Waldkiefer, wie weiter?
Waldkiefer, wie weiter?
Hallo Bonsaifreunde,
ich habe mir vor 2 wochen eine Waldkiefer zugelegt. Sie stammt aus dem Rohbaumarsenal des Landschlosses Pirna Zuschendorf. Ich habe sie dort während der alljährigen Bonsaiausstellung für 8 Euro erworben.
Ich selber habe mit Nadelbäumen weniger Erfahrung aufzuweisen, besitze noch 2 relativ junge Lärchen.
Als erstes wollt ich fragen ob ich den Baum erstmal umtopfen sollte. Das "Substrat" scheint mir recht verbraucht. Sollte man jetzt vor dem Winter überhaupt noch was machen?
Zur Gestaltung: ich finde das Grün etwas weit ab vom stamm bzw. fehlt etwas verzweigung. Kann man einen Neuaustrieb aus dem "Altholz" erreichen wie bei Laubbäumen?
Fragen über Fragen. Danke schon mal für eure Hilfe.
Die Bilder sind etwas von oben geknipst da man sonst kaum was von der Astführung hätte erkennen können.
Gruß, Rocco
ich habe mir vor 2 wochen eine Waldkiefer zugelegt. Sie stammt aus dem Rohbaumarsenal des Landschlosses Pirna Zuschendorf. Ich habe sie dort während der alljährigen Bonsaiausstellung für 8 Euro erworben.
Ich selber habe mit Nadelbäumen weniger Erfahrung aufzuweisen, besitze noch 2 relativ junge Lärchen.
Als erstes wollt ich fragen ob ich den Baum erstmal umtopfen sollte. Das "Substrat" scheint mir recht verbraucht. Sollte man jetzt vor dem Winter überhaupt noch was machen?
Zur Gestaltung: ich finde das Grün etwas weit ab vom stamm bzw. fehlt etwas verzweigung. Kann man einen Neuaustrieb aus dem "Altholz" erreichen wie bei Laubbäumen?
Fragen über Fragen. Danke schon mal für eure Hilfe.
Die Bilder sind etwas von oben geknipst da man sonst kaum was von der Astführung hätte erkennen können.
Gruß, Rocco
Halma, Fi****, sportlich sein..... da ist man nicht gern allein! :-)
Re: Waldkiefer, wie weiter?
kiefern könnne auch jetzt noch umgetoft werden bzw es hat wieder angefangen.
rückknospung wie bei laubbäumen wird sie ncht ahben aber bevor du dir da gedanken machen musst lass sie erstmal 5-6 jahre wachsen udn halte sie durch pinzieren kompakt
rückknospung wie bei laubbäumen wird sie ncht ahben aber bevor du dir da gedanken machen musst lass sie erstmal 5-6 jahre wachsen udn halte sie durch pinzieren kompakt
Gruß Philipp
Re: Waldkiefer, wie weiter?
Hallo,
ich würde der kleinen zu gegebener Zeit mal ein durchlässigeres Substrat gönnen.
Eine schöne Kiefer!
Gruß,
Mario
ich würde der kleinen zu gegebener Zeit mal ein durchlässigeres Substrat gönnen.
Eine schöne Kiefer!
Gruß,
Mario
Mit freundlichen Grüßen
Mario Werner
Mario Werner
Re: Waldkiefer, wie weiter?
Ich würde eine Waldkiefer nicht im Herbst umtopfen.MUGO hat geschrieben:kiefern könnne auch jetzt noch umgetoft werden bzw es hat wieder angefangen.
generell bin ich der Meinung, dass man Kiefern besser im Frühjahr umtopft (heisst aber bitte nicht, dass es im Herbst nicht geht), also wenn das Substrat HALBWEGS in Ordnung ist würde ich warten.
Ich hab Spass !
grüsse stefan
grüsse stefan
Re: Waldkiefer, wie weiter?
Hallo Zusammen,
Dank erstmal für die Tips und Infos bzw. den Link zum Fachwissen. Werd ich mal durcharbeiten.
Was das Substrat angeht denke ich ist da höchste Eisenbahn und werde mich wohl doch für das Umtopfen entscheiden.
Würdet ihr einen größeren Topf (Kiste) wählen?
