Frage zu Netzschwefel WG von Celaflor

Spezielle Baumpflege z.B. düngen, umtopfen, Erden, ein- und auswintern, Pflanzenschutz
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holgerb
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Re: Frage zu Netzschwefel WG von Celaflor

Beitrag von holgerb »

Maick hat geschrieben:

warum ???
Weil die Mischung beim Knospenaufbruch zu Verbrennungen führt...

Immer und immer wieder stelle ich mir die Frage, welchen Sinn eine Winterspritzung bzw. eine Spritzung ohne Symptomatik haben soll....
Bonsai-san hat geschrieben:Ja also ich möchte eine Winterspritzung für meine Lärche, Chinesischer Wacholder, Zwergfichten, Ahorn und Schwarze Zelkove mit diesem Netzschwefel vornehmen, in Verbindung mit Neudorf Promanal Austriebsspritzung. Ich habe hier im Forum heraus gelensen das man diese 2 Mittel zusammen spritzen soll. Hier ist die Dosierung von Celaflor Netzschwefel WG
Dosierung.jpg
Und das ganze soll einer als Anfänger verstehen *autsch*

Armin
Nein, daß soll besser kein Anfänger verstehen, Pflanzenschutzmittel gehören nach meiner Auffasssung nicht in Laienhände.

By the way, was nutzt Dir im WINTER die Anwendung eines Austriebsspritzmittels?

Überigens steht auf dem obigen Datenblatt "ab Befallsbeginn".

Ich weise nochmals darauf hin, daß vorbeugende Spritzungen per Gesetz verboten sind!
Nach dem Pflanzenschutzgesetz muss der Anwender nach "guter fachlicher Praxis" arbeiten. Die gute fachliche Praxis beinhaltet die Einhaltung des integrierten Pflanzenschutzes, welcher vorschreibt, chemische Maßnahmen auf ein notwendiges Maß zu beschränken....

Wer's genauer will, kann googeln und nachlesen....

Ende der Durchsage!

P.S.: Ich habe die irre Hoffnung, die Welt begreift noch irgendwann, daß Chemie nicht der ultimative Weg zum Pflanzenheil ist.

Man mag mir wieder Unsachlichkeit und Ökowahn vorwerfen, aber ich halte den ökologischen Aspekt auch in einer sachlichen Diskussion nicht mehr für wegdenkbar.
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bock
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Re: Frage zu Netzschwefel WG von Celaflor

Beitrag von bock »

Moin Holger,

ich habe bisher auch auf vorbeugende Behandlungen verzichtet, habe jetzt aber einen Standort mit zahlreichen Bergahornen, deren Blätter im Spätsommer mit schwarzen linsengroßen Flecken übersät waren. Auch scheint hier die Kastanien-Miniermotte ihr Unwesen zu treiben, von den allgegenwärtigen Blattläusen mal ganz abgesehen. Letztere habe ich bisher (wenn Absammeln aussichtslos erschien) mit Neudosan einigermaßen unter Kontrolle bekommen.
Dein Rat: Abwarten und Kaffee trinken ? Kein Weißöl, kein Jin-Mittel, kein Kupfer im Winter? Dann spar ich mir die Ausgabe doch gerne...
Meine Birken haben auch immer wieder solche Minierwürmer in den Blättern, die schneid ich dann einfach ab und Tschüß!
*confused*
liebe Grüße Andreas
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Bonsai-san
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Re: Frage zu Netzschwefel WG von Celaflor

Beitrag von Bonsai-san »

Bonsai-san hat geschrieben:
zopf hat geschrieben:Hallo Armin

Ich möchte noch Persönlich anmerken das ich selbst auch gegen Chemische Mittel bin, bzw sie nicht unnötig verspritzen möchte. Mich hat es sehr gefreut das ich hier im Forum viele User schreiben gesehen habe die auch ´´Gegen´´ Chemische Mittel sind. Jedoch bin ich auch der Meinung das zum Schutz manche Mittel eben nur auf Chemischer Basis am besten wirken. Habe hier im Forum eben diese Form der Vorbeugung als ´´gängig´´ und weit verbreitet wiedergefunden.

Armin
Wie schon geschrieben, wenn ich auf die ´´Winterspritzung´´ verzichten soll ist es mir sogar sehr recht.

