täglich Düngen, EC, PH, ...

Spezielle Baumpflege z.B. düngen, umtopfen, Erden, ein- und auswintern, Pflanzenschutz
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runger
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Re: täglich Düngen, EC, PH, ...

Beitrag von runger »

Liebe Leute, was bin ich froh, dass es diesen Thread vor drei Jahren als ich mein erstes Bäumchen kaufte noch nicht gab.
Jeder Neuling streicht bei dieser Lektüre doch sofort erschreckt die Segel und wendet sich angewidert ab.
Die meisten verstehen Bonsai als liebes Hobby und wollen mit ihren wenigen Bäumchen solche Techniken und Messungen nicht nachvollziehen. Ob nun 1 Millimeter bis evtl. ??? Millimeter mehr an Zuwachs ist ihnen nicht so wichtig.
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schmieda
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Re: täglich Düngen, EC, PH, ...

Beitrag von schmieda »

Hallo Chris
chris.p hat geschrieben:Schmieda ,
was willst Du denn?

Das der Hersteller sagt: Das und das ist drin!
und ich hab mir die Mühe gemacht, die Forschung, die werbung und alles drumherum finaziert und jetzt kannst Du alles selbst anmischen!
Weil ich möchte ja das Du lieber verbraucher es möglichst billig hast und ich nix verdiene!
Nein, das natürlich nicht. Aber wenn man auf deren Seite schaut, steht halt gar nichts zu den Inhaltsstoffen. So wie du es schreibst, das würde doch reichen. Deswegen bin ich immer noch nicht in der Lage, das Zeug selbst zu mischen. Aber ich weiß grob was drin ist.

Zum Thema Chris, sind wir mit der Tomatenmethode eigentlich durch oder gibt es da noch etwas?
Wir wissen wie EC, pH, KH zusammen hängen und wie wir das über das Gießwasser beeinflussen können. Sauerstoffsättigung und Substrat haben wir auch angesprochen.
Wenn noch etwas zu beachten ist, dann bin ich gespannt.
Wenn wir so grob durch sind, dann sag ich nochmal ein ganz großes Dankeschön an dich. Ich werde schauen, wie ich das bei mir umsetze. Der EC-Tester ist schon zu mir unterwegs...
Aber seit diesem Thema hab ich bei mir die Düngung zumindest mal auf 2x wöchentlich mit halber Wochenration umgestellt.
Gruß
Frank :)

++++ Gießen: Hessischer Botaniker findet heraus, wie Pflanzen länger leben ++++
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Niko
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Re: täglich Düngen, EC, PH, ...

Beitrag von Niko »

Hallo Chris,
ich habe eine Frage, für die ich noch keine Lösung gefunden habe.

Wenn jetzt mein Erdreich einen PH-Wert von. z.B deutlich über acht aufweist und ich den Baum nicht umtopfen möchte/kann (warum auch immer), wie senke ich kurzfristig kontrolliert (mit Kalk o. mit anderen Mitteln) den PH-Wert auf 5-7?
gruß

Niko

Das Auge findet was es sucht.
MerschelMarco
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Re: täglich Düngen, EC, PH, ...

Beitrag von MerschelMarco »

runger hat geschrieben:Liebe Leute, was bin ich froh, dass es diesen Thread vor drei Jahren als ich mein erstes Bäumchen kaufte noch nicht gab.
Jeder Neuling streicht bei dieser Lektüre doch sofort erschreckt die Segel und wendet sich angewidert ab.
Oder sie streichen die Segel aus Frust vor der zehnten Serissa die wegen schlechter Erde, falschem Standort und Nährstoffmangel ihr Leben ließ. Was ist besser?
Grundkenntnisse brauch ich nunmal, so in die Tiefe muß man nicht zwangsweise gehen, schaden tuts aber auch nicht.
runger hat geschrieben: Die meisten verstehen Bonsai als liebes Hobby und wollen mit ihren wenigen Bäumchen solche Techniken und Messungen nicht nachvollziehen. Ob nun 1 Millimeter bis evtl. ??? Millimeter mehr an Zuwachs ist ihnen nicht so wichtig.
Unterstellung, woher willst du das wissen? Politiker jeglicher Couleur wissen derzeit auch genau was das Volk will. Da muß es aber in Deutschland viele Völker geben :D.


