Ein Pilz ist ein Pilz und lebt durch seine Hyphen,
die wie vieles andere was lebt, wächst um neue Weidegründe zu erschliessen.
Die Frage ist wie schnell er wächst.
Mykologie ist ein geheimnisvolles und wenig erschlossenes Gebiet.
Birnengitterrost nach WP
Re: Birnengitterrost nach WP
grüsse an die bewohner von melmac
Re: Birnengitterrost nach WP
Hier mal meine eigenen Erfahrungen zu diesem Thema:
Der 1. Baum ist ein Juniperus " Blaaww", eigentlich bekannt dafür das er nicht anfällig ist.
2007 brach am Stamm nach der Erstgestaltung rund um einen Jin herum der Birnengitterrost aus. Wahrscheinlich hat er durch die frische Wunde Zutritt gefunden.
Als Maßnahme habe ich sofort großzügig rundherum die Rinde incl. Kambium entfernt und mit purem Jinmittel eingepinselt.
Bis heute hat sich der Rost nicht mehr gezeigt.
Der Baum ist allerdings inzwischen total vital, also mehr eigene Abwehrstoffe und ich nehme mal an, das ich den Pilz frühzeitig komplett erwischt habe bevor er sich groß ausbreiten und im Holz verbreiten konnte.
Einen früheren schuppigen Wacholder den ich mit sehr viel BGR an JEDEM Ast und zwar bereits am Ansatz, erhalten hatte, den hielt ich 3 Jahre in einem abgeschlossenen Glaskasten, also mit geringer Chance zur Neuinfizierung und keiner Feuchtigkeit von oben. 3 Jahre ging es gut, im 4. Jahr brach der Rost wieder voll aus ohne das etwas geändert wurde ausser das die Vitalität des Baumes aufgrund der "ungesunden" Haltung wohl nachgelassen hatte. Dieser Baum landete auf dem Friedhof (Als Grabbepflanzung bei einem Bekannten - auf dem Friedhof ist sowieso Alles voll mit BGR-Wacholdern)
Ein 3. und 4. Wacholder, hier am Grundstück vom Vorbesitzer als Gartenbäume gepflanzt seit ca. 30 Jahren , beide mit sehr viel Befall:
Alle befallenen Bereiche habe ich bis ca. 10 cm hinter dem Befall zurückgeschnitten (sehr viele Stellen). Im Jahr darauf sind nur noch vereinzelt an dünnen Ästen an den Spitzen und im Grünbereich kleine stecknadelkopfgroße neue Ausbruchstellen aufgetreten. Es können aber auch Neuinfektionen, begünstigt durch die Schwächung von den krassen Rückschnitten gewesen sein. Diese wurden wieder sofort entfernt. Im 3. Jahr nur noch ganz vereinzelt direkt am Grün sitzende ganz kleine Stellen - diese wieder entfernt.
Inzwischen haben sich die beiden von den Schnittmaßnahmen wieder erholt und sind seit 4 Jahren trotz vieler befallender Birnbäume in unmittelbarer Umgebung frei von BGR.
Nachdem bei beiden das noch vorhandene Grün sehr weit weg vom Stamm ist werde ich nun versuchen schönes schuppiges Laub stammnah zu ablaktieren und erst wenn das gut angewachsen ist die Bäume ausgraben.
Mal sehen ob sich dann durch die Schwächung wieder der BGR Rost durchsetzt oder nicht.
Fazit:
Bevor ich einen befallenen Baum gleich entsorge, würde ich befallene Stellen großzügig wegschneiden, vor allem wenn es ein erst kurzfristig aufgetretener Befall ist und nicht schon seit Jahren der Pilz im Baum sitzt. Notfalls ein paarmal nachschneiden und vor allem gut beobachten und sofort reagieren wenn wieder was auftritt.
Natürlich ist dann in der Regel eine komplette Umgestaltung nötig wenn wichtige Äste fallen, aber dafür würde ich mir viel Zeit lassen und und vor allem zuerst die Vitalität des Baumes möglichst gut stärken ohne ihn weiter zu stressen.
Falls ein solcher Baum weitergegben wird sollte es selbstverständlich sein, das der zukünftige Besitzer darüber informiert wird!