Armin
Liebe Grüße aus Baden-Württemberg

Armin
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Re: Frage zu Netzschwefel WG von Celaflor

Beitrag von Heike_vG »

Hallo Armin,

wenn es mal soweit ist, dass Du eine wirklich große Sammlung hast, die Dir in mindestens einer Saison richtig viel Kummer mit verschiedenen Schädlingen und Pilzkrankheiten gemacht hat, dann macht es Sinn, eine "Winterspritzung" (bzw. eine Spritzung kurz vor dem Austrieb) durchzuführen, um die Winterstadien der Schädlinge zu erwischen und Dir den Kummer in der nächsten Saison deutlich zu reduzieren.
Dafür reicht dann aber nach meinen Erfahrungen ein eher harmloses Weißölpräparat und verdünntes Jinmittel, man braucht keine allzu harten chemischen Keulen zu verwenden. :wink:

Es ist bestimmt nicht so einfach, als Neuling all diese Informationen, die es hier zu lesen gibt, richtig einzuordnen und zu seinen eigenen Entscheidungen zu finden.

Viele Grüße,

Heike
Ein halber Schritt in die richtige Richtung ist oftmals ein Reinfall...

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Re: Frage zu Netzschwefel WG von Celaflor

Beitrag von zopf »

Hallo
Seit 35 Jahren konsumiere ich 40-50 VanNelle am Tag,
alleine schon die Schadstoffe die ich damit meiner Umwelt zumute,
bedeuten die Disqualifikation im grossen Spiel der Ökologie.
Kosten-Nutzen Rechnung und etwas Verständnis der Zusammenhänge
sind eher meine Beweggründe.
Prophylaktische Spritzung kann sinnvoll sein,
manchmal muss Sie sein, manchmal ist es einfach nur Unfug.
mfG Dieter

ps @Holger - per Gesetz verboten hat schon was von unsachlicher Diskusion,
aber eignet sich gut als Running Gag.
grüsse an die bewohner von melmac
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holgerb
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Re: Frage zu Netzschwefel WG von Celaflor

Beitrag von holgerb »

Okay, ich entschuldige mich schon mal im Vorhinein, aber das wird eine Grundsatzdiskussion.
Also erstmal:

Moin, Andreas!

Abwarten und Teetrinken ist mit Sicherheit genauso falsch wie vorbeugende Spritzungen. Ganz im Gegenteil, ich halte den venünftigen und gezielten Einsatz von Pflanzenschutzmitteln durchaus auch für angemessen. Aber zur Gesundung, nicht zur Vorbeugung.

Leider wird beim Pflanzenschutz allzu häufig nur auf die Symptomatik geschaut, der momentane "Stand der Dinge" betrachtet. Eine "Könnte sein Infektion" wird prophylaktisch behandelt, in der Hoffnung darin das Heil zu finden. Dem ist aber nicht so. Das zeigen die immer wiederkehrenden jährlichen gleichablaufenden Befälle, die hier beschrieben werden. Jedes Jahr Läuse, jedes Jahr Miniermotte, jedes Jahr diverse Pilzerkrankungen. Wie Du richtig schreibst sind sie allgegenwärtig, aber wie es zeigt, auch selbst durch prophylaktische Spritzungen nicht zu verhindern.

Was kann man dennoch tun? Die Worte "Kenne Deinen Feind" erscheinen mir dabei äusserst wichtig.

Was macht also die Blattlaus?
Blattläuse kommen, sobald frische Austriebe vorhanden sind und gehen meist, wenn die Triebe ausgereift sind. Allerdings gibt es auch Blattlausarten, die etwas hartnäckiger sind und nicht einfach so verschwinden. Blattläuse sind aber Schwächeparasiten, es ist also angezeigt, daß etwas mit dem Baum nicht stimmt, wenn die Läuse bleiben. Ich lehne mich mal weit aus dem Fenster und behaupte, daß 99% der Fälle auf "schlechte" Kulturführung zurückzuführen sind. In diesem Falle spricht dafür, daß die mangelnde Ausreifung der Triebe auf eine ungenügende Nährsalzversorgung zurückzuführen ist oder eine schlechte Standortwahl, die wegen geringerem Lichtangebot zu schlechter ausgreiften Trieben führen kann.

