Wacholder ausputzen
Re: Wacholder ausputzen
öhm...kann es sein, dass hier ein missverständnis vorliegt und dieter die rechte seite noch gar nicht bearbeitet hat ( sorry, will micgh nicht einmischen, aber ich möchte es natürlich richtig verstehen ) ?
Gruss, Achim
"Der kürzeste Weg zum Glück ist der Weg in den Garten"
chinesische Weisheit
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Re: Wacholder ausputzen
Kein Problem: Mir geht es um den Grundaufbau eines Astes eines alten Wacholders. Der Aufbau der großen Äste im Verhältnis zu kleinen und ganz kleinen Zweigen - vor allem auf der linken Seite. Warum Dieter es so aufgebaut hat, wie er es aufgebaut hat verstehe ich nicht - auf der linken Seite.
Viele Grüße Martin
Viele Grüße Martin
Frühlingstage am 06./07.04.13 - bringt eure Bäume mit!
Infos unter: http://www.bonsai-sturm.de
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Re: Wacholder ausputzen
Hallo
Über Weihnachten mache ich im Keller mal vernünftige Fotos,
damit man vielleicht besser erkennen kann wo ich hin will
und wo meine Schwierigkeiten liegen.
Von der angestrebten Mischung aus Pall, Steven und Sturm bin ich noch meilenweit entfernt.
Als eher theoretisch orientiertem Mensch fällt es schwer,
die gedankliche Gestaltungswolke in die Realität umzusetzen.
mfG Dieter
ps Am Totholz wird jedes Jahr etwas weiter gebastelt,
allerdings nur in dem Maße, das ich im Zukünftigen bei hoffentlich verbesserten Fähigkeiten,
noch genügend Substanz habe.
Über Weihnachten mache ich im Keller mal vernünftige Fotos,
damit man vielleicht besser erkennen kann wo ich hin will
und wo meine Schwierigkeiten liegen.
Von der angestrebten Mischung aus Pall, Steven und Sturm bin ich noch meilenweit entfernt.
Als eher theoretisch orientiertem Mensch fällt es schwer,
die gedankliche Gestaltungswolke in die Realität umzusetzen.
mfG Dieter
ps Am Totholz wird jedes Jahr etwas weiter gebastelt,
allerdings nur in dem Maße, das ich im Zukünftigen bei hoffentlich verbesserten Fähigkeiten,
noch genügend Substanz habe.
grüsse an die bewohner von melmac
Re: Wacholder ausputzen
Versteh das bitte nicht als Abwertung, sondern als konstruktive Kritik und Anregung:
Bei der zuletzt gezeigten Fichte habe ich schon sehen können wohin es gehen soll. Hier noch nicht, deshalb meine Frage.
Die Bilder interessieren mich.
Viele Grüße Martin
Bei der zuletzt gezeigten Fichte habe ich schon sehen können wohin es gehen soll. Hier noch nicht, deshalb meine Frage.
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Viele Grüße Martin
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Re: Wacholder ausputzen
Hallo Martin
Wenn ich Dich als meinen Lehrer bezeichne,
beinhaltet das in meinen Augen, das ich bei Dir lernen kann,
einen Baum nach meinen Vorstellungen zu entwickeln.
Kriterien der Auswahl sind neben Fähigkeit, Fertigkeit, Didaktik auch menschliche Qualitäten.
Daher verstehe ich Dein Schreiben auch nur im positiven Sinne.
Und jetzt ab auf die Couch zum Gruppenkuscheln,
Dieter
Wenn ich Dich als meinen Lehrer bezeichne,
beinhaltet das in meinen Augen, das ich bei Dir lernen kann,
einen Baum nach meinen Vorstellungen zu entwickeln.
Kriterien der Auswahl sind neben Fähigkeit, Fertigkeit, Didaktik auch menschliche Qualitäten.
Daher verstehe ich Dein Schreiben auch nur im positiven Sinne.
Und jetzt ab auf die Couch zum Gruppenkuscheln,
Dieter
grüsse an die bewohner von melmac
Re: Wacholder ausputzen
Hallo Robert
Da wäre dann noch die Antwort zum Draht.
Meine Arbeitsweise ist unwichtig,
da Sie kein präzises Stellen der Zweige und Zweigchen ermöglicht.
Im Idealfall solten nach ein paar Jahren Kultivierung ausser "kurzen" grünen Tribspitzen,
nur verholzte Teile am Wacholder sein. Diese sollten dann (in meinen Augen)
mit Kupfer bis zum letzten Zweigchen sauber durchgedrahtet werden.
