Buchenprobleme 2009
Buchenprobleme 2009
Hallo,
dieses Jahr ist irgendwie der Wurm drin...
entweder liegt es am Umzug und der neuen Wohnung, schließlich stehen meine Bäume jetzt recht exponiert auf einer Dachterrasse, mit teilweise ordentlich Wind und West-Süd-West Ausrichtung,
oder ich habe dieses Jahr einfach kein Glück.
3 Bäume haben sich leider schon nach dem winter verabschiedet, Eine Buche aus ungeklärten Gründen, ein Weinstock aus ungeklärten Gründen und eine weitere Buche die bei meinen eltern steht-stand wollte einfach nicht austreiben.
2 weitere Hainbuchen haben dieses Jahr erst sehr spät und doch recht mager ausgetrieben. Das ganze mit sehr kleiner Blattgröße und ich stelle fest, dass an den Bltträndern oft die Bläter vertrocknen und verfärbt sind.
Woran dies liegt keine Ahnung...
Im speziellen handelt es sich um zwei Hainbuchen, die erste hat keine auffälligen Flecken oder Anzeichen von Ungeziefer Befall, die anderewelche deutlich schwächer treibt hat wie auf den Bildern zu sehen in Blattmitte kugelartige Veränderungen.
Habt Ihr eine Idee was der Grund für die eingerollten vertrockneten Blattflächen sein kann (bei der Buche ohne Ungeziefer)
Und was für ein Ungeziefer ist das an meiner 2. Buche? Vor allem was hilft dagegen?
Gruß Philipp
dieses Jahr ist irgendwie der Wurm drin...
entweder liegt es am Umzug und der neuen Wohnung, schließlich stehen meine Bäume jetzt recht exponiert auf einer Dachterrasse, mit teilweise ordentlich Wind und West-Süd-West Ausrichtung,
oder ich habe dieses Jahr einfach kein Glück.
3 Bäume haben sich leider schon nach dem winter verabschiedet, Eine Buche aus ungeklärten Gründen, ein Weinstock aus ungeklärten Gründen und eine weitere Buche die bei meinen eltern steht-stand wollte einfach nicht austreiben.
2 weitere Hainbuchen haben dieses Jahr erst sehr spät und doch recht mager ausgetrieben. Das ganze mit sehr kleiner Blattgröße und ich stelle fest, dass an den Bltträndern oft die Bläter vertrocknen und verfärbt sind.
Woran dies liegt keine Ahnung...
Im speziellen handelt es sich um zwei Hainbuchen, die erste hat keine auffälligen Flecken oder Anzeichen von Ungeziefer Befall, die anderewelche deutlich schwächer treibt hat wie auf den Bildern zu sehen in Blattmitte kugelartige Veränderungen.
Habt Ihr eine Idee was der Grund für die eingerollten vertrockneten Blattflächen sein kann (bei der Buche ohne Ungeziefer)
Und was für ein Ungeziefer ist das an meiner 2. Buche? Vor allem was hilft dagegen?
Gruß Philipp
- Dateianhänge
-
- Buche1 ohne Ungeziefer?!
- buche2.jpg (67.14 KiB) 3474 mal betrachtet
-
- Buche1 ohne Ungeziefer?
- buche3.jpg (59.95 KiB) 3474 mal betrachtet
-
- Buche 2 mit Ungeziefer
- buche1.jpg (63.22 KiB) 3474 mal betrachtet
-
- Buche2
- buche4.jpg (69.42 KiB) 3474 mal betrachtet
-
- buche2
- buche5.jpg (68.59 KiB) 3473 mal betrachtet
-
- buche2
- buche6.jpg (68.19 KiB) 3472 mal betrachtet
-
- blätter buche2
- buche2bkaetter.jpg (66.49 KiB) 3780 mal betrachtet
Re: Buchenprobleme 2009
Noch ein paar Infos:
1.) Düngung, nur mit Biogold vor 2 Wochen das erstemal mit Wuxal.
