Totholz Übung
Re: Totholz Übung
Hallo
Am Wochenende ging´s was weiter.
Für gewisse Arbeiten reicht leider die Drehzahl der Maschinen nicht aus, schaun wir mal.
Nebenbei habe ich das abgetönte Jinmittel probiert, muss noch etwas gelb rein.
Ansonsten sind Anspruch und Realität etwas weiter auseinander gerückt.
mfG Dieter
Am Wochenende ging´s was weiter.
Für gewisse Arbeiten reicht leider die Drehzahl der Maschinen nicht aus, schaun wir mal.
Nebenbei habe ich das abgetönte Jinmittel probiert, muss noch etwas gelb rein.
Ansonsten sind Anspruch und Realität etwas weiter auseinander gerückt.
mfG Dieter
- Dateianhänge
-
- Zopf-Eibe-5.jpg (47.73 KiB) 1580 mal betrachtet
-
- Zopf-Eibe-6.jpg (43.23 KiB) 1580 mal betrachtet
grüsse an die bewohner von melmac
- Robert S.
- Freundeskreis
- Beiträge: 9783
- Registriert: 28.03.2005, 07:09
- Wohnort: München
- Kontaktdaten:
Re: Totholz Übung
Petrus war heut gut zu den Münchnern und so konnte ich mich auch nochmal vier Stunden an meinem Wacholder üben. Mit einer ähnlichen Feststellung am Ende des Tages. Andererseits - Partien die ich vor zwei Jahren bearbeitet habe, beginnen mir langsam zu gefallen.zopf hat geschrieben:Ansonsten sind Anspruch und Realität etwas weiter auseinander gerückt.
Servus,
Robert
Re: Totholz Übung
Hallo Robert
Die Zeit richtet vieles, allerdings wäre die Aufgabe,
durch die Bearbeitung das Ganze im Zeitraffer durchlaufen zu lassen.
Es ist mir eher peinlich solche Bilder zu zeigen, muss ich halt durch.
Bevor der Schnee seine Hüllen über diese Machwerk wirft
und gnädig alles verdeckt, muss halt mit der groben Kelle
eine vernünftige Grobstruktur aufgebaut werden.
mfG Dieter
Die Zeit richtet vieles, allerdings wäre die Aufgabe,
durch die Bearbeitung das Ganze im Zeitraffer durchlaufen zu lassen.
Es ist mir eher peinlich solche Bilder zu zeigen, muss ich halt durch.
Bevor der Schnee seine Hüllen über diese Machwerk wirft
und gnädig alles verdeckt, muss halt mit der groben Kelle
eine vernünftige Grobstruktur aufgebaut werden.
mfG Dieter
grüsse an die bewohner von melmac
- Robert S.
- Freundeskreis
- Beiträge: 9783
- Registriert: 28.03.2005, 07:09
- Wohnort: München
- Kontaktdaten:
Re: Totholz Übung
Hallo Dieter,
das mit dem Zeitraffer ist mir schon klar und natürlich ist es auch mein Ziel ein wenig Zeit zu "klauen".
Peinlich muß Dir gar nix sein. Ganz im Gegenteil. Nach dem gefrusteten Betrachten meiner Arbeiten am Sonntag mußte ich schmunzeln als ich Deinen Post last. Jetzt ist der Frust verflogen und ich mach einfach weiter.
Servus,
Robert
das mit dem Zeitraffer ist mir schon klar und natürlich ist es auch mein Ziel ein wenig Zeit zu "klauen".
Peinlich muß Dir gar nix sein. Ganz im Gegenteil. Nach dem gefrusteten Betrachten meiner Arbeiten am Sonntag mußte ich schmunzeln als ich Deinen Post last. Jetzt ist der Frust verflogen und ich mach einfach weiter.
Servus,
Robert
- Robert S.
- Freundeskreis
- Beiträge: 9783
- Registriert: 28.03.2005, 07:09
- Wohnort: München
- Kontaktdaten:
Re: Totholz Übung
Heut hab ich mal in die Restekiste meiner Zahnärztin gegriffen. Zahnärzte haben übrigens häufig sehr viele feine kleine Fräser übrig, die für den dentalen Bereich nicht mehr taugen. Zum Holzmassakrieren tun sie es aber noch locker. Hab mich ein bisschen an feineren Strukturen probiert.
Servus,
Robert
Servus,
Robert
Re: Totholz Übung
Das schaut richtig gut aus, Robert!
Liebe Grüße,
Heike
Liebe Grüße,
Heike
Re: Totholz Übung
Robert ! Das sieht schon mal super aus !
