frostschaden bei cotoneaster

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achim73
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frostschaden bei cotoneaster

Beitrag von achim73 »

ich habe heute bei einer balkonbegehung und prüfung meines überwinterungskastens festgestellt, dass mein kleiner cotoneaster recht scheisse aussieht. fast alle blättchen mehr oder weniger verbräunt.
das selbe habe ich draussen bei cotoneastern auch beobachtet.
hat jemand erfahrungen, wie die das wegstecken ? gelten doch eigentlich als frosthart...

p.s. es handelt sich um die immergrüne microphylla.
Gruss, Achim
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Thierry
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Re: frostschaden bei cotoneaster

Beitrag von Thierry »

Hallo Achim,

das tut mir sehr Leid. :(
Ich bin nicht der kompetenteste im Raum wenn's um Frostschaden geht (auch wenn meine Frau auch -wie du- ein paar Shohin- u. Mame-Cotoneaster hat).
Vielleicht könntest du ihn einfach in einen kühlen Raum reinbringen ?
Draussen ist es z.Z. extrem kalt u. es wird noch etwas dauern, bis die Temperaturen milder werden.
Hättest du einen Raum der sich dafür eignen könnte ?

Drücke dir auf jeden Fall die Daumen, daß der Frostschaden nur ein Teil deines Baumes getroffen hat.

Mitfühlende Grüße,

Thierry
Viele Grüße,
Thierry

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Andreas Ludwig
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Re: frostschaden bei cotoneaster

Beitrag von Andreas Ludwig »

achim - die sind «bedingt frosthart». Das heisst, irgendwann ist Sense, so wie bei dir. Das betrifft aber meist (!) bloss das Laub. Und was heisst nun «meist»? Es bedeutet, dass das Kerlchen sich erholen wird, allenfalls gehen dir die äusseren, feinen Triebchen verloren (der letztjährige Zuwachs). Totalverlust sollte nicht eintreten. Zumindest so erlebt hier im Jura, wo Frostperioden mit dauerhaften Temperaturen unter Null von wenigen bis mehreren Wochen schon die Regel sind.
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Bonsai-Bene
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Re: frostschaden bei cotoneaster

Beitrag von Bonsai-Bene »

Hi

das was Andreas schreibt kann ich so absolut bestätigen, mach dir keine Sorgen der wird wieder.

@ Andreas darf ich fragen wo du genau herkommst, denn das gebiet wo ich wohne wird von den Einwohnern auch als "Jura" bezeichnet, kannst mir ja PN schicken

mfg Benedict
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achim73
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Re: frostschaden bei cotoneaster

Beitrag von achim73 »

danke, das hatte ich zu hören gehofft. :)
ich hab den kleinen, zusammen mit einer azalee (die erstaunlicherweise unter den selben bedingungen weniger bis keine probleme zu haben scheint) jetzt, wo es wieder so extrem kalt war, immer mal für 2 tage in den hausflur gestellt. scheint ganz gut zu tun, wenn der ballen mal zwischendurch auftauen und die pflanze wasser ziehen kann. jetzt, bei 2 grad aktuell, stehen sie wieder im kasten.
Gruss, Achim
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Re: frostschaden bei cotoneaster

Beitrag von jupp »

Mir sind im letzten Winter(08-09) 5 järige Cotos aus Enger erfroren, obwohl sie geschütz standen. Also so ganz frostfest sind die nicht.
Zuletzt geändert von jupp am 28.01.2010, 17:08, insgesamt 1-mal geändert.
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achim73
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Re: frostschaden bei cotoneaster

Beitrag von achim73 »

da scheint es dann auch um den unterschied schale/nicht schale zu gehen. die im balkonkasten ein paar meter weiter wachsen, hatten nie probleme, da wächst selbst thymian ohne probleme.
Gruss, Achim
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Andreas Ludwig
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Re: frostschaden bei cotoneaster

Beitrag von Andreas Ludwig »

Bene - NW-Schweiz, Umland von Basel.
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holgerb
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Re: frostschaden bei cotoneaster

Beitrag von holgerb »

Bene, Andy,

[Klugscheißmodus]

ihr wisst aber schon, daß der Jura eine erdgeschichtliche Periode und nicht ein Gebiet in Deutschland ist, oder? :wink: :mrgreen:

Bei uns gibt es in einem Vorort auch die benannte Stelle: "Rixbecker Alpen" (so heisst die Gaststätte dort) oder Beckumer Berge (die kennt der Andy), das hat nix mit Erdgeschichte (naja ein wenig) oder gar Bergen (vielleicht ein winzig kleines bisschen?) und schon überhaupt nix mit Alpen zu tun. Für uns Flachländer ist das aber schon eine enorme Erderhebung...

Und so ist eben der Jura hier wie da ein fester Begriff für ein Gebiet geworden obschon es im eigentlichen Sinne eine Angabe der Zeit und nicht des Ortes ist...


