"Kauri -Eiche", Quercus robur yamadori

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avicenna
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"Kauri -Eiche", Quercus robur yamadori

Beitrag von avicenna »

Wieso "Kauri"-Eiche ? Die offen, gedrehte Form des Stammes hat mich spontan an die Kaurimuscheln erinnert ... deshalb :) ... und bei vielen yamadori ist es immer besser , wenn sie solche Namen bekommen, dann weiß man wovon man spricht :) .

Ich habe die Yamadorisaison in der frostfreien Zeit eröffnet :D. Beim Suchen nach skuril geformtem Totholz, fiel mir dieser Eichenstamm ins Auge. Er stand an einem Waldrand, an dem der Bauer wohl über Jahrzehnte die an den Acker angrenzenden Eichen, in der Art des Zurückschneidens von Kopfweiden, bearbeitet hat. Dieser "Reduktion" ist wohl auch vor Jahrzehnten dieser Eichenstamm unterlegen. Aus dem damaligen Rückschnitt des Stammes hat ein Seitenast die Stammfunktion übernommen und erreichte eine Höhe von ca. 4,50 Metern.
Da ich nicht in der Lage bin, virtuals zu produzieren meine Bitte oder Frage an die Leser ... Welche Vorschläge hättet ihr für die weitere Entwicklung ?

Mehr Bilder und vor allem größere sind zu sehen unter http://natureart-bonsai.blogspot.com/20 ... i-oak.html

saludos
avicenna
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olli.w.
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Re: "Kauri -Eiche", Quercus robur yamadori

Beitrag von olli.w. »

Nur zum besseren Verständnis, die Eiche wurde jetzt ausgegraben?

Grüße Olli
Mosel-Riesling !
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avicenna
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Re: "Kauri -Eiche", Quercus robur yamadori

Beitrag von avicenna »

Ja .. vor zwei Tagen ... . Ich konnte es nicht abwarten :D und hab sie gleich mitgenommen. Ich hoffe es geht ihr bei mir jetzt besser als ständig das Schwert der Entfernung aus dem Ackerrand über sich ergehen lassen zu müssen. Der optimale Zeitpunkt dazu war es nicht, wenn du das ansprichst ... aber der Drang war einfach zu groß ;-)
In diesem Gebiet stehen noch viele solcher "Stümpfe" die wieder zum Baum werden wollen und wunderbare Praebonsai abgeben. Also wenn's bei dem hier klappt, werden einige Weitere und große Praebonsai folgen. :) Sie brauchen dann sicher noch 5-7 Jahre bis man mit ihnen weiterarbeiten kann ... aber der Weg ist ja das Ziel all unserer Bestrebungen :)
saludos
avicenna
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Martin_S
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Re: "Kauri -Eiche", Quercus robur yamadori

Beitrag von Martin_S »

Und überwinterst du sie denn ab jetzt frostfrei oder "riskierst du alles"?
Sieht ja geil aus! Auch ohne einen einzigen Ast .
M
Beste Grüße
Martin

Lieber Querlüften als Querdenken!
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MarcW.
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Re: "Kauri -Eiche", Quercus robur yamadori

Beitrag von MarcW. »

Hmm
Na ich bin mal gespannt ob er das übersteht...
Gruß Marc
Eva Warthemann
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Re: "Kauri -Eiche", Quercus robur yamadori

Beitrag von Eva Warthemann »

Da bin ich ja gespannt, ob die Eiche anwächst.
Um diese Zeit würde ich nicht einen einzigen Baum ausgraben.
Ich hab dafür kein Verständnis.
Tut mir Leid um diesen Baum. Ich denke was der Bauer bisher nicht geschafft hat, schaffst Du jetzt.
Aber lass Dich nicht abhalten, vieleicht belehrst Du mich eines Besseren und zeigst ihn uns im frischen Grün.
Eva Warthemann
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avicenna
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Re: "Kauri -Eiche", Quercus robur yamadori

Beitrag von avicenna »