Nächster Schritt : Sandstrahl.
Nächster Schritt : Sandstrahl.
Viele Grüße,
Thierry
"A juniper without jin is like a dog without fleas : not natural..." - John Naka
Thierry
"A juniper without jin is like a dog without fleas : not natural..." - John Naka
- Robert S.
- Freundeskreis
- Beiträge: 9783
- Registriert: 28.03.2005, 07:09
- Wohnort: München
- Kontaktdaten:
Re: Totholz Übung
Leider hab ich keine Möglichkeit mit Sandstrahl zu arbeiten. Da was ich bisher in der Richtung gesehen habe gefällt mir sehr gut. Aber Kratzen, Reissen, Dremlen, Schleifen, Bürsten macht auch Freude :DThierry hat geschrieben:Nächster Schritt : Sandstrahl.
Servus,
Robert
Re: Totholz Übung
Hast schon Recht, man muss die Möglichkeit/Ausrüstung haben.
Jedenfalls ist deine Arbeit mit der Zahnarztfräse super. Ehrlich.
Vorschlag : Du schickst mir die Zahnarztfräse und ich schicke dir den Kompressor für den Sandstrahl.
Obwohl... ich glaub' der Tausch wäre für mich ungünstig wegen den Versandkosten.
Scherz beiseite : Musst du, um so ne Zahnarztfräse zu benutzen, eine spezielle Ausrüstung haben ? (maschine oder sowas?)
Jedenfalls ist deine Arbeit mit der Zahnarztfräse super. Ehrlich.
Vorschlag : Du schickst mir die Zahnarztfräse und ich schicke dir den Kompressor für den Sandstrahl.
Obwohl... ich glaub' der Tausch wäre für mich ungünstig wegen den Versandkosten.
Scherz beiseite : Musst du, um so ne Zahnarztfräse zu benutzen, eine spezielle Ausrüstung haben ? (maschine oder sowas?)
Viele Grüße,
Thierry
"A juniper without jin is like a dog without fleas : not natural..." - John Naka
Thierry
"A juniper without jin is like a dog without fleas : not natural..." - John Naka
- Robert S.
- Freundeskreis
- Beiträge: 9783
- Registriert: 28.03.2005, 07:09
- Wohnort: München
- Kontaktdaten:
Re: Totholz Übung
Nein Thierry, Du brauchst nur eine kleine Fräse (z.B. Dremel) mit einem Spannbackenfutter.Thierry hat geschrieben:...Scherz beiseite : Musst du, um so ne Zahnarztfräse zu benutzen, eine spezielle Ausrüstung haben ? (maschine oder sowas?)
Servus,
Robert
Re: Totholz Übung
Ah OK. Danke Robert.
Interessant, interessant.
Interessant, interessant.
Viele Grüße,
Thierry
"A juniper without jin is like a dog without fleas : not natural..." - John Naka
Thierry
"A juniper without jin is like a dog without fleas : not natural..." - John Naka
Re: Totholz Übung
sieht wirklich gut aus was du mit dem zahnarztborer gmeacht hast. vorallem die ganz kleinen feinen rosenköpfe damit könnte man bestimmt den fasern entalng rillen fräsen die sehr natürlich ausehen könnten mit etwas übung und geschick.
weiter so
weiter so
Gruß Philipp
Re: Totholz Übung
Philipp,
Um ein sehr natüliches Resultat zu erreichen reichen Maschinen nicht aus (da kann man noch so viel Übung u. Geschick haben wie mal will...). Maschinen sind sehr pratkisch zum Vorbereiten, nicht zum Verfeinern. Wer ein natürliches Ergebnis errreichen möchte, und auf längere Zeit plant (so wie man es bei Bonsai tun sollte), der kommt früh o. später nicht an Handarbeit vorbei.
Das mag einigen vielleicht nicht gefallen (weil es viel Arbeit ist, Totholz mit der Hand zu bearbeiten, oder weil sie lieber mit Maschinen arbeiten, oder aus diversen anderen Gründen - jeder hat seine Vorlieben), das zeigen uns aber die ganz großen Meister dieser Welt seit vielen Jahren : Sei es Kawabe, sei es Kimura, oder im europäischen Raum sei es Font, sei es Jeker, alle benutzen Maschinen nur zum Vorbereiten. Erst die Handarbeit und die Zeit (Schnee, Kälte, Sonne, Regen, usw) machen aus einem vom Menschen bearbeiteten Totholz etwas natürlich aussehendes.
