Gestaltung eines Chinesischen Wacholder

Allgemeine Philosophie, Stilarten, Techniken, Vorstellung und Besprechung von Rohmaterial sowie lose Sammlung von Entwicklungs-Dokus
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Anton
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Gestaltung eines Chinesischen Wacholder

Beitrag von Anton »

Hallo alle zusammen….

Ich habe von einen bekannten diesen Chinesischen Wacholder geschenkt bekommen.
Der hat sich an einer Gestaltung eines Baums probiert.
Kann man aus diesem Baum noch was mache????????
Oder ist er versaut!!!!!
Vielleicht kann mir ja einer helfen das wer echt gut weil zum wegwerfen ist er mir zu schade.
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Chinesischer Wacholder
Chinesischer Wacholder
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Mugen-kun
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Re: Gestaltung eines Chinesischen Wacholder

Beitrag von Mugen-kun »

Hi
Nein nicht wegwerfen!

Ich bin zwar weder ein Profi, noch Fortgeschritten :lol:, aber ich habe auch meine paar Bäume, und ich würde dein "Ästchen" erstmal ent-drahten, und ihn erwachsen werden lassen. Er soll erst einmal einen dichteren Stamm ausbilden, und ein Bäumchen werden.

Vielleicht wäre ein Teichpflanztopf das richtige?? Kenne mich damit aber zu wenig aus.
Bild
.: LG Marc :.
fredfein
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Re: Gestaltung eines Chinesischen Wacholder

Beitrag von fredfein »

Anton hat geschrieben:Kann man aus diesem Baum noch was mache????????
Oder ist er versaut!!!!!
Hallo Anton,
zweimal "ja"! :P
Du könntest noch ein Bild als Draufsicht einstellen - ich vermute nämlich, dass Dein Bekannter recht zweidimensional herumgesäbelt hat (mag auf dem Bild aber auch nur den Eindruck vermitteln).
Mit seiner Vermutung hat Mugen-kun durchaus recht - die nächsten Jahre -so es sich lohnt (s.o.)- solltest Du ausser umpfanzen in einen Teichpflanzenkorb mit durchlässigem Substrat [im nächsten(!) Frühjahr], im Moment nur den Draht entfernen, denn der ist bei solch einem Stecken eh Lötzinn und würde nur einwachsen. Dann wässerst und düngst Du ein paar Jahre kräftig und in der Zwischenzeit -Zeit hast Du dann ja genug- kannst Du Dir hier entsprechendes Wissen zum chin. Wacholder aneignen...

@ Mugen-kun: Mit Vermutungen hilfst Du niemandem - im schlechsten Fall schadest Du! Denk' darüber bitte einmal nach. Auch wenn' in den Fingern zuckt: hier lesen soviele Leute mit, dass man ruhig einmal nicht schreiben muss...

Gruß, Michael
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Bodo.P.
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Re: Gestaltung eines Chinesischen Wacholder

Beitrag von Bodo.P. »

Hallo Anton

Dein Wacholder ist weder versaut noch mußt du in wegwerfen.
Allerdings Bonsai ist das auch nicht.
Wie schon gesagt pflanz in ein.
Dann schau dir viele Bilder von Bonsais an, und sehr zu empfehlen, ein ( es dürfen auch mehr sein) Buch über Bonsai lesen.
So kannst du ein Gefühl dafür bekommen was Bonsai ist.

mfg
Bodo.P.
Anton
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Re: Gestaltung eines Chinesischen Wacholder

Beitrag von Anton »

Hallo fredfein…

Du hast recht der Baum ist wirklich 2 Dimensional gestaltet. Die Äste gehen nur links und recht am Baum entlang…
Aber ist es jetzt nicht leichter ne Stamm zu formen als wenn er Dick und hart ist?????
cordel
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Re: Gestaltung eines Chinesischen Wacholder

Beitrag von cordel »

Leichter ja, aber sowas stresst den Baum. Der Baum hat ja verdammt wenig grün, weshalb du ihn dieses Jahr einfach nur gießen+düngen solltest. Nächstes Jahr ist der Stamm immer noch dünn genug um ihn einen groben Stammverlauf zu geben.
fredfein
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Re: Gestaltung eines Chinesischen Wacholder

Beitrag von fredfein »