Chris,
eine Sache noch wegen dem Substrat.
Das Prinzip ist ja, den Pflanzen eine beständige Nährstofflösung zur Verfügung zu stellen.
Organisches Substrat, bzw. ein Substrat mit der Fähigkeit des Ionenaustausches, ist aus meiner Sicht ein optimales Substrat wenn ich organisch Dünge, bzw. in Intervallen, weil ich auch einen Puffer zwischengeschaltet habe, der mir Nährstoffstöße glattbügelt.

Mit deiner Methode kaufst du dir doch wieder unberechenbare Größen ein, weil Reaktionen mit dem Substrat ablaufen. Das läuft dem Ansatz der maximalen Kontrolle zuwider. Wäre nicht ein inertes Substrat besser geeinet, z.B. Blähton? Dieses erfüllt nur die Aufgabe des Trägermaterials, zum Luft- und Nährstoffaustausch, sonst nichts.
Da könnte dir dann der PH-Wert gar nicht weglaufen, weil er sich nur über die Nährstofflösung definiert. Zu messen wären die relevanten Größen auch einfacher, weil ich nur die Lösung zu messen brauche und nicht die Erde.
Ich bleibe dabei: Messungen im Substat halte ich schwer für solide durchführbar. Nebst den Gerätschaften, die vielleicht noch in den Griff zu kriegen sind, hast du bei deinem Substrat ( ich gehe jetzt mal davon aus, Boncoco ist ein Ionenaustauscher, richtig oder falsch?) auch einen Gradienten in der Schale. Wo misst du? Mitten im Ballen, am Boden, am Schalenrand, an der Oberfläche? Gut möglich, dass die Werte gut voneinander abweichen, weiss ich nicht.

Vielleicht hast du da auch schon Erfahrungswerte.

Grüße,
Marco
Claas

Re: täglich Düngen, EC, PH, ...

Beitrag von Claas »

Ich will mal eine Anmerkung machen, die bis jetzt hier noch nicht gefallen ist (wenn ich falsch liege, bitte berichtigen):

Ich erinnere mich dunkel an Chemie-Seminare, in denen klar wurde, dass der Boden-pH nicht dadurch zu messen ist, dass man eine pH-Elektrode reinsteckt.
PH-Werte misst man ja in Lösungen, also muss eine solche aus dem Boden hergestellt werden. Nach schneller Internet-Recherche vermischt man wohl 1 Teil Boden mit 2,5 Teilen Lösungsmittel.
Das Lösungsmittel kann destilliertes Wasser sein, besser ist wohl eine Kalziumchloridlösung (CaCl2) bestimmter Konzentration (das hat eben mit der Pufferwirkung des Bodens zu tun).
Je nach Lösungsmittel kann der pH-Wert um eine halbe Einheit schwanken, d.h. z.B. pH=6,0 bzw. 6,5.

Ist das für Chris ein nennenswerter Unterschied?
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chris.p
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Re: täglich Düngen, EC, PH, ...

Beitrag von chris.p »

Niko hat geschrieben:Hallo Chris,
ich habe eine Frage, für die ich noch keine Lösung gefunden habe.

Wenn jetzt mein Erdreich einen PH-Wert von. z.B deutlich über acht aufweist und ich den Baum nicht umtopfen möchte/kann (warum auch immer), wie senke ich kurzfristig kontrolliert (mit Kalk o. mit anderen Mitteln) den PH-Wert auf 5-7?
Den pH-Wert gezielt senken geht schnell und sicher mit schwefelsauren Ammoniak.
Ist stark abhängig von der Pufferwirkung des Substrats.
1täglich mit 1g/l Lösung und anschliessendes messen bringt sicher den gewünschten Erfolg.
Grüße Chris
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chris.p
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Re: täglich Düngen, EC, PH, ...