Mfg,
Thierry
Um ein sehr natüliches Resultat zu erreichen reichen Maschinen nicht aus (da kann man noch so viel Übung u. Geschick haben wie mal will...). Maschinen sind sehr pratkisch zum Vorbereiten, nicht zum Verfeinern. Wer ein natürliches Ergebnis errreichen möchte, und auf längere Zeit plant (so wie man es bei Bonsai tun sollte), der kommt früh o. später nicht an Handarbeit vorbei.
Das mag einigen vielleicht nicht gefallen (weil es viel Arbeit ist, Totholz mit der Hand zu bearbeiten, oder weil sie lieber mit Maschinen arbeiten, oder aus diversen anderen Gründen - jeder hat seine Vorlieben), das zeigen uns aber die ganz großen Meister dieser Welt seit vielen Jahren : Sei es Kawabe, sei es Kimura, oder im europäischen Raum sei es Font, sei es Jeker, alle benutzen Maschinen nur zum Vorbereiten. Erst die Handarbeit und die Zeit (Schnee, Kälte, Sonne, Regen, usw) machen aus einem vom Menschen bearbeiteten Totholz etwas natürlich aussehendes.
Mfg,
Thierry
Viele Grüße,
Thierry
"A juniper without jin is like a dog without fleas : not natural..." - John Naka
Thierry
"A juniper without jin is like a dog without fleas : not natural..." - John Naka
-
jupp
Re: Totholz Übung
...und für den Dremel gibt es eine kleine Kreissäge(Durchm. ca 10mm) mit der kann man richtig im Holz eine Maserung malen.
Re: Totholz Übung
Gestern war wieder einmal "Totholzbearbeitungstag"... :D
Der "Kandidat" ist ein kleiner Wachholder in der Shohin-Größe
Selbstverständlich war der Baum darauf vorbereitet.
Diese Bemerkung ist nicht für euch Dieter, Robert, Marco, Jupp, und auch all die anderen die die "Basics" schon sehr gut beherrschen
, aber für unsere nicht so erfahrenen im Forum ist das nicht unwichtig :
Dieser kleine Baum wurde ausgewählt weil er dafür gut geeignet war : er ist gesund u. kräftig, sitzt fest in seine Schale (bei der Totholzbearbeitung sollte man das bedenken, denn der Baum wird stark "bewegt"/in Anspruch genommen während der Totholzarbeiten), er hatte sehr lange Zeit um sich von den früheren Arbeitsschritte (sprich Umtopfen, schneiden, zupfen, drahten, usw) zu erholen und wieder Kräfte aufzubauen (also kein Bonsai der frisch umgetopft o. gerade gedrahtet wurde, o. all jene Arbeitsschritte die unsere kleinen Bäumchen immer ein bisschen "traumatisieren"), er befindet sich bereits in seinem "Winterschlaf" (d.h. da macht es kein Sinn vllt. auch noch gleichzeitig die Nadeln zu zupfen o. ähnliches weil er jetzt nicht reagieren würde - der Saftfluß ist auf ein Minimum reduziert), und der Zeitpunkt wurde ausgewählt : jetzt, bevor es zu kalt wird, ist noch ein relativ guter Zeitpunkt am Totholz zu arbeiten (wobei, meiner Meinung nach, bei Juniperus, der Beste Zeitpunkt eher der Sommer ist, aber egal, jetzt ist jedenfalls noch ein günstiger Zeitpunkt, wenn's viel kälter wird ist es dann etwas zu spät für sowas).
Sinn ist folgendes zu verdeutlichen : dieser Baum wurde nicht gerade so ausgewählt, nur weil ich vllt. einfach Lust hatte ihn gestern zu bearbeiten : "ich hole mir irgend ein Baum aus unserer kleinen Bonsaikollektion und los geht's!". Nein ! Bitte bedenkt immer : ein Bonsai bei dem Totholzarbeiten durchgeführt werden sollen, muss immer darauf vorbereitet werden.
Soviel der guten Worte... wennauch mein Meister immer meint, man würde sowas nie oft genug sagen...
Die Arbeitsschritte sind relativ einfach :
- Die Saftbahnen wurden genaustens analysiert (welche Saftbahnen versorgen welche Äste) um zu identifizieren, wo man schneiden kann, bzw. wo die Jins und der Shari gemacht werden können (da stehen zwar Aststümpfe, aber bis wohin man schneiden kann, das geht nur mit einer genaueren Analyse und für den Shari war noch nichts vorbereitet, da musste man ein bisschen analysieren, den Baum in die Hand nehmen u. in alle Richtungen bewegen, schauen nach der Vorderseite wo ein Shari "passen" könnte, wo die Wurzeln sind, usw)
- Dann wurden diese Bereiche für Jins u. Shari saubert (auf der Rinde) gezeichnet
- Dann mit einem ersten Schnitt (scharfes Messer, Kutter, o. ähnliches Werkzeug solange es sehr scharf ist) geschnitten und die Rinde abgezogen
- So wurden sowohl die Aststümpfe der Totholzteile vorbereitet (für die Jins), als auch der Shari
Dann kam es zum "Hauptgericht"...
