Schalen aus Beton

Schalenvorschläge, eigene Töpferversuche, Vorstellung und Besprechung eurer Schalen und Gefäße. Keine gewerblich getöpferten Schalen einstellen.
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Erwin
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Re: Schalen aus Beton

Beitrag von Erwin »

flu hat geschrieben:Ich bin auch der Meinung:
Wenn schon Beton, dann auch eine Formgebung, die dem Material gerecht wird.
Diese Schale aus hochwertigem Beton stammt von dem italienischen Hersteller OGGI. Sie ist recht massiv und dadurch sehr schwer doch in der ihrer klaren Linienführung bestechend, wie ich finde.
Ohhhh

MIR tut das weh

sieht aus wie einbetoniert. Bonsai heißt "Baum im Topf" nicht "Baum im Klotz"

*autsch*

Erwin
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flu
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Re: Schalen aus Beton

Beitrag von flu »

Erwin, gelinde gesagt ist es mir sch...egal was Bonsai heißt.
Bonsai ist viel mehr als die profane Übersetzung eines japanischen Begriffs ins Deutsche.
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MerschelMarco
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Re: Schalen aus Beton

Beitrag von MerschelMarco »

Hallo Erwin,

nimm doch einfach mal alle Scheuklappen ab, vergiss sämtliches Regelwerk, und schau dir das Ding so unbefangen wie möglich an.
Hierin liegt nämlich das Problem. Als Töpfer bist wahrscheinlich noch mehr vorbelastet wie meinereins :)

Grüße,
Marco
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zopf
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Re: Schalen aus Beton

Beitrag von zopf »

Hallo
Ich sehe es genauso wie Ulf - Beton ist Beton.
Vielleicht noch ein Spur weitergehend, mit rostender Armierung z.B.
mfG Dieter
grüsse an die bewohner von melmac
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Erwin
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Re: Schalen aus Beton

Beitrag von Erwin »

MerschelMarco hat geschrieben:Hallo Erwin,

nimm doch einfach mal alle Scheuklappen ab, vergiss sämtliches Regelwerk, und schau dir das Ding so unbefangen wie möglich an.
Hierin liegt nämlich das Problem. Als Töpfer bist wahrscheinlich noch mehr vorbelastet wie meinereins :)

Grüße,
Marco
Marco,

ich hab es versucht....

Bonsai verbinde ich mit Eleganz oder Schönheit oder auch durch Natur in diese Form gezwungen usw.

Der Untersatz für diese Darstellung eines Baumes sollte m. E. dazu passen.

Da ich im Baustoffhandel arbeite und zeitweise auch im Stahlbetonbau tätig war, brauche ich diesen Graus nicht auch noch bei Bäumen, die mir etwas bedeuten. Natürlich kann jeder anderer Ansicht sein.

Dieses Ding, anders kann ich es nicht nennen, sieht aus, als wollte ein Mafi-Killer seinen Baum im Meer versenken, wie er es mit seinen Opfern zu tun pflegt.

Und bitte, bevor es eskaliert, wie in einem anderen Thread, lasst uns aufhören. Mein Herz... *iik*

Erwin

ich glaube, ich werde doch wieder Speckstein schnitzen
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Andreas Ludwig
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Re: Schalen aus Beton

Beitrag von Andreas Ludwig »

Erwin - mir scheint, da wird jetzt Form und Material vermengt. Ob flus Schale schön ist, ist eine Diskussion, woraus sie besteht, eine andere. Die abgebildete könnte auch aus Speckstein, aus PVC oder aus kunstharzverleimter Glasfaser sein - dein Problem sind aber die Proportionen, wenn ich recht verstehe. (Das mit den Füsschen ist ja egal, wenn man sich das einmal überlegt: Steht der Baum 362 Tage auf dem Regal und drei an einer Ausstellung, wird er an diesen drei Tagen nicht ersaufen. Die übrigen Tage legt man was drunter - Schalenfüsschen sind ein Stück weit auch Bequemlichkeit für faule Kunden. Kann man weglassen, wenn es das Gesamtbild fördert.)

Ich denke schon, dass man mit Mörteln (ich finde diesen Begriff besser) arbeiten kann. Als Werkstoff verhält sich z.B. Feinbeton klaglos, ich habe mir ein paar sehr gute Behälter gemörtelt. Die sind zwar irgendwie kaschiert durch montierte Blenden, aber der Werkstoff ist prima. draussen seit Jahren und neutral zu den Bäumen.

Dann gibt es eine ganze Reihe zumindest nette Sachen aus verschiedenen Zeiten des Gartenbaus, die man als Vorbilder oder Inspiration anschauen kann: Fängt in römischen Villen an (Felsbrunnen hinten im Garten), geht über gemörtelte Strukturen in englischen Landschaftsgärten und allerhand Stadtparks bis hin zu Disneyland (ja, so skrupellos bin ich auf der Vorbildsuche - technisch gesehen ist Disneyland durchaus sehenswert!). Da hat es gute (auch gut gealterte!) Kunststeingebilde - die einen Blick lohnen, denn das geht schon auch im Kleinen.