Ich kann eure Meinungen dazu gut verstehen. Er hat bislang noch keine Astpartien und sieht von daher nur aus wie ein Gerüst ... aber ein sehr vielversprechendes, wie ich meine ...
Die Bäume sind jetzt alle in Ruheposition, ihr gesamter Stoffwechsel ist auf Null geschaltet, Reservestoffe für den Neuaustrieb sind eingelagert ... zumindest die der Laubwerfenden.
Feine Haarwurzeln hat er ganz wenige, ok., aber die gekappte Pfahlwurzel stand in purem Sand und diente ehh lediglich zur Versorgung mit Wasser.
Der Baum steht nun in Lavasplit, auf dessen Grund eine Lage Styropor gelagert ist. Sollte es frieren, sind genügend Lufträume vorhanden im Lavasplit, sodass es weniger zu einem Frostschaden kommt( es kann kaum etwas zerdrückt werden...). Mit meinen nunmehr ca. 30 Quercus yamadori bin ich ähnlich verfahren und hatte bislang nur zwei Ausfälle ... und dies hatte andere Ursachen. Also bin ich guter Dinge, dass es klappt ... wie gesagt ich rechne mit 50%.
Wenns klappt, wird der Baum in diesem Jahr mit bleistiftdicken Astpartien schnell einen langwierigen Astaufbau starten. Ich bin so zuversichtlich, weil der gekappte Stamm eine Höhe von ca. 4,50 Metern hatte und die Einlagerung von "Brennstoffen" für diesen Stamm ausgelegt war. Wenn dieser(der zu versorgende Stamm) nun fehlt, wird bestimmt ein Startpotential für den Neuaustrieb vorhanden sein.
Warten wirs mal ab :) ... ich werd euch auf dem Laufenden halten.
saludos
avicenna
Lutz Marx
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Re: "Kauri -Eiche", Quercus robur yamadori

Beitrag von Lutz Marx »

... ich verstehe trotzdem nicht, warum du nicht die geduld aufbringst, bis frühling zu warten, wo es definitiv wesentlich sicherer ist als jetzt. es wäre wirklich schade um den baum, der nun schon einige jahre auf dem buckel und großes potenzial hat. aus meiner sicht ist das einfach unnötiges risiko. grüße, lutz
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avicenna
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Re: "Kauri -Eiche", Quercus robur yamadori

Beitrag von avicenna »

Ihr habt mich überzeugt und ihr habt Recht ... ich werde ihn frostfrei stellen :oops: .
Gleich morgen mache ich ihm ein frostfreies Bettchen ... Ich will jetzt alles geben :). Ich würde mich furchtbar ärgern, wenn ich da jetzt in meinem Eifer einen Fehler gemacht hätte ...

saludos
avicenna
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flu
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Re: "Kauri -Eiche", Quercus robur yamadori

Beitrag von flu »

avicenna hat geschrieben:... aber die gekappte Pfahlwurzel stand in purem Sand und diente ehh lediglich zur Versorgung mit Wasser.
Wie kommst du denn zu so einer Aussage?
Im Allgemeinen dient die Pfahlwurzel neben der Wasserversorgung vor allem der Einlagerung von Speicherstärke. Denke nur and die verschiedenen Wurzelgemüse oder an Meerrettich.
Ich habe ganz ähnliche Befürchtungen wie Eva.
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avicenna
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Re: "Kauri -Eiche", Quercus robur yamadori

Beitrag von avicenna »