Die Kastanien-Miniermotte ist so ein Thema für sich. Bisher hat man an Kastanien durch den Befall mit Miniermotten nachweisen können, daß es Auswirkungen auf den Energiehaushalt des Baumes hat. Nachweislich gestorben ist noch keine Kastanie an einem Miniermottenbefall.

Zu den schwarzen Flecken: Es handelt sich dabei vermutlich (lässt sich ohne Bilder, ohne alles schwer bestimmen) um die Teerfleckenkrankheit, die Infektion erfolgt im Frühjahr begünstigt in niederschlgsreichen Jahren. Vorbeugend ist hier ratsam das Herbstlaub zu entfernen und zu vernichten. Sehr feuchte und schattige Lagen sollen vermieden werden, Ahörnchen brauchen Sonne. Da der Befall für den Baum nicht weiter schädlich ist, brauch auch keine Chemie angewandt werden, es sieht halt nicht so toll aus. Frühzeitig die Blätter ausschneiden hilft.

Das war jetzt sehr konkret zu Deinen Fällen, was ist allgemein zu beachten:

In unserem Hobby und auch in anderen Bereichen (z.B. dem Beruf des Landschaftsgärtners) wird in meinen Augen zu wenig Augenmerk auf die Gesunderhaltung der Pflanze gelegt. Man versucht das mit prophylaktisch ausgebrachten Pflanzenschutzmitteln wett zu machen. Was nur mässig funktioniert. Was funktioniert aber?

Jede Pflanze hat ganz bestimmte Ansprüche an ihre Umwelt, je besser man diese Ansprüche befriedigen kann, desto besser und widerstandsfähiger wird sich diese Pflanze entwickeln.
Desweiteren ist es nicht erstrebenswert kranke, wenig vitale Pflanzen zu erwerben, die Frage des Kosten-Nutzen stelle ich hierbei mal in den Raum.... (um mal den Brückenschlag zum Birnengitterrost zu schlagen: es ist wenig erstrebenswert eine Pflanze zu erwerben, die von sich aus anfällig gegen diese Krankheit ist, auch wenn es durchaus Maßnahmen gibt, das in den Griff zu bekommen)
Was kann ich leisten? Was kann ich der Pflanze bieten?
Ein Beispiel meinerseits: Für mich ist es wenig erstrebenswert tropische und subtropische Pflanzen zu halten, da ich ihnen das passende Klima nicht zur Verfügung stellen kann, andere können und wollen das mit entsprechenden Hilfsmitteln. Thierry hatte ja auch schon dieses Thema mit einem anderen Thread angesprochen.
Eine ausreichende Versorgung mit Nährsalzen ist eine der Grundvorraussetzungen für gesundes Pflanzenwachstum. Über die diversen Wege haben wir ja in der Vergangenheit hinreichend gesprochen. Da muss jeder seinen Weg herausfinden.
Bonsai ist zu 80% Pflanzenpflege, ja regelrechtes "Betüdeln"....
Nur gesunde und starke Pflanzen können erfolgreich geschnitten, gedrahtet, gestaltet und umgetopft werden (usw.)

Wenn man all das ausgeschöpft hat, ist man schon ein ganz gutes Stück weiter gekommen.

Wie geht man aber tatsächlich bei einem Krankheitsbefall vor, da wiederhole ich: "kenne Deinen Feind". Wer Schädlinge nicht sicher bestimmen kann, wird sie zwar Bekämpfen können, kurzfristig, dauerhaft aber selten, da Ursachen nicht erkannt werden.
Viele Schädlinge lassen sich auch dadurch bekämpfen, daß man gewisse Dinge einfach unterlässt oder anders macht und somit nicht die Vorraussetzungen für einen Befall schafft. Das ist zwar keine 100%ige Sicherheit, aber die gibt es sowieso nicht.
Ursachen müssen also auch erkannt werden, sonst kommen die Schädlinge wieder, das ist so sicher wie das Amen in der Kirche.

Chemische Bekämpfung kann also nur das leisten, was auch Medikamente in der Human- bzw. Tiermedizin bewirken können:

Sie können Symptome bekämpfen, ja auch eine Krankheit. Die Ursachen liegen aber woanders.

Wenn wir also chemische Pflanzenschutzmittel wie Medikamente verwenden, sind wir schon ein ganzes Stück weitergekommen.