2.) beide Bäume wurden dieses Jahr umgetopft in ein Gemisch aus Maxit und Torf (Blumenerde, habe darauf geachtet das es Blumenerde aus reinem Torf ist, ich hoffe das hier kein Dünger beigemischt war).
1.) Düngung, nur mit Biogold vor 2 Wochen das erstemal mit Wuxal.
2.) beide Bäume wurden dieses Jahr umgetopft in ein Gemisch aus Maxit und Torf (Blumenerde, habe darauf geachtet das es Blumenerde aus reinem Torf ist, ich hoffe das hier kein Dünger beigemischt war).
- Voodoowester
- Beiträge: 281
- Registriert: 12.05.2008, 00:54
- Wohnort: Ruhrgebiet
Re: Buchenprobleme 2009
Versuche mal Lizetanstäbchen .... haben meiner Buche echt gut getan. Keine Gallmilben oder vertrocknete Blätter mehr (meine schauten letztes Jahr auch so aus)
Gruß Voodoo
Re: Buchenprobleme 2009
ok danke habe ich hier über die Suchfunktion auch schon häufiger gelesen.
- der1
- Moderator a. D.
- Beiträge: 2648
- Registriert: 04.08.2005, 20:17
- Wohnort: Braunschweig
- Kontaktdaten:
Re: Buchenprobleme 2009
Ist Lizetan nicht mineralischer Volldünger mit "nem Schuss Chemiekeule"?
Und wenn wir jetz so zusammen liegen / Ich wollt es sagen, aber hab mich nie getraut
Immer öfter, wenn wir uns berühren / Spür ich den leeren Raum zwischen unsrer Haut.
Lichter - Leerer Raum (Video und mp3)
Immer öfter, wenn wir uns berühren / Spür ich den leeren Raum zwischen unsrer Haut.
Lichter - Leerer Raum (Video und mp3)
Re: Buchenprobleme 2009
...
Zuletzt geändert von leon6969 am 14.05.2010, 15:13, insgesamt 1-mal geändert.
Re: Buchenprobleme 2009
Hallo Philipp,
am Umzug und Deiner neuen Wohnung wird es nicht liegen! Hört sich doch sehr gut, die Himmelsrichtung und die Fotos von Deinem Balkon hatten wir ja auch schon gesehen, das ist bestimmt ein guter Standort. Und mehr Wind als bei mir hier auf einem fast völlig ungeschützten Grundstück in Norddeutschland wirst Du mit ziemlicher Sicherheit auch nicht haben.
Dieselben Probleme wie Du haben dieses Jahr leider viele Leute mit den Buchen und Hainbuchen.
Zumeist ist wohl der besonders strenge, lange Winter mit seinen langen Frostperioden, gefolgt von einem sehr früh extrem warmen Frühling die Ursache.
Die merkwürdigen braunen Flecken auf den Blättern der gezeigten Hainbuche hätte ich auf kurzfristige Trockenheit bei Wind und möglicherweise Übersalzung (hast Du das Wuxal bei großer Hitze verabreicht und ist der Baum danach trocken geworden?) zurückgeführt. Allerdings irritiert mich, dass die braunen Stellen so unregelmäßig verteilt sind. Ich kenne das Bild sonst mehr so, dass alle Blattränder und Spitzen mehr oder minder braun sind.
Liebe Grüße,
Heike
am Umzug und Deiner neuen Wohnung wird es nicht liegen! Hört sich doch sehr gut, die Himmelsrichtung und die Fotos von Deinem Balkon hatten wir ja auch schon gesehen, das ist bestimmt ein guter Standort. Und mehr Wind als bei mir hier auf einem fast völlig ungeschützten Grundstück in Norddeutschland wirst Du mit ziemlicher Sicherheit auch nicht haben.
Dieselben Probleme wie Du haben dieses Jahr leider viele Leute mit den Buchen und Hainbuchen.
Zumeist ist wohl der besonders strenge, lange Winter mit seinen langen Frostperioden, gefolgt von einem sehr früh extrem warmen Frühling die Ursache.