Gruß Rocco
Dank erstmal für die Tips und Infos bzw. den Link zum Fachwissen. Werd ich mal durcharbeiten.
Was das Substrat angeht denke ich ist da höchste Eisenbahn und werde mich wohl doch für das Umtopfen entscheiden.
Würdet ihr einen größeren Topf (Kiste) wählen?
Gruß Rocco
Halma, Fi****, sportlich sein..... da ist man nicht gern allein! :-)
Re: Waldkiefer, wie weiter?
Gute Zeit für Kiefern zum Umtopfen ist Ende August, aber nun würde ich nicht umtopfen sondern nur umsetzen wenn Dir der Topf zu klein ist. Richtig umtopfen lieber erst im Frühjahr!
Viele Grüße Jane
Re: Waldkiefer, wie weiter?
von dem, was man an hand der bilder so sieht, halte ich die kiefer nicht unbedingt für wirklich bonsai tauglich. zumindest nicht in absehbarer zeit! leider.
vielleicht würde es ja sinn machen sie in der natur auszusetzen. (oder aber sie eben für das lernen im umgang mit nadelgehölzen zu benutzen.)

gruß marius
vielleicht würde es ja sinn machen sie in der natur auszusetzen. (oder aber sie eben für das lernen im umgang mit nadelgehölzen zu benutzen.)
gruß marius
Re: Waldkiefer, wie weiter?
hallo marius,
würdest du bitte dem verständnis halber deine aussage mit ein paar merkmalen konkretisieren? wie gesagt habe ich mit nadelhölzern nicht viel erfahrung und würde gern noch ein paar "lehrstunden" nehmen.
Gruß
würdest du bitte dem verständnis halber deine aussage mit ein paar merkmalen konkretisieren? wie gesagt habe ich mit nadelhölzern nicht viel erfahrung und würde gern noch ein paar "lehrstunden" nehmen.
Gruß
Halma, Fi****, sportlich sein..... da ist man nicht gern allein! :-)
Re: Waldkiefer, wie weiter?
hm, nicht ganz so einfach. zumal das immer auch vom jeweiligen geschmack und der angestrebten gestaltung abhängig ist.würdest du bitte dem verständnis halber deine aussage mit ein paar merkmalen konkretisieren?
insofern eine kleine richtigstellung: ich würde ihn mir sehr wahrscheinlich nicht gekauft haben. dafür kann ich dann auch grob die gründe nennen. immer in verbindung mit der dann noch zu investierenden zeit natürlich!
als erstes scheint mir der stamm zu wenig gestaltungsmöglichkeiten zu bieten. mir wäre auch die zu gleichmäßige, kiefern typische wirbelbildung zu ausgeprägt. das verhältnis von nadelgröße - okay, kann man im lauf der jahre wohl ändern - wäre mir ebenso zu unausgewogen.
über den wurzelansatz kann man ja derzeit nichts sagen, weil er noch im erdreich verborgen ist.
auch zeigt der stamm im orginal, wenn ich das mal so nennen darf, für mich zu wenig verjüngung und auch sonst wenig bonsaitypische merkmale. (alter, reife, borkenbildung, das orginelle.) daß läßt sich zwar sicherlich alles im lauf der zeit abändern, aber das dauert eben auch. und sehr wahrscheinlich auch länger als 10 -15 jahre.
fazit: ich stehe selbst oft genug vor solchen bäumchen, wenn ich mal wieder in entsprechenden läden bin. allerdings läuft dort genau das gleiche verfahren ab. meist ist es schon an der pfropfstelle vorbei. und ich halte nicht all zu viel von unnötigen verbiegungen im übermaß. (bitte nicht falsch verstehen!) aber wenn ein baum nun mal keine S-form (beispiel) aufweißt, dann versuche ich da auch keine reinzudrahten. nur um den baum ein neues gesicht zu geben, damit er mir als bonsai nach möglichkeit gefällt.
deshalb halt der rat oder tipp, ihn, wenn alle stricke reissen, halt auch auszupflanzen,- bzw. ihn zum erlernen gewisser techniken zu verwenden. seh darin wahrlich nichts schlimmes.
wie gesagt, das mag etwas harsch klingen, aber die resignation
gruß marius
Re: Waldkiefer, wie weiter?