Gruß

Holger
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Re: Frage zu Netzschwefel WG von Celaflor

Beitrag von holgerb »

@zopf:

Das mag für Dich ein running gag sein und in Anbetracht der Tatsache, daß unser Rechtsstaat immer weiter ausgehöhlt wird, kann ich Dir folgen.

Mich kann aber im Zweifel eine Strafe von bis zu 50000€ ins Haus flattern, wenn ich das oben geschriebene nicht einhalte. Ich als Fachmann muss jeden Einsatz von Pflanzenschutzmitteln schriftlich dokumentieren und festhalten.

Da nehme ich mir auch ganz einfach und ganz frech mal das Recht zu sagen, Pflanzenschutzmittel gehören nicht in Laienhände.

Für mich ist das kein running gag.
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Re: Frage zu Netzschwefel WG von Celaflor

Beitrag von bock »

vielen Dank für deine Ausführungen Holger!
liebe Grüße Andreas
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Re: Frage zu Netzschwefel WG von Celaflor

Beitrag von zopf »

Hallo Holger
In vielem haben wir eine ähnliche Einstellung,
mir sträuben sich allerdings die Nackenhaare,
wenn sich das "Nichtlaientum" auf eine Gärtnerprüfung bezieht.
Nichts gegen Dich und Deinen Berufsstand,
aber eine Prüfung oder ein Gesetz sind nicht die Lösung.
Verantwortungsbewusstsein würde sich alleine schon darin äussern,
wenn auf die unzähligen Fragen, hier im Basicbereich,
die den Schädlingsbefall einer schlecht gepflegten Zimmerpflanze betreffen,
einfach nicht mehr geantwortet würde.
Der erhobene Zeigefinger ist sinnlos, Aufklärung tut Not,
wenn Du an dieser Front kämpfen möchtest, nur zu edler Recke
Einen schönen Sonntagabend (ernstgemeint)
Dieter
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Re: Frage zu Netzschwefel WG von Celaflor

Beitrag von holgerb »

Hallo Dieter.

Wir stimmen auch hier überein.

Naja, das Nichtlaientum beschränkt sich ja nicht nur auf die Gärtnerprüfung, wir haben schon etwas hinsichtlich Pflanzenschutz gelernt (war sogar überbetriebliche Ausbildung). Das viele Gärtner schlicht und ergreifend Plinsen sind, darüber brauchen wir acuh nicht diskutieren. Von mir aus soll es auch eine gesonderte Eignungsprüfung zum Umgang mit Pflanzenschutzmitteln geben, ich wäre dafür, schließlich musst Du ja auch Arzt sein, um Medikamente verschreiben zu dürfen.
Natürlich sind Gesetze nicht die alleinige Lösung, ganz bestimmt nicht, aber mir sträuben sich die Nackenhaare, wenn ich voll kontrolliert werde und mit einem Bein im Knast stehe und mein Nachbar ungeschützt die Umwelt vergiften kann ohne belangt zu werden.

Aber Du hast recht, die Antwort ist Verantwortungsbewusstsein, wenn aber bei Umweltschutzkonferenzen der mächtigsten Menschen der Welt (wie mächtig sind sie wirklich?) nullkommanichts herauskommt, bei Diskussionen der ökologische Aspekt als unsachlich abgetan wird, sich Pflanzenschutz auf Chemie beschränkt, jemand nichtmal eine Gebrauchsanleitung lesen kann, ja dann frag' ich mich wo soll das Verantwortungsbewusstsein herkommen.....

Oh Dieter, ich habe gerade erst mein edles Ross gesattelt.....
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Re: Frage zu Netzschwefel WG von Celaflor

Beitrag von bock »

holgerb hat geschrieben:... schließlich musst Du ja auch Arzt sein, um Medikamente verschreiben zu dürfen.
...
ich störe eure gesträubten Nackenhaare ja höchst ungern, edler Recke - aber gibt es denn im Pflanzeschutz ähnliche Abstufungen wie bei Arzneimitteln:
-frei verkäuflich
-apothekenpflichtig
-verschreibungspflichtig (rezeptpflichtig)
-BetäubungsmittelVerschreibungsVerordnung
oder könnte ein Fachmann dem Immissionsschutzgesetz-unkundigen Laien gewisse Hausmittel oder auch Wirkstoffe guten Gewissens empfehlen bzw. von anderen (Mitteln oder Stoffen) aus ökologischen oder anderen Gründen kategorisch abraten?
liebe Grüße Andreas
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Re: Frage zu Netzschwefel WG von Celaflor

Beitrag von zopf »

Dann lass mich Dir als Knappe zur Seite stehn,
solange es dieselbe Richtung ist
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Re: Frage zu Netzschwefel WG von Celaflor

Beitrag von holgerb »

Andreas,

ja sicher gibt es diese Abstufungen, wenn auch in anderen Kategorien....

