Honey hat geschrieben:Heike, meinst du im Herbst, wenn der Baum noch im Laub steht oder nach dem Blattfall (was ja immer mit stärkerer Rücktrocknung verbunden wird)?
Hallo Mia,
gewöhnlich schneide ich die Ahorne unmittelbar nach dem Blattfall, bzw. nehme ich die letzten paar Blätter meist von Hand ab, schneide dann, bringe Wundverschluss auf und stelle die Bäume dann ins Winterquartier. Bei allen erlebe ich (toi, toi, toi) gewöhnlich keine Rücktrocknung.
Die Fächerahorn-Kultivare überwintere ich gewöhnlich im Kalthaus, aber ich habe eine Dreiergruppe von normalen grünen Acer palmatum, die draußen überwintert.
Diese drei Bäume sind so starkwüchsig, dass sie mir viele interessante Aufgaben (um es nicht Probleme zu nennen...

) gestellt haben, unter anderem diese mit den Schnittstellen.
Ich glaube, wenn man sie gerade zu dem beschriebenen Zeitpunkt beschneidet, ist der Saftdruck nicht mehr hoch, aber der Baum hat noch so viel Aktivität, dass er vermutlich noch in geringer Weise auf den Schnitt reagieren, etwas abschotten o.ä. kann.
Das eigentliche Zuwachsen bzw. Überwallen der Schnitte findet dann im folgenden Frühjahr statt.
Bei schwachwüchsigen Sorten ist es wahrscheinlich besser, die stärkeren Schnitte im Frühling durchzuführen.
Liebe Grüße,
Heike