Anton hat geschrieben:Die Äste gehen nur links und recht am Baum entlang…
Hallo Anton,
offen gesagt: ich würde in dieses Gewächs nicht mehr viel Zeit investieren. Pflanze ihn nächstes Jahr entweder um oder -wenn möglich- aus und erfreue Dich an ihm als Beispiel, wie man es *nicht* machen sollte. Hinsichtlich einer möglichen weiteren Bearbeitung (Stammbiegung): was willst Du denn damit gestalterisch erreichen? Da fehlt m.E. zuviel, als dass nach entsprechend langer Zeit ein ansehnlicher Bonsai draus werden könnte, sorry.
Schau einfach mal in Gartencentern oder beim Sponsor - da gibt's Wacholder ohne Ende...
Gruß, Michael
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Voodoowester
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Re: Gestaltung eines Chinesischen Wacholder

Beitrag von Voodoowester »

Mich erinnert dieser Wacholder irgendwie an eine meiner Erstgestaltung einer Zypresse.
Gut, sie hat ein paar mehr Äste als deiner....habe mich aber auch öfters gefragt ob es sich lohnt. :D

Jetzt bin ich froh ihn nicht "entsorgt" zu haben, denn nach guter Pflege hat er sicht gut entwickelt.
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Erstgestaltung 2008
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Aktuell 2009
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Gruß Voodoo
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DreKramer81
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Re: Gestaltung eines Chinesischen Wacholder

Beitrag von DreKramer81 »

Also, deine Zypresse gefällt mir richtig gut. Sieht schon jetzt sehr überzeugend nach einem alten Laubbaum aus.
EDIT: Nadelbaum natürlich!
Zuletzt geändert von DreKramer81 am 21.05.2009, 23:07, insgesamt 1-mal geändert.
MfG,
André

Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht. (Ostafrikanisches Sprichwort)
Anton
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Re: Gestaltung eines Chinesischen Wacholder

Beitrag von Anton »

Hey....

Ja deine Zypresse sieht schon echt gut aus aber die ist wenigstens am Anfang nicht nur in 2D :lol: wie mein Wacholder...
Bis bei meinen Wacholder die Äste wieder nach vorne und hinten wachsen werden wohl wieder noch ein paar Jahre vergehen.
Dann werde ich mal auf euren rat hören und sie in einen Garten Pflanzen und mir nach einen neuen Wacholder umschauen.
Der ein bisschen mehr nach einem Bonsai aussieht....
Ist alles nicht so einfach :shock:
Vor allen was ab ist ist erst mal ab.........
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bock
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Re: Gestaltung eines Chinesischen Wacholder

Beitrag von bock »

Hallo Anton,

sicher schiebt dein Wacholder noch ein paar Seitentriebe zwischen die Astetagen. Aber da er ja nun schon mal gedrahtet ist, kannst du ihn auch gleich noch mal verdrillen.
Du fängst mit dem zweiten Ast von unten an und arbeitest dich dann Ast für Ast hoch, immer das selbe:
Du greifst dir mit Daumen und Zeigefinger der linken Hand den ersten Ast, mit Daumen und Zeigefinger der rechten Hand den zweiten Ast - und zwar jeweils direkt am Stammansatz, den Draht mit festhalten an diesen Stellen.
Dann drehst du den Astansatz, den du in der rechten Hand hast ungefähr 20° im Uhrzeigersinn (vorsichtig! Das ist nur soviel, wie der Minutenzeiger der Uhr in drei Minuten schafft!).
Beide Hände rücken jetzt einen Ast weiter rauf und das ganze geht wieder von vorn los.
Wenn du alles richtig machst, dreht sich dabei die Spitze des Baumes insgesamt um 180°, dabei sollten ein paar Vorder- und Rückseitenäste entstehen.
Drehst du zu stark, würgst du den Draht in den Baum rein. Drehst du falsch herum, lockert sich der Draht und der Baum nimmt wieder seine ursprüngliche Form an.
Aber einen Versuch ist es ja vielleicht wert. :wink:
Wenn das klappt und du ihn nochmal fünf Jahre frei wachsen lässt, hast du dann wenigstens eine einigermaßen brauchbare Grundlage. Draht natürlich rechtzeitig entfernen, bevor er einwächst!
Viel Erfolg
liebe Grüße Andreas
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Anton
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Re: Gestaltung eines Chinesischen Wacholder