So kriegt ihr Normalsterblichen beispielsweise Round-up nur in einer anderen Konzentration als der Fachmann. Niemand kennt allerdings die Langzeitwirkungen von Glyphosat im Boden....

Andreas, es geht nicht um Hausmittelchen, das ist nicht die Lösung, es geht um die Gesamtheit des Pflanzenschutzes. Nur ein ganzheitliches Denken in der Pflanzenpflege und im Pflanzenschutz bringen langfristigen Erfolg und sind ökologisch vertretbar...

Wenn Du einen sehr starken, sehr heftigen Schädlingsbefall hast, der wirklich kritischen Schaden anrichtet, dann bin ich der letzte, der von einer chemischen Behandlung abrät. Wichtig ist danach zu eroieren, woher der Befall kam, warum und weshalb er so stark war. Auch starke, gesunde Pflanzen können krank werden, dann muss Arznei her, das steht ausser Frage. Und zwar die Richtige.


@zopf: Dann sitz auf mein Freund, Aug' in Aug' will ich mit Dir reiten...
(und das nüchtern :roll: *crazy* )
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Re: Frage zu Netzschwefel WG von Celaflor

Beitrag von bock »

holgerb hat geschrieben:....

Andreas, es geht nicht um Hausmittelchen, das ist nicht die Lösung, es geht um die Gesamtheit des Pflanzenschutzes. Nur ein ganzheitliches Denken in der Pflanzenpflege und im Pflanzenschutz bringen langfristigen Erfolg und sind ökologisch vertretbar...
OK, jetzt hab sogar ich das kapiert (mens sana in corpore sanum, oder der Student geht solange zur Mensa, bis er bricht... :wink: )

werd es mir rot anstreichen und versuchen danach zu handeln.
Aaaber...
:oops: leider hab ich teilweise noch nicht die richtige Pflege drauf und teilweise wohl auch Pflanzen, denen ich nicht die optimalen Bedingungen bieten kann.
Obwohl sie sonnig stehen werden meine Birken jedes Jahr von Blattläusen befallen - klar freue ich mich auch über Marienkäfer und Florfliegen, aber gelegentlich muss ich die Birken auch umtopfen, dabei ist wegen Wurzelschnitt der Neuaustrieb erstmal nicht so fit wie er sein müsste. Deshalb frage ich mich eben, ob unter bestimmten Umständen nicht auch eine Prophylaxe sinnvoll ist (schließlich ist Bonsai ja selbst unter optimaler Kulturführung (ich glaube der Begriff ist von Knappe Dieter?) eine Gratwanderung zwischen Baumpflege und Legehennenkäfighaltung. Die Wurzeln stossen zwangsläufig auf von uns vorgegebene Grenzen, die Substraterwärmung ist sicher um einiges heftiger als bei Freilandpflanzen - manche Stressoren können wir einfach nicht eliminieren).
Eine "Schutzimpfung" für Pflanzen gibt es ja wohl noch nicht, und was in Sachen Orus, Waldleben etc. hier im Forum zu finden ist lässt auf zweifelhaften Wert dieser "Wunderwässerchen" schliessen.
Bei den Krankheitserregern wird es wohl ähnlich sein wie in der Medizin - es gibt "Mitesser", fakultativ pathogene Erreger (Schnupfen,...), obligat pathogene Keime (Milzbrand,...) und Seuchen (Influenza, Ebola,...) - wer bei Schnupfen Antibiotika schluckt, hat den Unterschied zwischen Viren und Bakterien nicht begriffen und schießt mit Kanonen auf Spatzen - nicht zuletzt unterstützt er lediglich Handel und Hersteller, selbst hat er ausschließlich was von den Nebenwirkungen. Leider gibt es immernoch (nicht wenige) Mediziner, die bei Erkältungen Antibiotika verordnen - aber nun schweife ich wirklich zu weit vom Thema ab.
*back*
Also Netzschwefel nur im Falle des Befalls mit Mehltau!
Evtl. hilft auch Milch... auf jeden Fall kann man sinnvoll vorbeugen - luftiger, sonniger Standort, sinnvolle Düngung und rechtzeitige Entfernung befallener Blätter.
Blattlausbefall macht nix, die Pflanze wehrt sich selbst (bildet oft Bitterstoffe und stärkt ihr Gewebe), unterstützend kann man die Blattläuse mit scharfem Wasserstrahl auf die Blattunterseite verjagen.
Miniermotte, Ahornblattrost, Rosenrost: rechtzeitiges Entfernen befallener Blätter und Vernichtung des abgefallenen Herbstlaubes.
Spinnmilben: Erhöhung der Luftfeuchtigkeit, ggf. mehr Licht und Luft und öfter mit Wasser besprühen.
Sonstige Schadorganismen vom Fachmann begutachten lassen, gezieltes Vorgehen nach guter fachlicher Praxis (oder wie das im Gartenbaujargon heisst).
Und in jedem Fall von Pflanzenkrankheiten: Die eigentliche Ursache des Problems sitzt meist auf dieser Seite des Monitors...
so, genug genervt für heute... *engel*
liebe Grüße Andreas
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Re: Frage zu Netzschwefel WG von Celaflor