Hallo Rocco,
im Grunde kann ich Marius nur in allen Punkten beipflichten. Auch ich hätte solch einen Baum stehen gelassen.
Andererseits fängt jeder mal irgendwie an und hat dann entweder nicht das Geld, oder nicht die Traute oder beides nicht, um gleich mit gutem, teurem Material zu beginnen.
Insofern würde ich jetzt einfach mal anfangen, mit dieser Kiefer zu arbeiten. Wenn sie gut über den Winter gekommen ist, schön umtopfen in durchlässiges Substrat und anwachsen lassen. Wenn alles optimal läuft, kannst Du im Frühjahr schon Kerzen kürzen, um die stärksten Bereiche zu bremsen und die schwächeren zu fördern.
Schön in die volle Sonne stellen, das fördert die Rückknospung und Du bekommst im Jahr darauf schon einige neue Nadelbüschel in jetzt eher kahlen Bereichen. Natürlich auch gut düngen, am besten organisch, da geht am wenigsten schief.
Nächstes Jahr im Spätsommer, vorausgesetzt dass bis dahin alles perfekt gelaufen ist, könntest Du ein wenig drahten, die Äste ausrichten, die Zweige auffächern, überflüssige alte Nadeln entfernen.
Vielleicht überrascht Du am Ende einige Leute, was aus so einfachem Material doch zu machen ist. Und Du gewinnst dabei Erfahrung und Sicherheit, auf deren Basis Du Dir vielleicht irgendwann Material zulegen wirst, bei dem Marius und ich und vielleicht noch viele andere Leute sagen werden: Oh, wow, klasse Baum! :D
Liebe Grüße,
Heike
im Grunde kann ich Marius nur in allen Punkten beipflichten. Auch ich hätte solch einen Baum stehen gelassen.
Andererseits fängt jeder mal irgendwie an und hat dann entweder nicht das Geld, oder nicht die Traute oder beides nicht, um gleich mit gutem, teurem Material zu beginnen.
Insofern würde ich jetzt einfach mal anfangen, mit dieser Kiefer zu arbeiten. Wenn sie gut über den Winter gekommen ist, schön umtopfen in durchlässiges Substrat und anwachsen lassen. Wenn alles optimal läuft, kannst Du im Frühjahr schon Kerzen kürzen, um die stärksten Bereiche zu bremsen und die schwächeren zu fördern.
Schön in die volle Sonne stellen, das fördert die Rückknospung und Du bekommst im Jahr darauf schon einige neue Nadelbüschel in jetzt eher kahlen Bereichen. Natürlich auch gut düngen, am besten organisch, da geht am wenigsten schief.
Nächstes Jahr im Spätsommer, vorausgesetzt dass bis dahin alles perfekt gelaufen ist, könntest Du ein wenig drahten, die Äste ausrichten, die Zweige auffächern, überflüssige alte Nadeln entfernen.
Vielleicht überrascht Du am Ende einige Leute, was aus so einfachem Material doch zu machen ist. Und Du gewinnst dabei Erfahrung und Sicherheit, auf deren Basis Du Dir vielleicht irgendwann Material zulegen wirst, bei dem Marius und ich und vielleicht noch viele andere Leute sagen werden: Oh, wow, klasse Baum! :D
Liebe Grüße,
Heike
Re: Waldkiefer, wie weiter?
Hallo Rocco
Wenn Du einen Bonsai haben willst, ist die Kiefer ungeeignet.
Wenn Du einen Bonsai machen willst, ist das eher ein "Sämling"
den man mit viel Geduld aufbauen kann um einen Bonsai daraus zu machen.
Wenn Dir ein Zeithorizont von 15-20 Jahren nicht zuviel ist,
ist Vieles machbar.
Interessant ist nur der untere Stammteil mit den Astquirlen,
davon bitte gute Fotos, damit man weiteres festlegen kann.
mfG Dieter
Wenn Du einen Bonsai haben willst, ist die Kiefer ungeeignet.
Wenn Du einen Bonsai machen willst, ist das eher ein "Sämling"
den man mit viel Geduld aufbauen kann um einen Bonsai daraus zu machen.
Wenn Dir ein Zeithorizont von 15-20 Jahren nicht zuviel ist,
ist Vieles machbar.