Die merkwürdigen braunen Flecken auf den Blättern der gezeigten Hainbuche hätte ich auf kurzfristige Trockenheit bei Wind und möglicherweise Übersalzung (hast Du das Wuxal bei großer Hitze verabreicht und ist der Baum danach trocken geworden?) zurückgeführt. Allerdings irritiert mich, dass die braunen Stellen so unregelmäßig verteilt sind. Ich kenne das Bild sonst mehr so, dass alle Blattränder und Spitzen mehr oder minder braun sind.
Liebe Grüße,
Heike
Re: Buchenprobleme 2009
.....
Zuletzt geändert von leon6969 am 14.05.2010, 15:13, insgesamt 1-mal geändert.
Re: Buchenprobleme 2009
Hallo, Ihr Lieben,
vorgedüngte Qualitätsblumenerde benutze ich seit vielen Jahren in meinen Substratmischungen.
Das hat noch nie etwas geschadet, geschweige denn Bäume getötet. Im Gegenteil, ich bin sehr zufrieden damit.
Viele Grüße,
Heike
vorgedüngte Qualitätsblumenerde benutze ich seit vielen Jahren in meinen Substratmischungen.
Das hat noch nie etwas geschadet, geschweige denn Bäume getötet. Im Gegenteil, ich bin sehr zufrieden damit.
Viele Grüße,
Heike
Re: Buchenprobleme 2009
....
Zuletzt geändert von leon6969 am 14.05.2010, 15:14, insgesamt 1-mal geändert.
Re: Buchenprobleme 2009
Ja ich glaube die Erde past schon. Mein Ahorn steht auch in der selben Mischung und dem geht es super. Es ist wirklich eher ein Buchen Problem.
Re: Buchenprobleme 2009
...
Zuletzt geändert von leon6969 am 14.05.2010, 15:14, insgesamt 1-mal geändert.
Re: Buchenprobleme 2009
Phillip,
vielleicht beruhigt es Dich etwas, wenn ich Dir mitteile, daß ich fast die gleichen Problem und natürlich auch Sorgen habe! Bis dato kann ich von sechs Bäumen sprechen, deren Verlust ich seit dem Winter zu beklagen habe. Vielleicht hilft die kurze Beschreibung meiner Situation, die Dinge besser vergleichen zu können, oder Rückschlüsse zu ziehen.
Ich rede über insgesamt drei Hainbuchen:
1) zwei Baumschul-Hainbuchen
- im Anzuchtfeld überwintert
- eine im März mit Wurzel- und Astschnitt in eine Anzuchtschale umgetopft, Substrat: 2/3 anorganisch (2-6mm, gesiebt), 1/3 organisch (grob. Baumschulsubstrat)
- die zweite mit Wurzel- und Astschnitt zurück ins Anzuchtbeet gesetzt
Fazit:
Die Hainbuche in der Anzuchschale hat für eine leichte Belaubung über einen Monat gebraucht, danach nur noch sehr langsames Wachstum, einige Triebe wachsen nicht mehr weiter, halten aber ihr Laub.
Die Hainbuche im Feld hat schon mehr als 30cm lange Triebe und fast handflächengroße Blätter
2) eine Yamadori-Hainbuche aus dem Norden Italiens
- in Anzuchtschale überwintert, Schale in Coco-Matte eingeschlagen, ansonsten nur überdacht auf Süd-/Westtereasse aufgestellt - also letztlich volle -15-20°C in ein paar Nächten
- im März in neue Anzuchtschale mit Wurzel- und Astschnitt umgetopft, Substrat wie oben beschrieben
Fazit:
Eine leichte Belaubung dauerte ebenfalls fast sechs Wochen, danach Stillstand bis heute! Die Blätter sehen so aus, wie bei Deinen Hainbuchen, allerdings ohne Schädlinge.