«Beton» ist nicht dein Ding, weshalb auch immer. Mir liegt es handwerklich nicht so nahe (d.h. ich nehme es, wenn ich muss), aber solche Sachen zählen bloss, wenn es darum geht, was ich mache. Anerkennen kann ich solche Materialversuche durchaus. Du wirst mir hoffentlich nachsehen, dass ich sogar etwas mit dem Baum von flu anfangen kann. Es ist kein vorbildlicher Bonsai, aber genau dieses mafiöse Einbetonieren von Bäumen ist etwas heute so selbstverständliches und ubiquitäres, dass die Darstellung davon gar nicht so blöd ist. Ein Trabantenstadtbonsai? «Schön» ist ein gutes Kriterium, Erwin, aber nur ein mögliches.
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(Thoreau)
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joseph
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Re: Schalen aus Beton

Beitrag von joseph »

Hi Uli, also ich finde das sieht gar nicht mal so schlecht aus. Ich könnte mir auch vorstellen flache Felsschalen wie der andere Kollege avicenna, die sehen auch sehr gut aus. So wie auf meiner Skizze vielleicht (Sorry ich hatte das Bild glaube 2008 schon mal gezeigt), und das Material etwas düner. Nur mal so eine Idee. Und danke für den Tip von Sven Backstein hier der Link

http://www.backstein-objekte.de/index.html

MfG Joseph
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Bergi
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Re: Schalen aus Beton

Beitrag von Bergi »

Oh je, wie hier Ulis Thread gekapert wird - aber es war ja schon klar, dass das nicht einfach ein "hier meine neuen Schalen"-Thema würde...
Weil hier ein paar mal die "Füßchen" angesprochen wurden, hier zwei neuere Machwerke mit denselben. Beide sind sehr frisch, gerade erst fest geworden, und werden jetzt noch einige Zeit (bzw. den ganzen Winter über) herumstehen, um durchzuhärten, überschüssigen Kalk loszuwerden etc.. Dann wird natürlich auch die Oberfläche schöner, jetzt ist sie recht speckig-feucht-glänzend, später wird sie heller, mit Algen in den Ritzen, porös-rauh-kalksteinartig.
Ansonsten aber... ich möchte nicht sagen, dass das jetzt schon genau das ist, wo ich hinwollte, aber immerhin nähere ich mich...
Gruß,
Stefan

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"Leoparden brechen in den Tempel ein und saufen die Opferkrüge leer; das wiederholt sich immer wieder; schließlich kann man es vorausberechnen, und es wird ein Teil der Zeremonie." (F. Kafka)
Mario W.
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Re: Schalen aus Beton

Beitrag von Mario W. »

Hallo an alle,

meiner Meinung nach ist Beton keine geeignete Alternative zu Ton,allein der Haltbarkeit wegen.
Hat vielleicht jemand Erfahrungen mit Betonschalen die das ganze Jahr jeder Witterung trotzen?
Vorab sei erwähnt,das ich jeden Tag mit allen erdenklichen Sorten von Mörtel,Kleber,Modeliermörtel,Beton und allem was dazu gehört arbeite. Ich denke das Problem bei diesen Werkstoffen ist eine wasserdichte Oberfläche zu schaffen und das ist fast unmöglich. Man könnte mit einem Dichtungsmittel :idea: arbeiten, um den Mörtel/Beton zu verbessern. Allerdings entstehen schon beim aufbringen auf eine Armierung (ohne die gehts auf keinen Fall) Luftblasen und das Drama nimmt seinen Lauf. Der Mörtel nimmt ein wenig Wasser auf,dieses erreicht irgendwann die Armierung. = ROST und dieser sprengt dann den Mörtel.
Die selbe Wirkung hat natürlich der Frost. Die Oberfläche müsste also absolut eben und dicht sein und das ist meiner Meinung nach nicht wirklich machbar. Je größer die Schale desto haltbarer kann man sie machen,kleine dünnwandige Schalen sind kaum haltbar herzustellen.
Gegenüber Ton ist man bei Beton und Mörtel auch stark eingeschränkt was die Schalenform angeht.
Es ist sicher mal interessant zu experimentieren aber ich bevorzuge dann doch Tonschalen. *engel*

Viele Grüße,

Mario
Mit freundlichen Grüßen
Mario Werner
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BILU
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Re: Schalen aus Beton

Beitrag von BILU »

Halo Mario,

Betonschale keine Alternative wegen der Haltbarkeit? :o

Mußte Du mir näher erklären .

Dachpfannen aus Beton
Gartenskulpturen aus Beton
Pflasterteine aus Beton
Gebäude aus Beton
die hässlichen Betonkübel aus Waschbeton aus den 70er (existieren immer noch)
....

Alles länger haltbar als ich noch erlebe?

Klar ist, dass auch Beton nicht ewig hält, und dass es die von Dir beschriebenen Schadbilder gibt.

und dann gibt es ja noch Hydrophobierungsmittel? bzw. div. sonstige Anstriche.

Hinsichtlich Festigkeit wird Beton auch bei dünnen Wandstärken nicht schlechter sein als gebrannter Ton.
Wenn die Schale runterfällt sind beide in Scherben :-)


Aber nur zu - bin für konstruktive Antworten immer offen.