In diesem Schritt wurde mit diversen Werkzeugen gearbeitet (genauso wie meine Vorbilder Kawabe oder Master Cheng Cheng-Kung arbeiten), d.h. ein paar Zangen (Elektrikerzangen sind da sehr gut, eine Konkavzange), Meissel in diversen Größen, verschiedene Messer (klein, groß, sehr klein,...), ein Hammer (wie das Kimura o. Kawabe auch machen), ein scharfer Kutter (sehr wichtig, damit arbeiten auch die ganz großen), eine Schere, und diverses andere Werkzeug.
Also ganz normales Werkzeug.
Es wurden weder elektrische Werkzeuge benutzt, noch weniger Jin-Mittel, da das Holz, wenn man es gut bearbeitet eine natürliche graue Patina bekommt. In diesem Fall hier sieht das bereits schon nächstes Jahr schön grau aus. Und wenn dann noch ein paar zusätzliche Winter, mit Kälte, Regen, Sturm, Sonne, usw. ihre Arbeit machen, werden die natürlichen Fasern einfach toll aussehen.
Wenn ihr die Arbeitsschritte im Detail mit Bildern sehen möchtet, sag's mir einfach, dann versuche ich euch andere Bilder zu machen : ein Aststumpfen wartet noch darauf ("bitte mach aus mir ein Jin!"
). Und darüberhinaus hätte ich auch noch einen anderen "Bonsai-Kandidaten" im Garten der auf seine Totholzbearbeitung wartet 
So sahen die 3 Aststumpfen davor aus : Nur so als Beispiel :
(wie ein Aststumpf vorbereitet wird, sprich: Rinde entlang der Saftbahn sauber schneidet bevor man die Fasern ziehen kann bzw. bevor man den Jin gestalten kann mit Zangen, Meissel, usw.) Da sieht man (von vorne) ein Teil der Arbeit :
(der Jin fängt langsam an eine Form zu bekommen) Hier ein bisschen später : Da sieht man die Arbeit von hinten : Vor vorne ist der linke Jin noch etwas zu groß u. noch nicht fein genug definiert : Hier sieht man den kleinen mittleren Shari der extra kreirt wurde : Und hier sieht man, nach der vorläufigen Arbeit von gestern (die noch verfeinert werden muß: der dritte und rechte Jin muß noch wie die beiden anderen gemacht werden, und alles muß noch verfeinert werden), wie der Baum nächstes Jahr umgetopft wird damit die Saftbahn vorne, durch den Shari und die Jins schön zur Geltung kommt : Insgesamt 4 Stunden Arbeit. Was sag' ich denn nur : 4 Stunden Spaß ! :D
Schöne Grüße,
Thierry
Der "Kandidat" ist ein kleiner Wachholder in der Shohin-Größe
Selbstverständlich war der Baum darauf vorbereitet.
Diese Bemerkung ist nicht für euch Dieter, Robert, Marco, Jupp, und auch all die anderen die die "Basics" schon sehr gut beherrschen
Dieser kleine Baum wurde ausgewählt weil er dafür gut geeignet war : er ist gesund u. kräftig, sitzt fest in seine Schale (bei der Totholzbearbeitung sollte man das bedenken, denn der Baum wird stark "bewegt"/in Anspruch genommen während der Totholzarbeiten), er hatte sehr lange Zeit um sich von den früheren Arbeitsschritte (sprich Umtopfen, schneiden, zupfen, drahten, usw) zu erholen und wieder Kräfte aufzubauen (also kein Bonsai der frisch umgetopft o. gerade gedrahtet wurde, o. all jene Arbeitsschritte die unsere kleinen Bäumchen immer ein bisschen "traumatisieren"), er befindet sich bereits in seinem "Winterschlaf" (d.h. da macht es kein Sinn vllt. auch noch gleichzeitig die Nadeln zu zupfen o. ähnliches weil er jetzt nicht reagieren würde - der Saftfluß ist auf ein Minimum reduziert), und der Zeitpunkt wurde ausgewählt : jetzt, bevor es zu kalt wird, ist noch ein relativ guter Zeitpunkt am Totholz zu arbeiten (wobei, meiner Meinung nach, bei Juniperus, der Beste Zeitpunkt eher der Sommer ist, aber egal, jetzt ist jedenfalls noch ein günstiger Zeitpunkt, wenn's viel kälter wird ist es dann etwas zu spät für sowas).