Meine Überlegungen:
- die Pflanzen haben durch die Minusgrade schon vorher zuviele Wurzeln durch Erfrieren verloren
- zu starke Wurzelschnitte
- teilw. zu früh in die bei uns sehr starke April-Sonne gestellt (wie blöd muß man sein...?)
- event. nicht optimales Gießen der Baumschul-Hainbuche in ihrer Schale, da die Andere im Anzuchtfeld ja keine Probleme hat
Fazit:
Habe letztlich gelesen, daß Hainbuchen - wider meiner Erwartungen (!) - wenn in Gefäße getopft, nicht sehr winterhart sind. Werde demzufolge die in Schalen getopften Hainbuchen im kommenden Winter besser geschützt, event. in unserer beheitzten Garage unterstellen.
Kann jetzt nur hoffen, daß sich noch etwas Zuwachs einstellt, wenn die Temperaturen endlich mal konstanter bleiben. An gestalterische Maßnahmen ist in diesem Jahr wohl gar nicht zu denken... Also min. ein Jahr verloren, aber hoffentlich nicht die Pflanzen.
vielleicht beruhigt es Dich etwas, wenn ich Dir mitteile, daß ich fast die gleichen Problem und natürlich auch Sorgen habe! Bis dato kann ich von sechs Bäumen sprechen, deren Verlust ich seit dem Winter zu beklagen habe. Vielleicht hilft die kurze Beschreibung meiner Situation, die Dinge besser vergleichen zu können, oder Rückschlüsse zu ziehen.
Ich rede über insgesamt drei Hainbuchen:
1) zwei Baumschul-Hainbuchen
- im Anzuchtfeld überwintert
- eine im März mit Wurzel- und Astschnitt in eine Anzuchtschale umgetopft, Substrat: 2/3 anorganisch (2-6mm, gesiebt), 1/3 organisch (grob. Baumschulsubstrat)
- die zweite mit Wurzel- und Astschnitt zurück ins Anzuchtbeet gesetzt
Fazit:
Die Hainbuche in der Anzuchschale hat für eine leichte Belaubung über einen Monat gebraucht, danach nur noch sehr langsames Wachstum, einige Triebe wachsen nicht mehr weiter, halten aber ihr Laub.
Die Hainbuche im Feld hat schon mehr als 30cm lange Triebe und fast handflächengroße Blätter
2) eine Yamadori-Hainbuche aus dem Norden Italiens
- in Anzuchtschale überwintert, Schale in Coco-Matte eingeschlagen, ansonsten nur überdacht auf Süd-/Westtereasse aufgestellt - also letztlich volle -15-20°C in ein paar Nächten
- im März in neue Anzuchtschale mit Wurzel- und Astschnitt umgetopft, Substrat wie oben beschrieben
Fazit:
Eine leichte Belaubung dauerte ebenfalls fast sechs Wochen, danach Stillstand bis heute! Die Blätter sehen so aus, wie bei Deinen Hainbuchen, allerdings ohne Schädlinge.
Meine Überlegungen:
- die Pflanzen haben durch die Minusgrade schon vorher zuviele Wurzeln durch Erfrieren verloren
- zu starke Wurzelschnitte
- teilw. zu früh in die bei uns sehr starke April-Sonne gestellt (wie blöd muß man sein...?)
- event. nicht optimales Gießen der Baumschul-Hainbuche in ihrer Schale, da die Andere im Anzuchtfeld ja keine Probleme hat
Fazit:
Habe letztlich gelesen, daß Hainbuchen - wider meiner Erwartungen (!) - wenn in Gefäße getopft, nicht sehr winterhart sind. Werde demzufolge die in Schalen getopften Hainbuchen im kommenden Winter besser geschützt, event. in unserer beheitzten Garage unterstellen.
Kann jetzt nur hoffen, daß sich noch etwas Zuwachs einstellt, wenn die Temperaturen endlich mal konstanter bleiben. An gestalterische Maßnahmen ist in diesem Jahr wohl gar nicht zu denken... Also min. ein Jahr verloren, aber hoffentlich nicht die Pflanzen.