Gruß

Uli
Mario W.
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Re: Schalen aus Beton

Beitrag von Mario W. »

Hallo Bilu,

das war ja eine prompte Antwort :D !
Zuerst muß ich mal was loswerden: Ich möchte eure Schalen auf keinen Fall schlecht machen, bin halt nur etwas skeptisch.
Nehmt es mir also bitte nicht übel!
Nun mal zu Deinen Argumenten. Bei Gebäuden aus Beton und den super schönen Waschbetonkübeln handelt es sich ja um viel dickere Wandungen.Bei Außenbauteilen aus Beton gibt es eine vorgeschriebene Betondeckung von 4cm,sprich es müssen 4cm Beton auf den Armierungseisen sein um dieses zu schützen. Bei diesen Wandungsdicken werden außerdem Geräte zum verdichten des Betons verwand .. Dachpfannen sind meines Wissens nach alle Beschichtet und somit absolut eben das kein Wasser drauf stehen bleibt und eindringt. Und seit einigen Jahren sind sie sogar glasiert. Aber eher wegen der verschmutzung.
Skulpturen aus Beton hab ich ehrlich gesagt noch nicht gesehen, kann man aber glaub ich nicht wirklich vergleichen, genau wie die Pflastersteine ,da sie keine Armierung haben.
Hydrophobe Anstriche , wäre vielleicht ne Maßnahme. Aber wie wirkt sich der Anstrich auf das Aussehen aus?
Nach nem Sturz wären wohl beide hin,daß glaub ich auch :mrgreen:

Gruß,
Mario
Mit freundlichen Grüßen
Mario Werner
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Andreas Ludwig
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Re: Schalen aus Beton

Beitrag von Andreas Ludwig »

Mario W. hat geschrieben:Hat vielleicht jemand Erfahrungen mit Betonschalen die das ganze Jahr jeder Witterung trotzen?
Ja. Richtig verarbeitet, hält das Zeugs als Schale so gut wie Autobahnbrücken, Flusskraftwerke, Treppenhäuser, Hochhäuser. Eher besser. Bloss die Sache mit der minimalen Wandung muss man berücksichtigen. Klar kann man keine typgleiche Schalen bauen damit wie die aus Tokoname. Dafür kann man Formen millimetergenau füllen - im gegensatz zum nicht ganz genau vorhersagbaren Schwund beim Brennen von Ton. Es sind solche Umstände, die entscheiden.
Mario W. hat geschrieben: Gegenüber Ton ist man bei Beton und Mörtel auch stark eingeschränkt was die Schalenform angeht.
Und darum hat Le Corbusier auch Ronchamps gebaut, er wollte es ja banal haben... Es ist eine Frage der Umform.
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Bergi
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Re: Schalen aus Beton

Beitrag von Bergi »

Guten Abend,
Mario W. hat geschrieben:Hat vielleicht jemand Erfahrungen mit Betonschalen die das ganze Jahr jeder Witterung trotzen?
Ja, ich habe auch eine ganze Reihe Beton/Torf-Schalen, die inzwischen schon zwei Winter, und der letzte davon ziemlich hart, ohne jeden Schaden überstanden haben. Irgendwie sind die Hohlräume, die durch die Torfpartikel entstehen, nicht so sehr sprenganfällig.
Insofern ist es absolut unsinnig/unnötig, irgendwelche Mittelchen zur Wasserabstoßung etc. einzusetzen, und die Porösität ist wohl auch ein pflegerischer Vorteil. Übrigens sind diese recht kleinen Gefäße auch nicht armiert.

Nachdem diese technischen Fragen geklärt sind, back to design. Es ist ja nicht nur so, dass Beton nur bestimmte Gestaltungen zulässt - dasselbe könnte man auch von Ton sagen ... 8)

Ich selbst habe leider sowieso noch kaum vorzeigbare Bäume, insofern auch keine überzeugende Baum-Beton-Kombo. Immerhin eine weitere ganz interessante Schale mit Baum ist diese hier (mit geringem Torfanteil, daher relativ homogene Oberfläche):

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Gruß,
Stefan
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Mario W.
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Re: Schalen aus Beton

Beitrag von Mario W. »

Guten Morgen,

das Thema lässt mich nicht mehr los :lol: !
Bergi, ich lese immer wieder "Torf". Du mischst also richtigen Torf unter den Beton? Dient der nur zur Farbgebung ,oder hat der noch andere Aufgaben? Wie setzt sich dein Beton zusammen,wenn ich fragen darf.
Ne schöne Kiefer hast Du da übrigens! *up*

Gruß,

Mario
Mit freundlichen Grüßen
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Bergi
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Re: Schalen aus Beton

Beitrag von Bergi »

Hallo Mario,
Ja, "richtigen" Torf, mehr oder weniger zerbröselt, mehr oder weniger feucht, mehr oder weniger gleichmäßig eingerührt. Das ist keine Geheimnistuerei meinerseits, es schwankt wirklich total.
Die Gesamtmischung ist Portlandzement : Sand : Torf ca. 1:2:1.
Gruß,
Stefan
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