam herausstellte, da die Schale sehr flach ist und ich die Stäbchen kaum ins Substrat einarbeiten konnte.

Meine Frage an euch ist nun, welche Mittelchen setzt ihr gegen die hartnäckigen Biester ein. Gibt es vielleicht noch effektivere Mittelchen. Wie sind da eure Erfahrungen?
Hallo dirk78 ich habe glaube ich auch Wollläuse an meiner Rotbuche nun bin ich ja noch anfänger kannst du mir vielleicht bilder von deinem Lärchenwald schicken wo die Wollläuse zu sehen sind weil ich bin mir nämlich nicht sicher ob es welche sind.
MFG

P.S oder kann mir jemand anderes weiter helfen, und kann es sein das die Läuse von Ameisen bekämpft werden.
“Geschickte Reden und ein zurechtgemachtes Äußeres sind selten Zeichen von Mitmenschlichkeit.”
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Stefan K.
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Re: Mittel gegen Wollläuse

Beitrag von Stefan K. »

Bei einer Buche würde ich zuerst auf die Buchenschmierlaus tippen.

Als ich dann Ameisen gelesen habe können es auch Blattläuse sein.
Wenn dem so ist:
Ameisen bekämpfen Blattläuse nicht, im Gegenteil die hegen und pflegen und streicheln die Blattläuse, weil sie deren Ausscheidungen verwenden.
Die legen sich auf allen möglichen Bäumen richtige Herden an.

nie Biene Maja gesehen, da machen die das auch???

machen die das auch mit Buchenschmierläusen? Ich hab keine Ahnung.



Aber ohne das gesehen zu haben ist natürlich alles reine Spekulation.

Am besten wäre
Makrofunktion von der Kamera angeworfen und ein scharfes Bild eingestellt, dann kann man mehr sagen.
Ich hab Spass !
grüsse stefan
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Thierry
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Re: Mittel gegen Wollläuse

Beitrag von Thierry »

Stefan hat schon recht, ohne Bild ist das nur Spekulation.

Ansonten, um die Frage von Viperati vorläufig zu beantworten :
viperati hat geschrieben:kannst du mir vielleicht bilder von deinem Lärchenwald schicken wo die Wollläuse zu sehen sind weil ich bin mir nämlich nicht sicher ob es welche sind.
Wollläuse kannst du an zwei typischen Merkmale erkennen :
1) sieht wie Watte aus
und
2) überall wo diese weißen "Watte-ähnlichen-tupfer" sind, wird die Nadel darunter Gelb (EDIT : nicht die ganze Nadel sondern die Stelle um die Läuse - ein paar mm davor u. danach). Ich hätte ein Bild auf dem Computer, aber keine Ahnung wie ich den als Anhang hier hochladen kann.
Viele Grüße,
Thierry

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Heike_vG
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Re: Mittel gegen Wollläuse

Beitrag von Heike_vG »

Hallo, Ihr Lieben,

Lizetan hat zwar einen erheblichen Düngeranteil, aber dennoch hat es bei mir noch nie zu den von Thierry befürchteten großen Blättern / Nadeln und Internodien geführt, obwohl ich es bei vielen verschiedenen Arten verwendet habe, zu unterschiedlichen Zeiten in der Wachstumssaison. 8)
Bei schwer zu bekämpfenden Schädlingen wie Schild- und Wollläusen setze ich die Lizetanstäbchen auch immer gerne ein.
Dass Lizetan eher langsam wirkt, stimmt. Ich würde lieber zusätzlich noch etwas spritzen. Weißölspritzmittel habe ich im laublosen Zustand mit gutem Erfolg gespritzt, da ist es immer günstig, eine Winterspritzung einzuplanen, um die Winterstadien der Schädlinge zu erledigen. *crazy*

Gegen Wollläuse, auch die Schmierdinger an den Buchen, wirkt Spruzit (von Neudorff) ausgezeichnet. Ich glaube, an Lärchen habe ich es noch nicht probiert, aber an allen möglichen anderen Pflanzen haben auch die zartesten jungen Blättchen keinen Schaden genommen. Ich persönlich würde die Anwendung wagen. :wink:

Übrigens möchte ich noch einmal darauf hinweisen, dass Bäume in optimalem Gesundheitszustand nicht sehr anfällig für Wollläuse, Spinnmilben etc. sind. *finger* Blattläuse kommen immer mal angeflogen, denen kann man nicht immer komplett vorbeugen, aber auch denen schmecken die geschwächten Bäume scheinbar am allerbesten.
Ich beobachte immer wieder, dass meine seit Jahren etablierten und kerngesunden Bäume praktisch keine Schädlinge bekommen. Es sind fast immer die neuen Bäume, die noch vom Ausgraben geschwächt sind, oder zu lange nicht umgetopft wurden, einen suboptimalen Standort hatten etc.
Die Schädlinge springen meist auch nicht auf die starken, gesunden Bäume gleicher Art über, auch wenn sie ganz in der Nähe stehen.