Also soweit ich weiß, gehören Eichen nicht in die Gruppe der Rettiche oder der Möhren ... :)
Gestern habe ich zwei weitere große Eichen ausgegraben und hier in unserer Region stehen die Eichen in postglacialen Sandflächen ...also in purem Sand kann man sagen. Die Humusschicht oder die Deckschicht über diesen meterdicken Sandflächen ist vielleicht 30 cm tief. Genau in dieser Schicht hatten diese Gestern gesammelten Eichen ein beachtliches und feines Netz von Wurzeln ausgebildet, gerade so, als hätte ein Bonsaifreak über Jahre einen Wurzelschnitt durchgeführt. Meine Schlußfolgerung dazu : ... in dem Bereich, in dem der Baum vorwiegend an die Nährstoffe gelangt, die durch "Biorecycling" verfügbar werden, haben die Wurzeln vorwiegend die Funktion der Mineral-und Nährstoffversorgung und weniger einer Speicherung von Stärke ... sonst gäbs ja vielleicht nen Eichenpfahlwurzelsalat .... :) .
Die Pfahlwurzel dient bei der Eiche vorwiegend zur Verankerung und der Sicherstellung der Wasserversorgung. Daher meine obige Annahme und Aussage.Die Pfahlwurzel muss in jedem Falle beim Yamadori gekappt werden. In welcher Hinsicht sollte denn nun der jetzige Zeitpunkt des Yamadori eine Rolle spielen ... bis auf den Frost ... ok ... aber ansonsten ? Ob dies jetzt oder im Frühjahr geschieht ... gibt es außer dem Frost ( wie es Martin schon erwähnte )noch einen Einwand ? Dem Frost werde ich morgen entgehen ... wie schon gesagt.

saludos
avicenna
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flu
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Re: "Kauri -Eiche", Quercus robur yamadori

Beitrag von flu »

avicenna hat geschrieben:Die Humusschicht oder die Deckschicht über diesen meterdicken Sandflächen ist vielleicht 30 cm tief. Genau in dieser Schicht hatten diese Gestern gesammelten Eichen ein beachtliches und feines Netz von Wurzeln ausgebildet, .... Meine Schlußfolgerung dazu : ... in dem Bereich, in dem der Baum vorwiegend an die Nährstoffe gelangt, die durch "Biorecycling" verfügbar werden,haben die Wurzeln vorwiegend die Funktion der Mineral-und Nährstoffversorgung und weniger einer Speicherung von Stärke ... sonst gäbs ja vielleicht nen Eichenpfahlwurzelsalat .... :)
Ich will jetzt nicht all zu oberlehrerhaft rüber kommen, aber überlege doch noch mal ganz genau, in welchen Bodenschichten die Wurzeln welche Aufgaben übernehemen!
Hilfreiche Stichworte: Humusschicht; Mykorrhyza; Nährstoffe; Assimilate

Siehst du nicht den Widerspruch in deiner Ausage?
Zuletzt geändert von flu am 20.01.2010, 22:06, insgesamt 3-mal geändert.
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bock
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Re: "Kauri -Eiche", Quercus robur yamadori

Beitrag von bock »

avicenna hat geschrieben:... gibt es außer dem Frost ( wie es Martin schon erwähnte )noch einen Einwand ? Dem Frost werde ich morgen entgehen ... wie schon gesagt.

saludos
avicenna
Moin Dietmar,
ich denke, dass vor allem die Zeit gegen dich spielt. Eichen treiben meist erst im Mai oder Juni aus, bis dahin sind die Wunden mikrobiellem Befall schutzlos ausgesetzt. Ich hätte auch lieber bis zum Aufbrechen der Knospen gewartet, da hat der Baum mehr Möglichkeiten, sich zu wehren.
Tatsächlich scheint es nicht oft erfolgreich zu sein, eine Eiche nach Durchtrennung der Pfahlwurzel zu kultivieren - unabhängig vom Zeitpunkt des Ausgrabens...
Du hast da schon gute Erfahrungen sammeln können? Würde mich interessieren, was die anderen da wohl falsch gemacht haben müssen...
liebe Grüße Andreas
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avicenna
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Re: "Kauri -Eiche", Quercus robur yamadori

Beitrag von avicenna »