Beitrag von Bonsai-Bene »

Bonsai-san hat geschrieben:
Bonsai-Bene hat geschrieben:Hi,

Nimm Schwefel lieber nach dem Austrieb, wenn du jetzt mit Öl gegen Schädlinge vorbeugen willst, und Pilze dann kannst du ein Kupfer-Mittel mit einmischen in der Regel kannste das so 0,5-1%ig Dosieren zu dieser Zeit.

Und nochmal ganz Wichtig Schwefel nicht mit Promanal mischen!!!!!!!!!! das kann Böse in die Hose gehen!

mfg Benedict
Hallo Benedict, :?: Das Promanal von Neudorf hat ja als Wirkstoff Rapsöl enthalten, dann brauche ich ja nur noch ein Kupfer-Mittel, welches Produkt würdest Du mir da empfehlen und kann ich das so mit deinem oben genannten Mischungsverhältniss 1 zu 1 übernehmen?

Armin

Hi Armin,

welches Kupfer-Mittel du nimmst ist im prinzip egal da nur noch ein Kupfer-Wirkstoff zugelassen ist, von N*udorf heist es glaube ich Cupruvit oder so ähnlich, und ja du kannst es in dem Verhältnis mischen, müsste auch so auf der Packung angegeben sein, ich empfehle dir auch noch eine 2te Kupferspritzung ende April anfang Mai dann hast du sicher bis in den Sommer ruhe vor Pilzen, und sollte jetzt die Öko-Fraktion aufschreihen KUPFER und SCHWEFEL werden auch im BIO-Landbau verwendet also auch Bio-Produkte sind gespritzt.
Maick hat geschrieben:
Bonsai-Bene hat geschrieben:Hi,

Schwefel hilft gegen Pilze, bringt als Winterspritzung gleich Null.

UND: NICHT mit ÖL Mischen!!!!!!!!!!! GANZ WICHTIG!!!!!!!!!!!!!!!!![/size]

Nimm Schwefel lieber nach dem Austrieb, wenn du jetzt mit Öl gegen Schädlinge vorbeugen willst, und Pilze dann kannst du ein Kupfer-Mittel mit einmischen in der Regel kannste das so 0,5-1%ig Dosieren zu dieser Zeit.

Und nochmal ganz Wichtig Schwefel nicht mit Promanal mischen!!!!!!!!!! das kann Böse in die Hose gehen!

mfg Benedict



warum ???


HI weil es hier eine Chemische reaktion giebt, was dazu führen würde das Pflanzen bei der ausbringung regelrecht "Verbrennen"

steht auch so in der Anleitung von Öl und Schwefel drinn im Normalfall

grüße Benedict
MfG Benedict

Versuche nicht wie der Meister zu sein, sondern suche nachdem was der Meister sucht!
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