da gerade von den unerfahreneren Kameraden im BFF Erstaunen über den starken Rückschnitt an meinem neuen Fächerahorn geäußert wurde, zeige ich heute die bisherige Entwicklung eines anderen Fächerahorns.
Es handelt sich um die Sorte A.p. "Winterflame", eine kleinwüchsigere Variante des bekannteren Acer palmatum "Sangukaku", mit im Winter roten Zweigen.
Die Blätter sind schön klein und die Internodien kurz.
Dieses Exemplar habe ich im August 2007 in einem Gartencenter entdeckt und nur etwas mehr als 30,-€ dafür bezahlen müssen.
Hier ein Bild aus dem Februar 2008, inzwischen stark heruntergeschnitten und in einen Teichpflanzkorb gesetzt:
Im Mai 2008 sieht das ganze schon gar nicht mehr so trostlos aus:
Im März 2009 ist der Baum wieder einen Schritt weiter, er ist in seine erste Schale gepflanzt worden (kann als Trainingsschale betrachtet werden), die vielen wild gewucherten Triebe aus dem Jahr 2007 sind wieder geschnitten und ausgewählt worden.
Der lange dünne Opferast rechts diente dazu, das Zuwachsen einer Schnittstelle zu fördern.
Herbstfärbung im Oktober 2009. Geschnitten wurde über die Saison so gut wie gar nicht.
Neues Foto von heute. Die Verzweigung entwickelt sich schon. Weitere dicke alte Stümpfe konnten zugunsten neuer, feinerer Äste entfernt werden. Eine Menge Triebe an ungünstigen Stellen konnte entfernt werden. Der Weg ist noch weit, aber man erkennt schon was.
Vielleicht hilft dieses Beispiel ja dem einen oder anderen, sich die Entwicklung eines radikal zurückgeschnittenen Rohlings besser vorstellen zu können.
Viele Grüße,
Heike