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Re: frostschaden bei cotoneaster

Beitrag von bock »

Moin HolgerB,

bist du dir sicher, dass der Jura in den Alpen nach dem Erdzeitalter Jura benannt ist und nicht umgekehrt das Erdzeitalter aufgrund der Fossilienfunde in dieser Alpenregion den Namen bekommen hat? *konfus*

ich scheiß ja auch gern mal klug, aber bisher dachte ich immer, ich hätte es begriffen... die Eiszeiten Würm, Mendel, Riss,... sind ja auch nach den Flüssen benannt und nicht umgekehrt...
liebe Grüße Andreas
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Andreas Ludwig
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Re: frostschaden bei cotoneaster

Beitrag von Andreas Ludwig »

holger - als Jura wurde tatsächlich vieles schon bezeichnet. Ich denke aber, man kann heute durchaus sagen, es sei eine ganz klar umrissene Hügellandschaft, die so etwa von Genf über Delémont bis nach Schaffhausen reicht und einen «Nordausläufer» nach Frankreich hat. Für uns ist es eine der drei Schweizer «Grundlandschaften» (Jura, Mitteland, Alpen) und sie besteht praktisch durchwegs aus Kalk, dem Sedimentboden des Jurameeres, das sich zwischen Alpen (die eher aus Granit sind) und dem Schwarzwal (der ebenfalls aus Granit ist) erstreckte. Dieser Boden, eine mächtige Platte, wurde durch die Alpenfaltung verbogen (unten drückte Afrika, oben wich der Schwarzwald nicht), so entstand eine Reihe von typischen und charakteristischen Hügelzonen (Kettenjura, Faltenjura, Plateaujura, Tafeljura). Nicht zum Jura gehört der südliche Rand dieser Kalkplatte, die auch hochgebogen wurde, aber zu den sogenannten «Voralpen» gezählt wird (siehe auch Biosphärenreservat Entlebuch, Schrattenfluh).

Im Jura-Sedimentboden liegen jede Menge Fossilien rum, abgesoffene Saurier, allerhand Muscheln, Ammoniten, «Donnerkeile» und was weiss ich. Sowas hat hier jedes Kind kiloweise im Schrank (die Eltern entsorgen es dann später), die besseren Stücke wie etwa der neulich bei Frick ausgebuddelte Plateosaurus oder das dort gefundene «Massengrab» kriegen nette Museen. Nach diesen Fossilien wurde dann die erdgeschichtliche Periode des «Jurazeitalters» benannt. Ein wahrer «Jurassic Stone Park», was da so rumliegt.

Alles nachzulesen z.B. unter obigem Link im Internet, dazu empfehle ich ein Gläschen «Vin jaune du Jura» (die Franzosen haben ja auch ein paar der Hügel für sich und machen da ganz feine Sachen) und vielleicht ein Schnitzchen «Vacherin Mont d'Or» (der wiederum im Schweizer Jura liegt) oder ein Gläschen Kirsch aus dem Baselbieter Jura (unsere Seite ist grob gesagt ein Südhang, da wachsen Kirschen besonders gut. Man sagt auch, die viele Sonne tue unserem Gemüt gut). Man kann den Jura auch besuchen, der (dann aber französischsprachige) Schweizer Kanton dieses Namens freut sich jederzeit über etwas Tourismusgeld. Besonders empfehlenswert die Pferderennen in Saignelégier oder der 'Etang de la Gruère, ein glazialer Torfsee (Messieurs les résponsables de l'office du tourisme du Canton de Jura: Je désire au moins un bon repas pour le travail que je fais ici!).

Danach die ganze Klugscheisserei ins (Jura-)Klo geben und die Spülung ziehen - Frischwasser haben wir in diesen Kalkhügeln mehr als genug.
:mrgreen:

...öh - wie gehts eigentlich dem Cotoneaster?
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Re: frostschaden bei cotoneaster

Beitrag von achim73 »

der träumt vom warmen jura... :wink: wie sein besitzer.
werde dann ggf. im frühjahr berichten.
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Re: frostschaden bei cotoneaster

Beitrag von holgerb »

Andy,

wer ist der "Schwarzwal"? :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:
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Sigrid
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Re: frostschaden bei cotoneaster

Beitrag von Sigrid »

holgerb hat geschrieben:Andy,

wer ist der "Schwarzwal"? :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:
Holger: Dazu empfehle ich die Lektüre von Herman Melville: "Der Wal" bzw. Moby-Dick oder: Der Wal, Kapitel XXXII: Cetologie :mrgreen:
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Re: frostschaden bei cotoneaster

Beitrag von Andreas Ludwig »

holger - das war ein Freudscher. Aus Schweizer Sicht erinnert Deutschland ein bisschen an ein riesiges Ungetüm. Aber es sollte wohl «Schwarz-Gelb-Wal» heissen. Oder Merkelwelle oder so.
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