Hier mal noch Fotos vom 1. Baum.
viele liebe Grüße
Carmen
Der 1. Baum ist ein Juniperus " Blaaww", eigentlich bekannt dafür das er nicht anfällig ist.
2007 brach am Stamm nach der Erstgestaltung rund um einen Jin herum der Birnengitterrost aus. Wahrscheinlich hat er durch die frische Wunde Zutritt gefunden.
Als Maßnahme habe ich sofort großzügig rundherum die Rinde incl. Kambium entfernt und mit purem Jinmittel eingepinselt.
Bis heute hat sich der Rost nicht mehr gezeigt.
Der Baum ist allerdings inzwischen total vital, also mehr eigene Abwehrstoffe und ich nehme mal an, das ich den Pilz frühzeitig komplett erwischt habe bevor er sich groß ausbreiten und im Holz verbreiten konnte.
Einen früheren schuppigen Wacholder den ich mit sehr viel BGR an JEDEM Ast und zwar bereits am Ansatz, erhalten hatte, den hielt ich 3 Jahre in einem abgeschlossenen Glaskasten, also mit geringer Chance zur Neuinfizierung und keiner Feuchtigkeit von oben. 3 Jahre ging es gut, im 4. Jahr brach der Rost wieder voll aus ohne das etwas geändert wurde ausser das die Vitalität des Baumes aufgrund der "ungesunden" Haltung wohl nachgelassen hatte. Dieser Baum landete auf dem Friedhof (Als Grabbepflanzung bei einem Bekannten - auf dem Friedhof ist sowieso Alles voll mit BGR-Wacholdern)
Ein 3. und 4. Wacholder, hier am Grundstück vom Vorbesitzer als Gartenbäume gepflanzt seit ca. 30 Jahren , beide mit sehr viel Befall:
Alle befallenen Bereiche habe ich bis ca. 10 cm hinter dem Befall zurückgeschnitten (sehr viele Stellen). Im Jahr darauf sind nur noch vereinzelt an dünnen Ästen an den Spitzen und im Grünbereich kleine stecknadelkopfgroße neue Ausbruchstellen aufgetreten. Es können aber auch Neuinfektionen, begünstigt durch die Schwächung von den krassen Rückschnitten gewesen sein. Diese wurden wieder sofort entfernt. Im 3. Jahr nur noch ganz vereinzelt direkt am Grün sitzende ganz kleine Stellen - diese wieder entfernt.
Inzwischen haben sich die beiden von den Schnittmaßnahmen wieder erholt und sind seit 4 Jahren trotz vieler befallender Birnbäume in unmittelbarer Umgebung frei von BGR.
Nachdem bei beiden das noch vorhandene Grün sehr weit weg vom Stamm ist werde ich nun versuchen schönes schuppiges Laub stammnah zu ablaktieren und erst wenn das gut angewachsen ist die Bäume ausgraben.
Mal sehen ob sich dann durch die Schwächung wieder der BGR Rost durchsetzt oder nicht.
Fazit:
Bevor ich einen befallenen Baum gleich entsorge, würde ich befallene Stellen großzügig wegschneiden, vor allem wenn es ein erst kurzfristig aufgetretener Befall ist und nicht schon seit Jahren der Pilz im Baum sitzt. Notfalls ein paarmal nachschneiden und vor allem gut beobachten und sofort reagieren wenn wieder was auftritt.
Natürlich ist dann in der Regel eine komplette Umgestaltung nötig wenn wichtige Äste fallen, aber dafür würde ich mir viel Zeit lassen und und vor allem zuerst die Vitalität des Baumes möglichst gut stärken ohne ihn weiter zu stressen.
Falls ein solcher Baum weitergegben wird sollte es selbstverständlich sein, das der zukünftige Besitzer darüber informiert wird!
Hier mal noch Fotos vom 1. Baum.
viele liebe Grüße
Carmen
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Liebe Grüße
Carmen
Carmen
- Walter Pall
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Re: Birnengitterrost nach WP
Hi Walter
I have made the exact same observations, and have lost a few branches this way. I have been lucky to keep a good design of the trees so far, leaving a jinned branch back.
I removed the fungus as soon as it showed off, and before it was able to spread its seeds in the air.
Thanks for a good article. No need to waste the entire tree because of this.