Vielleicht hilft es auch ein bischen etwas gerade zu rücken.
Perfektes Drahten ist kein Selbstzweck, oder zu erreichendes Ziel,
es ist einfach notwendig um präzise seine Vorstellungen (wenn dann vorhanden)
umzusetzen. Sauberkeit und Schärfe des Werkzeugs dient nicht der Selbstbefriedigung
oder dem Zurschaustellen bei einem Workshop, sondern dient im Zusammenhang
mit guter Schnittführung der Gesunderhaltung unserer Zöglinge.
mfG Dieter
Da wäre dann noch die Antwort zum Draht.
Meine Arbeitsweise ist unwichtig,
da Sie kein präzises Stellen der Zweige und Zweigchen ermöglicht.
Im Idealfall solten nach ein paar Jahren Kultivierung ausser "kurzen" grünen Tribspitzen,
nur verholzte Teile am Wacholder sein. Diese sollten dann (in meinen Augen)
mit Kupfer bis zum letzten Zweigchen sauber durchgedrahtet werden.
Vielleicht hilft es auch ein bischen etwas gerade zu rücken.
Perfektes Drahten ist kein Selbstzweck, oder zu erreichendes Ziel,
es ist einfach notwendig um präzise seine Vorstellungen (wenn dann vorhanden)
umzusetzen. Sauberkeit und Schärfe des Werkzeugs dient nicht der Selbstbefriedigung
oder dem Zurschaustellen bei einem Workshop, sondern dient im Zusammenhang
mit guter Schnittführung der Gesunderhaltung unserer Zöglinge.
mfG Dieter
grüsse an die bewohner von melmac
Re: Wacholder ausputzen
Hallo,
wie "funktioniert" dieses Ausputzen beim Wacholder? Nach welchem "System" geht man da vor? Wäre für Hinweise oder Links dankbar, denn meiner hat sowas nächstes Jahr auch nötig.
MfG Ricardo
wie "funktioniert" dieses Ausputzen beim Wacholder? Nach welchem "System" geht man da vor? Wäre für Hinweise oder Links dankbar, denn meiner hat sowas nächstes Jahr auch nötig.
MfG Ricardo
Willst Du einen Tag glücklich sein - betrink dich, willst Du ein Jahr glücklich sein - heirate, willst Du ein ganzes Leben glücklich sein - dann werde Hobbygärtner. 
- Robert S.
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- Beiträge: 9783
- Registriert: 28.03.2005, 07:09
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Re: Wacholder ausputzen
Hallo Ricardo,
Bonsaimike hat kürzlich hier einen Beitrag mit einem kleinen Video eingestellt.
In der Bonsai-Art Ausgabe 80 erläutert Martin Sturm die Laubpflege des schuppigen Wacholders recht ausführlich.
Servus,
Robert
Bonsaimike hat kürzlich hier einen Beitrag mit einem kleinen Video eingestellt.
In der Bonsai-Art Ausgabe 80 erläutert Martin Sturm die Laubpflege des schuppigen Wacholders recht ausführlich.
Servus,
Robert
Re: Wacholder ausputzen
Das was Dieter geschrieben hat, möchte ich nochmal unterstreichen.
Gerade bei Chin. Wacholdern in der Verfeinerungsphase kommt es sehr darauf an exakt und sauber zu drahten. Damit meine ich nicht nur nicht zu kreuzen und sauber in irgendeinem Winkel die Äste und Zweige einzudrahten.
Viel wichtiger dabei ist die richtige Drahtstärke und "taktisches" Drahten, d. h. so wenig wie möglich und so viel wie nötig an Draht zu verbrauchen.
Praktisch äußerst sich das so: Manchmal werde ich bei Workshops gebeten Wacholder oder Kiefern zu stellen oder Teile davon. Meistens ist der Teilnehmer zufrieden, aber ich weiss, dass eine bessere Drahtarbeit ein besseres Ergebnis - vor allem für die Zukunft - gegeben hätte.
Es kommt natürlich auf den eigenen Anspruch an. Der eine will das besser lernen, der andere ist zufrieden mit seinen Fähigkeiten.
Wie kann man das also Lernen: Einmal richtig! zeigen lassen und dann sehr viel üben. Am besten an abgeschnittenen Ästen, um die Fehler leichter aufdecken zu können. Und dann an komplexem Material, d. h. Material mit vielen, kleinen Ästchen.