Interessant ist nur der untere Stammteil mit den Astquirlen,
davon bitte gute Fotos, damit man weiteres festlegen kann.
mfG Dieter
grüsse an die bewohner von melmac
- kressevadder
- Beiträge: 1580
- Registriert: 05.07.2009, 14:02
- Wohnort: Mannheim
- Kontaktdaten:
Re: Waldkiefer, wie weiter?
Hallo,
ich häng mich hier mal rein, da mir mit der Rückknospung bei Kiefern irgendwie immernoch etwas unklar ist...
Das ich neue Kerzen im Frühjahr pinziere ist klar. Aber wie ist das jetzt mit der Rückknospung am Holz? Wenn ich das richtig verstanden habe, muss im nächsten Frühjahr die Kerzen die dieses Jahr gewachsen sind bis auf zwei Nadeln einkürzen. Also im Frühjar nicht nur pinzieren, sondern auch den Trieb vom Vorjahr zurückschneiden?
Ich habe hier eine Kiefer an der ich schon 5 Jahre "rumpinziere". Die ist zwar mittlerweile relativ kompakt, aber die Äste werden immer länger.
Sorry das ich auf der Leitung steh.
Gruß
Manfred
ich häng mich hier mal rein, da mir mit der Rückknospung bei Kiefern irgendwie immernoch etwas unklar ist...
Das ich neue Kerzen im Frühjahr pinziere ist klar. Aber wie ist das jetzt mit der Rückknospung am Holz? Wenn ich das richtig verstanden habe, muss im nächsten Frühjahr die Kerzen die dieses Jahr gewachsen sind bis auf zwei Nadeln einkürzen. Also im Frühjar nicht nur pinzieren, sondern auch den Trieb vom Vorjahr zurückschneiden?
Ich habe hier eine Kiefer an der ich schon 5 Jahre "rumpinziere". Die ist zwar mittlerweile relativ kompakt, aber die Äste werden immer länger.
Sorry das ich auf der Leitung steh.
Gruß
Manfred
Ich fordere einen BioGreenHealthGenderPoliticalCorrectness freien Tag pro Woche - Erholung muß sein!
Mein Bonsaitagebuch
Mein Bonsaitagebuch
-
MerschelMarco
- Beiträge: 1621
- Registriert: 20.05.2007, 10:43
Re: Waldkiefer, wie weiter?
Hallo Rocco,
es gibt bessere Pflanzen um einen Bonsai zu machen, zum üben passt es schon.
Mein Vorschlag wäre folgender.
Den geraden Stammmittelteil mit dicken Aludraht etwas biegen, sollte leicht möglich sein.
Den Quirl entfernen bis auf einen Ast, diesen durchtreiben lassen zur Stammverdickung. Dieser Trieb wird nach zwei bis drei Jahren entfernt und ein kleiner Totholzstummel geformt.
Über dem Qirl liegt scheinbar noch ein Ast, diesen erhalten, wie auf Foto1 hingeschmiert.
Bei Pflege nach guter fachlicher Praxis, was das heißt, würde jetzt den Rahmen sprengen, da mußt du dich selbst durchkämpfen, könnte in etwa 4 Jahren Foto 4 dabei rausspringen.
Viele Grüße,
Marco
es gibt bessere Pflanzen um einen Bonsai zu machen, zum üben passt es schon.
Mein Vorschlag wäre folgender.
Den geraden Stammmittelteil mit dicken Aludraht etwas biegen, sollte leicht möglich sein.
Den Quirl entfernen bis auf einen Ast, diesen durchtreiben lassen zur Stammverdickung. Dieser Trieb wird nach zwei bis drei Jahren entfernt und ein kleiner Totholzstummel geformt.
Über dem Qirl liegt scheinbar noch ein Ast, diesen erhalten, wie auf Foto1 hingeschmiert.
Bei Pflege nach guter fachlicher Praxis, was das heißt, würde jetzt den Rahmen sprengen, da mußt du dich selbst durchkämpfen, könnte in etwa 4 Jahren Foto 4 dabei rausspringen.
Viele Grüße,
Marco
- Dateianhänge
-
- waldkiefer1.jpg (68.68 KiB) 1875 mal betrachtet
-
- waldkiefer2.jpg (55.59 KiB) 2055 mal betrachtet