Best regards
Morten Albek
I have made the exact same observations, and have lost a few branches this way. I have been lucky to keep a good design of the trees so far, leaving a jinned branch back.
I removed the fungus as soon as it showed off, and before it was able to spread its seeds in the air.
Thanks for a good article. No need to waste the entire tree because of this.
Best regards
Morten Albek
Meine Beiträge und Bäume dürfen gerne kritsch beurteilt und diskutiert werden.
Aber bitte nicht unbedingt mit mir.
mit freundlichen Grüßen
Walter Pall
Aber bitte nicht unbedingt mit mir.
mit freundlichen Grüßen
Walter Pall
Re: Birnengitterrost nach WP
Hallo Walter!
Ich habe ähnliche Erfahrungen gemacht. Seit einiger Zeit setze ich zur Prophylaxe im Frühjahr noch "Alliette" ein. Geht gut.
Vor zwei Jahren einmal die Anwendung "geschludert" und an einer anderen Stelle trat der Pilz wieder hervor. Also wieder rausschneiden und seitdem geht's wieder gut..
Viele Grüße,
TOM
Ich habe ähnliche Erfahrungen gemacht. Seit einiger Zeit setze ich zur Prophylaxe im Frühjahr noch "Alliette" ein. Geht gut.
Vor zwei Jahren einmal die Anwendung "geschludert" und an einer anderen Stelle trat der Pilz wieder hervor. Also wieder rausschneiden und seitdem geht's wieder gut..
Viele Grüße,
TOM
Viele Grüße,
TOM ENGELN
TOM ENGELN
Re: Birnengitterrost nach WP
Hier noch ein Artikel aus Wikipedia ...mit vielen Bezügen zu anderen Pflanzenwirten etc. ...
http://en.wikipedia.org/wiki/Gymnosporangium
saludos
avicenna
http://en.wikipedia.org/wiki/Gymnosporangium
saludos
avicenna
- Martin_S
- Beiträge: 11869
- Registriert: 05.01.2004, 20:26
- Wohnort: Linker Niederrhein, da wo et geil is'
Re: Birnengitterrost nach WP
Erstaunlich!Tom E. hat geschrieben:Hallo Walter!
Ich habe ähnliche Erfahrungen gemacht. Seit einiger Zeit setze ich zur Prophylaxe im Frühjahr noch "Alliette" ein. Geht gut.
Vor zwei Jahren einmal die Anwendung "geschludert" und an einer anderen Stelle trat der Pilz wieder hervor. Also wieder rausschneiden und seitdem geht's wieder gut..
Viele Grüße,
TOM
Aliette und BGR passen überhaupt nicht zusammen. Allerdings wirkt Aliette vitalisieren für diverse Arten.... Eventuell findet sich darin die Begründung?
M
Beste Grüße
Martin
Lieber Querlüften als Querdenken!
Martin
Lieber Querlüften als Querdenken!
Re: Birnengitterrost nach WP
Danke Dietmar, für den Link!
Dass Weißdorn, Apfel, Quitte und Felsenbirne auch von vielen Gymnosporangium-Varianten so gerne als Zweitwirt genommen wird, ist ja nicht gerade angenehm. Vielleicht muss man auch bei diesen Arten noch sorgfältiger Blätter mit verdächtigen Flecken entfernen.
Mein großer Weißdorn hatte ja letztes Jahr auch einen Befall, siehe http://www.bonsai-fachforum.de/viewtopi ... +Krankheit
Meine Wacholder haben aber toi, toi, toi bisher keine Anzeichen von Befall, allerdings habe ich auch nur noch relativ unempfindliche Arten.
Liebe Grüße,
Heike
Dass Weißdorn, Apfel, Quitte und Felsenbirne auch von vielen Gymnosporangium-Varianten so gerne als Zweitwirt genommen wird, ist ja nicht gerade angenehm. Vielleicht muss man auch bei diesen Arten noch sorgfältiger Blätter mit verdächtigen Flecken entfernen.
Mein großer Weißdorn hatte ja letztes Jahr auch einen Befall, siehe http://www.bonsai-fachforum.de/viewtopi ... +Krankheit
Meine Wacholder haben aber toi, toi, toi bisher keine Anzeichen von Befall, allerdings habe ich auch nur noch relativ unempfindliche Arten.
Liebe Grüße,
Heike
