Klimakatastrophe
Ein scheußliches Wort, das vollkommen zu Unrecht "Wort des Jahres" 2007 geworden ist. Eigentlich ist es ein Unwort, weil es überall verwendet wird.
"Mal wieder ein Starkregen?"
"Klimakatastrophe!"
"Brütend heiß?"
"Klimakatastrophe"
"Ungewöhnlich viele Bonsai letzten Winter erfroren?"
"Klimakatastrophe"
Vielleicht liegt es am Klima, dass unsere Pflänzchen gerne mal eingehen. Mal isses zu kalt, mal zu feucht oder zu warm. Aber anstatt immer nur die globale Erwärmung und deren Folgen zu vermeiden, sollten wir überlegen, uns vielleicht auch mal soweit es geht anzupassen.
Und dazu wurden schon ein paar Vorschläge gemacht (z. B. Netze).
Das gilt nicht nur für die Bonsaiwelt. Viele Förster müssen überlegen, welche Baumarten bei 2 Kelvin Temperaturerhöhung und im Jahresmittel niedrigere Niederschläge aushalten. Unsere
Pinus sylvestris schafft es vielleicht noch, aber Fichten? Was müssen wir im Hochwasserschutz beachten, wenn die Starkregenereignisse zunehmen?
Wir sollten auch Vorteile darin sehen. Den Gedanken des mediteranen Bayerns find ich gar nicht so schlecht. :D
Also mitigation UND adaptation?
Dieser Gedanken ist nicht auf meinem Mist gewachsen. Ich plapper auch nur nach, genauso wie die "Klimakatastrophler". Ich will nur falsche Tatsachen oder Begrifflichkeiten nicht einfach so stehen lassen und vielleicht auch eine Diskussion anregen. Bin doch hier genau beim richtigen Thema.
PS: In ein paar Jahren stehen reihenweise Beiträge in den Basics wie : "Mein Baum ist durch die Klimaerwärmung vertrocknet"