Nebenbei: Drahten mit Kupfer ist etwas komplett anderes als mit Alu-Draht.
Viele Grüße Martin
Gerade bei Chin. Wacholdern in der Verfeinerungsphase kommt es sehr darauf an exakt und sauber zu drahten. Damit meine ich nicht nur nicht zu kreuzen und sauber in irgendeinem Winkel die Äste und Zweige einzudrahten.
Viel wichtiger dabei ist die richtige Drahtstärke und "taktisches" Drahten, d. h. so wenig wie möglich und so viel wie nötig an Draht zu verbrauchen.
Praktisch äußerst sich das so: Manchmal werde ich bei Workshops gebeten Wacholder oder Kiefern zu stellen oder Teile davon. Meistens ist der Teilnehmer zufrieden, aber ich weiss, dass eine bessere Drahtarbeit ein besseres Ergebnis - vor allem für die Zukunft - gegeben hätte.
Es kommt natürlich auf den eigenen Anspruch an. Der eine will das besser lernen, der andere ist zufrieden mit seinen Fähigkeiten.
Wie kann man das also Lernen: Einmal richtig! zeigen lassen und dann sehr viel üben. Am besten an abgeschnittenen Ästen, um die Fehler leichter aufdecken zu können. Und dann an komplexem Material, d. h. Material mit vielen, kleinen Ästchen.
Nebenbei: Drahten mit Kupfer ist etwas komplett anderes als mit Alu-Draht.
Viele Grüße Martin
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Infos unter: http://www.bonsai-sturm.de
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Re: Wacholder ausputzen
Hallo Martin,Nebenbei: Drahten mit Kupfer ist etwas komplett anderes als mit Alu-Draht.
kannst du mir (uns?) das etwas erläutern?
Gruß Volker
Bis denne Volker
Ein fallender Baum macht mehr Lärm
als ein wachsender Wald.
Ein fallender Baum macht mehr Lärm
als ein wachsender Wald.
Re: Wacholder ausputzen
Hallo Volker,
Martin meinte vermutlich die klassichen Unterschiede wie u.a. daß Kupferdrahten weniger Fehler toleriert als Alu (bei Alu kann man kleine Fehler noch korrigieren, bei Kupfer sollte das schon direkt "sitzen"). Weshalb auch viele sich (leider) nicht trauen, mit Kupfer zu drahten (weil es einfach mehr Übung verlangt als Alu).
Aber Martin wird das bestimmt noch im Detail besser erklären können.
und ist gar nicht so einfach...
LG,
Thierry
Martin meinte vermutlich die klassichen Unterschiede wie u.a. daß Kupferdrahten weniger Fehler toleriert als Alu (bei Alu kann man kleine Fehler noch korrigieren, bei Kupfer sollte das schon direkt "sitzen"). Weshalb auch viele sich (leider) nicht trauen, mit Kupfer zu drahten (weil es einfach mehr Übung verlangt als Alu).
Aber Martin wird das bestimmt noch im Detail besser erklären können.
Das erfordert aber SEHR viel Übung.Yami hat geschrieben:"taktisches" Drahten, d. h. so wenig wie möglich und so viel wie nötig an Draht zu verbrauchen.
LG,
Thierry
Viele Grüße,
Thierry
"A juniper without jin is like a dog without fleas : not natural..." - John Naka
Thierry
"A juniper without jin is like a dog without fleas : not natural..." - John Naka
Re: Wacholder ausputzen
Hallo,
das hat mit der Aushärtung der Molekülstruktur des Kupfers bei der Verformung zu tun. Änderungen im Verlauf des Drahtes, wie eng man drahtet, wo man Abgänge gestaltet, lässt sich im Nachhinein schlecht ändern. Beim ersten Drahten muss! das sitzen.
Ähnlich verhält es sich mit der Formung, da kann man auch nicht mehr so oft hin und her biegen. Meine Devise ist: Einmal und dann muss auch das sitzen.
Durch die anderen Eigenschaften muss man den Draht auch anders "beherrschen" können, weil man so gerade bei Wacholdern leicht das Gewebe verletzt.
Man kann damit allerdings besser "Draht sparend" arbeiten, weil man durch taktisches Drahten andere Zweige mit einem Draht mitbewegen und stellen kann.
Speziell beim Wacholder ermöglicht der feine Kupferdraht eine dezente Aufwärtsbewegung am Ende der kleinen Zweige. Mit Aluminiumdraht geht das nicht so gut (der Draht ist dafür zu dick).