Viele Grüße, Chris.
-
werner1965
- Beiträge: 78
- Registriert: 14.01.2008, 21:47
- Wohnort: Niederösterreich
Re: Buchenprobleme 2009
hatte noch nie probleme mit meinen Hainbuchen 6stk stehen auch im winter ungeschützt nur am boden mehrere Jahre schon auch bei 15 minus könnte STaunässe sein hatte ich auch mal
Re: Buchenprobleme 2009
Auch wenn mein Deutschlehrer das immer für einen stilistischen Fehler gehalten hat, fange ich hier aus stilistischen Gründen mit einem gaaaaanz großen ALSO an:
1. Was das erstmal nicht ist:
Ich weiß nicht, wo Steffen gekräuselte Blätter gesehen hat, aber Gallmilben haben Deine Hainbuchen sicher nicht....
Auch sonstige biotische Ursachen würde ich ausschließen, jedenfalls pathologisch gesehen (boah, das war jetzt aber schon fast summa cum laude
)
2. Ich hatte das letztes Jahr an der Hainbuche, die ich letztes Jahr auf dem Sommerfest von Bodo "zugesteckt" bekam (nettes kleines Bäumchen, sieht schon toll aus).
Dieses Jahr umgetopft in gleiche Schale, mit annähernd gleichem Substrat.... schöne kleine Blättchen, entwickelt sich ganz prächtig...
Was war passiert?
Meine Hainbuche stand letztes Jahr auf unserem Balkon, ganz ähnliche Ausrichtung wie bei Phillip, von morgens 6 bis 15h Sonne....
Dazu muss ich erwähnen, daß die Schale schon komplett durchwurzelt war (das is ganz wichtig)...
Also, tatsächlich, auch wenn man auf dem platten Land recht windig wohnt, darf man das Kleinklima und eventuelle Zugluft um Hausecken und sowas ähnliches nicht unterschätzen...
Bei mir war die Ursache für die absterbenden Blattränder ganz eindeutig der durchgewurzelte Topf, die Standortveränderung und dadurch gegebenenfalls höhere Verdunstung. Wie auch immer ich gegossen hatte, kam ich nicht an den braunen Blatträndern vorbei...
Dieses Jahr steht die Hainbuche an einem anderen Standort, bekommt jetzt erst ab Nachmittags Sonne, windgeschützt (stand sie vorher auch) und scheint das wesentlich besser zu vertragen.
Fazit:
Knalle Sonne ist nicht immer für Bonsai richtig, auch wenn der ein oder andere Baum durchaus volle Sonne verträgt.
Sonne und Wind können Blätter so schnell austrocknen, da kann das Substrat noch so nass sein...
Es ist immer vom Zustand, Entwicklungsstand und Anlagen des Baumes abhängig, was er vertragen kann. Hauptsächlich muss man sich bei der Sonne/Wind frage die Blattstruktur ansehen, wie ist das Blatt aufgebaut. Hat es eine dicke Wachsschicht, oder ist es eher dünn (wie bei Hainbuchen)...
Bonsai sind schon ein spezial gelagerter Sonderfall (für alle ???- Fans), man muss wirklich von Fall zu Fall entscheiden.
Ein Allheilmittel gibt es nicht.
Letztendlich wird man auch nicht immer konsequent und genauestenes die Bedürfnisse im Vorhinein eroieren können, aber wichtig ist, die Symptome richtig zu analysieren (auch das ist verdammt schwer, auch mit 13 Jahren Berufserfahrung als Gärtner) und dementsprechend Maßnahmen zu ergreifen...
Der Griff zur Spritze/Stäbchen etc. sollte immer die ultima ratio bleiben, die Bombe, die nur im alleräussersten Notfall eingesetzt wird....
Leider wird Pflanzenschutz immer andersherum verstanden......