An Andreas,
du könntest Recht haben mit dem Faktor Zeit ... der mikrobielle Besatz kann sicher negativen Einfluss haben. Meine Beobachtungen dazu sind wirklich empirischer Natur. Ich habe jetzt ca. 30 Eichen, z.T. auch schon recht stattliche in immer gleiche Art und Weise "geerntet. Ohne sie nun speziell vorbereitet zu haben, habe ich einen Kranz mit einem sehr scharfen Spaten in spatentiefe eingestochen und alle oberflächlichen Wurzeln (in spatentiefe liegenden) durchtrennt. Danach grabe ich einen kleinen Seitentunnel, der es erlaubt mit dem scharfen Spaten die Pfahlwurzel zu durchtrennen. Sollte dies nicht mit dem Spaten möglich sein, verwende ich eine Säge und das klappt recht schnell und gut. Wie gesagt, bei uns hier in der Gegend stehen die Eichen fast in purem Sand. Sie haben oberflächlich ein feines, sehr ausgeprägtes Wurzelwerk und eben eine Pfahlwurzel, die tief in Richtung Grundwasser führt. Es ist also möglich, Eichen auch von beträchtlicher Dicke auszugraben, deren Phfahlwurzel zu durchtrennen ohne Probleme mit der Kultivierung der Eiche zu bekommen. Vielleicht ist das in anderen Böden anders, vielleicht in steingern Böden. Hier im Norden ist es verblüffend wie schnell und z.T. problemlos die dicksten Eichen nach Durchtrennung der Pfahlwurzel aus dem Boden gehoben werden können und im Frühjahr ohne Probleme austreiben.
Ich weiß nicht was die Anderen falsch gemacht haben ... ich kann hier nur für mich und meine Erfolgsrate sprechen. Bislang habe ich ca. 30 Eichen nach dem oben genannten Schema geborgen und zwei haben es nicht geschafft, weil ich sie nach dem ersten Austreiben umgesetzt habe in ein anderes Pflanzgefäß. Das haben sie nicht gemocht und haben sich verabschiedet. Das werde ich nun nicht mehr tun und werde die nun "Frostgefährdeten" frostfrei stellen. Dann werden wir sehen was im Frühjahr geschieht. Ich werde euch auf dem Laufenden halten :)
saludos
avicenna
Zuletzt geändert von avicenna am 20.01.2010, 23:58, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: "Kauri -Eiche", Quercus robur yamadori

Beitrag von avicenna »

An Flu,
danke, dass du mir nochmals die hilfreichen Stichworte zur Verfügung stellst um die jeweiligen Aufgaben der Wurzeln in den entsprechenden Bodenschichten nochmals zu überdenken :) .
Aber ich denke ich habe bereits im oberen Beitrag das gesagt was ich mir so überlegt habe. Oberflächliche Wurzeln in der Humusschicht mit Mykorhiza nehmen vermehrt Nährstoffe und Mineralien auf und die Pfahlwurzel ist vermehrt für die Verankerung und für die Wasserversorgung zuständig . Die Assimilate werden von den Blättern und den grünen Sprossen in die restlichen absteigenden Zellen transportiert bis hinein in die Wurzeln , egal ob es nun oberflächliche Wurzeln sind oder Pfahlwurzeln die bis in ganz beträchtliche Tiefen gelangen können. Dort werden die Assimilate dann in den Zellen der größten biologischen Aktivität für den Zellaufbau verwandt oder zur Energiegewinnung , der Dissimilation.
War das so verständlich für dich ?
Wohlgemerkt, wir sprechen über die Eichen hier im Emsland, ok ? :). Wenn du dir vorstellen kannst wie das hier so ausschaut, wäre es vielleicht hilfreicher für das Verständnis. Eine ca, 30 cm dicke Humusschicht und einer ca 10 cm dicken Übergangszone unterliegt eine meterdicke Sandschicht ... nur Sand , sonst nichts aus den Resten der Eiszeit ... es war ne dicke Dünenlandschaft hier vor 10 000 Jahren. Und da ist nichts an Nährstoffen drinnen. Nur das was von oben noch durchrutscht.
saludos
avicenna
Zuletzt geändert von avicenna am 21.01.2010, 00:05, insgesamt 3-mal geändert.
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