Das muss man aber einmal im Vergleich gesehen haben und dann will man bei einer Endgestaltung eines Wacholders nur noch Kupfer verwenden. Das kann man nicht alles erklären - man muss den dezenten Unterschied sehen.
Viele Grüße Martin
das hat mit der Aushärtung der Molekülstruktur des Kupfers bei der Verformung zu tun. Änderungen im Verlauf des Drahtes, wie eng man drahtet, wo man Abgänge gestaltet, lässt sich im Nachhinein schlecht ändern. Beim ersten Drahten muss! das sitzen.
Ähnlich verhält es sich mit der Formung, da kann man auch nicht mehr so oft hin und her biegen. Meine Devise ist: Einmal und dann muss auch das sitzen.
Durch die anderen Eigenschaften muss man den Draht auch anders "beherrschen" können, weil man so gerade bei Wacholdern leicht das Gewebe verletzt.
Man kann damit allerdings besser "Draht sparend" arbeiten, weil man durch taktisches Drahten andere Zweige mit einem Draht mitbewegen und stellen kann.
Speziell beim Wacholder ermöglicht der feine Kupferdraht eine dezente Aufwärtsbewegung am Ende der kleinen Zweige. Mit Aluminiumdraht geht das nicht so gut (der Draht ist dafür zu dick).
Das muss man aber einmal im Vergleich gesehen haben und dann will man bei einer Endgestaltung eines Wacholders nur noch Kupfer verwenden. Das kann man nicht alles erklären - man muss den dezenten Unterschied sehen.
Viele Grüße Martin
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Re: Wacholder ausputzen
Martin,
wenn man einen Ast beipielsweise mehrmals hin und her biegt,
also in unterschiedliche Richtungen reißen doch auch die Fasern an beiden seiten,
was doch auch nich so gut ist.
Das würde doch heißen das man gedrahtete Äste allgemein ob kupfer oder Alu nich hin und her biegen sollte.
Habs mir versucht mit logik zu erklären,
lieg ich richtig oder is das halb so wild?
wenn man einen Ast beipielsweise mehrmals hin und her biegt,
also in unterschiedliche Richtungen reißen doch auch die Fasern an beiden seiten,
was doch auch nich so gut ist.
Das würde doch heißen das man gedrahtete Äste allgemein ob kupfer oder Alu nich hin und her biegen sollte.
Habs mir versucht mit logik zu erklären,
lieg ich richtig oder is das halb so wild?
MfG André
Hummel Hummel, Mors Mors
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- Robert S.
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- Beiträge: 9783
- Registriert: 28.03.2005, 07:09
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Re: Wacholder ausputzen
Hallo Zwanziger,
es ist schon richtig was Du schreibst. Das hin- und herbiegen von Ästen sollte man, egal ob man mit Kupfer oder Alu drahtet, nicht tun. Aber gerade bei meinen ersten Draht- und Aststellversuchen (die ich mit Alu gemacht hatte) konnte man ein Ästchen was evtl ein Stück weit zu weit gebogen war wieder zurück stellen.
Mit Kupfer geht das nur schwer bis gar nicht. Da sollte der Ast nach dem Biegen an der Stelle stehen an der man ihn haben will.
Servus,
Robert
es ist schon richtig was Du schreibst. Das hin- und herbiegen von Ästen sollte man, egal ob man mit Kupfer oder Alu drahtet, nicht tun. Aber gerade bei meinen ersten Draht- und Aststellversuchen (die ich mit Alu gemacht hatte) konnte man ein Ästchen was evtl ein Stück weit zu weit gebogen war wieder zurück stellen.
Mit Kupfer geht das nur schwer bis gar nicht. Da sollte der Ast nach dem Biegen an der Stelle stehen an der man ihn haben will.
Servus,
Robert
Re: Wacholder ausputzen
Andre,
in der Theorie ist das so, aber häufig sieht man Gegenteiliges und es wird alle 2 Wochen umgestaltet. Das sollte nicht passieren, wird aber gemacht.
Nur mit Kupfer-Draht ist die Wirkung schlimmer, weil der steifer ist usw.
Viele Grüße Martin
in der Theorie ist das so, aber häufig sieht man Gegenteiliges und es wird alle 2 Wochen umgestaltet. Das sollte nicht passieren, wird aber gemacht.
Nur mit Kupfer-Draht ist die Wirkung schlimmer, weil der steifer ist usw.
Viele Grüße Martin
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