Beitrag von Anton »

Hallo Bock…

Danke für den Tipp werde es morgen mal probieren ob ich noch ein bisschen was retten kann.
Und ihm dann in Ruhe wachsen lassen…
Vielleicht wird es ja mal ein schöner Baum…
fredfein
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Re: Gestaltung eines Chinesischen Wacholder

Beitrag von fredfein »

bock hat geschrieben:Aber da er ja nun schon mal gedrahtet ist, kannst du ihn auch gleich noch mal verdrillen.
[...]
Draht natürlich rechtzeitig entfernen, bevor er einwächst!
Also ehrlich Andreas, mir bleibt wirklich verborgen, was das a) im jetzigen Stadium bringen soll und b) warum solche Vorschläge an absolute Anfänger gegeben werden (nix für ungut Anton).
Schau Dir doch das Bild bitte nochmal an. Ich meine hier die Proportion von Höhe zu Stammdicke. Das Dingen muss erstmal zulegen, will sagen regelrecht gemästet werden, und was machen wir derweil mit dem Draht, der dann munter einwächst? Eben, den machen wir ab. Und was ist dann mit dem -sicher mühseligen- verdrillen: eben, weg.
Sorry, aber der Tip war für die Tonne...
Gruß, Michael
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bock
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Re: Gestaltung eines Chinesischen Wacholder

Beitrag von bock »

fredfein hat geschrieben: Also ehrlich Andreas, mir bleibt wirklich verborgen, was das a) im jetzigen Stadium bringen soll und b) warum solche Vorschläge an absolute Anfänger gegeben werden (nix für ungut Anton).
...
Gruß, Michael
Hallo Michael,

diese Methode beschreibt Horst Stahl so ähnlich in seinem Buch "Bonsai - der Weg zum Meister" auf S. 25 für Ahornstecklinge, die wegen ihrer Kreuzgegenständigkeit (der Blätter) keine idealen Knospenpositionen haben. Wegen der bereits geformten "Stammbewegung" habe ich dieses Verfahren etwas komplizierter beschrieben und denke, dass Anton so wenigstens seinen Sämling nicht komplett vergessen muss. Ich finde, dass auch für absolute Anfänger Probieren über Studieren geht. Ob der Draht nun so einwächst oder nach Verdrillen des "Stammes" ist dem Sämling doch egal und Anton hat schon mal was in der Hand zum Üben.
Aber von mir aus kann Anton auch den Draht entfernen und den Wacholder wachsen lassen wie er will.
:roll:
liebe Grüße Andreas
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fredfein
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Re: Gestaltung eines Chinesischen Wacholder

Beitrag von fredfein »

bock hat geschrieben:diese Methode beschreibt Horst Stahl so ähnlich in seinem Buch "Bonsai - der Weg zum Meister" auf S. 25 für Ahornstecklinge, die wegen ihrer Kreuzgegenständigkeit (der Blätter) keine idealen Knospenpositionen haben.
Hi Andreas,
jep, das ist nicht nur bei Stahl so beschrieben und falsch zudem nicht...
Da wären zwar noch die Äpfel und Birnen, aber das schreibe ich nicht hier. Können wir uns gern per PN weiter drüber austauschen. Mir ging's nur darum, was es einem Anfänger abfordert und im negativen Fall bewirkt - Frustration und möglicherweise Abkehr von diesem schönen Zeitvertreib. Lass' ihn das Dingen doch durchwachsen und vielleicht ist's gegeben, dass dem Stecken doch noch an brauchbaren Stellen etwas wächst - so wie er jetzt ist (s. vorherige Nachricht) bringt drahten, verdrehen, besprechen usw. wirklich nix.
Wenn Anton sich anderweitig Material zur Bearbeitung besorgt, wächst einerseits sein Interesse und auch ein gewisser Suchtfaktor, nach einer gegebenen (längeren) Zeit an dem Stecken nochmal Hand anzulegen.
Nicht sauer sein - ist halt meine Sichtweise.
Gruß, Michael

P.S.:
bock hat geschrieben:Ob der Draht nun so einwächst oder nach Verdrillen des "Stammes" ist dem Sämling doch egal
Egal ist 88 - Anton sollte den Draht ja auch besser entfernen...
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