Beitrag von chris.p »

MerschelMarco hat geschrieben:
runger hat geschrieben:Liebe Leute, was bin ich froh, dass es diesen Thread vor drei Jahren als ich mein erstes Bäumchen kaufte noch nicht gab.
Jeder Neuling streicht bei dieser Lektüre doch sofort erschreckt die Segel und wendet sich angewidert ab.
Oder sie streichen die Segel aus Frust vor der zehnten Serissa die wegen schlechter Erde, falschem Standort und Nährstoffmangel ihr Leben ließ. Was ist besser?
Grundkenntnisse brauch ich nunmal, so in die Tiefe muß man nicht zwangsweise gehen, schaden tuts aber auch nicht.
runger hat geschrieben: Die meisten verstehen Bonsai als liebes Hobby und wollen mit ihren wenigen Bäumchen solche Techniken und Messungen nicht nachvollziehen. Ob nun 1 Millimeter bis evtl. ??? Millimeter mehr an Zuwachs ist ihnen nicht so wichtig.
Unterstellung, woher willst du das wissen? Politiker jeglicher Couleur wissen derzeit auch genau was das Volk will. Da muß es aber in Deutschland viele Völker geben :D.


Chris,
eine Sache noch wegen dem Substrat.
Das Prinzip ist ja, den Pflanzen eine beständige Nährstofflösung zur Verfügung zu stellen.
Organisches Substrat, bzw. ein Substrat mit der Fähigkeit des Ionenaustausches, ist aus meiner Sicht ein optimales Substrat wenn ich organisch Dünge, bzw. in Intervallen, weil ich auch einen Puffer zwischengeschaltet habe, der mir Nährstoffstöße glattbügelt.

Mit deiner Methode kaufst du dir doch wieder unberechenbare Größen ein, weil Reaktionen mit dem Substrat ablaufen. Das läuft dem Ansatz der maximalen Kontrolle zuwider. Wäre nicht ein inertes Substrat besser geeinet, z.B. Blähton? Dieses erfüllt nur die Aufgabe des Trägermaterials, zum Luft- und Nährstoffaustausch, sonst nichts.
Da könnte dir dann der PH-Wert gar nicht weglaufen, weil er sich nur über die Nährstofflösung definiert. Zu messen wären die relevanten Größen auch einfacher, weil ich nur die Lösung zu messen brauche und nicht die Erde.
Ich bleibe dabei: Messungen im Substat halte ich schwer für solide durchführbar. Nebst den Gerätschaften, die vielleicht noch in den Griff zu kriegen sind, hast du bei deinem Substrat ( ich gehe jetzt mal davon aus, Boncoco ist ein Ionenaustauscher, richtig oder falsch?) auch einen Gradienten in der Schale. Wo misst du? Mitten im Ballen, am Boden, am Schalenrand, an der Oberfläche? Gut möglich, dass die Werte gut voneinander abweichen, weiss ich nicht.

Vielleicht hast du da auch schon Erfahrungswerte.

Grüße,
Marco

Marco,
das Puffervermögen dient sicher hauptsächlich deinen oben angeführten Gründen.
Ist sozusagen eine Art Rettungsboot, das leichtePflegefehler wieder ausbügelt.
Mit dem inerten Matrial, das hab ich früher gemacht, geht es natürlich noch genauer, es hat aber den Nachteil das es keine Pflegefehler verzeit. Einmal nicht giessen, und schon ist der Arsc...............ab.
Einmal nicht düngen schon haben die Pflanzen Nährstoffmangel.
Boncoco ist sicher ein Ionenaustauscher und verbraucht sich mit der Zeit(Aufnahme von Schadsalzen).
Mit dem messen komme ich gut klar, Mittelwert aus 3-4 verschiedenen Messstellen, da gibt es keine grossen Unterschiede.

Bei dem Begriff Gradienten mußte ich erst einmal nachschlagen ( bin doch nur Industriemeister).
Ich glaub aber es gibt kein Konzentrationsgefälle in der Schale, wenn die Wurzeln gleichmässig verteilt sind.
Grüße
Chris
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chris.p
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Re: täglich Düngen, EC, PH, ...

Beitrag von chris.p »

Claas hat geschrieben:Ich will mal eine Anmerkung machen, die bis jetzt hier noch nicht gefallen ist (wenn ich falsch liege, bitte berichtigen):

Ich erinnere mich dunkel an Chemie-Seminare, in denen klar wurde, dass der Boden-pH nicht dadurch zu messen ist, dass man eine pH-Elektrode reinsteckt.
PH-Werte misst man ja in Lösungen, also muss eine solche aus dem Boden hergestellt werden. Nach schneller Internet-Recherche vermischt man wohl 1 Teil Boden mit 2,5 Teilen Lösungsmittel.
Das Lösungsmittel kann destilliertes Wasser sein, besser ist wohl eine Kalziumchloridlösung (CaCl2) bestimmter Konzentration (das hat eben mit der Pufferwirkung des Bodens zu tun).
Je nach Lösungsmittel kann der pH-Wert um eine halbe Einheit schwanken, d.h. z.B. pH=6,0 bzw. 6,5.