Konkret zu Phillips Hainbuchen:
Ich denke, es handelt sich da um eine Mischung aus:
Standortstress (Wind/Sonne)
Überdüngung
durchwurzeltem Ballen
Das "Ungeziefer" (sorry, ich hab keines gesehen, glaube Dir aber, daß es da ist, wenn Du es gesehen hast) ist eine Sekundärerscheinung, da bin ich mir ziemlich sicher....
1. Was das erstmal nicht ist:
Ich weiß nicht, wo Steffen gekräuselte Blätter gesehen hat, aber Gallmilben haben Deine Hainbuchen sicher nicht....
Auch sonstige biotische Ursachen würde ich ausschließen, jedenfalls pathologisch gesehen (boah, das war jetzt aber schon fast summa cum laude
2. Ich hatte das letztes Jahr an der Hainbuche, die ich letztes Jahr auf dem Sommerfest von Bodo "zugesteckt" bekam (nettes kleines Bäumchen, sieht schon toll aus).
Dieses Jahr umgetopft in gleiche Schale, mit annähernd gleichem Substrat.... schöne kleine Blättchen, entwickelt sich ganz prächtig...
Was war passiert?
Meine Hainbuche stand letztes Jahr auf unserem Balkon, ganz ähnliche Ausrichtung wie bei Phillip, von morgens 6 bis 15h Sonne....
Dazu muss ich erwähnen, daß die Schale schon komplett durchwurzelt war (das is ganz wichtig)...
Also, tatsächlich, auch wenn man auf dem platten Land recht windig wohnt, darf man das Kleinklima und eventuelle Zugluft um Hausecken und sowas ähnliches nicht unterschätzen...
Bei mir war die Ursache für die absterbenden Blattränder ganz eindeutig der durchgewurzelte Topf, die Standortveränderung und dadurch gegebenenfalls höhere Verdunstung. Wie auch immer ich gegossen hatte, kam ich nicht an den braunen Blatträndern vorbei...
Dieses Jahr steht die Hainbuche an einem anderen Standort, bekommt jetzt erst ab Nachmittags Sonne, windgeschützt (stand sie vorher auch) und scheint das wesentlich besser zu vertragen.
Fazit:
Knalle Sonne ist nicht immer für Bonsai richtig, auch wenn der ein oder andere Baum durchaus volle Sonne verträgt.
Sonne und Wind können Blätter so schnell austrocknen, da kann das Substrat noch so nass sein...
Es ist immer vom Zustand, Entwicklungsstand und Anlagen des Baumes abhängig, was er vertragen kann. Hauptsächlich muss man sich bei der Sonne/Wind frage die Blattstruktur ansehen, wie ist das Blatt aufgebaut. Hat es eine dicke Wachsschicht, oder ist es eher dünn (wie bei Hainbuchen)...
Bonsai sind schon ein spezial gelagerter Sonderfall (für alle ???- Fans), man muss wirklich von Fall zu Fall entscheiden.
Ein Allheilmittel gibt es nicht.
Letztendlich wird man auch nicht immer konsequent und genauestenes die Bedürfnisse im Vorhinein eroieren können, aber wichtig ist, die Symptome richtig zu analysieren (auch das ist verdammt schwer, auch mit 13 Jahren Berufserfahrung als Gärtner) und dementsprechend Maßnahmen zu ergreifen...
Der Griff zur Spritze/Stäbchen etc. sollte immer die ultima ratio bleiben, die Bombe, die nur im alleräussersten Notfall eingesetzt wird....
Leider wird Pflanzenschutz immer andersherum verstanden......
Konkret zu Phillips Hainbuchen:
Ich denke, es handelt sich da um eine Mischung aus:
Standortstress (Wind/Sonne)
Überdüngung
durchwurzeltem Ballen
Das "Ungeziefer" (sorry, ich hab keines gesehen, glaube Dir aber, daß es da ist, wenn Du es gesehen hast) ist eine Sekundärerscheinung, da bin ich mir ziemlich sicher....
"The mind is like a parachute. It doesn't work unless it's open."
- Frank Zappa -
- Frank Zappa -