Daher sollte man immer danach streben, die Bäume generell zu kräftigen und zu schauen, ob man in Sachen Pflege und Standort vielleicht etwas besser machen kann, wenn Schädlinge auftreten.
Buchenschmierläuse tauchen meiner Erfahrung nach vor allem nach trockenem, warmem Wetter auf, wenn die Buchen auch mal zu trocken geworden sind und gerade wie gesagt bei den schwächeren Exemplaren.
Lärchenwollläuse kommen bei Yamadori oft schon vom Originalstandort mit, ähnlich wie die Kiefernwollläuse an den Sylvestris-Kiefern. Da hat man schon mal ein paar Jahre aufmerksamer Beobachtung, Pflege und Schädlingsbekämpfung vor sich, bis solch ein Baum ganz gesund und stark ist. :?

Viele Grüße,

Heike
Ein halber Schritt in die richtige Richtung ist oftmals ein Reinfall...

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eleqsis
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Re: Mittel gegen Wollläuse

Beitrag von eleqsis »

Hi Dirk78,

hatte dieses Jahr die Biester noch nicht, im letzten Jahr hat mir diese Rezeptur von irgend einer Internetseite gegen alle möglichen Quälgeister sehr geholfen:

Seifenbrühe (gegen Blattläuse, Weiße Fliege, Thripse, Mehltau):
Ein Stück (20g) Kernseife (ohne Parfümierungsstoffe!) in 1l heißem Wasser lösen, abkühlen lassen und unverdünnt auf befallene Teile spritzen.

Seifenbrühe mit Brennspiritus (zusätzlich gegen Spinnmilben, Schild- und Wollläuse)
Auf 1l Seifenbrühe 20 ml Brennspiritus geben und unverdünnt auf befallene Teile spritzen.
Achtung: Weichblättrige Arten können empfindlich reagieren und die Suppe beseitigt leider auch auch Nützlinge.


Fröhlichen Kampf,

LG Alex
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Thierry
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Re: Mittel gegen Wollläuse

Beitrag von Thierry »

Hallo Heike,

Du hast schon recht, mich zu korrigieren, dass die Lizetan-Stäbchen nicht immer zu langen Internodien u. grosse Blätter führen (da jeder Baum darauf anders reagiert). Ich setze die Stäbchen auch abundzu gerne ein. Aber nie mehr bei Ahorne! Da hatte ich monströse 10cm lange Internodien und braucht zwei Wachstumsperioden (plus Blattentfernung, was den Baum ja auch schwächt...), um die Blätter an diesem einen Ahorn wieder auf einer akzeptablen Größe zu bekommen... und das nur weil ich ein paar dieser Stäbchen, ohne nachzudenken, eingesetzt hatte...
Deshalb meine Vorwarnung, dass diese Stäbchen zu sowas führen können und man aufpassen sollte. :wink:

Die "Seifenbrühe-Methode", die Alex empfiehlt, ist auch ein sehr guter Rat. *daumen_new* Ich benutze dafür eine traditionelle schwarze Seife (die habe ich aber leider noch nie hier bei uns in D. gefunden). Funktioniert sehr gut.
Man muss die Behandlung aber mehrmals wiederholen damit es wirkt (die ölige Schicht, die dabei entsteht, geht nach ein paar Wochen Besprühen wieder weg).

Ansonsten kann ich nur beipflichten, dass es extrem wichtig ist, unsere Bäume in einem kräftigen Gesundheitszustand zu halten, damit die weniger auf sowas anfällig sind (wenn auch das schneller gesagt als getan ist... :wink: ).

Wer mehr darüber wissen/verstehen möchte, sollte unbedingt das Buch von Joseph SOMM lesen : "Wege zur Gesundheit ihrer Bonsai". Sowas ausführliches, gibt es, in deutscher Sprache, nirgendwo anders. Dieses Buch sollte in keinem Bonsaiisten-Regal fehlen.

LG,
Thierry
Viele Grüße,
Thierry

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zopf
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Re: Mittel gegen Wollläuse

Beitrag von zopf »

So im Nebenbei ist die Lärchenwolllaus
eigentlich die Fichtengalllaus und lebt mit der Lärche im Wirtswechsel.
Ohne auch die Fichten zu behandeln,
wird´s halt ein nettes Bäumchenwechseldichspiel
grüsse an die bewohner von melmac
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dirk78
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Re: Mittel gegen Wollläuse

Beitrag von dirk78 »

Hallo Zusammen,

ich habe jetzt zusätzlich mit Horex gesprüht, so hieß es glaube vor Provado. Ich führe die Wollläuse an meinem Lärchenwald auch lediglich auf das diesjährige Umtopfen zurück. Umtopfen mit Wurzelschnitt ist ja auch ein nicht zu unterschätzender Stress.

Hallo Zopf,
Fichten habe ich nicht, also kann hier auch denke ich mal kein Bazmwechselspieldichein stattfinden. Fichtenwälder gibt es bei uns auch eher nicht, eher die typischen Laub- oder Mischwälder mit Buchen und Kiefern.
Gruss

Dirk
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