Ist das für Chris ein nennenswerter Unterschied?
Claas,
wenn ich die Labormethode machen würde, käme ich aus dem messen nicht mehr raus.Außerdem sind 0,5 pH Welten!!!!!!!!!!!!
Wenn das Substrat feucht ist hast Du so etwas wie eine Bodenlösung zum messen.
grüße
Chris
Claas

Re: täglich Düngen, EC, PH, ...

Beitrag von Claas »

Na, ich dachte nur, weil der Rest der Methode so superexakt ist, sollte dem auch eine annähernd exakte Messung zu Grunde liegen :twisted:
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chris.p
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Re: täglich Düngen, EC, PH, ...

Beitrag von chris.p »

Claas hat geschrieben:Na, ich dachte nur, weil der Rest der Methode so superexakt ist, sollte dem auch eine annähernd exakte Messung zu Grunde liegen :twisted:
Mit Elektrode ist ausreichend exakt, ich meinte wenn die Labormethode Abweichungen von/bis 0,5pH hat ist sie nicht exakt genug.
Claas

Re: täglich Düngen, EC, PH, ...

Beitrag von Claas »

Nein, da habe ich mich wohl missverständlich ausgedrückt.
Die Methode Messelektrode in den Boden stecken ist in jedem Fall die ungenaueste.
Will man genau sein, ist entscheidend, welche Labormethode man verwendet, und da ist eben die CaCl2-Methode diejenige, die den tatsächlichen Boden-pH noch am Ehesten wiedergibt.
Eine Wasseraufschlämmung (und so was Ähnliches hättest Du ja mit der "Elektrode-in-Boden-steck-Methode") ist um etwa 0,5 ungenau.
Die CaCl2-Methode ist wohl auch die Methode der Wahl bei irgendwelchen DIN-Geschichten (frag mich nichts Genaueres).
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Re: täglich Düngen, EC, PH, ...

Beitrag von chris.p »

Claas hat geschrieben:Nein, da habe ich mich wohl missverständlich ausgedrückt.
Die Methode Messelektrode in den Boden stecken ist in jedem Fall die ungenaueste.
Will man genau sein, ist entscheidend, welche Labormethode man verwendet, und da ist eben die CaCl2-Methode diejenige, die den tatsächlichen Boden-pH noch am Ehesten wiedergibt.
Eine Wasseraufschlämmung (und so was Ähnliches hättest Du ja mit der "Elektrode-in-Boden-steck-Methode") ist um etwa 0,5 ungenau.
Die CaCl2-Methode ist wohl auch die Methode der Wahl bei irgendwelchen DIN-Geschichten (frag mich nichts Genaueres).
OK!
Dann muss ich mich wohl mit dem zufrieden geben was ich messe, wichtig sind für mich nach der Anfangsmessung hauptsächlich die Tendenz.
Aber die Anfangsmessung sollte ich dann vll. im Labor machen?
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holgerb
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Re: täglich Düngen, EC, PH, ...

Beitrag von holgerb »

Hm.

Ich frage mich, ob es tatsächlich sooo genau sein muss.

"Irgendwas um 6" ist für die meisten Pflanzen gut (5,5-6,5). Ob ich jetzt bei 6,5 liege oder 6 oder 5,5 halte ich für nicht ganz so entscheidend. Bei gemessenen 5,5 bzw. 6,5 kann man dann ja anfangen gegenzusteuern, oder sehe ich das falsch? Ich denke, daß sich das auch "gefühlsmässig" einpendelt?
"The mind is like a parachute. It doesn't work unless it's open."
- Frank Zappa -
Claas

Re: täglich Düngen, EC, PH, ...

Beitrag von Claas »

Ich denke ja auch, es ist nicht sooooo entscheidend. Aber da Chris so genau drauf rumgeritten ist, wollte ich mal ein bischen "stänkern" (und den Klugscheißermodus Gassi führen) :D
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Re: täglich Düngen, EC, PH, ...

Beitrag von holgerb »

:wink:
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