Sinn ist folgendes zu verdeutlichen : dieser Baum wurde nicht gerade so ausgewählt, nur weil ich vllt. einfach Lust hatte ihn gestern zu bearbeiten : "ich hole mir irgend ein Baum aus unserer kleinen Bonsaikollektion und los geht's!". Nein ! Bitte bedenkt immer : ein Bonsai bei dem Totholzarbeiten durchgeführt werden sollen, muss immer darauf vorbereitet werden.
Soviel der guten Worte... wennauch mein Meister immer meint, man würde sowas nie oft genug sagen...
Die Arbeitsschritte sind relativ einfach :
- Die Saftbahnen wurden genaustens analysiert (welche Saftbahnen versorgen welche Äste) um zu identifizieren, wo man schneiden kann, bzw. wo die Jins und der Shari gemacht werden können (da stehen zwar Aststümpfe, aber bis wohin man schneiden kann, das geht nur mit einer genaueren Analyse und für den Shari war noch nichts vorbereitet, da musste man ein bisschen analysieren, den Baum in die Hand nehmen u. in alle Richtungen bewegen, schauen nach der Vorderseite wo ein Shari "passen" könnte, wo die Wurzeln sind, usw)
- Dann wurden diese Bereiche für Jins u. Shari saubert (auf der Rinde) gezeichnet
- Dann mit einem ersten Schnitt (scharfes Messer, Kutter, o. ähnliches Werkzeug solange es sehr scharf ist) geschnitten und die Rinde abgezogen
- So wurden sowohl die Aststümpfe der Totholzteile vorbereitet (für die Jins), als auch der Shari
Dann kam es zum "Hauptgericht"...
In diesem Schritt wurde mit diversen Werkzeugen gearbeitet (genauso wie meine Vorbilder Kawabe oder Master Cheng Cheng-Kung arbeiten), d.h. ein paar Zangen (Elektrikerzangen sind da sehr gut, eine Konkavzange), Meissel in diversen Größen, verschiedene Messer (klein, groß, sehr klein,...), ein Hammer (wie das Kimura o. Kawabe auch machen), ein scharfer Kutter (sehr wichtig, damit arbeiten auch die ganz großen), eine Schere, und diverses andere Werkzeug.
Also ganz normales Werkzeug.
Es wurden weder elektrische Werkzeuge benutzt, noch weniger Jin-Mittel, da das Holz, wenn man es gut bearbeitet eine natürliche graue Patina bekommt. In diesem Fall hier sieht das bereits schon nächstes Jahr schön grau aus. Und wenn dann noch ein paar zusätzliche Winter, mit Kälte, Regen, Sturm, Sonne, usw. ihre Arbeit machen, werden die natürlichen Fasern einfach toll aussehen.
Wenn ihr die Arbeitsschritte im Detail mit Bildern sehen möchtet, sag's mir einfach, dann versuche ich euch andere Bilder zu machen : ein Aststumpfen wartet noch darauf ("bitte mach aus mir ein Jin!"
So sahen die 3 Aststumpfen davor aus : Nur so als Beispiel :
(wie ein Aststumpf vorbereitet wird, sprich: Rinde entlang der Saftbahn sauber schneidet bevor man die Fasern ziehen kann bzw. bevor man den Jin gestalten kann mit Zangen, Meissel, usw.) Da sieht man (von vorne) ein Teil der Arbeit :
(der Jin fängt langsam an eine Form zu bekommen) Hier ein bisschen später : Da sieht man die Arbeit von hinten : Vor vorne ist der linke Jin noch etwas zu groß u. noch nicht fein genug definiert : Hier sieht man den kleinen mittleren Shari der extra kreirt wurde : Und hier sieht man, nach der vorläufigen Arbeit von gestern (die noch verfeinert werden muß: der dritte und rechte Jin muß noch wie die beiden anderen gemacht werden, und alles muß noch verfeinert werden), wie der Baum nächstes Jahr umgetopft wird damit die Saftbahn vorne, durch den Shari und die Jins schön zur Geltung kommt : Insgesamt 4 Stunden Arbeit. Was sag' ich denn nur : 4 Stunden Spaß ! :D
Schöne Grüße,
Thierry
Viele Grüße,
Thierry
"A juniper without jin is like a dog without fleas : not natural..." - John Naka
Thierry
"A juniper without jin is like a dog without fleas : not natural..." - John Naka
